Quim Torra - © Foto: Jordi Boixareu
In den vergangenen Jahren stand Torra mehreren separatistischen Vereinigungen vor, darunter auch 2015 vorübergehend dem einflussreichen Kulturverein Òmnium Cultural. (© Foto: Jordi Boixareu)

Preisgekrönter Schriftsteller und glühender Separatist

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Barcelona - Der neue starke Mann in Katalonien, Joaquim (Quim) Torra, ist eigentlich Anwalt, Schriftsteller und Verleger.

Vor allem aber ist er eins: Ein glühender Vertreter des Separatismus, der bereits angekündigt hat, den Kurs seines Vorgängers Carles Puigdemont in Richtung einer Abspaltung der Region von Spanien fortsetzen zu wollen. Mit der Justiz ist er aber - anders als viele seiner Politiker- und Aktivistenkollegen - bisher nicht aneinandergeraten.

20 Jahre lang arbeitete der 55-Jährige für ein Versicherungsunternehmen mit Sitz in der Schweiz. Anschließend kehrte er in seine katalanische Heimat zurück, wo er 2008 den Verlag «A contra vent» (Gegen den Wind) gründete und unter anderem ein preisgekröntes Essay mit dem Titel «Eine unfreiwillige Reise in das unmögliche Katalonien» schrieb, das von der Arbeit katalanischer Journalisten in der Zeit der Zweiten Spanischen Republik erzählt - der Epoche von 1931 bis 1936/1939, in der in Spanien eine neue demokratische Staatsform existierte.

Jetzt geht Torra selbst auf eine Reise, die viel Gegenwind verspricht und die so mancher als unmöglich bezeichnet. An den katalanischen Trennungsgelüsten ist schon so mancher gescheitert. Bei den beiden Parlamentsdebatten erklärte er bereits ohne Umschweife, dass er den von Madrid im vergangenen Herbst abgesetzten und ins Ausland geflohenen Puigdemont weiter als den rechtmäßigen Regionalpräsidenten betrachtet. Er selbst sieht sich eher als Stellvertreter Puigdemonts, dessen enger Vertrauter er ist.

In den vergangenen Jahren stand Torra mehreren separatistischen Vereinigungen vor, darunter auch 2015 vorübergehend dem einflussreichen Kulturverein Òmnium Cultural. Später wurde er dort von Jordi Cuixart abgelöst, der im Zuge des von der Justiz verbotenen Unabhängigkeitsreferendums vom 1. Oktober festgenommen wurde. Ins Parlament von Barcelona war Torra bei der Neuwahl im Dezember über die Liste «Junts per Catalunya» (JuntsPerCat) gewählt worden.

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Kurzporträt Quim TorraPreisgekrönter Schriftsteller und glühender SeparatistBarcelona - Der neue starke Mann in Katalonien, Joaquim (Quim) Torra, ist eigentlich Anwalt, Schriftsteller und Verleger.Vor allem aber ist er eins: Ein glühender Vertreter des Separatismus, der bereits angekündigt hat, den Kurs seines Vorgängers Carles Puigdemont in Richtung einer Abspaltung der Region von Spanien fortsetzen zu wollen. Mit der Justiz ist er aber - anders als viele seiner Politiker- und Aktivistenkollegen - bisher nicht aneinandergeraten.20 Jahre lang arbeitete der 55-Jährige für ein Versicherungsunternehmen mit Sitz in der Schweiz. Anschließend kehrte er in seine katalanische Heimat zurück, wo er 2008 den Verlag «A contra vent» (Gegen den Wind) gründete und unter anderem ein preisgekröntes Essay mit dem Titel «Eine unfreiwillige Reise in das unmögliche Katalonien» schrieb, das von der Arbeit katalanischer Journalisten in der Zeit der Zweiten Spanischen Republik erzählt - der Epoche von 1931 bis 1936/1939, in der in Spanien eine neue demokratische Staatsform existierte.Jetzt geht Torra selbst auf eine Reise, die viel Gegenwind verspricht und die so mancher als unmöglich bezeichnet. An den katalanischen Trennungsgelüsten ist schon so mancher gescheitert. Bei den beiden Parlamentsdebatten erklärte er bereits ohne Umschweife, dass er den von Madrid im vergangenen Herbst abgesetzten und ins Ausland geflohenen Puigdemont weiter als den rechtmäßigen Regionalpräsidenten betrachtet. Er selbst sieht sich eher als Stellvertreter Puigdemonts, dessen enger Vertrauter er ist.In den vergangenen Jahren stand Torra mehreren separatistischen Vereinigungen vor, darunter auch 2015 vorübergehend dem einflussreichen Kulturverein Òmnium Cultural. Später wurde er dort von Jordi Cuixart abgelöst, der im Zuge des von der Justiz verbotenen Unabhängigkeitsreferendums vom 1. Oktober festgenommen wurde. Ins Parlament von Barcelona war Torra bei der Neuwahl im Dezember über die Liste «Junts per Catalunya» (JuntsPerCat) gewählt worden.