Eishockey DEB-Talente überzeugen: Sieg auch gegen Österreich Carsten Lappe Zweites Spiel, zweiter Sieg: Die deutschen Eishockey-Talente haben sich für weitere Aufgaben empfohlen und stehen kurz vor dem erneuten Triumph beim Deutschland Cup. Die zum großen Teil unerfahrene Auswahl von Bundestrainer Toni Söderholm besiegte beim Heim-Turnier in Krefeld auch Österreich mit 3:0 (2:0, 1:0, 0:0). Für den neunten Gewinn des Deutschland Cups benötigt das Team des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) am Sonntag (14.30 Uhr/MagentaSport) zum Abschluss gegen den Olympia-Dritten Slowakei noch einen Punkt. Gute Stimmung bei mehr als 3000 Fans Vor 3310 Zuschauern waren am Samstag Andreas Eder (6. Minute) von Red Bull München, sein Bruder Tobias Eder (18.) von der Düsseldorfer EG und Danjo Leonhardt (29.) von den Nürnberg Ice Tigers erfolgreich. Zum Auftakt am Donnerstag hatte Deutschland 3:2 nach Verlängerung gegen Dänemark gewonnen. Im Prestigeduell gegen Österreich war es deutlich stimmungsvoller als noch am Donnerstag, als weniger als 1000 Zuschauer in die Halle gekommen waren. Auch am Samstag war die Arena nicht voll besetzt, allerdings waren wie vom DEB zuvor angekündigt deutlich mehr Menschen da, die auch eine gute Stimmung erzeugten. Die junge deutsche Auswahl tat auch einiges dafür. Deutlich intensiver war das Spiel gegen das Nachbarland, das erstmals überhaupt am traditionellen Vier-Nationen-Turnier teilnimmt. Deutschland war auch von Beginn an tonangebend und ging nach einem herrlichen Angriff und einem schönen Zuspiel von Kapitän Marc Michaelis (Langnau/Schweiz) durch Andreas Eder in Führung. Söderholm testet Kader-Alternativen Söderholm hatte eine noch unerfahrenere Auswahl als am Donnerstag auf dem Eis. Am Samstag verzichtete der Bundestrainer unter anderem auch auf die international erfahrenen Nationalmannschafts-Rückkehrer Dominik Bokk (Frankfurt) und Maximilian Kammerer (Köln). Der routinierteste Spieler im Kader war vor dem Spiel bereits abgereist. Der 32 Jahre alte Abwehrspieler Marco Nowak vom Meister Eisbären Berlin ist erkrankt und hatte deshalb freilich bereits gegen Dänemark gefehlt. Dafür kam sein Club-Kamerad Eric Mik zum Nationalmannschafts-Debüt. Im Spiel am Samstag verletzte sich zudem Janik Möser von den Grizzlys Wolfsburg und wird ebenfalls nicht mehr zum Einsatz kommen. Söderholm will in Krefeld vor allem mögliche Kader-Alternativen für die WM im kommenden Mai in Finnland und Lettland testen. Auf etliche Stammkräfte hatte er daher in diesem Jahr verzichtet. Und die deutsche C-Auswahl betrieb ordentlich Eigenwerbung. Auch nachdem der zweifache Torschütze vom Donnerstag, Nürnbergs Daniel Schmölz, nach einer Rauferei wie sein Kontrahent David Maier nicht mehr weiterspielen durfte, machte Deutschland weiter Dampf und wurde noch vor der ersten Drittelpause durch eine weitere schöne Kombination in Überzahl belohnt. Diesmal traf Tobi Eder erneut auf Zuspiel von Michaelis. Auch in Sachen Kampf überzeugte das DEB-Team und blieb weiter aggressiv. Im Mittelabschnitt sorgte Leonhardt schon für die Vorentscheidung. Österreich versuchte vergeblich, gegen die überzeugende deutsche Mannschaft zurück ins Spiel zu kommen.
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DEB-Talente überzeugen: Sieg auch gegen Österreich

Das deutsche Team um Tobias Eder (l) setzte sich gegen Österreich durch. © Rolf Vennenbernd/dpa

Zweites Spiel, zweiter Sieg: Die deutschen Eishockey-Talente haben sich für weitere Aufgaben empfohlen und stehen kurz vor dem erneuten Triumph beim Deutschland Cup. Die zum großen Teil unerfahrene Auswahl von Bundestrainer Toni Söderholm besiegte beim Heim-Turnier in Krefeld auch Österreich mit 3:0 (2:0, 1:0, 0:0).

Für den neunten Gewinn des Deutschland Cups benötigt das Team des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) am Sonntag (14.30 Uhr/MagentaSport) zum Abschluss gegen den Olympia-Dritten Slowakei noch einen Punkt.

Gute Stimmung bei mehr als 3000 Fans

Vor 3310 Zuschauern waren am Samstag Andreas Eder (6. Minute) von Red Bull München, sein Bruder Tobias Eder (18.) von der Düsseldorfer EG und Danjo Leonhardt (29.) von den Nürnberg Ice Tigers erfolgreich. Zum Auftakt am Donnerstag hatte Deutschland 3:2 nach Verlängerung gegen Dänemark gewonnen.

Im Prestigeduell gegen Österreich war es deutlich stimmungsvoller als noch am Donnerstag, als weniger als 1000 Zuschauer in die Halle gekommen waren. Auch am Samstag war die Arena nicht voll besetzt, allerdings waren wie vom DEB zuvor angekündigt deutlich mehr Menschen da, die auch eine gute Stimmung erzeugten.

Die junge deutsche Auswahl tat auch einiges dafür. Deutlich intensiver war das Spiel gegen das Nachbarland, das erstmals überhaupt am traditionellen Vier-Nationen-Turnier teilnimmt. Deutschland war auch von Beginn an tonangebend und ging nach einem herrlichen Angriff und einem schönen Zuspiel von Kapitän Marc Michaelis (Langnau/Schweiz) durch Andreas Eder in Führung.

Söderholm testet Kader-Alternativen

Söderholm hatte eine noch unerfahrenere Auswahl als am Donnerstag auf dem Eis. Am Samstag verzichtete der Bundestrainer unter anderem auch auf die international erfahrenen Nationalmannschafts-Rückkehrer Dominik Bokk (Frankfurt) und Maximilian Kammerer (Köln).

Der routinierteste Spieler im Kader war vor dem Spiel bereits abgereist. Der 32 Jahre alte Abwehrspieler Marco Nowak vom Meister Eisbären Berlin ist erkrankt und hatte deshalb freilich bereits gegen Dänemark gefehlt. Dafür kam sein Club-Kamerad Eric Mik zum Nationalmannschafts-Debüt. Im Spiel am Samstag verletzte sich zudem Janik Möser von den Grizzlys Wolfsburg und wird ebenfalls nicht mehr zum Einsatz kommen.

Söderholm will in Krefeld vor allem mögliche Kader-Alternativen für die WM im kommenden Mai in Finnland und Lettland testen. Auf etliche Stammkräfte hatte er daher in diesem Jahr verzichtet.

Und die deutsche C-Auswahl betrieb ordentlich Eigenwerbung. Auch nachdem der zweifache Torschütze vom Donnerstag, Nürnbergs Daniel Schmölz, nach einer Rauferei wie sein Kontrahent David Maier nicht mehr weiterspielen durfte, machte Deutschland weiter Dampf und wurde noch vor der ersten Drittelpause durch eine weitere schöne Kombination in Überzahl belohnt. Diesmal traf Tobi Eder erneut auf Zuspiel von Michaelis.

Auch in Sachen Kampf überzeugte das DEB-Team und blieb weiter aggressiv. Im Mittelabschnitt sorgte Leonhardt schon für die Vorentscheidung. Österreich versuchte vergeblich, gegen die überzeugende deutsche Mannschaft zurück ins Spiel zu kommen.

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