Kommentar zum NRW-Krankenhausgutachten: Politischer Bumerang

veröffentlicht

Henning Wandel

Für ihr Medizinkonzept haben die Mühlenkreiskliniken viel Schelte bekommen. Zum Teil durchaus zurecht, etwa bei der Kritik an der missglückten Kommunikation, zum Teil aber auch nicht. Und es sind ausgerechnet wesentliche inhaltliche Punkte, die als Bumerang zurückkommen könnten.

Ein Beispiel: die Geburtshilfe. Hier erwarten Experten deutliche Überkapazitäten. Mit ihrem Plan, das Angebot mittelfristig in Minden zu konzentrieren, hätten die Mühlenkreiskliniken also eine politische Vorgabe vorwegnehmen können. Stattdessen werden sie womöglich zu einem solchen Schritt gezwungen.

Im Sommer 2018 ist viel Porzellan zerschlagen worden. Jetzt wäre ein guter Moment, wieder aufeinander zugehen. Auch, weil MKK-Chef Dr. Olaf Bornemeier demonstrativ auf das „Ätsch“ verzichtet.

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Kommentar zum NRW-Krankenhausgutachten: Politischer BumerangHenning Wandel Für ihr Medizinkonzept haben die Mühlenkreiskliniken viel Schelte bekommen. Zum Teil durchaus zurecht, etwa bei der Kritik an der missglückten Kommunikation, zum Teil aber auch nicht. Und es sind ausgerechnet wesentliche inhaltliche Punkte, die als Bumerang zurückkommen könnten. Ein Beispiel: die Geburtshilfe. Hier erwarten Experten deutliche Überkapazitäten. Mit ihrem Plan, das Angebot mittelfristig in Minden zu konzentrieren, hätten die Mühlenkreiskliniken also eine politische Vorgabe vorwegnehmen können. Stattdessen werden sie womöglich zu einem solchen Schritt gezwungen. Im Sommer 2018 ist viel Porzellan zerschlagen worden. Jetzt wäre ein guter Moment, wieder aufeinander zugehen. Auch, weil MKK-Chef Dr. Olaf Bornemeier demonstrativ auf das „Ätsch“ verzichtet.