Streit mit Pakistan

Indiens Regierung will Ausgangssperre in Kaschmir aufheben

veröffentlicht

Konflikt in Kaschmir - © Foto: Dar Yasin/AP
Indische Soldaten stehen an einem provisorischen Kontrollposten in Kaschmir. (© Foto: Dar Yasin/AP)

Srinagar - Die indische Regierung will eine im Konflikt um die Autonomie der indischen Region Kaschmir verhängte Ausgangssperre in den kommenden Tagen aufheben. Das sagte ein Staatsanwalt, der die Interessen der Regierung vertritt, dem Obersten indischen Gericht, wie der Fernsehsender NDTV am Freitag berichtete.

Zudem hatten die Behörden im Kaschmir-Tal am Freitag nach knapp zwei Wochen erstmals wieder geöffnet. In Schulen soll ab kommender Woche wieder Unterricht stattfinden.
Indiens Regierung hatte der von ihr kontrollierten Region Jammu und Kaschmir Anfang voriger Woche überraschend den Teilautonomiestatus entzogen und damit die jüngste Eskalation in der Dauerfehde mit dem Erzfeind Pakistan ausgelöst. Die Bevölkerung wurde vorher nicht informiert. Zurzeit kontrollieren Zehntausende Soldaten das Himalaya-Gebiet, auch um Proteste gegen das Vorgehen der Regierung in Neu Delhi zu verhindern. Seit knapp zwei Wochen gilt eine Ausgangssperre, Internet und Telefone sind blockiert.
Premierminister Narendra Modi will mit der Aufhebung des Sonderstatus das Kaschmir-Gebiet stärker in das mehrheitlich hinduistische Indien integrieren. Bisher hatte die - hauptsächlich von Muslimen bewohnte - Region unter anderem eine eigene Verfassung und weitgehende politische Kompetenzen. Viele Kaschmirer sind gegen die Neuregelung.

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NDTV-Bericht

Indien und Pakistan streiten seit mehr als 70 Jahren um die Region im Himalaya. Zwei Kriege wurden deswegen bereits geführt. Beide Atommächte beherrschen jeweils einen Teil von Kaschmir, ein weiterer Teil gehört zu China. Nach Angaben Pakistans wurden am Donnerstag an der Grenze mehrere Soldaten und Zivilisten durch Beschuss aus Indien getötet.

An diesem Freitag soll sich der UN-Sicherheitsrat in New York hinter verschlossenen Türen mit der Lage in Kaschmir beschäftigen, heißt es aus Diplomatenkreisen. China hatte die Sitzung am Mittwoch beantragt.

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Streit mit PakistanIndiens Regierung will Ausgangssperre in Kaschmir aufhebenSrinagar - Die indische Regierung will eine im Konflikt um die Autonomie der indischen Region Kaschmir verhängte Ausgangssperre in den kommenden Tagen aufheben. Das sagte ein Staatsanwalt, der die Interessen der Regierung vertritt, dem Obersten indischen Gericht, wie der Fernsehsender NDTV am Freitag berichtete.Zudem hatten die Behörden im Kaschmir-Tal am Freitag nach knapp zwei Wochen erstmals wieder geöffnet. In Schulen soll ab kommender Woche wieder Unterricht stattfinden.Indiens Regierung hatte der von ihr kontrollierten Region Jammu und Kaschmir Anfang voriger Woche überraschend den Teilautonomiestatus entzogen und damit die jüngste Eskalation in der Dauerfehde mit dem Erzfeind Pakistan ausgelöst. Die Bevölkerung wurde vorher nicht informiert. Zurzeit kontrollieren Zehntausende Soldaten das Himalaya-Gebiet, auch um Proteste gegen das Vorgehen der Regierung in Neu Delhi zu verhindern. Seit knapp zwei Wochen gilt eine Ausgangssperre, Internet und Telefone sind blockiert.Premierminister Narendra Modi will mit der Aufhebung des Sonderstatus das Kaschmir-Gebiet stärker in das mehrheitlich hinduistische Indien integrieren. Bisher hatte die - hauptsächlich von Muslimen bewohnte - Region unter anderem eine eigene Verfassung und weitgehende politische Kompetenzen. Viele Kaschmirer sind gegen die Neuregelung.Indien und Pakistan streiten seit mehr als 70 Jahren um die Region im Himalaya. Zwei Kriege wurden deswegen bereits geführt. Beide Atommächte beherrschen jeweils einen Teil von Kaschmir, ein weiterer Teil gehört zu China. Nach Angaben Pakistans wurden am Donnerstag an der Grenze mehrere Soldaten und Zivilisten durch Beschuss aus Indien getötet.An diesem Freitag soll sich der UN-Sicherheitsrat in New York hinter verschlossenen Türen mit der Lage in Kaschmir beschäftigen, heißt es aus Diplomatenkreisen. China hatte die Sitzung am Mittwoch beantragt.