Meg Ryan: Zeit für MeToo war reif

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Meg Ryan - © Foto: Alexandra Wey
Meg Ryan beim Filmfestival in Locarno. (© Foto: Alexandra Wey)

Berlin Für Hollywoodstar Meg Ryan (56) war die Zeit im männerdominierten Filmgeschäft reif für die MeToo-Debatte um Macht und Missbrauch. Deren Beginn mit den Enthüllungen um Harvey Weinstein sei noch nicht mal ein Jahr her, aber MeToo sei schon Schulthema bei ihrer 13-jährigen Tochter, sagte Ryan laut der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung».

«Diese Kinder lernen jetzt, was "Nein heißt Nein" bedeutet und dass gegenseitige Einwilligung nötig ist. Das ist wichtig - und zwar für beide Seiten.»

Ryan («Harry und Sally», «Schlaflos in Seattle») wurde gerade beim Filmfestival Locarno mit einem Ehrenpreis ausgezeichnet. Sie sagt: «Wer erfolgreich ist, der hat Glück gehabt, denn Erfolg schützt dich. Finanziell, aber auch vor Übergriffen. Mich hätte niemand belästigt, schließlich war ich erfolgreich und hätte an die Presse oder zu meinen Agenten gehen können.» Aber für eine junge Schauspielerin, die zum Vorsprechen gehe, gelte das eben nicht. «Dieses Ungleichgewicht müssen wir auffangen, denn natürlich sind die Strukturen dieselben wie immer schon.»

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Ehrenpreis in LocarnoMeg Ryan: Zeit für MeToo war reifBerlin Für Hollywoodstar Meg Ryan (56) war die Zeit im männerdominierten Filmgeschäft reif für die MeToo-Debatte um Macht und Missbrauch. Deren Beginn mit den Enthüllungen um Harvey Weinstein sei noch nicht mal ein Jahr her, aber MeToo sei schon Schulthema bei ihrer 13-jährigen Tochter, sagte Ryan laut der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung».«Diese Kinder lernen jetzt, was "Nein heißt Nein" bedeutet und dass gegenseitige Einwilligung nötig ist. Das ist wichtig - und zwar für beide Seiten.»Ryan («Harry und Sally», «Schlaflos in Seattle») wurde gerade beim Filmfestival Locarno mit einem Ehrenpreis ausgezeichnet. Sie sagt: «Wer erfolgreich ist, der hat Glück gehabt, denn Erfolg schützt dich. Finanziell, aber auch vor Übergriffen. Mich hätte niemand belästigt, schließlich war ich erfolgreich und hätte an die Presse oder zu meinen Agenten gehen können.» Aber für eine junge Schauspielerin, die zum Vorsprechen gehe, gelte das eben nicht. «Dieses Ungleichgewicht müssen wir auffangen, denn natürlich sind die Strukturen dieselben wie immer schon.»