Laschet zu Schulbeginn ab Montag: "Muss individuelle Lösungen geben" Ingo Kalischek Düsseldorf. Für seinen Vorschlag eines Brücken-Lockdowns hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) bekanntlich viel Kritik erhalten. Jetzt spielt er den Ball zurück ins Feld der anderen Ministerpräsidenten: "Ich bitte jetzt einfach die Anderen: Was sind denn Eure Ideen?", sagte Laschet am Mittwochvormittag. Undeutlich äußerte sich Laschet bei der Frage, wie es mit den Schulen weitergehen soll. Appell an MinisterpräsidentenLaschet hatte am Montag gefordert, die Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) vorzuziehen - noch in diese Woche. Dafür hat er überwiegend Kritik erhalten, nur wenige Ministerpräsidenten stimmten ihm zu. Dazu sagte Laschet am Mittwoch: "Ich merke anhand der Reaktionen auf meinen Vorschlag, insbesondere bei der SPD, leider Ablehnung." Es liege nun durch ihn ein Vorschlag auf dem Tisch. "Ich bitte jetzt einfach die anderen: Was sind denn Eure Vorschläge?", so Laschet. Und weiter: "Ich lade einfach alle anderen ein, zu sagen, welche Ideen sie denn haben." Es sei wichtig, dies so schnell wie möglich zu klären. Wie weiter in den Schulen?Auf die Frage, wie es denn nun am Montag in den Schulen weitergehen solle, sagte Laschet, dass Schulministerin Gebauer dazu "in Kürze" informieren werde. Heute treffen sich die Kultusminister, um sich zu beraten. Laschet: "Mein Plädoyer war eine bundeseinheitliche Antwort." Deshalb wäre ein früherer Termin der MPK gut gewesen, so Laschet. "Aber wenn der nicht erwünscht ist, müssen wir bis nächste Woche warten." Die Schulen könnten nur öffnen, wenn dort überall das Testen funktioniere. "Zweimal pro Woche ist die Bedingung, dass überhaupt irgendetwas passiert", so Laschet. Ein Treffen der MPK am Montag sei mit Blick auf die offenen Fragen in den Schulen zu spät, räumte Laschet ein. Deshalb habe er sich ja für einen früheren Termin ausgesprochen, wiederholte Laschet. "Man muss individuelle Lösungen finden." Tempo beim ImpfenLaschet verteidigte seine Forderung nach einem Brücken-Lockdown. Man werde in NRW bis Ende April rund 20 Prozent Erstimpfungen durchgeführt haben. Schon in der nächsten Woche sei das in NRW bei rund drei Millionen Menschen der Fall, so Laschet. Bis zum Beginn der Sommerferien werde der Anteil der Erstimpfungen auf rund 50 Prozent steigen, so Laschet. "Das Impfen wächst exponentiell." Dennoch befinde man sich aktuell in der "kritischsten Phase" der Pandemie, da die Intensivstationen wieder voller würden, vor allem mit jüngeren Patienten. "Wir sehen, dass das Ufer naht", sagte der CDU-Chef. "Wir brauchen eine Brücke in diese Zeit hinein. Das war meine Anregung, die ich mit sehr vielen Vorschlägen unterlegt habe." NotbremseNRW setze die Corona-Notbremse komplett um - so wie beschlossen, sagte Laschet. Man setze aber darauf, dass "Click and Meet" möglich sei, in Verbindung mit dem Testen, da das Teil der Beschlüsse sei. Ihn habe gewundert, dass Vize-Kanzler Olaf Scholz (SPD) das am Dienstag zu einer "parteipolitischen Frage" gemacht habe, so Laschet. NRW hat am Morgen die Notbremse leicht angepasst. Sie wird erst dann aufgehoben, wenn die 7-Tages-Inzidenz in einer Kommune mindestens eine Woche lang unter 100 liegt. Bislang war das bei drei Tagen der Fall. Wenn die Notbremse in einer Kommune greift, werden zum Beispiel Museen, Bibliotheken und der Einzelhandel wieder geschlossen. NRW ermöglicht Bürgern aber seit einigen Tagen, diese Bereiche weiter zu besuchen, wenn sie einen Negativ-Test vorweisen können.

Laschet zu Schulbeginn ab Montag: "Muss individuelle Lösungen geben"

Armin Laschet besuchte am Mittwoch ein Drive-In-Impfzentrum in Schwelm. © AFP

Düsseldorf. Für seinen Vorschlag eines Brücken-Lockdowns hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) bekanntlich viel Kritik erhalten. Jetzt spielt er den Ball zurück ins Feld der anderen Ministerpräsidenten: "Ich bitte jetzt einfach die Anderen: Was sind denn Eure Ideen?", sagte Laschet am Mittwochvormittag. Undeutlich äußerte sich Laschet bei der Frage, wie es mit den Schulen weitergehen soll.

Appell an Ministerpräsidenten
Laschet hatte am Montag gefordert, die Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) vorzuziehen - noch in diese Woche. Dafür hat er überwiegend Kritik erhalten, nur wenige Ministerpräsidenten stimmten ihm zu. Dazu sagte Laschet am Mittwoch: "Ich merke anhand der Reaktionen auf meinen Vorschlag, insbesondere bei der SPD, leider Ablehnung." Es liege nun durch ihn ein Vorschlag auf dem Tisch. "Ich bitte jetzt einfach die anderen: Was sind denn Eure Vorschläge?", so Laschet. Und weiter: "Ich lade einfach alle anderen ein, zu sagen, welche Ideen sie denn haben." Es sei wichtig, dies so schnell wie möglich zu klären.

Wie weiter in den Schulen?
Auf die Frage, wie es denn nun am Montag in den Schulen weitergehen solle, sagte Laschet, dass Schulministerin Gebauer dazu "in Kürze" informieren werde. Heute treffen sich die Kultusminister, um sich zu beraten. Laschet: "Mein Plädoyer war eine bundeseinheitliche Antwort." Deshalb wäre ein früherer Termin der MPK gut gewesen, so Laschet. "Aber wenn der nicht erwünscht ist, müssen wir bis nächste Woche warten."

Die Schulen könnten nur öffnen, wenn dort überall das Testen funktioniere. "Zweimal pro Woche ist die Bedingung, dass überhaupt irgendetwas passiert", so Laschet. Ein Treffen der MPK am Montag sei mit Blick auf die offenen Fragen in den Schulen zu spät, räumte Laschet ein. Deshalb habe er sich ja für einen früheren Termin ausgesprochen, wiederholte Laschet. "Man muss individuelle Lösungen finden."

Tempo beim Impfen
Laschet verteidigte seine Forderung nach einem Brücken-Lockdown. Man werde in NRW bis Ende April rund 20 Prozent Erstimpfungen durchgeführt haben. Schon in der nächsten Woche sei das in NRW bei rund drei Millionen Menschen der Fall, so Laschet. Bis zum Beginn der Sommerferien werde der Anteil der Erstimpfungen auf rund 50 Prozent steigen, so Laschet. "Das Impfen wächst exponentiell."

Dennoch befinde man sich aktuell in der "kritischsten Phase" der Pandemie, da die Intensivstationen wieder voller würden, vor allem mit jüngeren Patienten. "Wir sehen, dass das Ufer naht", sagte der CDU-Chef. "Wir brauchen eine Brücke in diese Zeit hinein. Das war meine Anregung, die ich mit sehr vielen Vorschlägen unterlegt habe."

Notbremse
NRW setze die Corona-Notbremse komplett um - so wie beschlossen, sagte Laschet. Man setze aber darauf, dass "Click and Meet" möglich sei, in Verbindung mit dem Testen, da das Teil der Beschlüsse sei. Ihn habe gewundert, dass Vize-Kanzler Olaf Scholz (SPD) das am Dienstag zu einer "parteipolitischen Frage" gemacht habe, so Laschet. NRW hat am Morgen die Notbremse leicht angepasst.

Sie wird erst dann aufgehoben, wenn die 7-Tages-Inzidenz in einer Kommune mindestens eine Woche lang unter 100 liegt. Bislang war das bei drei Tagen der Fall. Wenn die Notbremse in einer Kommune greift, werden zum Beispiel Museen, Bibliotheken und der Einzelhandel wieder geschlossen. NRW ermöglicht Bürgern aber seit einigen Tagen, diese Bereiche weiter zu besuchen, wenn sie einen Negativ-Test vorweisen können.

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