Viele kleine Wunder – wie die Krankenschwestern der Frühchenstation Leben retten

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Die 36-jährige Mirena Klopp aus Dankersen erzählt aus ihrem Berufsalltag

Mirena Klopp rettet Frühchen das Leben - © SLIDESHOW
Mirena Klopp rettet Frühchen das Leben (© SLIDESHOW)

Minden (mv). "Wir Schwestern sind schon so eine Art Lebensretter", sagt Mirena Klopp und schon zeichnet sich ein Lächeln auf ihrem Gesicht ab. Nachdem sie als junges Mädchen ein Praktikum im Johannes Wesling Klinikum absolviert hatte, war für die Blonde klar, dass sie zu den Frühchen will. "Dieser Wunsch hat sich zum Glück erfüllt", sagt sie weiter.

Seit 15 Jahren kümmert sich Klopp um die Neugeborenen des Klinikums, die zu früh das Licht der Welt erblickt haben. Die 36-Jährige ist gelernte Fachkinderkrankenschwester für Intensiv, Pflege und Anästhesie. Sie selbst hat bereits zwei Kinder zur Welt gebracht, und sie nimmt ihren Beruf sehr ernst. "Immer wieder erlebe ich hier auf der Station kleine Wunder", fährt sie fort. "Manche Kinder, bei denen die Überlebenschancen sehr gering sind, können letzten Endes doch gerettet werden", sagt sie zuversichtlich. 

- © Foto: Alex Lehn
(© Foto: Alex Lehn)

"Wenn ich morgens die Zimmer der Frühlinge betrete und in ihre winzigen Gesichter blicke, dann weiß ich, warum ich mich für diesen Beruf entschieden habe. Es ist ein toller Job." Aber er sei keineswegs leicht, fügt die Blonde hinzu. Ganz viel Leid erlebe die Krankenschwester mit den Eltern der Neugeborenen. "Es ist nicht einfach mit anzusehen, wie die schwachen Kleinen direkt nach der Entbindung zu uns auf die Frühchenstation gebracht werden. Das nimmt mich manchmal schon sehr mit", sagt Klopp gedankenversunken und blickt traurig ins Leere.


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"Manchmal", fährt sie fort, "kann ich die kleinen Wesen nicht versorgen, weil sie mich zu sehr an meine eigenen Kinder erinnern." Ihre Kinder kamen nach der Geburt vor ein paar Jahren für kurze Zeit auf die Frühchenstation. Ein Gedanke gibt der Schwester aber täglich neue Kraft: "Viele gesunde Kinder kommen in unserem Klinikum zur Welt und viele Frühchen werden bei uns aufgepäppelt und wieder gesundgepflegt. Das mit ansehen zu dürfen, macht Mut und spendet mir Hoffnung."

MT-Online veröffentlicht in seiner Rubrik "Audio-Slideshow der Woche" ab sofort jeden Mittwoch eine neue Slideshow. In den Beiträgen werden jeweils Personen aus der Region porträtiert.

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Viele kleine Wunder – wie die Krankenschwestern der Frühchenstation Leben rettenDie 36-jährige Mirena Klopp aus Dankersen erzählt aus ihrem BerufsalltagMinden (mv). "Wir Schwestern sind schon so eine Art Lebensretter", sagt Mirena Klopp und schon zeichnet sich ein Lächeln auf ihrem Gesicht ab. Nachdem sie als junges Mädchen ein Praktikum im Johannes Wesling Klinikum absolviert hatte, war für die Blonde klar, dass sie zu den Frühchen will. "Dieser Wunsch hat sich zum Glück erfüllt", sagt sie weiter. Seit 15 Jahren kümmert sich Klopp um die Neugeborenen des Klinikums, die zu früh das Licht der Welt erblickt haben. Die 36-Jährige ist gelernte Fachkinderkrankenschwester für Intensiv, Pflege und Anästhesie. Sie selbst hat bereits zwei Kinder zur Welt gebracht, und sie nimmt ihren Beruf sehr ernst. "Immer wieder erlebe ich hier auf der Station kleine Wunder", fährt sie fort. "Manche Kinder, bei denen die Überlebenschancen sehr gering sind, können letzten Endes doch gerettet werden", sagt sie zuversichtlich.  "Wenn ich morgens die Zimmer der Frühlinge betrete und in ihre winzigen Gesichter blicke, dann weiß ich, warum ich mich für diesen Beruf entschieden habe. Es ist ein toller Job." Aber er sei keineswegs leicht, fügt die Blonde hinzu. Ganz viel Leid erlebe die Krankenschwester mit den Eltern der Neugeborenen. "Es ist nicht einfach mit anzusehen, wie die schwachen Kleinen direkt nach der Entbindung zu uns auf die Frühchenstation gebracht werden. Das nimmt mich manchmal schon sehr mit", sagt Klopp gedankenversunken und blickt traurig ins Leere. Zum Start klicken Sie bitte auf das Bild!"Manchmal", fährt sie fort, "kann ich die kleinen Wesen nicht versorgen, weil sie mich zu sehr an meine eigenen Kinder erinnern." Ihre Kinder kamen nach der Geburt vor ein paar Jahren für kurze Zeit auf die Frühchenstation. Ein Gedanke gibt der Schwester aber täglich neue Kraft: "Viele gesunde Kinder kommen in unserem Klinikum zur Welt und viele Frühchen werden bei uns aufgepäppelt und wieder gesundgepflegt. Das mit ansehen zu dürfen, macht Mut und spendet mir Hoffnung." MT-Online veröffentlicht in seiner Rubrik "Audio-Slideshow der Woche" ab sofort jeden Mittwoch eine neue Slideshow. In den Beiträgen werden jeweils Personen aus der Region porträtiert.