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Prüfung auf dem Perserteppich - Judo geht neue Wege

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Judo-Abteilungsleiter Martin Dodd bewertete die Kyu-Prüfungen beim SV 1860 Minden. - © Foto: privat
Judo-Abteilungsleiter Martin Dodd bewertete die Kyu-Prüfungen beim SV 1860 Minden. (© Foto: privat)

Minden (mt/kül). Zwei Judokas des SV 1860 Minden haben an einem ungewöhnlichen Experiment teilgenommen. Luisa Horstbrink und Carolin Niedringhaus absolvierten ihre Kyu-Prüfung im heimischen Wohnzimmer.

Diese Möglichkeit hat das Nordrhein-Westfälische Dan-Kollegium (NWDK) seinen lizenzierten Judo-Prüfern aufgrund der Kontaktbeschränkungen in der Corona-Krise eröffnet. Somit können Farb-Gurt-Prüfungen auch per Videokonferenz am Bildschirm durchgeführt werden.

Als Prüfungspartner können zum Beispiel Familienmitglieder dienen, Judo-Vorkenntnisse sind bei ihnen nicht erforderlich. Bei Anfängern könne sogar ein großer Teddybär als Partner fungieren, teilt der NWDK mit. Die Prüfungstechniken werden entweder zur Begutachtung an den Prüfer geschickt oder von diesen direkt online bewertet.

Auch 1860-Trainer Carsten Mielke hatte sich für diese Möglichkeit stark gemacht. Zwei Mindener Judokas haben sich der Prüfung zum 8. Kyu (weiß-gelb) gestellt. Geprüft wurde per Skype-Konferenz vom Abteilungsleiter Martin Dodd. Luisa Horstbrink zeigte die Übungen im heimischen Wohnzimmer, das sie mit Matratzen ausgelegt hatte, gemeinsam mit ihrer Schwester. Carolin Niedringhaus legte die Prüfung mit ihrem Sohn Elias als Partner auf dem Perserteppich ab. Trotz einiger technischer Störungen bewältigten beide Prüflinge ihre Aufgabe mit Bravour.

Wann es für die Judokas zurück auf die echten Matten geht, ist unklar. Der Nordrhein-Westfälische Judo-Verband hat Wettkämpfe und Lehrgänge bis zum Beginn der Sommerferien Ende Juni ausgesetzt. Der Deutsche Judo-Bund hat bereits alle Maßnahmen bis Ende August abgesagt.

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MindenPrüfung auf dem Perserteppich - Judo geht neue WegeMinden (mt/kül). Zwei Judokas des SV 1860 Minden haben an einem ungewöhnlichen Experiment teilgenommen. Luisa Horstbrink und Carolin Niedringhaus absolvierten ihre Kyu-Prüfung im heimischen Wohnzimmer. Diese Möglichkeit hat das Nordrhein-Westfälische Dan-Kollegium (NWDK) seinen lizenzierten Judo-Prüfern aufgrund der Kontaktbeschränkungen in der Corona-Krise eröffnet. Somit können Farb-Gurt-Prüfungen auch per Videokonferenz am Bildschirm durchgeführt werden. Als Prüfungspartner können zum Beispiel Familienmitglieder dienen, Judo-Vorkenntnisse sind bei ihnen nicht erforderlich. Bei Anfängern könne sogar ein großer Teddybär als Partner fungieren, teilt der NWDK mit. Die Prüfungstechniken werden entweder zur Begutachtung an den Prüfer geschickt oder von diesen direkt online bewertet. Auch 1860-Trainer Carsten Mielke hatte sich für diese Möglichkeit stark gemacht. Zwei Mindener Judokas haben sich der Prüfung zum 8. Kyu (weiß-gelb) gestellt. Geprüft wurde per Skype-Konferenz vom Abteilungsleiter Martin Dodd. Luisa Horstbrink zeigte die Übungen im heimischen Wohnzimmer, das sie mit Matratzen ausgelegt hatte, gemeinsam mit ihrer Schwester. Carolin Niedringhaus legte die Prüfung mit ihrem Sohn Elias als Partner auf dem Perserteppich ab. Trotz einiger technischer Störungen bewältigten beide Prüflinge ihre Aufgabe mit Bravour. Wann es für die Judokas zurück auf die echten Matten geht, ist unklar. Der Nordrhein-Westfälische Judo-Verband hat Wettkämpfe und Lehrgänge bis zum Beginn der Sommerferien Ende Juni ausgesetzt. Der Deutsche Judo-Bund hat bereits alle Maßnahmen bis Ende August abgesagt.