Minden

Maske in der Schüssel: Unter strikten Hygieneregeln soll Tischtennistraining wieder möglich werden

Michael Lorenz

Beim Gang an die Platte müssen die Spieler Masken tragen, die vor Beginn des Trainings in einer Schüssel abgelegt werden. - © Foto: Lorenz
Beim Gang an die Platte müssen die Spieler Masken tragen, die vor Beginn des Trainings in einer Schüssel abgelegt werden. (© Foto: Lorenz)

Minden.Das virusbedingte Trainingsverbot im Tischtennis neigt sich dem Ende zu. Die Klubs warten darauf, dass die Stadtverwaltung die Hallen zu Trainingszwecken wieder freigibt. Erwartet wird derzeit, dass das zum Ende dieses Monats passieren wird.

Im Tischtennis werden umfangreiche Hygiene-Maßnahmen zu befolgen sein. Der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) hat einen Regel-Katalog an die Kreise verschickt, von dort ging die Vorlage an die Vereine. Letztlich sind die Klubs für die Einhaltung der Regeln im eingeschränkten Training verantwortlich. Harald Wiese, Vorsitzender des Tischtennis-Kreises Minden-Lübbecke, hat einen Leitfaden für die heimischen Vereine zusammengefasst.

Danach muss jeder Verein einen Hygiene-Beauftragten stellen, der offiziell im Tischtennis-Internetportal Click-TT einzutragen ist. Dieser hat die getroffenen Maßnahmen zu überwachen und gegebenenfalls zu sanktionieren.

So soll stets, auch schon beim Betreten der Halle, ein Sicherheitsabstand von zwei Metern zu anderen Personen eingehalten werden. Am Halleneingang werden die Trainings-Teilnehmer schriftlich erfasst. Am Halleneingang muss Desinfektionsmittel bereit gehalten werden, mit dem jeder Akteur seine gewaschenen Hände einreibt. Die Umkleidekabinen und Duschen dürfen nicht benutzt werden.

Kleinere Hallen werden in vier Trainingsboxen eingeteilt, die mit Banden abgegrenzt werden und in denen jeweils eine Tischtennis-Platte steht.

In diese Boxen dürfen jeweils zwei Spieler eintreten. Sie müssen Masken tragen, die sie vor Trainingsbeginn in bereit gestellte Schüsseln (eine Schüssel pro Spieler) legen sollen. Nach dem Aufbau und nach jedem Spielerwechsel müssen die Tische desinfiziert werden. Das gilt auch für die Zeit unmittelbar nach dem Abbau.

Das vor und nach dem Spiel übliche Händeschütteln ist untersagt. Doppel dürfen aufgrund der zu geringen Abstände zwischen den Doppelpartnern nicht gespielt werden. Seitenwechsel dürfen im Uhrzeigersinn durchgeführt werden. Jeder Spieler darf nur „seinen“ Ball mit der Hand berühren, der optisch unterscheidbar gemacht werden muss.

Harald Wiese sagt: „Ziel dieser Maßnahmen ist es, dass in den Hallen wieder halbwegs vernünftig trainiert werden kann. Welche dieser Maßnahmen wirklich zielführend und umsetzbar ist, müssen wir sehen. Ich halte beispielsweise die Regelung mit dem einen bestimmten Ball, den ein Spieler nur berühren darf, für sehr schwer umsetzbar.“

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MindenMaske in der Schüssel: Unter strikten Hygieneregeln soll Tischtennistraining wieder möglich werdenMichael LorenzMinden.Das virusbedingte Trainingsverbot im Tischtennis neigt sich dem Ende zu. Die Klubs warten darauf, dass die Stadtverwaltung die Hallen zu Trainingszwecken wieder freigibt. Erwartet wird derzeit, dass das zum Ende dieses Monats passieren wird. Im Tischtennis werden umfangreiche Hygiene-Maßnahmen zu befolgen sein. Der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) hat einen Regel-Katalog an die Kreise verschickt, von dort ging die Vorlage an die Vereine. Letztlich sind die Klubs für die Einhaltung der Regeln im eingeschränkten Training verantwortlich. Harald Wiese, Vorsitzender des Tischtennis-Kreises Minden-Lübbecke, hat einen Leitfaden für die heimischen Vereine zusammengefasst. Danach muss jeder Verein einen Hygiene-Beauftragten stellen, der offiziell im Tischtennis-Internetportal Click-TT einzutragen ist. Dieser hat die getroffenen Maßnahmen zu überwachen und gegebenenfalls zu sanktionieren. So soll stets, auch schon beim Betreten der Halle, ein Sicherheitsabstand von zwei Metern zu anderen Personen eingehalten werden. Am Halleneingang werden die Trainings-Teilnehmer schriftlich erfasst. Am Halleneingang muss Desinfektionsmittel bereit gehalten werden, mit dem jeder Akteur seine gewaschenen Hände einreibt. Die Umkleidekabinen und Duschen dürfen nicht benutzt werden. Kleinere Hallen werden in vier Trainingsboxen eingeteilt, die mit Banden abgegrenzt werden und in denen jeweils eine Tischtennis-Platte steht. In diese Boxen dürfen jeweils zwei Spieler eintreten. Sie müssen Masken tragen, die sie vor Trainingsbeginn in bereit gestellte Schüsseln (eine Schüssel pro Spieler) legen sollen. Nach dem Aufbau und nach jedem Spielerwechsel müssen die Tische desinfiziert werden. Das gilt auch für die Zeit unmittelbar nach dem Abbau. Das vor und nach dem Spiel übliche Händeschütteln ist untersagt. Doppel dürfen aufgrund der zu geringen Abstände zwischen den Doppelpartnern nicht gespielt werden. Seitenwechsel dürfen im Uhrzeigersinn durchgeführt werden. Jeder Spieler darf nur „seinen“ Ball mit der Hand berühren, der optisch unterscheidbar gemacht werden muss. Harald Wiese sagt: „Ziel dieser Maßnahmen ist es, dass in den Hallen wieder halbwegs vernünftig trainiert werden kann. Welche dieser Maßnahmen wirklich zielführend und umsetzbar ist, müssen wir sehen. Ich halte beispielsweise die Regelung mit dem einen bestimmten Ball, den ein Spieler nur berühren darf, für sehr schwer umsetzbar.“