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Volksläufe: Verband gibt nur Empfehlung - Vereine müssen selbst entscheiden

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Vereine und Veranstalter müssen in Zusammenarbeit mit den Behörden entscheiden, ob Volksläufe ausgetragen werden dürfen. MT- - © Foto: Marcus Riechmann
Vereine und Veranstalter müssen in Zusammenarbeit mit den Behörden entscheiden, ob Volksläufe ausgetragen werden dürfen. MT- (© Foto: Marcus Riechmann)

Minden (apl). Der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) setzt alle Meisterschaftsveranstaltungen in der Leichtathletik bis Ende Mai aus. Das gab der FLVW bereits vor zehn Tagen bekannt. Davon ausgenommen sind allerdings alle Straßen- und Volksläufe sowie stadionnahe Veranstaltungen. Das bestätigte der Verband auf MT-Anfrage.

Damit kann – sofern das Kontaktverbot aufgehoben wird – der zweite Lauf der Mühlenkreisserie in Preußisch Oldendorf stattfinden. Der ist für Sonntag, 17. Mai, terminiert. Der erste Lauf in Werste im März war ausgefallen. „Für die Volks- und Straßenläufe kann der Verband nur eine Empfehlung aussprechen“, sagt Bernhard Bußmann. Der Vorsitzende des Verbands-Leichtathletik-Ausschuss (VLA) führt weiter aus: „Es ist die Aufgabe des jeweiligen Veranstalters zusammen mit den Behörden und dem Gesundheitsamt zu prüfen, ob die jeweiligen Wettbewerbe durchgeführt werden können oder aber abgesagt werden müssen.“

Der VLA rät aber davon ab, Volks- und Straßenläufe auszutragen, wenn das Kontaktverbot nicht aufgehoben, sondern nur gelockert wird. „Erfahrungsgemäß melden immer mehrere hundert Athleten zu den Wettbewerben, die beim Start dicht gedrängt stehen und im Ziel zusammenkommen“, sagt Bußmann. Das Übertragungsrisiko ist dort hoch. „Dazu gilt es zu bedenken, dass bei jedem Lauf auch Altersklassenläufer melden, die zur Risikogruppe zählen“, erklärt Bußmann.

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MindenVolksläufe: Verband gibt nur Empfehlung - Vereine müssen selbst entscheidenMinden (apl). Der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) setzt alle Meisterschaftsveranstaltungen in der Leichtathletik bis Ende Mai aus. Das gab der FLVW bereits vor zehn Tagen bekannt. Davon ausgenommen sind allerdings alle Straßen- und Volksläufe sowie stadionnahe Veranstaltungen. Das bestätigte der Verband auf MT-Anfrage. Damit kann – sofern das Kontaktverbot aufgehoben wird – der zweite Lauf der Mühlenkreisserie in Preußisch Oldendorf stattfinden. Der ist für Sonntag, 17. Mai, terminiert. Der erste Lauf in Werste im März war ausgefallen. „Für die Volks- und Straßenläufe kann der Verband nur eine Empfehlung aussprechen“, sagt Bernhard Bußmann. Der Vorsitzende des Verbands-Leichtathletik-Ausschuss (VLA) führt weiter aus: „Es ist die Aufgabe des jeweiligen Veranstalters zusammen mit den Behörden und dem Gesundheitsamt zu prüfen, ob die jeweiligen Wettbewerbe durchgeführt werden können oder aber abgesagt werden müssen.“ Der VLA rät aber davon ab, Volks- und Straßenläufe auszutragen, wenn das Kontaktverbot nicht aufgehoben, sondern nur gelockert wird. „Erfahrungsgemäß melden immer mehrere hundert Athleten zu den Wettbewerben, die beim Start dicht gedrängt stehen und im Ziel zusammenkommen“, sagt Bußmann. Das Übertragungsrisiko ist dort hoch. „Dazu gilt es zu bedenken, dass bei jedem Lauf auch Altersklassenläufer melden, die zur Risikogruppe zählen“, erklärt Bußmann.