Pattaya/Minden

Drachenboot-WM: Mindener glänzen auch ohne Medaille

Thomas Kühlmann

Zufrieden mit dem WM-Abschneiden: Marie Strothmann und Sebastian Kriegsheim. MT- - © Foto: Thomas Kühlmann
Zufrieden mit dem WM-Abschneiden: Marie Strothmann und Sebastian Kriegsheim. MT- (© Foto: Thomas Kühlmann)

Pattaya/Minden. Zum ganz großen Coup hat es zwar nicht ganz gereicht. Aber auch ohne Medaille sind die beiden Drachenbootsportler Marie Strothmann und Sebastian Kriegheim von der KSG Minden mit ihren Auftritten im Nationaltrikot bei der Weltmeisterschaft im thailändischen Pattaya mehr als zufrieden. Fünfte, sechste und siebte Plätze in verschiedenen Booten und auf unterschiedlichen Renndistanzen standen am Ende für die beiden ambitionierten Sportler zu Buche.

Die beiden Bundeswehrangehörigen waren von dem Flair und der Atmosphäre der Welttitelkämpfe im fernen Asien begeistert. „Was die Organisatoren in Pattaya auf die Beine gestellt haben, war schon beeindruckend. Vor allem, wenn man bedenkt, dass sie die Regattastrecken aufgrund von Niedrigwasser zwei Wochen vor den Meisterschaften in ein Süßwasser-Reservoir verlegen mussten. Das haben sie mit einer Professionalität und Ruhe getan, die schon beeindruckend war“, erinnert sich Kriegsheim gern an die fünf Tage in Thailand zurück.

Der ehemalige Spitzen-Rennsportkanute, der im Kajak bis auf eine Olympia-Medaille schon alles gewonnen hatte, was es zu gewinnen gibt, staunte besonders über die Intensität bei der Drachenboot-WM. „Nach den fünf Tagen war mein Körper völlig platt. Inklusive der Vorläufe sind wir in der Woche 18 Rennen gefahren. Das ist Wahnsinn. In meiner Kanurennsportzeit hatte ich bei Großereignissen drei Renntage mit maximal einem Rennen pro Klasse am Tag. Das war ein himmelweiter Unterschied“, zollte er den sportlichen Ausdauerleistungen aller Drachenbootteams gehörigen Respekt.

„Für mich war es gar der er allererste internationale Einsatz im Nationaltrikot. Das hat mich schon stolz gemacht“, freute sich auch Kriegsheims Teamkollegin und Lebensgefährtin Marie Strothmann über den sportlichen Erfolg und hob hervor, dass Deutschland die erfolgreichsten Boote stellte. „Da haben wir uns bei den Rennen immer einen harten Zweikampf mit der Ukraine geliefert“, sagt Strothmann und erntet wohlwollende Zustimmung von KSG-Vereinschef Achim Riemekasten, der ebenfalls stolz ist, derartige Aushängeschilder in seinem Klub zu wissen.

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew findet im August auch die Drachenboot-Europameisteschaft, das nächste große Ziel der beiden Mindener, statt. Für sie stehen daher im Februar und April wieder die nationalen Ausscheidungstests in den Disziplinen Kraft/Ausdauer und Paddeln auf dem Programm. Das Kanu-Paar zweifelt jedoch nicht daran, wieder im deutschen Kader zu stehen. Bei der EM geht Deutschland übrigens als Titelverteidiger an den Start. Dann wollen auch Marie Strothmann und Sebastian Kreisheim mithelfen, den Platz ganz oben auf dem Treppchen nicht kampflos zu räumen und die ersten Goldmedaillen ihrer gemeinsamen Karriere einzuheimsen.

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Pattaya/MindenDrachenboot-WM: Mindener glänzen auch ohne MedailleThomas KühlmannPattaya/Minden. Zum ganz großen Coup hat es zwar nicht ganz gereicht. Aber auch ohne Medaille sind die beiden Drachenbootsportler Marie Strothmann und Sebastian Kriegheim von der KSG Minden mit ihren Auftritten im Nationaltrikot bei der Weltmeisterschaft im thailändischen Pattaya mehr als zufrieden. Fünfte, sechste und siebte Plätze in verschiedenen Booten und auf unterschiedlichen Renndistanzen standen am Ende für die beiden ambitionierten Sportler zu Buche. Die beiden Bundeswehrangehörigen waren von dem Flair und der Atmosphäre der Welttitelkämpfe im fernen Asien begeistert. „Was die Organisatoren in Pattaya auf die Beine gestellt haben, war schon beeindruckend. Vor allem, wenn man bedenkt, dass sie die Regattastrecken aufgrund von Niedrigwasser zwei Wochen vor den Meisterschaften in ein Süßwasser-Reservoir verlegen mussten. Das haben sie mit einer Professionalität und Ruhe getan, die schon beeindruckend war“, erinnert sich Kriegsheim gern an die fünf Tage in Thailand zurück. Der ehemalige Spitzen-Rennsportkanute, der im Kajak bis auf eine Olympia-Medaille schon alles gewonnen hatte, was es zu gewinnen gibt, staunte besonders über die Intensität bei der Drachenboot-WM. „Nach den fünf Tagen war mein Körper völlig platt. Inklusive der Vorläufe sind wir in der Woche 18 Rennen gefahren. Das ist Wahnsinn. In meiner Kanurennsportzeit hatte ich bei Großereignissen drei Renntage mit maximal einem Rennen pro Klasse am Tag. Das war ein himmelweiter Unterschied“, zollte er den sportlichen Ausdauerleistungen aller Drachenbootteams gehörigen Respekt. „Für mich war es gar der er allererste internationale Einsatz im Nationaltrikot. Das hat mich schon stolz gemacht“, freute sich auch Kriegsheims Teamkollegin und Lebensgefährtin Marie Strothmann über den sportlichen Erfolg und hob hervor, dass Deutschland die erfolgreichsten Boote stellte. „Da haben wir uns bei den Rennen immer einen harten Zweikampf mit der Ukraine geliefert“, sagt Strothmann und erntet wohlwollende Zustimmung von KSG-Vereinschef Achim Riemekasten, der ebenfalls stolz ist, derartige Aushängeschilder in seinem Klub zu wissen. In der ukrainischen Hauptstadt Kiew findet im August auch die Drachenboot-Europameisteschaft, das nächste große Ziel der beiden Mindener, statt. Für sie stehen daher im Februar und April wieder die nationalen Ausscheidungstests in den Disziplinen Kraft/Ausdauer und Paddeln auf dem Programm. Das Kanu-Paar zweifelt jedoch nicht daran, wieder im deutschen Kader zu stehen. Bei der EM geht Deutschland übrigens als Titelverteidiger an den Start. Dann wollen auch Marie Strothmann und Sebastian Kreisheim mithelfen, den Platz ganz oben auf dem Treppchen nicht kampflos zu räumen und die ersten Goldmedaillen ihrer gemeinsamen Karriere einzuheimsen.