Das Wort zum Sport zum deutschen Abschneiden im Biathlon-Weltcup: Nur noch Mitläufer

Thomas Kühlmann

Von der Medaillenschmiede zum Sorgenkind im Deutschen Skiverband: Gespannt hatten sich die Verantwortlichen und auch viele deutsche Biathlon-Fans die Frage gestellt, wie es nach dem überraschenden Karriere-Ende von Superstar Laura Dahlmeier mit den deutschen Skijägern weitergeht. Würden sie es schaffen, nach dem Abtritt ihrer Galionsfigur an alte Erfolge anzuknüpfen oder doch im Mittelmaß versinken?

Bereits am zweiten Weltcup-Wochenende im österreichischen Hochfilzen haben besonders die Frauen im Sprint eine niederschmetternde Antwort gegeben. Nein! Ohne Laura Dahlmeier sind sie nur noch ein Schatten ihrer selbst. Mit dem schlechtesten Ergebnis der deutschen Biathlon-Geschichte – Denise Herrmann war auf Platz 41 die Beste – haben die nach ihren Vorjahresplatzierungen recht hoch gehandelten DSV-Frauen ein erbärmliches Bild abgegeben. Bereits zum Weltcup-Auftakt im schwedischen Östersund war man weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben und muss nach dem peinlichen Auftritt von gestern eingestehen, dass man nur noch Mitläufer im Weltcup-Zirkus ist. Schon in der vergangenen Saison war das Leistungsgefälle hinter Dahlmeier extrem gewesen. Darüber täuschten auch die WM-Titel von Denise Herrmann nicht hinweg. Zudem sorgte ein nicht enden wollender Zickenkrieg bei den Mädchen immer wieder für Unruhe. Und die Männer: Auch bei ihnen reichte es gestern allemal zu einer Schadensbegrenzung. Podestplätze bleiben momentan ebenfalls nur Wunschträume.

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Das Wort zum Sport zum deutschen Abschneiden im Biathlon-Weltcup: Nur noch MitläuferThomas KühlmannVon der Medaillenschmiede zum Sorgenkind im Deutschen Skiverband: Gespannt hatten sich die Verantwortlichen und auch viele deutsche Biathlon-Fans die Frage gestellt, wie es nach dem überraschenden Karriere-Ende von Superstar Laura Dahlmeier mit den deutschen Skijägern weitergeht. Würden sie es schaffen, nach dem Abtritt ihrer Galionsfigur an alte Erfolge anzuknüpfen oder doch im Mittelmaß versinken? Bereits am zweiten Weltcup-Wochenende im österreichischen Hochfilzen haben besonders die Frauen im Sprint eine niederschmetternde Antwort gegeben. Nein! Ohne Laura Dahlmeier sind sie nur noch ein Schatten ihrer selbst. Mit dem schlechtesten Ergebnis der deutschen Biathlon-Geschichte – Denise Herrmann war auf Platz 41 die Beste – haben die nach ihren Vorjahresplatzierungen recht hoch gehandelten DSV-Frauen ein erbärmliches Bild abgegeben. Bereits zum Weltcup-Auftakt im schwedischen Östersund war man weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben und muss nach dem peinlichen Auftritt von gestern eingestehen, dass man nur noch Mitläufer im Weltcup-Zirkus ist. Schon in der vergangenen Saison war das Leistungsgefälle hinter Dahlmeier extrem gewesen. Darüber täuschten auch die WM-Titel von Denise Herrmann nicht hinweg. Zudem sorgte ein nicht enden wollender Zickenkrieg bei den Mädchen immer wieder für Unruhe. Und die Männer: Auch bei ihnen reichte es gestern allemal zu einer Schadensbegrenzung. Podestplätze bleiben momentan ebenfalls nur Wunschträume.