Minden

Schwimmen: Maria Baade vom SV 1860 Minden überragt beim 32. Mühlenpokal-Wettkampf mit zehn Medaillen bei zehn Starts

Thomas Kühlmann

Maria Baade vom SV 1860 Minden, hier auf der Schmetterlingsstrecke, auf dem Weg zu Gold über 100 Meter Lagen. MT-Fotos: Thomas Kühlmann
Maria Baade vom SV 1860 Minden, hier auf der Schmetterlingsstrecke, auf dem Weg zu Gold über 100 Meter Lagen. MT-Fotos: Thomas Kühlmann

Minden (mt). Außerhalb des Schwimmbeckens kommt sie eher unscheinbar und zurückhaltend daher, im Wasser „explodiert“ sie momentan praktisch: Maria Baade (Jahrgang 2005), ist momentan der Shootingstar bei den Schwimmerinnen des SV 1860 Minden. Auch dem 32. Wettkampf um den Mühlenpokal des Kreises Minden-Lübbecke im Melittabad hat die 14-Jährige Sportlerin ihren Stempel aufgedrückt. Acht Mal Gold und zwei Mal Silber bei zehn Starts lautete die beeindruckende Bilanz nach acht schweißtreibenden Stunden.

„Momentan habe ich einfach einen Lauf. Ich kann mir allerdings selbst nicht so richtig erklären, warum die Leistungen in den vergangenen 15 Monaten derart besser geworden sind. Sicherlich hat mir der Wechsel auf die Bahn von Martin Gräper einen gehörigen Schub gegeben. Die genauen Analysen bei den Trainingseinheiten und auch nach jeder Strecke bei den Wettkämpfen helfen mir unheimlich, meine Technik immer weiter zu optimieren“, ist die 14-Jährige ob ihrer dauerhaft ansteigenden Formkurve ebenso überrascht wie stolz. In Ostwestfalen mittlerweile schon eine feste Medaillenbank für die Mindener, hat sich die Nachwuchsschwimmerin für ihren weiteren Werdegang ehrgeizige Ziele gesetzt. „Ich möchte im kommenden Jahr bei den NRW-Meisterschaften auf jeden Fall aufs Treppchen kommen und, wenn möglich, die Qualifikation für die deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin schaffen.“ Fragt man sie nach ihrer Paradestrecke, muss Baade schon ein wenig nachdenken, da sie auf allen Lagen konstant gute Leistungen abliefert. „Sicher sehe ich mich als Allrounderin und würde daher die 100 und 200 Meter Lagen sagen. Doch ich nehme die Strecken, wie sie kommen. Es macht auf jeder Lage Spaß.“

32. Mühlenpokal (Plus-Inhalt)

Auch Trainer Martin Gräper hält große Stücke auf Maria Baade, sieht ihre besten Tage allerdings erst noch kommen. „Maria ist trainingsfleißig und setzt die Anweisungen im Training konsequent um. Sie ist ziemlich groß und hat eine sehr gute Technik. Beides sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Karriere. Man muss sehen, wie sie sich körperlich jetzt noch entwickelt, doch im kommenden Jahr erwarte ich von ihr nochmals einen gehörigen Schritt nach vorne, wenn sie auf dem Teppich bleibt. Aber da mache ich mir keine großen Sorgen“, freute sich auch der Coach über die tolle Ausbeute seines begabten Schützlings.

Jubel bei den Schwimmern der 8x50-Meter-Lagen-Mixed-Staffel des SV 1860 Minden nach dem Triumph zum Auftakt des Wettkampfes.
Jubel bei den Schwimmern der 8x50-Meter-Lagen-Mixed-Staffel des SV 1860 Minden nach dem Triumph zum Auftakt des Wettkampfes.

Doch nicht nur an Baade hat der Trainer momentan seine helle Freude. „Wir haben eine tolle und homogene Mannschaft, in der alle Sportler bärenstarke Leistungen abliefern . Klar habe ich allen gesagt, dass sie drei Wochen vor den OWL-Meisterschaften nicht unbedingt Bestzeit schwimmen müssen, da der Formaufbau klar auf das Event in Stukenbrock fokussiert ist. Nichtsdestrotrotz haben sich alle auch hier in Minden reingehängt. Es gab keine Leistungsausfälle“, sagte Gräper, der aus der starken Mannschaft auch noch die Leistungen von Nils Renner und Erika Sharra explizit erwähnte. „Erika hat über 200 Meter Lagen am Ende des Wettkampftages nochmals eine überragende Leistung abgeliefert. Auch bei Nils hätte ich nicht gedacht, dass er sich hier so gut präsentiert“, lobte Gräper die beiden Sportler. Dass es zum Abschluss des Wettkampftages nach nicht zuletzt auch ob der stickig feuchtwarmen Hallenbad-Luft mit den 200 Meter Lagen noch einmal einen echten Härtetest gab, empfand Gräper als durchaus positiv. „Hier konnten die Aktiven nochmals ihre Willensstärke zeigen.

Wie willensstark und abgezockt ob ihrer Qualitäten die Mindener an diesem Tag waren, bewiesen die Aktiven der männlichen 4x50-Meter-Rückenstaffel. „Wir wollen jetzt OWL-Rekord schwimmen“, sagte Rene Pascal Knott am späten Nachmittag zu seinen Kollegen Ben und Tom Chytrek sowie Nils Renner. Gesagt, getan. Keine zwei Minuten später war das Vorhaben mal eben locker in die Tat umgesetzt und die bisherige Bestmarke um sechs Sekunden auf 1:55,61 Minuten geschraubt. Dass Minden am Ende auch souverän den Mühlenpokal für die beste Mannschaft gewann, setzte dem gelungenen Tag die Krone auf.

Zum erfolgreichen Gelingen trugen auch die jüngeren Semester bei. Trainerin Susanne Chytrek machte die gute Entwicklung jedoch nicht nur an Ergebnissen fest. Malte Hill und Vladimir Fabianek haben sich erstmals an neue Strecke gewagt, Mia Neuhaus hat ihre tollen Leistungen von Ennigloh mit mehreren Goldmedaillen in Minden bestätigt. Sie ist für mich eine Kandidatin für den OWL-Zweikampf aus 200 Meter Lagen und 400 Meter freistil“, lobte Chytrek Neuhaus, der sie aufgrund ihrer Körpergröße und ihrem Talent einen ähnlichen Werdegang wie Maria Baade in Aussicht stellte.

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Der Autor ist erreichbar unter(0571) 882 158 oder unterThomas.Kuehlmann@MT.de

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  1. Vereinsergebnis - SV 1860 Minden

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MindenSchwimmen: Maria Baade vom SV 1860 Minden überragt beim 32. Mühlenpokal-Wettkampf mit zehn Medaillen bei zehn StartsThomas KühlmannMinden (mt). Außerhalb des Schwimmbeckens kommt sie eher unscheinbar und zurückhaltend daher, im Wasser „explodiert“ sie momentan praktisch: Maria Baade (Jahrgang 2005), ist momentan der Shootingstar bei den Schwimmerinnen des SV 1860 Minden. Auch dem 32. Wettkampf um den Mühlenpokal des Kreises Minden-Lübbecke im Melittabad hat die 14-Jährige Sportlerin ihren Stempel aufgedrückt. Acht Mal Gold und zwei Mal Silber bei zehn Starts lautete die beeindruckende Bilanz nach acht schweißtreibenden Stunden. „Momentan habe ich einfach einen Lauf. Ich kann mir allerdings selbst nicht so richtig erklären, warum die Leistungen in den vergangenen 15 Monaten derart besser geworden sind. Sicherlich hat mir der Wechsel auf die Bahn von Martin Gräper einen gehörigen Schub gegeben. Die genauen Analysen bei den Trainingseinheiten und auch nach jeder Strecke bei den Wettkämpfen helfen mir unheimlich, meine Technik immer weiter zu optimieren“, ist die 14-Jährige ob ihrer dauerhaft ansteigenden Formkurve ebenso überrascht wie stolz. In Ostwestfalen mittlerweile schon eine feste Medaillenbank für die Mindener, hat sich die Nachwuchsschwimmerin für ihren weiteren Werdegang ehrgeizige Ziele gesetzt. „Ich möchte im kommenden Jahr bei den NRW-Meisterschaften auf jeden Fall aufs Treppchen kommen und, wenn möglich, die Qualifikation für die deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin schaffen.“ Fragt man sie nach ihrer Paradestrecke, muss Baade schon ein wenig nachdenken, da sie auf allen Lagen konstant gute Leistungen abliefert. „Sicher sehe ich mich als Allrounderin und würde daher die 100 und 200 Meter Lagen sagen. Doch ich nehme die Strecken, wie sie kommen. Es macht auf jeder Lage Spaß.“ Auch Trainer Martin Gräper hält große Stücke auf Maria Baade, sieht ihre besten Tage allerdings erst noch kommen. „Maria ist trainingsfleißig und setzt die Anweisungen im Training konsequent um. Sie ist ziemlich groß und hat eine sehr gute Technik. Beides sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Karriere. Man muss sehen, wie sie sich körperlich jetzt noch entwickelt, doch im kommenden Jahr erwarte ich von ihr nochmals einen gehörigen Schritt nach vorne, wenn sie auf dem Teppich bleibt. Aber da mache ich mir keine großen Sorgen“, freute sich auch der Coach über die tolle Ausbeute seines begabten Schützlings. Doch nicht nur an Baade hat der Trainer momentan seine helle Freude. „Wir haben eine tolle und homogene Mannschaft, in der alle Sportler bärenstarke Leistungen abliefern . Klar habe ich allen gesagt, dass sie drei Wochen vor den OWL-Meisterschaften nicht unbedingt Bestzeit schwimmen müssen, da der Formaufbau klar auf das Event in Stukenbrock fokussiert ist. Nichtsdestrotrotz haben sich alle auch hier in Minden reingehängt. Es gab keine Leistungsausfälle“, sagte Gräper, der aus der starken Mannschaft auch noch die Leistungen von Nils Renner und Erika Sharra explizit erwähnte. „Erika hat über 200 Meter Lagen am Ende des Wettkampftages nochmals eine überragende Leistung abgeliefert. Auch bei Nils hätte ich nicht gedacht, dass er sich hier so gut präsentiert“, lobte Gräper die beiden Sportler. Dass es zum Abschluss des Wettkampftages nach nicht zuletzt auch ob der stickig feuchtwarmen Hallenbad-Luft mit den 200 Meter Lagen noch einmal einen echten Härtetest gab, empfand Gräper als durchaus positiv. „Hier konnten die Aktiven nochmals ihre Willensstärke zeigen. Wie willensstark und abgezockt ob ihrer Qualitäten die Mindener an diesem Tag waren, bewiesen die Aktiven der männlichen 4x50-Meter-Rückenstaffel. „Wir wollen jetzt OWL-Rekord schwimmen“, sagte Rene Pascal Knott am späten Nachmittag zu seinen Kollegen Ben und Tom Chytrek sowie Nils Renner. Gesagt, getan. Keine zwei Minuten später war das Vorhaben mal eben locker in die Tat umgesetzt und die bisherige Bestmarke um sechs Sekunden auf 1:55,61 Minuten geschraubt. Dass Minden am Ende auch souverän den Mühlenpokal für die beste Mannschaft gewann, setzte dem gelungenen Tag die Krone auf. Zum erfolgreichen Gelingen trugen auch die jüngeren Semester bei. Trainerin Susanne Chytrek machte die gute Entwicklung jedoch nicht nur an Ergebnissen fest. Malte Hill und Vladimir Fabianek haben sich erstmals an neue Strecke gewagt, Mia Neuhaus hat ihre tollen Leistungen von Ennigloh mit mehreren Goldmedaillen in Minden bestätigt. Sie ist für mich eine Kandidatin für den OWL-Zweikampf aus 200 Meter Lagen und 400 Meter freistil“, lobte Chytrek Neuhaus, der sie aufgrund ihrer Körpergröße und ihrem Talent einen ähnlichen Werdegang wie Maria Baade in Aussicht stellte. Fotostrecke und alleMindener Ergebnisseauf MT.de Der Autor ist erreichbar unter(0571) 882 158 oder unterThomas.Kuehlmann@MT.de