Kommentar zur überraschenden Endspiel-Niederlage von Serena Williams bei den US Open gegen Bianca Andreescu: Der Final-Fluch

Thomas Kühlmann

Genial gespielt, bravourös gekämpft, die Massen im größten Tennis-Stadion der Welt zur Ekstase gebracht, und am Ende doch wieder mit leeren Händen dagestanden: Die Jagd nach dem so ersehnten 24. Grand-Slam-Titel im Einzel-Wettbewerb, mit dem sie den Rekord der Australierin Margaret Court egalisieren würde, gestaltet sich für Tennis-Star Serena Williams zu einem Kampf gegen Windmühlen.

Seit ihrem Paris-Triumph im Schwestern-Duell gegen Venus 2017 – einer Babypause inbegriffen – läuft sie ihrem Wunschtraum hinterher. Vier Final-Niederlagen bei Grand-Slam-Wettbewerben in Folge hat sie verkraften müssen. Nackenschläge, die sie in dieser Intensität in ihrer beispiellosen Karriere bislang nicht kannte. Sind dabei Pleiten gegen Angelique Kerber und Simona Halep vom Papier her noch vertretbar, so rieben sich Experten nach den bitteren Niederlagen gegen Naomi Osaka und jetzt gegen Bianca Andreescu verwundert die Augen. Nicht zu unrecht, hatte doch Williams jeweils bis zum Finaleinzug mit überragenden Vorstellungen die Hoffnungen auf eine Erfüllung ihres Traums jeweils mächtig gestärkt. Wer Williams kennt, weiß, dass sie weiter kämpfen wird. Doch die Uhr tickt gnadenlos gegen die 38-Jährige – trotz aller Genialität und Leidenschaft.

Copyright © Mindener Tageblatt 2020
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem Abo oder Tagespass möglich.

Kommentar zur überraschenden Endspiel-Niederlage von Serena Williams bei den US Open gegen Bianca Andreescu: Der Final-FluchThomas KühlmannGenial gespielt, bravourös gekämpft, die Massen im größten Tennis-Stadion der Welt zur Ekstase gebracht, und am Ende doch wieder mit leeren Händen dagestanden: Die Jagd nach dem so ersehnten 24. Grand-Slam-Titel im Einzel-Wettbewerb, mit dem sie den Rekord der Australierin Margaret Court egalisieren würde, gestaltet sich für Tennis-Star Serena Williams zu einem Kampf gegen Windmühlen. Seit ihrem Paris-Triumph im Schwestern-Duell gegen Venus 2017 – einer Babypause inbegriffen – läuft sie ihrem Wunschtraum hinterher. Vier Final-Niederlagen bei Grand-Slam-Wettbewerben in Folge hat sie verkraften müssen. Nackenschläge, die sie in dieser Intensität in ihrer beispiellosen Karriere bislang nicht kannte. Sind dabei Pleiten gegen Angelique Kerber und Simona Halep vom Papier her noch vertretbar, so rieben sich Experten nach den bitteren Niederlagen gegen Naomi Osaka und jetzt gegen Bianca Andreescu verwundert die Augen. Nicht zu unrecht, hatte doch Williams jeweils bis zum Finaleinzug mit überragenden Vorstellungen die Hoffnungen auf eine Erfüllung ihres Traums jeweils mächtig gestärkt. Wer Williams kennt, weiß, dass sie weiter kämpfen wird. Doch die Uhr tickt gnadenlos gegen die 38-Jährige – trotz aller Genialität und Leidenschaft.