Berlin/Minden

Schwimmen: Merlin Biastoch überzeugt mit zwei Bestzeiten bei der DM

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„Eine so krasse Verbesserung hatte ich niemals erwartet“: Merlin Biastoch überzeugte seinen Trainer und sich selbst bei der Schwimm-DM in Berlin. - © Foto: pr
„Eine so krasse Verbesserung hatte ich niemals erwartet“: Merlin Biastoch überzeugte seinen Trainer und sich selbst bei der Schwimm-DM in Berlin. (© Foto: pr)

Berlin/Minden (mt/kül). Ein gelungenes Wochenende erlebte Merlin Biastoch bei der Schwimm-DM in Berlin. „Die NRW-Meisterschaften waren ja schon stark, aber eine so krasse Verbesserung hatte ich niemals erwartet“, zeigte sich Biastoch erstaunt über seine Leistungen.

Der 19-jährige Top-Schwimmer vom SV 1860 Minden war in der Brustlage über alle drei Distanzen am Start. Zum Auftakt ließ Biastoch es über die 100 Meter gleich krachen. Seinen erst kürzlich aufgestellten Vereinsrekord verbesserte er in 1:06,86 Minuten um zwei Sekunden. Im Endergebnis bedeutete dies Rang neun in der Junioren-Wertung und Platz 30 in der offenen Klasse.

„ Merlin war schon im Training richtig gut in Form, diese Leistungsexplosion war aber nicht abzusehen“, sagte 1860-Cheftrainer Martin Gräper und erklärte: „Für Merlin war es hier extrem wichtig, die Frequenz zu halten. Da hat er bei vorangegangenen Wettkämpfen hinten raus etwas Zeit liegen lassen“, erklärte er. Diese Vorgabe setzte Biastoch über die 200 Meter um – der Höhepunkt seines Wettkampfwochenendes: „Das ist schon ein echtes Highlight, wenn man mit Marco Koch, dem Weltmeister von 2015, in einem Lauf aufgerufen wird“, zeigte sich der Mindener beeindruckt. Mit dieser Motivation knackte er auch auf der Langdistanz die selbst gehaltene Vereinsbestzeit und kam in 2:26,94 Minuten auf Rang 23 in der offenen Wertung. In der Gruppe der Junioren reichte dies sogar mit Platz fünf zu einer der begehrten Urkunden.

Über 50 Meter wollte Biastoch dann endlich die magische 30-Sekunden-Marke unterbieten. Trotz einer erneut sehr guten Leistung reichte es am Ende nicht. In 30,72 Sekunden erreichte er Rang 40 in der offenen Wertung und damit ein durchaus respektables Ergebnis. „Man kann nicht gleichzeitig auf allen Distanzen Bestleistungen erbringen. Außerdem waren die 50 Meter gar nicht mehr entscheidend. Merlin hat hier Großartiges geleistet. Davon kann er lange zehren“, bilanzierte Gräper.

Auch sein Schützling zog eine durchweg positive Bilanz. Nicht nur die mit über 1000 Zuschauern ausverkaufte Halle, sondern vor allem die tolle Atmosphäre und der direkte Kontakt zu den Großen der Schwimm-Szene werden ihm noch lange in Erinnerung bleiben. So kam es dann auch noch zu einem Foto mit Doppelweltmeister Florian Wellbrock. „Der steht sogar beim Selfie unter Strom“, witzelte Biastoch. Im nächsten Jahr will er wieder dabei sein: „Und dann gucken wir mal, was noch so geht.“

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Berlin/MindenSchwimmen: Merlin Biastoch überzeugt mit zwei Bestzeiten bei der DMBerlin/Minden (mt/kül). Ein gelungenes Wochenende erlebte Merlin Biastoch bei der Schwimm-DM in Berlin. „Die NRW-Meisterschaften waren ja schon stark, aber eine so krasse Verbesserung hatte ich niemals erwartet“, zeigte sich Biastoch erstaunt über seine Leistungen. Der 19-jährige Top-Schwimmer vom SV 1860 Minden war in der Brustlage über alle drei Distanzen am Start. Zum Auftakt ließ Biastoch es über die 100 Meter gleich krachen. Seinen erst kürzlich aufgestellten Vereinsrekord verbesserte er in 1:06,86 Minuten um zwei Sekunden. Im Endergebnis bedeutete dies Rang neun in der Junioren-Wertung und Platz 30 in der offenen Klasse. „ Merlin war schon im Training richtig gut in Form, diese Leistungsexplosion war aber nicht abzusehen“, sagte 1860-Cheftrainer Martin Gräper und erklärte: „Für Merlin war es hier extrem wichtig, die Frequenz zu halten. Da hat er bei vorangegangenen Wettkämpfen hinten raus etwas Zeit liegen lassen“, erklärte er. Diese Vorgabe setzte Biastoch über die 200 Meter um – der Höhepunkt seines Wettkampfwochenendes: „Das ist schon ein echtes Highlight, wenn man mit Marco Koch, dem Weltmeister von 2015, in einem Lauf aufgerufen wird“, zeigte sich der Mindener beeindruckt. Mit dieser Motivation knackte er auch auf der Langdistanz die selbst gehaltene Vereinsbestzeit und kam in 2:26,94 Minuten auf Rang 23 in der offenen Wertung. In der Gruppe der Junioren reichte dies sogar mit Platz fünf zu einer der begehrten Urkunden. Über 50 Meter wollte Biastoch dann endlich die magische 30-Sekunden-Marke unterbieten. Trotz einer erneut sehr guten Leistung reichte es am Ende nicht. In 30,72 Sekunden erreichte er Rang 40 in der offenen Wertung und damit ein durchaus respektables Ergebnis. „Man kann nicht gleichzeitig auf allen Distanzen Bestleistungen erbringen. Außerdem waren die 50 Meter gar nicht mehr entscheidend. Merlin hat hier Großartiges geleistet. Davon kann er lange zehren“, bilanzierte Gräper. Auch sein Schützling zog eine durchweg positive Bilanz. Nicht nur die mit über 1000 Zuschauern ausverkaufte Halle, sondern vor allem die tolle Atmosphäre und der direkte Kontakt zu den Großen der Schwimm-Szene werden ihm noch lange in Erinnerung bleiben. So kam es dann auch noch zu einem Foto mit Doppelweltmeister Florian Wellbrock. „Der steht sogar beim Selfie unter Strom“, witzelte Biastoch. Im nächsten Jahr will er wieder dabei sein: „Und dann gucken wir mal, was noch so geht.“