Das Wort zum Sport zu Angelique Kerbers Trennung von Trainer Rainer Schüttler: Heimliche Diva?

Thomas Kühlmann

Das Trainer-Theater bei Tennis-Spielerin Angelique Kerber ist um ein Kapitel reicher. Nach dem desaströsen Wimbledon-Auftritt mit dem sensationellen Aus in der zweiten Runde hat sich die Kielerin, die noch vor einem Jahr strahlend den Pokal auf dem „Heiligen Rasen" in die Höhe gestemmt hatte, gestern von Trainer Rainer Schüttler getrennt. In Freundschaft, wie sie zu verstehen gab.

Die Kielerin, die immer wieder als legitime Nachfolgerin von Superstar Steffi Graf gehandelt wurde, will einmal mehr einen Neuanfang starten. Auch die großen Erfolge waren nicht unbedingt eine Garantie für Kontinuität in ihrem sportlichen Umfeld. Da war die Zusammenarbeit mit Trainer Torben Beltz noch die längste und auch erfolgreichste Liaison in ihrer Sport-Karriere. Beltz war es nämlich, der sie in ihrem Superjahr 2016 zu den Triumphen bei den Australian Open und den US Open sowie in die Finals von Wimbledon und bei den WTA-Championships führte. Unter seiner Ägide wurde Kerber die Nummer eins der Welt. Doch statt die Erfolge gemeinsam auszukosten und die Arbeit fortzuführen, suchte Kerber wie aus dem Nichts eine neue Herausforderung. Wim Fissette war der neue Mann auf dem Trainerstuhl, der sie zur Wimbledonsiegerin machte, dann aber seinen Hut nehmen musste, weil er angeblich mit einer anderen Spielerin verhandelt habe – ohne Kerbers Wissen. Jetzt hat sie in Rainer Schüttler den nächsten Tennis-Experten verschlissen. Die Züge einer Diva abseits des Courts nehmen langsam immer deutlichere Konturen an.

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Das Wort zum Sport zu Angelique Kerbers Trennung von Trainer Rainer Schüttler: Heimliche Diva?Thomas KühlmannDas Trainer-Theater bei Tennis-Spielerin Angelique Kerber ist um ein Kapitel reicher. Nach dem desaströsen Wimbledon-Auftritt mit dem sensationellen Aus in der zweiten Runde hat sich die Kielerin, die noch vor einem Jahr strahlend den Pokal auf dem „Heiligen Rasen" in die Höhe gestemmt hatte, gestern von Trainer Rainer Schüttler getrennt. In Freundschaft, wie sie zu verstehen gab. Die Kielerin, die immer wieder als legitime Nachfolgerin von Superstar Steffi Graf gehandelt wurde, will einmal mehr einen Neuanfang starten. Auch die großen Erfolge waren nicht unbedingt eine Garantie für Kontinuität in ihrem sportlichen Umfeld. Da war die Zusammenarbeit mit Trainer Torben Beltz noch die längste und auch erfolgreichste Liaison in ihrer Sport-Karriere. Beltz war es nämlich, der sie in ihrem Superjahr 2016 zu den Triumphen bei den Australian Open und den US Open sowie in die Finals von Wimbledon und bei den WTA-Championships führte. Unter seiner Ägide wurde Kerber die Nummer eins der Welt. Doch statt die Erfolge gemeinsam auszukosten und die Arbeit fortzuführen, suchte Kerber wie aus dem Nichts eine neue Herausforderung. Wim Fissette war der neue Mann auf dem Trainerstuhl, der sie zur Wimbledonsiegerin machte, dann aber seinen Hut nehmen musste, weil er angeblich mit einer anderen Spielerin verhandelt habe – ohne Kerbers Wissen. Jetzt hat sie in Rainer Schüttler den nächsten Tennis-Experten verschlissen. Die Züge einer Diva abseits des Courts nehmen langsam immer deutlichere Konturen an.