Porta Westfalica

Volkslauf des TuS Eisbergen: Schön – und ganz schön anstrengend

Marcus Riechmann

Mit Schwung gehen die Sportler die Fünf-Kilometer-Strecke an. Michael Backs vom Team Hillpower (Nr. 247) führt das Feld auf der Aschenbahn am Rande des Sportplatzes an. Am Ende kam er in 24:17 Minuten auf Platz zehn.?MT-Fotos: Marcus Riechmann
Mit Schwung gehen die Sportler die Fünf-Kilometer-Strecke an. Michael Backs vom Team Hillpower (Nr. 247) führt das Feld auf der Aschenbahn am Rande des Sportplatzes an. Am Ende kam er in 24:17 Minuten auf Platz zehn.?MT-Fotos: Marcus Riechmann

Porta Westfalica (mt). Nach dem Volkslauf des TuS Eisbergen waren sich fast alle Sportler einig: Die wellige Strecke hat es in sich. „Das ist ein forderndes Profil“, meinte Theodor Block, Zehn-Kilometer-Sieger der Altersklasse M70. „Das ist schon anspruchsvoll, das geht die erste Kilometer ganz schön bergauf“, stellte Sven Lükemeier, Gesamtachter über dieselbe Distanz fest. Und auch Dieter Macke, der in Eisbergen den dritten Lauf innerhalb von fünf Tagen abspulte, war beeindruckt: „Das war anstrengend. Ich merke meine Knie.“

Als Wiederholungstäter hätten zumindest die drei es besser wissen können, doch Nils Nolte, erneut Sieger auf der 16,8 Kilometer zählenden Langdistanz erläuterte: „Hier kommt ein Hügel nach dem nächsten. Bei meiner Premiere im letzten Jahr habe ich das unterschätzt. Ich hatte das fast vergessen, aber ich habe festgestellt: die Hügel sind geblieben.“ Der für die Kutenhauser Tri4Fun startende Bad Oeynhauser ließ in der Zeit von 1:03:00 die Muskeln spielen. Mit einem Durchschnittswert von 3,73 Minuten auf den Kilometer erzielte der Triathlet den besten Wert aller Läufe und aller Starter. Grund dafür war sein um lediglich zwölf Sekunden langsamerer Gegner Andreas Spieß aus Welsede: „Der hat mich ganz schön unter Druck gesetzt.“

Geschafft: Triathlet Nils Nolte wiederholte seinen Vorjahressieg. MT- - © Foto: Riechmann
Geschafft: Triathlet Nils Nolte wiederholte seinen Vorjahressieg. MT- (© Foto: Riechmann)

Von der Strecke gefordert, vom Lauf begeistert. Auch das einte die Sportler am Sonntag. Sie lobten die familiäre und entspannte Atmosphäre auf dem Platz, die professionelle Organisation und die abwechslungsreichen Strecken. Sogar das Wetter spielte zum 100-jährigen Jubiläum des TuS Eisbergen mit: Pünktlich zum Start der Läufe verzog sich der leichte Sprühregen und die Sonne lugte durch den verhangenen Himmel.

„Es ist einfach schön hier“, meinte der für den SV 1860 Minden startende Macke. „Total nett“, sagte der für Laufsport Andreas startende Vlothoer Lükemeier, „man trifft viele Bekannte, aber nicht dieselben wie bei den anderen Läufen.“

Dauerbrenner: Der 83-jährige Hartmut Pelikan. MT- - © Foto: Riechmann
Dauerbrenner: Der 83-jährige Hartmut Pelikan. MT- (© Foto: Riechmann)

Das Einzugsgebiet des Eisberger Laufes ist in der Tat ein deutlich anderes, als das der meisten anderen Volksläufe im Mühlenkreis. Grund ist auch die Teilnahme der Eisberger an der OWL-Laufserie. Sie führte etliche Athleten aus dem Westen an die Porta Westfalica. So auch Jan Braun aus Paderborn, der über die fünf Kilometer siegte. Nach der Langstrecke im vergangenen Jahr probierte der 52-Jährige nun den Fünfer. „Das passt zu meinem Tempotraining“, meinte der Paderborner, der mit einigen Mitstreitern des Braun Media Teams angereist war. „Ich bin total begeistert von der Strecke, im Ort stehen Zuschauer. Es ist hier einfach nett.“

Zufriedener Organisator: Martin Huber bei der Siegerehrung. MT- - © Foto: Riechmann
Zufriedener Organisator: Martin Huber bei der Siegerehrung. MT- (© Foto: Riechmann)

Das kann vor allem ein Läufer bestätigen: Hartmut Pelikan. Seit beim TuS Eisbegen im Jahr 1978 der erste Volkslauf veranstaltet wurde, ist der Mann aus Hannover-Garbsen dabei. „Ich habe die ersten rund 30 Jahre hier mitgemacht und seit es den Lauf seit fünf Jahren wieder gibt, laufe ich wieder mit“ Warum es ihn immer wieder nach Eisbergen zieht? „Es ist hier dörflich, es ist gemütlich“, sagt der 83-Jährige, der für die fünf Kilometer 48:20 Minuten benötigte und damit als Gesamt 47. von 51 Läufern seine Altersklasse M80 vor dem Bückeburger Mehadi Mahadjer (49:47) gewann. Mit Zeit und Platzierung war er zufrieden: „Wenn ich gesund ankomme, bin ich eigentlich immer zufrieden.“

Sportliche Lehrerinnen: Jana Heitkamp (rechts) begrüßt Julia Hupe. MT- - © Foto: Riechmann
Sportliche Lehrerinnen: Jana Heitkamp (rechts) begrüßt Julia Hupe. MT- (© Foto: Riechmann)

Das galt auch für drei Lehrerinnen der Gesamtschule Porta: Jana Heitkamp, Julia Hupe und Olga Shpiakina nahmen am Fünf-Kilometer-Lauf teil - gemeinsam mit einigen ihrer Schüler. „Wir hatten das angeregt und ein paar Schüler hatten Lust darauf“, berichtete Heitkamp von einem spontanen Projekt der 6. Klasse.

Volkslauf des TuS Eisbergen

5 Kilometer

Männer: 1. Jan Braun (Braun Media Team/Altersklasse M50/1. Platz) 21:31 Minuten; 2. Patrick Wilhelm (VfL Holsen/M45/1.) 22:17; 3. Ben Brüggemann (Kinderlauftreff Vlotho/MU16/1.) 22:23.

Frauen: 1. Milena Redecker (SV 1860 Minden/Frauen/1.) 22:45; 2. Sabrina Korsen (W30/1.) 22:49; 3. Fiona Nottmeier (SC Porta Westfalica/WU18/1.) 24:57.

10 Kilometer

Männer: 1. Martin Berg (Tri-4-Fun SVKT/M50/1.) 41:02; 2. Christian Kehde (Teuto Runner/M35/1.) 41:27); 3. Uwe Eikmeier (Sport Reha Vlotho/M50/2.) 41:49.

Frauen: Sina Maack (TV Löhne/W30/1.) 46:50; 2. Stephanie Moore (W35/1.) 51:43; 3. Lisa Marleen Rose (LG Oerlinghausen/Frauen/1.) 51:52.

16,8 Kilometer

Männer: 1. Nils Nolte (Tri-4-Fun SVKT/M35/1.) 1:03:00; 2. Andreas Spieß (TV Jahn Welsede/Männer/1.) 1:03:12; 3. Kevin Schlingmann (TG Lage/Männer/1:08:00).

Frauen: 1. Katja Schwarze (HSC Alswede/W50/1.) 1:32:25; 2. Karen Düsterwald (TuS Müssen-Billinghausen/Frauen/1.) 1:34:46; 3. Doris Behrens (TG Werste/W45/1.) 1:35:37.

800 Meter Schülerlauf

Jungen: 1. Florian Bauch (RW Maaslingen/MU12) 3:23; 2. Niklas Zolldann (Eisbergen/MU10) 3:31; 3. Noah Gruchel (Eisbergen/MU12) 3:31.

Mädchen: 1. Louisa Reich (Eisbergen/WU14) 3:42; 2. Lea Frederking (WU14) 3:48; 3. Maja Voigt (WU12) 4:00.

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Porta WestfalicaVolkslauf des TuS Eisbergen: Schön – und ganz schön anstrengendMarcus RiechmannPorta Westfalica (mt). Nach dem Volkslauf des TuS Eisbergen waren sich fast alle Sportler einig: Die wellige Strecke hat es in sich. „Das ist ein forderndes Profil“, meinte Theodor Block, Zehn-Kilometer-Sieger der Altersklasse M70. „Das ist schon anspruchsvoll, das geht die erste Kilometer ganz schön bergauf“, stellte Sven Lükemeier, Gesamtachter über dieselbe Distanz fest. Und auch Dieter Macke, der in Eisbergen den dritten Lauf innerhalb von fünf Tagen abspulte, war beeindruckt: „Das war anstrengend. Ich merke meine Knie.“ Als Wiederholungstäter hätten zumindest die drei es besser wissen können, doch Nils Nolte, erneut Sieger auf der 16,8 Kilometer zählenden Langdistanz erläuterte: „Hier kommt ein Hügel nach dem nächsten. Bei meiner Premiere im letzten Jahr habe ich das unterschätzt. Ich hatte das fast vergessen, aber ich habe festgestellt: die Hügel sind geblieben.“ Der für die Kutenhauser Tri4Fun startende Bad Oeynhauser ließ in der Zeit von 1:03:00 die Muskeln spielen. Mit einem Durchschnittswert von 3,73 Minuten auf den Kilometer erzielte der Triathlet den besten Wert aller Läufe und aller Starter. Grund dafür war sein um lediglich zwölf Sekunden langsamerer Gegner Andreas Spieß aus Welsede: „Der hat mich ganz schön unter Druck gesetzt.“ Von der Strecke gefordert, vom Lauf begeistert. Auch das einte die Sportler am Sonntag. Sie lobten die familiäre und entspannte Atmosphäre auf dem Platz, die professionelle Organisation und die abwechslungsreichen Strecken. Sogar das Wetter spielte zum 100-jährigen Jubiläum des TuS Eisbergen mit: Pünktlich zum Start der Läufe verzog sich der leichte Sprühregen und die Sonne lugte durch den verhangenen Himmel. „Es ist einfach schön hier“, meinte der für den SV 1860 Minden startende Macke. „Total nett“, sagte der für Laufsport Andreas startende Vlothoer Lükemeier, „man trifft viele Bekannte, aber nicht dieselben wie bei den anderen Läufen.“ Das Einzugsgebiet des Eisberger Laufes ist in der Tat ein deutlich anderes, als das der meisten anderen Volksläufe im Mühlenkreis. Grund ist auch die Teilnahme der Eisberger an der OWL-Laufserie. Sie führte etliche Athleten aus dem Westen an die Porta Westfalica. So auch Jan Braun aus Paderborn, der über die fünf Kilometer siegte. Nach der Langstrecke im vergangenen Jahr probierte der 52-Jährige nun den Fünfer. „Das passt zu meinem Tempotraining“, meinte der Paderborner, der mit einigen Mitstreitern des Braun Media Teams angereist war. „Ich bin total begeistert von der Strecke, im Ort stehen Zuschauer. Es ist hier einfach nett.“ Das kann vor allem ein Läufer bestätigen: Hartmut Pelikan. Seit beim TuS Eisbegen im Jahr 1978 der erste Volkslauf veranstaltet wurde, ist der Mann aus Hannover-Garbsen dabei. „Ich habe die ersten rund 30 Jahre hier mitgemacht und seit es den Lauf seit fünf Jahren wieder gibt, laufe ich wieder mit“ Warum es ihn immer wieder nach Eisbergen zieht? „Es ist hier dörflich, es ist gemütlich“, sagt der 83-Jährige, der für die fünf Kilometer 48:20 Minuten benötigte und damit als Gesamt 47. von 51 Läufern seine Altersklasse M80 vor dem Bückeburger Mehadi Mahadjer (49:47) gewann. Mit Zeit und Platzierung war er zufrieden: „Wenn ich gesund ankomme, bin ich eigentlich immer zufrieden.“ Das galt auch für drei Lehrerinnen der Gesamtschule Porta: Jana Heitkamp, Julia Hupe und Olga Shpiakina nahmen am Fünf-Kilometer-Lauf teil - gemeinsam mit einigen ihrer Schüler. „Wir hatten das angeregt und ein paar Schüler hatten Lust darauf“, berichtete Heitkamp von einem spontanen Projekt der 6. Klasse. Volkslauf des TuS Eisbergen 5 Kilometer Männer: 1. Jan Braun (Braun Media Team/Altersklasse M50/1. Platz) 21:31 Minuten; 2. Patrick Wilhelm (VfL Holsen/M45/1.) 22:17; 3. Ben Brüggemann (Kinderlauftreff Vlotho/MU16/1.) 22:23. Frauen: 1. Milena Redecker (SV 1860 Minden/Frauen/1.) 22:45; 2. Sabrina Korsen (W30/1.) 22:49; 3. Fiona Nottmeier (SC Porta Westfalica/WU18/1.) 24:57. 10 Kilometer Männer: 1. Martin Berg (Tri-4-Fun SVKT/M50/1.) 41:02; 2. Christian Kehde (Teuto Runner/M35/1.) 41:27); 3. Uwe Eikmeier (Sport Reha Vlotho/M50/2.) 41:49. Frauen: Sina Maack (TV Löhne/W30/1.) 46:50; 2. Stephanie Moore (W35/1.) 51:43; 3. Lisa Marleen Rose (LG Oerlinghausen/Frauen/1.) 51:52. 16,8 Kilometer Männer: 1. Nils Nolte (Tri-4-Fun SVKT/M35/1.) 1:03:00; 2. Andreas Spieß (TV Jahn Welsede/Männer/1.) 1:03:12; 3. Kevin Schlingmann (TG Lage/Männer/1:08:00). Frauen: 1. Katja Schwarze (HSC Alswede/W50/1.) 1:32:25; 2. Karen Düsterwald (TuS Müssen-Billinghausen/Frauen/1.) 1:34:46; 3. Doris Behrens (TG Werste/W45/1.) 1:35:37. 800 Meter Schülerlauf Jungen: 1. Florian Bauch (RW Maaslingen/MU12) 3:23; 2. Niklas Zolldann (Eisbergen/MU10) 3:31; 3. Noah Gruchel (Eisbergen/MU12) 3:31. Mädchen: 1. Louisa Reich (Eisbergen/WU14) 3:42; 2. Lea Frederking (WU14) 3:48; 3. Maja Voigt (WU12) 4:00.