Das Wort zum Sport zum Karriere-Ende von Biathlon-Star Laura Dahlmeier: Neue Abenteuer im Blick

Thomas Kühlmann

Laura Dahlmeier hat genug. Vom Leistungssport-Stress und vom immer schwierigeren Kampf gegen ihre gesundheitlichen Rückschläge. Genügend Erfolge hat sie allemal eingefahren, dass sie sich die Knochenmühle nicht mehr antun muss. Olympiasiegerin, mehrmalige Weltmeisterin, Gesamtweltcup-Gewinnerin: Die bayerische Frohnatur hat im Populärsport Biathlon alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt und muss keinem mehr etwas beweisen – schon gar nicht sich selbst.

Immer nur die höchsten Ansprüche an sich selbst stellend, hat sie nun, wenn auch zu einem nicht unbedingt erwarteten Zeitpunkt, die für sie einzig richtige Entscheidung getroffen. Schließlich hat sie immer betont, dass es für sie auch ein Leben neben und somit auch jetzt nach dem Biathlon gibt. Dieses hat die ehrgeizige Allroundsportlerin bislang nur vereinzelt auskosten können und dürfen – zu groß waren die Zwänge der Saison-Vor- und Nachbereitung im Kreise der Skijäger.

Widmet sich „Leidensgenossin“ Magdalena Neuner, die ebenfalls auf dem Höhepunkt ihrer Top-Karriere aus ähnlichen Gründen dem aktiven Leistungssport adieu gesagt hat, aktuell lieber dem Familienleben sowie ihrer neuen Rolle als TV-Expertin, so dürfte sich Naturtalent Dahlmeier nun ebenfalls Träume erfüllen, die bislang für sie nur schwer zu realisieren waren. Waghalsige Touren mit dem Mountainbike, Klettertouren auf Alpengipfel oder andere Extrem-Abenteuer, bei denen sie nur auf sich gestellt ist: Die überragende Winterzweikämpferin der vergangenen Jahre wird nicht müde werden, ihre physischen und psychischen Grenzen auszuloten. Von solchen Herausforderungen kann sie nun mal nicht genug bekommen.

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Das Wort zum Sport zum Karriere-Ende von Biathlon-Star Laura Dahlmeier: Neue Abenteuer im BlickThomas KühlmannLaura Dahlmeier hat genug. Vom Leistungssport-Stress und vom immer schwierigeren Kampf gegen ihre gesundheitlichen Rückschläge. Genügend Erfolge hat sie allemal eingefahren, dass sie sich die Knochenmühle nicht mehr antun muss. Olympiasiegerin, mehrmalige Weltmeisterin, Gesamtweltcup-Gewinnerin: Die bayerische Frohnatur hat im Populärsport Biathlon alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt und muss keinem mehr etwas beweisen – schon gar nicht sich selbst. Immer nur die höchsten Ansprüche an sich selbst stellend, hat sie nun, wenn auch zu einem nicht unbedingt erwarteten Zeitpunkt, die für sie einzig richtige Entscheidung getroffen. Schließlich hat sie immer betont, dass es für sie auch ein Leben neben und somit auch jetzt nach dem Biathlon gibt. Dieses hat die ehrgeizige Allroundsportlerin bislang nur vereinzelt auskosten können und dürfen – zu groß waren die Zwänge der Saison-Vor- und Nachbereitung im Kreise der Skijäger. Widmet sich „Leidensgenossin“ Magdalena Neuner, die ebenfalls auf dem Höhepunkt ihrer Top-Karriere aus ähnlichen Gründen dem aktiven Leistungssport adieu gesagt hat, aktuell lieber dem Familienleben sowie ihrer neuen Rolle als TV-Expertin, so dürfte sich Naturtalent Dahlmeier nun ebenfalls Träume erfüllen, die bislang für sie nur schwer zu realisieren waren. Waghalsige Touren mit dem Mountainbike, Klettertouren auf Alpengipfel oder andere Extrem-Abenteuer, bei denen sie nur auf sich gestellt ist: Die überragende Winterzweikämpferin der vergangenen Jahre wird nicht müde werden, ihre physischen und psychischen Grenzen auszuloten. Von solchen Herausforderungen kann sie nun mal nicht genug bekommen.