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Rudern: Steuerfrau kennt die Themse - Mindener Achter startet bei größter Regatta der Welt

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Ab aufs Wasser: Der Mindener Frauen-Achter startet auf der Themse. Archivfoto: Pischke/pr
Ab aufs Wasser: Der Mindener Frauen-Achter startet auf der Themse. Archivfoto: Pischke/pr

Minden (mt/apl) Nach zehn Jahren ist es wieder soweit: Ein Mindener Frauenteam startet beim Women‘s Eights Head of the River Race (WeHoRR) in London. Bereits seit 1930 treten auch Frauen auf der Strecke an, die durch das jährlich stattfindende Boat Race „Oxford gegen Cambridge“ bekannt ist.

Für diesen Samstag haben 320 Frauenachter gemeldet. Das Besondere an dem Rennen ist, dass vom Anfänger bis zum Olympioniken, vom Schul- bis zum Masterruderer, jeder teilnehmen kann. Neben dem Mindener Achter starten zudem elf weitere Boote aus dem Ausland.

Während viele der knapp 3.000 Ruderinnen bereits einmal an dem Rennen teilgenommen haben, ist es für die diesjährige Mannschaft des Melitta-Achters eine Premiere. „Der Wettkampf gehört zu den bekanntesten Rennen in der Ruderer-Szene und ist das weltweit größte Langstreckenrennen. Wenn man darüber nachdenkt, dass wir mit 319 weiteren Achtern am Start liegen, steigt schon die Aufregung – aber natürlich auch die Vorfreude“, sagt Johanna Soester. Schon seit Dezember bereitet sie sich gemeinsam mit ihren Achterkolleginnen Anna-Maria Brendel, Janna Kemenah, Darja Schonebohm, Anna-Lena Vieker und Steuerfrau Clara Drewes auf den Tag vor. Verstärkt durch Paula Nixdorf und Ursula Horbach vom RV Rauxel und Elisaveta Sokolkova vom Crefelder RC gehen die Damen mit der Startnummer 55 ins Rennen.

Für die Frauen des Melitta-Achters ist das Rennen eine gute Vorbereitung für den Start in die elfte Saison der Ruder-Bundesliga. Während in Deutschlands höchster Klasse allerdings 350 Meter lange Sprintrennen gefahren werden, geht es in London auf eine 6,8 Kilometer lange Strecke von der Chiswick Bridge tideabwärts bis zum Putney Pier. „Im Vergleich zu den Sprintrennen ist das natürlich lang. Allerdings trainieren wir im Winter die Grundlagen-Ausdauer, weshalb uns das Rennen einen guten Stand darüber gibt, wie die Vorbereitung bisher gelaufen ist“, erklärt Darja Schonebohm.

Mit den Havelqueens aus Potsdam/Berlin startet zu dem der Ligachampion 2018 aus der Bundesliga drei Plätze vor dem Mindener Melitta-Achter. „Unser Ziel ist es, in der Endabrechnung vor den Havelqueens zu landen. Aufgrund der kurzen Startabstände kann unsere Steuerfrau deren Achter sehen und uns so gut motivieren“, meint Anna-Maria Brendel. Einen kleinen Vorteil rechnen sich die Frauen zudem dadurch aus, dass ihre Steuerfrau Clara Drewes aufgrund ihres Master-Studiums in London im vergangenen Jahr tagtäglich Achter auf der Themse gesteuert hat und die Strecke bestens kennt.

Am Donnerstag geht es mit dem Flugzeug nach London. Nach einem kurzen Training am Freitag wird das Rennen am Samstagmorgen gegen 11:30 Uhr gestartet.

www.wehorr.org

www.melitta-achter.de

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MindenRudern: Steuerfrau kennt die Themse - Mindener Achter startet bei größter Regatta der WeltMinden (mt/apl) Nach zehn Jahren ist es wieder soweit: Ein Mindener Frauenteam startet beim Women‘s Eights Head of the River Race (WeHoRR) in London. Bereits seit 1930 treten auch Frauen auf der Strecke an, die durch das jährlich stattfindende Boat Race „Oxford gegen Cambridge“ bekannt ist. Für diesen Samstag haben 320 Frauenachter gemeldet. Das Besondere an dem Rennen ist, dass vom Anfänger bis zum Olympioniken, vom Schul- bis zum Masterruderer, jeder teilnehmen kann. Neben dem Mindener Achter starten zudem elf weitere Boote aus dem Ausland. Während viele der knapp 3.000 Ruderinnen bereits einmal an dem Rennen teilgenommen haben, ist es für die diesjährige Mannschaft des Melitta-Achters eine Premiere. „Der Wettkampf gehört zu den bekanntesten Rennen in der Ruderer-Szene und ist das weltweit größte Langstreckenrennen. Wenn man darüber nachdenkt, dass wir mit 319 weiteren Achtern am Start liegen, steigt schon die Aufregung – aber natürlich auch die Vorfreude“, sagt Johanna Soester. Schon seit Dezember bereitet sie sich gemeinsam mit ihren Achterkolleginnen Anna-Maria Brendel, Janna Kemenah, Darja Schonebohm, Anna-Lena Vieker und Steuerfrau Clara Drewes auf den Tag vor. Verstärkt durch Paula Nixdorf und Ursula Horbach vom RV Rauxel und Elisaveta Sokolkova vom Crefelder RC gehen die Damen mit der Startnummer 55 ins Rennen. Für die Frauen des Melitta-Achters ist das Rennen eine gute Vorbereitung für den Start in die elfte Saison der Ruder-Bundesliga. Während in Deutschlands höchster Klasse allerdings 350 Meter lange Sprintrennen gefahren werden, geht es in London auf eine 6,8 Kilometer lange Strecke von der Chiswick Bridge tideabwärts bis zum Putney Pier. „Im Vergleich zu den Sprintrennen ist das natürlich lang. Allerdings trainieren wir im Winter die Grundlagen-Ausdauer, weshalb uns das Rennen einen guten Stand darüber gibt, wie die Vorbereitung bisher gelaufen ist“, erklärt Darja Schonebohm. Mit den Havelqueens aus Potsdam/Berlin startet zu dem der Ligachampion 2018 aus der Bundesliga drei Plätze vor dem Mindener Melitta-Achter. „Unser Ziel ist es, in der Endabrechnung vor den Havelqueens zu landen. Aufgrund der kurzen Startabstände kann unsere Steuerfrau deren Achter sehen und uns so gut motivieren“, meint Anna-Maria Brendel. Einen kleinen Vorteil rechnen sich die Frauen zudem dadurch aus, dass ihre Steuerfrau Clara Drewes aufgrund ihres Master-Studiums in London im vergangenen Jahr tagtäglich Achter auf der Themse gesteuert hat und die Strecke bestens kennt. Am Donnerstag geht es mit dem Flugzeug nach London. Nach einem kurzen Training am Freitag wird das Rennen am Samstagmorgen gegen 11:30 Uhr gestartet. www.wehorr.org www.melitta-achter.de