Rudern: MRV erweitert Flotte

Jörg Wehling

MRV-Präsident Andreas Tenzler (links) uns Heinz Langer (rechts) beobachten den Taufakt der Zwillinge Justus und Arthur Thürmer-Langer. MT- - © Foto: Jörg Wehling
MRV-Präsident Andreas Tenzler (links) uns Heinz Langer (rechts) beobachten den Taufakt der Zwillinge Justus und Arthur Thürmer-Langer. MT- (© Foto: Jörg Wehling)

Minden (mt). „Es macht großen Spaß darin zu sitzen. Ich bin begeistert.“ Das sagte Britta Wagner, Ruderin des Mindener Rudervereins von 1905 stellvertretend für die beiden Premiere-Mitfahrerinnen Tanja Hansemann und Karin Nellissen. Das sportliche Trio durfte nach der offiziellen Taufe am Bootshaus an der Weserpromenade in das neue Gefährt der MRV-Flotte einsteigen und die Fahrtauglichkeit bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen auf der Weser überprüfen.

Zuvor hatten die vierjährigen Arthur und Justus Thürmer-Langer, Enkelkinder des Stifters Heinz Langer, das Boot – ein Mehrzweckboot, das als Zweier mit Steuermann oder ungesteuerter Dreier nutzbar ist – auf den Namen Fridericus Rex getauft.

Dass das MRV-Boot vorzugsweise als „fröhlicher Dreier“ häufiger im Breitensport eingesetzt wird und weniger im Rennsport, verdeutlicht die Tatsache, dass der mitgelieferte Steuermannsitz noch eingepackt im Bootshaus lag.

„Unter Rudersleuten gilt immer Vorsicht statt Aberglaube“, sagte Heinz Langer bei der vorangegangenen Begrüßung der Gäste und bezeichnete eine fehlende Taufe als schlechtes Omen, wie es sich bei Titanic und dem russischen U-Boot K19 gezeigt habe.

Der Name Fridericus Rex, lateinischer Bezeichnung für den Preußenkönig Friedrich den Großen, steht für die gemeinsame Geschichte Mindens und Berlins. Und weil das neu erworbene Boot aus einer Berliner Bootsmanufaktur stammt, lag es aus Langers Sicht nahe, das Boot entsprechend zu taufen. Und so wünschten Arthur und Justus dem Boot allzeit gute Fahrt und natürlich auch eine Handbreit Wasser unter dem Kiel, bevor die Zwillinge das Boot mit Sekt tauften. Anschließend wurde das Gefährt mit Applaus zu Wasser gelassen.

„Wir finanzieren uns ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Darum sind wir sehr dankbar, dass wir diesen Kauf nun realisieren konnten“, dankte MRV-Präsident Andreas Tenzler für die Anschaffung. Dass der Steuermannsitz im neuesten Boot der MRV-Flotte noch nicht eingebaut sei , hat für Tenzler einen einfachen Grund. „Die Leute bei uns im Verein wollen lieber rudern.“ Etwa 160 Mitglieder gehören dem Mindener Ruderverein an, der traditionell im Breitensport zu Hause ist und an Wanderfahrten teilnimmt.

Vor dem kleinen Festakt wurden darum auch die eifrigsten Ruderer des vergangenen Jahres ausgezeichnet. Auf Platz eins landete MRV-Ruderin Christel Lutter mit 2172 Kilometern vor Ulrich Sendler (2070), Achim Bertram (1742) und Tanja Hansemann (1307).

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Rudern: MRV erweitert FlotteJörg WehlingMinden (mt). „Es macht großen Spaß darin zu sitzen. Ich bin begeistert.“ Das sagte Britta Wagner, Ruderin des Mindener Rudervereins von 1905 stellvertretend für die beiden Premiere-Mitfahrerinnen Tanja Hansemann und Karin Nellissen. Das sportliche Trio durfte nach der offiziellen Taufe am Bootshaus an der Weserpromenade in das neue Gefährt der MRV-Flotte einsteigen und die Fahrtauglichkeit bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen auf der Weser überprüfen. Zuvor hatten die vierjährigen Arthur und Justus Thürmer-Langer, Enkelkinder des Stifters Heinz Langer, das Boot – ein Mehrzweckboot, das als Zweier mit Steuermann oder ungesteuerter Dreier nutzbar ist – auf den Namen Fridericus Rex getauft. Dass das MRV-Boot vorzugsweise als „fröhlicher Dreier“ häufiger im Breitensport eingesetzt wird und weniger im Rennsport, verdeutlicht die Tatsache, dass der mitgelieferte Steuermannsitz noch eingepackt im Bootshaus lag. „Unter Rudersleuten gilt immer Vorsicht statt Aberglaube“, sagte Heinz Langer bei der vorangegangenen Begrüßung der Gäste und bezeichnete eine fehlende Taufe als schlechtes Omen, wie es sich bei Titanic und dem russischen U-Boot K19 gezeigt habe. Der Name Fridericus Rex, lateinischer Bezeichnung für den Preußenkönig Friedrich den Großen, steht für die gemeinsame Geschichte Mindens und Berlins. Und weil das neu erworbene Boot aus einer Berliner Bootsmanufaktur stammt, lag es aus Langers Sicht nahe, das Boot entsprechend zu taufen. Und so wünschten Arthur und Justus dem Boot allzeit gute Fahrt und natürlich auch eine Handbreit Wasser unter dem Kiel, bevor die Zwillinge das Boot mit Sekt tauften. Anschließend wurde das Gefährt mit Applaus zu Wasser gelassen. „Wir finanzieren uns ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Darum sind wir sehr dankbar, dass wir diesen Kauf nun realisieren konnten“, dankte MRV-Präsident Andreas Tenzler für die Anschaffung. Dass der Steuermannsitz im neuesten Boot der MRV-Flotte noch nicht eingebaut sei , hat für Tenzler einen einfachen Grund. „Die Leute bei uns im Verein wollen lieber rudern.“ Etwa 160 Mitglieder gehören dem Mindener Ruderverein an, der traditionell im Breitensport zu Hause ist und an Wanderfahrten teilnimmt. Vor dem kleinen Festakt wurden darum auch die eifrigsten Ruderer des vergangenen Jahres ausgezeichnet. Auf Platz eins landete MRV-Ruderin Christel Lutter mit 2172 Kilometern vor Ulrich Sendler (2070), Achim Bertram (1742) und Tanja Hansemann (1307).