Minden/Hannover

Abi mit 16, Medizinstudium mit 17: GWD-Torwart Lucas Grabitz will Arzt und Profi werden

Astrid Plaßhenrich

Talentiert, ehrgeizig und fokussiert: GWD-Torwart Lucas Grabitz will sich kommende Saison in seinem ersten Seniorenjahr in der 3. Liga durchsetzen. MT- - © Foto: Astrid Plaßhenrich
Talentiert, ehrgeizig und fokussiert: GWD-Torwart Lucas Grabitz will sich kommende Saison in seinem ersten Seniorenjahr in der 3. Liga durchsetzen. MT- (© Foto: Astrid Plaßhenrich)

Minden/Hannover. Lucas Grabitz hat so manch eine Abbiegung sehr früh genommen. Trotzdem klingt alles so selbstverständlich, so normal, wenn der 18-Jährige über Schule, Leistungssport und Studium spricht. Grabitz übersprang die dritte Klasse, legte mit 16 sein Abitur mit der Note 1,0 ab, zog wenig später von zu Hause aus und nahm mit 17 Jahren und knapp zwei Monaten sein Medizinstudium in Hannover auf. Ach ja: Nebenher steht der Handballer bei GWD Minden im Tor, zuletzt für die A-Jugend in der Bundesliga, in der kommenden Saison bei der 2. Mannschaft in der 3. Liga. Sein Ziel: ein Profivertrag.

Lucas Grabitz war 14, als er sein Elternhaus in Hamm jeden Morgen um 6 Uhr mit zwei Taschen auf den Schultern verließ. In der einen waren seine Schulsachen, in der anderen die Trainingsklamotten. Ab in den Zug, auf nach Ahlen. „Ich bin zur zehnten Klasse dort auf ein Berufskolleg gewechselt“, sagt Grabitz. Zum einen weil er seit der C-Jugend im Handball-Leistungs-Zentrum (HLZ) der SG Ahlen spielte, zum anderen weil der Stundenplan auf einem Berufskolleg kompakter strukturiert ist als an Gymnasien. „Es fielen weniger Nachmittagsunterricht und Freistunden an. So konnte ich Schule und Training perfekt verbinden“, erklärt er. Dass einige seiner Klassenkameraden bereits über 20 waren – geschenkt. „Ich war ja fast immer der Jüngste, das war ich gewohnt“, sagt der Student. Egal war es auch, dass aufgrund des kaufmännischen Schwerpunkts des Berufskollegs ein Leistungsfach Betriebswirtschaftslehre war und das andere Deutsch. Dabei stand für ihn bereits als Zwölfjähriger fest, Medizin zu studieren: „In der achten Klasse habe ich ein Praktikum in einem Krankenhaus gemacht. Das hat mir extrem gut gefallen. Seitdem wollte ich Arzt werden. Aber wenn es mit dem Medizinstudium nicht geklappt hätte, hätte ich mir auch Wirtschaftswissenschaften vorstellen können. Deshalb habe ich mich ganz bewusst für das Berufskolleg entschieden.“ Doch Handball war und ist die Nummer eins in seinem Leben. Deshalb ging es für ihn voranging darum, Schule und Leistungssport zu vereinbaren.

Zwei Jahre nach seinem Schulwechsel ging es für Grabitz von der SG zu GWD. Es war sein zweites B-Jugend-Jahr. „Sportlich musste der Schritt erfolgen, um mich auf einem gewissen Niveau weiterzuentwickeln. Gleichzeitig war das allerdings auch mein letztes Schuljahr. Deswegen wollte ich nicht sofort nach Minden ziehen, sondern in Ahlen mein Abi machen“, erzählt er. Ab dem Zeitpunkt verbringt der Teenager sehr viel Zeit in der Bahn. Nach dem Unterricht geht es mit dem Regionalexpress direkt zum GWD-Training, abends von Minden die 1:10 Stunden Fahrtzeit zurück nach Hamm. „Ich habe in der Bahn gegessen, ab und an Hausaufgaben gemacht und alles mögliche erledigt. Gegen 22 Uhr war ich dann zu Hause“, erzählt Grabitz. Die Zeit war stressig. Bereut hat er den Schritt aber nie. Sein Jahrgang besteche durch den Zusammenhalt und einigen überdurchschnittlich talentierten Spielern, meint er. „Zudem haben mich meine Trainer Marius Traue und Sebastian Bagats enorm weiter gebracht.“

Parallel zum Handball studiert Grabitz bereits im vierten Semester Medizin in Hannover. Vor allem die Anfangszeit war eine Herausforderung. „Das Studium besteht aus sehr vielen Präsenzveranstaltungen. Es war zunächst schwierig, Vorlesungen und Handball unter einen Hut zu bekommen“, sagt der 1,94 Meter lange Mann. GWD komme ihm aber sehr entgegen und sei flexibel in der Lösungsfindung. Dafür hat sich insbesondere Bagats eingesetzt. „Inzwischen hat sich auch alles eingependelt. Ich versuche viel von zu Hause aus zu erledigen.“ Trotzdem gibt es auch Tage, in denen Grabitz im Chemielabor steht, während seine Teamkollegen in der Halle schwitzen.

In den vergangenen Wochen flog der Handball aber nicht über die Platte. Zudem waren Semesterferien. Grabitz hat in seinem Studium trotzdem einen Schritt nach vorne gemacht. Mitte März startete sein Pflichtpraktikum als Krankenpfleger im Krankenhaus Bückeburg. Corona hatte zu dem Zeitpunkt längst Deutschland erreicht. „Deshalb hat die Medizinische Hochschule Hannover die Studenten zwei Wochen später aufgefordert, die Pfleger an der Uniklinik bis Anfang Mai zu unterstützen“, berichtet der 18-Jährige. Das Praktikum bestätigte Grabitz noch einmal: Die Arbeit mit den Patienten macht ihm Spaß. „Es war ein gutes Gefühl, Zeit für sie zu haben und ihnen durch Gespräche Ängste und Sorgen zu nehmen.“ Die gespenstische Leere im Eingangsbereich und auf den Stationen aufgrund des coronabedingten Besuchsverbot sei allerdings befremdlich gewesen. Auf der sogenannten Isolierstation wurde der Student nicht eingesetzt. „Das macht auch keinen Sinn“, meint er.

Grabitz weiß, dass er aufgrund des Sports länger für seine Examen brauchen wird als viele seiner Kommilitonen. „Das Studium kann ich auch noch später abschließen, aber nur jetzt habe ich die Chance, um meinen Kindheitstraum, Profi zu werden, zu verwirklichen.“ An seiner Seite stehen immer seine Eltern. Sie haben ihm in all seinen Entscheidungen freie Hand gelassen, ihn immer darin unterstützt. „Ich möchte das auch alles genau so“, sagt Grabitz, „ich kann mir das eine ohne dem anderen nicht vorstellen.“ Er sei aber bereits mehrmals an seine Grenzen gestoßen. „Das Gefühl hatte ich sowohl im ersten Studienjahr als auch während der Abizeit, als wir mit der B-Jugend um die Deutsche Meisterschaft spielten und ich immer von Hamm aus gependelt bin.“

Trotz des Studiums kommt ein Umzug nach Hannover für ihn nicht infrage. Die GWD-WG, die er sich seit zwei Jahren mit fünf weiteren Jugendspielern teilt, ist zu seinem Zuhause geworden. „Auch wenn ich vielleicht bald dort ausziehen muss, werde ich in Minden bleiben. Ich fühle mich im Verein und in der Stadt einfach pudelwohl und will bei GWD den Sprung zu den Profis schaffen“, setzt sich Grabitz ein klares Ziel.

Das sagen die Trainer über Lucas Grabitz:

Sebastian Bagats, A-Jugend-Trainer von GWD: „Lucas ist enorm ehrgeizig, fokussiert und talentiert. Er ordnet dem Sport alles unter. Das zeichnet sich auch durch seine akribische Spielvorbereitung aus. Wenn mir mal ein Spielername des Gegners in der Besprechung nicht sofort einfällt, hat Lucas ihn sofort parat. Die gegnerischen Mannschaften kennt er in- und auswendig. Dazu war Lucas in der A-Jugend unser Kapitän, ein Wortführer. Er stellt sich immer in den Dienst der Mannschaft, kann gezielt kritisch mit seinen Mitspielern umgehen, aber auch mit sich selbst. Ich traue ihm durchaus zu, Profi zu werden – und ich würde es ihm auch wünschen, dass er dieses Ziel erreicht.“

Moritz Schäpsmeier, Trainer von GWD II: „Lucas ist der Prototyp eines selbstständigen Leistungssportlers, denkt strategisch und operativ und ist immer sehr gut vorbereitet. Alles was in den kognitiven Bereich liegt, fällt ihm unglaublich leicht, was seinem Torwartspiel zugutekommt. Das macht es einfach und interessant mit ihm zu arbeiten. In den kommenden zwei bis drei Jahren wird sich zeigen, wohin sein sportlicher Weg führen wird, die Anlagen für eine mögliche Karriere hat er. Jetzt aber muss Lucas erst einmal in der 3. Liga beständig seine Leistung zeigen. Zudem hat er in Leon Grabenstein einen sehr großen Konkurrenten, gegen den er sich durchsetzen muss. Aber wer nach ganz oben will, muss hohe Hürden nehmen. Deshalb ist der Zweikampf auf der Torwartposition zur kommenden Saison insgesamt sehr interessant. Ich bin mir aber sicher, dass die beiden unsere gesamte Defensive auf ein stärkeres Niveau heben werden.“

Frank Carstens, Trainer der Profis: „Lucas ist unglaublich zielstrebig und organisiert. Das ist für sein Alter sehr ungewöhnlich. Sicherlich hat er Talent, aber er ist kein Jahrhunderttalent. Um es in den Profibereich zu schaffen, muss er sehr viel investieren. Aber ich habe den Eindruck, dass er dafür auch bereit ist. Lucas nimmt jeden Hinweis, jede noch so kleine Korrektur an. Und das ist die Grundvoraussetzung, um den Sprung zu schaffen.“ (apl)

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Minden/HannoverAbi mit 16, Medizinstudium mit 17: GWD-Torwart Lucas Grabitz will Arzt und Profi werdenAstrid PlaßhenrichMinden/Hannover. Lucas Grabitz hat so manch eine Abbiegung sehr früh genommen. Trotzdem klingt alles so selbstverständlich, so normal, wenn der 18-Jährige über Schule, Leistungssport und Studium spricht. Grabitz übersprang die dritte Klasse, legte mit 16 sein Abitur mit der Note 1,0 ab, zog wenig später von zu Hause aus und nahm mit 17 Jahren und knapp zwei Monaten sein Medizinstudium in Hannover auf. Ach ja: Nebenher steht der Handballer bei GWD Minden im Tor, zuletzt für die A-Jugend in der Bundesliga, in der kommenden Saison bei der 2. Mannschaft in der 3. Liga. Sein Ziel: ein Profivertrag. Lucas Grabitz war 14, als er sein Elternhaus in Hamm jeden Morgen um 6 Uhr mit zwei Taschen auf den Schultern verließ. In der einen waren seine Schulsachen, in der anderen die Trainingsklamotten. Ab in den Zug, auf nach Ahlen. „Ich bin zur zehnten Klasse dort auf ein Berufskolleg gewechselt“, sagt Grabitz. Zum einen weil er seit der C-Jugend im Handball-Leistungs-Zentrum (HLZ) der SG Ahlen spielte, zum anderen weil der Stundenplan auf einem Berufskolleg kompakter strukturiert ist als an Gymnasien. „Es fielen weniger Nachmittagsunterricht und Freistunden an. So konnte ich Schule und Training perfekt verbinden“, erklärt er. Dass einige seiner Klassenkameraden bereits über 20 waren – geschenkt. „Ich war ja fast immer der Jüngste, das war ich gewohnt“, sagt der Student. Egal war es auch, dass aufgrund des kaufmännischen Schwerpunkts des Berufskollegs ein Leistungsfach Betriebswirtschaftslehre war und das andere Deutsch. Dabei stand für ihn bereits als Zwölfjähriger fest, Medizin zu studieren: „In der achten Klasse habe ich ein Praktikum in einem Krankenhaus gemacht. Das hat mir extrem gut gefallen. Seitdem wollte ich Arzt werden. Aber wenn es mit dem Medizinstudium nicht geklappt hätte, hätte ich mir auch Wirtschaftswissenschaften vorstellen können. Deshalb habe ich mich ganz bewusst für das Berufskolleg entschieden.“ Doch Handball war und ist die Nummer eins in seinem Leben. Deshalb ging es für ihn voranging darum, Schule und Leistungssport zu vereinbaren. Zwei Jahre nach seinem Schulwechsel ging es für Grabitz von der SG zu GWD. Es war sein zweites B-Jugend-Jahr. „Sportlich musste der Schritt erfolgen, um mich auf einem gewissen Niveau weiterzuentwickeln. Gleichzeitig war das allerdings auch mein letztes Schuljahr. Deswegen wollte ich nicht sofort nach Minden ziehen, sondern in Ahlen mein Abi machen“, erzählt er. Ab dem Zeitpunkt verbringt der Teenager sehr viel Zeit in der Bahn. Nach dem Unterricht geht es mit dem Regionalexpress direkt zum GWD-Training, abends von Minden die 1:10 Stunden Fahrtzeit zurück nach Hamm. „Ich habe in der Bahn gegessen, ab und an Hausaufgaben gemacht und alles mögliche erledigt. Gegen 22 Uhr war ich dann zu Hause“, erzählt Grabitz. Die Zeit war stressig. Bereut hat er den Schritt aber nie. Sein Jahrgang besteche durch den Zusammenhalt und einigen überdurchschnittlich talentierten Spielern, meint er. „Zudem haben mich meine Trainer Marius Traue und Sebastian Bagats enorm weiter gebracht.“ Parallel zum Handball studiert Grabitz bereits im vierten Semester Medizin in Hannover. Vor allem die Anfangszeit war eine Herausforderung. „Das Studium besteht aus sehr vielen Präsenzveranstaltungen. Es war zunächst schwierig, Vorlesungen und Handball unter einen Hut zu bekommen“, sagt der 1,94 Meter lange Mann. GWD komme ihm aber sehr entgegen und sei flexibel in der Lösungsfindung. Dafür hat sich insbesondere Bagats eingesetzt. „Inzwischen hat sich auch alles eingependelt. Ich versuche viel von zu Hause aus zu erledigen.“ Trotzdem gibt es auch Tage, in denen Grabitz im Chemielabor steht, während seine Teamkollegen in der Halle schwitzen. In den vergangenen Wochen flog der Handball aber nicht über die Platte. Zudem waren Semesterferien. Grabitz hat in seinem Studium trotzdem einen Schritt nach vorne gemacht. Mitte März startete sein Pflichtpraktikum als Krankenpfleger im Krankenhaus Bückeburg. Corona hatte zu dem Zeitpunkt längst Deutschland erreicht. „Deshalb hat die Medizinische Hochschule Hannover die Studenten zwei Wochen später aufgefordert, die Pfleger an der Uniklinik bis Anfang Mai zu unterstützen“, berichtet der 18-Jährige. Das Praktikum bestätigte Grabitz noch einmal: Die Arbeit mit den Patienten macht ihm Spaß. „Es war ein gutes Gefühl, Zeit für sie zu haben und ihnen durch Gespräche Ängste und Sorgen zu nehmen.“ Die gespenstische Leere im Eingangsbereich und auf den Stationen aufgrund des coronabedingten Besuchsverbot sei allerdings befremdlich gewesen. Auf der sogenannten Isolierstation wurde der Student nicht eingesetzt. „Das macht auch keinen Sinn“, meint er. Grabitz weiß, dass er aufgrund des Sports länger für seine Examen brauchen wird als viele seiner Kommilitonen. „Das Studium kann ich auch noch später abschließen, aber nur jetzt habe ich die Chance, um meinen Kindheitstraum, Profi zu werden, zu verwirklichen.“ An seiner Seite stehen immer seine Eltern. Sie haben ihm in all seinen Entscheidungen freie Hand gelassen, ihn immer darin unterstützt. „Ich möchte das auch alles genau so“, sagt Grabitz, „ich kann mir das eine ohne dem anderen nicht vorstellen.“ Er sei aber bereits mehrmals an seine Grenzen gestoßen. „Das Gefühl hatte ich sowohl im ersten Studienjahr als auch während der Abizeit, als wir mit der B-Jugend um die Deutsche Meisterschaft spielten und ich immer von Hamm aus gependelt bin.“ Trotz des Studiums kommt ein Umzug nach Hannover für ihn nicht infrage. Die GWD-WG, die er sich seit zwei Jahren mit fünf weiteren Jugendspielern teilt, ist zu seinem Zuhause geworden. „Auch wenn ich vielleicht bald dort ausziehen muss, werde ich in Minden bleiben. Ich fühle mich im Verein und in der Stadt einfach pudelwohl und will bei GWD den Sprung zu den Profis schaffen“, setzt sich Grabitz ein klares Ziel. Das sagen die Trainer über Lucas Grabitz: Sebastian Bagats, A-Jugend-Trainer von GWD: „Lucas ist enorm ehrgeizig, fokussiert und talentiert. Er ordnet dem Sport alles unter. Das zeichnet sich auch durch seine akribische Spielvorbereitung aus. Wenn mir mal ein Spielername des Gegners in der Besprechung nicht sofort einfällt, hat Lucas ihn sofort parat. Die gegnerischen Mannschaften kennt er in- und auswendig. Dazu war Lucas in der A-Jugend unser Kapitän, ein Wortführer. Er stellt sich immer in den Dienst der Mannschaft, kann gezielt kritisch mit seinen Mitspielern umgehen, aber auch mit sich selbst. Ich traue ihm durchaus zu, Profi zu werden – und ich würde es ihm auch wünschen, dass er dieses Ziel erreicht.“ Moritz Schäpsmeier, Trainer von GWD II: „Lucas ist der Prototyp eines selbstständigen Leistungssportlers, denkt strategisch und operativ und ist immer sehr gut vorbereitet. Alles was in den kognitiven Bereich liegt, fällt ihm unglaublich leicht, was seinem Torwartspiel zugutekommt. Das macht es einfach und interessant mit ihm zu arbeiten. In den kommenden zwei bis drei Jahren wird sich zeigen, wohin sein sportlicher Weg führen wird, die Anlagen für eine mögliche Karriere hat er. Jetzt aber muss Lucas erst einmal in der 3. Liga beständig seine Leistung zeigen. Zudem hat er in Leon Grabenstein einen sehr großen Konkurrenten, gegen den er sich durchsetzen muss. Aber wer nach ganz oben will, muss hohe Hürden nehmen. Deshalb ist der Zweikampf auf der Torwartposition zur kommenden Saison insgesamt sehr interessant. Ich bin mir aber sicher, dass die beiden unsere gesamte Defensive auf ein stärkeres Niveau heben werden.“ Frank Carstens, Trainer der Profis: „Lucas ist unglaublich zielstrebig und organisiert. Das ist für sein Alter sehr ungewöhnlich. Sicherlich hat er Talent, aber er ist kein Jahrhunderttalent. Um es in den Profibereich zu schaffen, muss er sehr viel investieren. Aber ich habe den Eindruck, dass er dafür auch bereit ist. Lucas nimmt jeden Hinweis, jede noch so kleine Korrektur an. Und das ist die Grundvoraussetzung, um den Sprung zu schaffen.“ (apl)