Lübbecke

Kein sofortiger Abbruch: Westfälischer Handball will erst nach Ostern entscheiden

veröffentlicht

Minden-Lübbecke (mt/kül). Der Handballverband Westfalen (HVW) und der Handballkreis Minden-Lübbecke wollen der Empfehlung des Deutschen Handball-Bundes, den Spielbetrieb aufgrund der Corona-Krise sofort zu beenden, nicht folgen.

„Der Spielbetrieb bleibt – wie bereits am 12. März beschlossen – bis einschließlich 19. April ausgesetzt“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung: „Die Bundes- und Landesregierung sowie in der Folge Kreise, Städte und Gemeinden werden nach Ostern über den weiteren Fortgang des Alltags und des gesellschaftlichen Lebens entscheiden. Dem will der HVW nicht zuvorkommen.“ Demnach wird in Westfalen eine Entscheidung über Fortführung oder Abbruch der Saison frühestens in der Woche nach Ostern fallen.

Beschlossen wurde bereits, dass es auch in Westfalen bei Saisonabbrüchen keine Absteiger, sondern lediglich Aufsteiger für die Saison 2020/21 geben soll. Die Ausnahme bilden bereits zurückgezogene Mannschaften oder freiwillige Absteiger. Dies soll auch für die 3. Ligen gelten. Eine Übernahme dieser Regelung wird auch auf Kreisebene empfohlen.

Bezüglich der Wertung der Saison 2019/20 ist noch keine Entscheidung getroffen. Beim DHB wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die sich mit den Auswirkungen befasst. Eine solche hat sich auch beim HVW gebildet. Hierzu wurden im Vorfeld die Vereine informiert und um Beteiligung gebeten. Im Jugendbereich wurde die Saison schon für beendet erklärt. Für die Jugendqualifikation unterbreitet der Jugendspielausschuss Vorschläge zum weiteren Vorgehen.

„Im Zuge der Corona-Pandemie hat die Gesundheit und eine bestmögliche Bekämpfung des Coronavirus absoluten Vorrang. Wir sind froh, dass in bisher nie da gewesener Einigkeit der deutsche Handball zusammensteht, um gemeinsam eine rechtssichere und zukunftweisende Lösung zu finden“, sagt Reinhold Kölling, Vorsitzender des Handballkreises Minden-Lübbecke.

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LübbeckeKein sofortiger Abbruch: Westfälischer Handball will erst nach Ostern entscheidenMinden-Lübbecke (mt/kül). Der Handballverband Westfalen (HVW) und der Handballkreis Minden-Lübbecke wollen der Empfehlung des Deutschen Handball-Bundes, den Spielbetrieb aufgrund der Corona-Krise sofort zu beenden, nicht folgen. „Der Spielbetrieb bleibt – wie bereits am 12. März beschlossen – bis einschließlich 19. April ausgesetzt“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung: „Die Bundes- und Landesregierung sowie in der Folge Kreise, Städte und Gemeinden werden nach Ostern über den weiteren Fortgang des Alltags und des gesellschaftlichen Lebens entscheiden. Dem will der HVW nicht zuvorkommen.“ Demnach wird in Westfalen eine Entscheidung über Fortführung oder Abbruch der Saison frühestens in der Woche nach Ostern fallen. Beschlossen wurde bereits, dass es auch in Westfalen bei Saisonabbrüchen keine Absteiger, sondern lediglich Aufsteiger für die Saison 2020/21 geben soll. Die Ausnahme bilden bereits zurückgezogene Mannschaften oder freiwillige Absteiger. Dies soll auch für die 3. Ligen gelten. Eine Übernahme dieser Regelung wird auch auf Kreisebene empfohlen. Bezüglich der Wertung der Saison 2019/20 ist noch keine Entscheidung getroffen. Beim DHB wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die sich mit den Auswirkungen befasst. Eine solche hat sich auch beim HVW gebildet. Hierzu wurden im Vorfeld die Vereine informiert und um Beteiligung gebeten. Im Jugendbereich wurde die Saison schon für beendet erklärt. Für die Jugendqualifikation unterbreitet der Jugendspielausschuss Vorschläge zum weiteren Vorgehen. „Im Zuge der Corona-Pandemie hat die Gesundheit und eine bestmögliche Bekämpfung des Coronavirus absoluten Vorrang. Wir sind froh, dass in bisher nie da gewesener Einigkeit der deutsche Handball zusammensteht, um gemeinsam eine rechtssichere und zukunftweisende Lösung zu finden“, sagt Reinhold Kölling, Vorsitzender des Handballkreises Minden-Lübbecke.