Lübbecke

"Wir haben noch Zeit" - Käding erklärt, wie die Saison weitergehen könnte

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- © A3632 Jens Wolf
(© A3632 Jens Wolf)

Minden-Lübbecke (jk). Helge-Olaf Käding ist Rechtsanwalt mit Kanzlei in Minden und hat sich auf Handballrecht spezialisiert. Aufgrund der Corona-Pandemie ist der Spielbetrieb in der Jugend vorzeitig beendet worden. Bei den Erwachsenen ruht der Ball. Doch wie geht es weiter?

Juristisch betrachtet komme Paragraf 52 der Spielordnung des Deutschen Handballbundes (DHB) zum Tragen, sagt der Lübbecker Jurist in einem Facebook-Video. Er rät: „Ruhe bewahren, denn wir haben Zeit. Das Spieljahr geht bis zum 30. Juni 2020, und es steht nirgendwo geschrieben, dass mit Ende der Spielzeit auch alle Entscheidungen über die Saison getroffen sein müssen.“

Angenommen, der Spielbetrieb ginge Ende April weiter, dann blieben immer noch mindestens zwei Monate Zeit. „In diesen zwei Monaten kann man ja noch unheimlich viel machen. Man kann Spiele nachholen oder auch ohne Zuschauer stattfinden lassen.“ Sollte es tatsächlich so sein, dass der Spielbetrieb nicht wieder in die Gänge käme, so müsste gewertet werden.

Der hessische Landesverband soll bereits angekündigt haben, den Ligenstand vom Tag der Absage zu werten. Möglich sei aber auch, nur die Hinrunde heranzuziehen, um Auf- und Absteiger zu ermitteln. „Das wäre dann wie beim Skispringen, wenn das Wetter keine weiteren Sprünge mehr zulässt“, erklärt Käding.

Grundsätzlich gehe es darum, alle Argumente abzuwägen und zu einer gerechten Entscheidung nach „sportlichen Gesichtspunkten“, wie es in Paragraf 52 der Spielordnung steht, zu gelangen. Es sei auch durchaus möglich niemanden auf- und absteigen zu lassen, oder später Entscheidungsspiele durchzuführen.

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Lübbecke"Wir haben noch Zeit" - Käding erklärt, wie die Saison weitergehen könnteMinden-Lübbecke (jk). Helge-Olaf Käding ist Rechtsanwalt mit Kanzlei in Minden und hat sich auf Handballrecht spezialisiert. Aufgrund der Corona-Pandemie ist der Spielbetrieb in der Jugend vorzeitig beendet worden. Bei den Erwachsenen ruht der Ball. Doch wie geht es weiter? Juristisch betrachtet komme Paragraf 52 der Spielordnung des Deutschen Handballbundes (DHB) zum Tragen, sagt der Lübbecker Jurist in einem Facebook-Video. Er rät: „Ruhe bewahren, denn wir haben Zeit. Das Spieljahr geht bis zum 30. Juni 2020, und es steht nirgendwo geschrieben, dass mit Ende der Spielzeit auch alle Entscheidungen über die Saison getroffen sein müssen.“ Angenommen, der Spielbetrieb ginge Ende April weiter, dann blieben immer noch mindestens zwei Monate Zeit. „In diesen zwei Monaten kann man ja noch unheimlich viel machen. Man kann Spiele nachholen oder auch ohne Zuschauer stattfinden lassen.“ Sollte es tatsächlich so sein, dass der Spielbetrieb nicht wieder in die Gänge käme, so müsste gewertet werden. Der hessische Landesverband soll bereits angekündigt haben, den Ligenstand vom Tag der Absage zu werten. Möglich sei aber auch, nur die Hinrunde heranzuziehen, um Auf- und Absteiger zu ermitteln. „Das wäre dann wie beim Skispringen, wenn das Wetter keine weiteren Sprünge mehr zulässt“, erklärt Käding. Grundsätzlich gehe es darum, alle Argumente abzuwägen und zu einer gerechten Entscheidung nach „sportlichen Gesichtspunkten“, wie es in Paragraf 52 der Spielordnung steht, zu gelangen. Es sei auch durchaus möglich niemanden auf- und absteigen zu lassen, oder später Entscheidungsspiele durchzuführen.