Minden

Volle Halle, halbe Pulle: Gemischte Bilanz für HSV und JSG nach den Halbfinal-Hinspielen um die Westfalenmeisterschaft

Christian Bendig

Nach dem kurzen Jubel richtete das HSV-Team um die elffache Torschützin Merle Pauser (Nr. 3) schon den Blick auf das Rückspiel in Bochum.
Nach dem kurzen Jubel richtete das HSV-Team um die elffache Torschützin Merle Pauser (Nr. 3) schon den Blick auf das Rückspiel in Bochum.

Minden. Einmal bangen, einmal hoffen: Das ist die Ausgangssituation nach den Halbfinal-Hinspielen um die Westfalenmeisterschaft bei den C- Jungen und C-Mädchen. Bangen müssen die Nachwuchshandballerinnen des HSV Minden-Nord, dass der gegen Teutonia Riemke vor toller Kulisse in Stemmer erreichte 29:26-Erfolg im Rückspiel bei den starken Bochumerinnen ausreichen wird. Die Jungen der JSG NSM-Nettelstedt müssen nach der 22:26-Heimniederlage gegen den ASV Hamm-Westfalen darauf hoffen, dass sich die hemmende Anspannung bis zum Rückspiel am nächsten Wochenende löst und auch Leistungsträger Felix Ntodonke einsatzbereit sein wird.

Denn der Rückraumspieler knallte in der Endphase des hitzigen Duells nach einem Wurfversuch ungebremst auf dem Boden auf und verletzte sich nochmals an der ohnehin schon geprellten Hüfte. Zu diesem Zeitpunkt war die 22:26-Niederlage schon besiegelt. Es ging lediglich noch darum, sich noch eine reelle Chance auf das Weiterkommen zu erhalten. Warum es nicht zum Sieg reichte, verdeutlichte Trainer Jona Finke: „Es hat einfach zu viel nicht geklappt. Zum Beispiel haben wir viele freie Würfe nicht getroffen.“ Gleichzeitig versprühte der JSG-Trainer auch Optimismus: „Wir wissen, dass wir es viel besser können. Der Druck liegt nun bei Hamm.“ Neben Ntodonke ging auch Jan Malte Diekmann (Nerv eingeklemmt) angeschlagen in die Partie und fand mehrmals im ASV-Keeper seinen Meister. Zudem kamen die Gäste-Spieler mit der aufgeladenen Atmosphäre besser zurecht und spielten ihre körperliche Überlegenheit gnadenlos aus.

Jonte Happel (beim Durchbruch) und die JSG NSM-Nettelstedt erreichten gegen den ASV Hamm nicht ihre Leistungsgrenze. Fotos: Bendig
Jonte Happel (beim Durchbruch) und die JSG NSM-Nettelstedt erreichten gegen den ASV Hamm nicht ihre Leistungsgrenze. Fotos: Bendig

Vor allem nach der 34. Minute, als sich der Vorrundensieger der Parallelstaffel vom 14:14 Stück für Stück absetze und sich für das Rückspiel eine gute Ausgangsposition erspielte. Der Einzug ins Westfalenfinale, in dem nach ihrem 32:22-Sieg beim TV Westig sehr wahrscheinlich die HSG Lemgo wartet, zieht im Übrigen noch weitere Spiele nach sich. Denn die beiden Finalisten aus Westfalen und des Verbandes Nordrhein ermitteln in einem Final-Four-Turnier den Westdeutschen Meister. Das findet für Jungen und Mädchen am Wochenende des 25. und 26. April in Hamm statt.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die HSV-Mädchen die Reise nach Hamm antreten werden, ist aufgrund des Drei-Tore-Polsters nach dem 29:26-Sieg gegen Teutonia Riemke deutlich höher als bei der JSG. Trotzdem mahnt HSV-Trainer Niklas Fiestelmann vor dem Rückspiel: „Wir müssen an den 13:6-Lauf aus der zweiten Halbzeit anknüpfen und insgesamt eine Schippe drauflegen.“ Gegen die starken Bochumerinnen schüttelten die Gastgeberinnen sowohl den 5:9-Rückstand (13.) als auch die 12:15-Hypothek (29.) schnell ab und erkämpften sich aufgrund einer starken Mannschaftsleistung die gute Ausgangsposition für das Rückspiel. Das zweite Halbfinal-Hinspiel endete mit 23:22-Sieg der HSG Blomberg-Lippe bei der PSV Recklinghausen.

GWD-Spieler nominiert

Die vorzeitige Qualifikation für das Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft verpassten die A-Jungen von GWD Minden wegen des 27:36 beim VfL Gummersbach. Dafür gab es zuvor gute Nachrichten: Fynn Hermeling und Florian Kranzmann sind für den Lehrgang der U19/18-Nationalmannschaft des Deutschen Handballbundes (DHB) in Heidelberg nominiert.

Die Nationalmannschaft könnte auch für ein weiteres Quartett aus dem Mühlenkreis zum Thema werden. Von den B-Jungen der JSG NSM-Nettelstedt waren Ben Grüger und Mikkel Wandtke sowie von GWD Minden Ben Wentrup und Lasse Franz zum Sichtungslehrgang der Jahrgangs 2004 nominiert. (cb)

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MindenVolle Halle, halbe Pulle: Gemischte Bilanz für HSV und JSG nach den Halbfinal-Hinspielen um die WestfalenmeisterschaftChristian BendigMinden. Einmal bangen, einmal hoffen: Das ist die Ausgangssituation nach den Halbfinal-Hinspielen um die Westfalenmeisterschaft bei den C- Jungen und C-Mädchen. Bangen müssen die Nachwuchshandballerinnen des HSV Minden-Nord, dass der gegen Teutonia Riemke vor toller Kulisse in Stemmer erreichte 29:26-Erfolg im Rückspiel bei den starken Bochumerinnen ausreichen wird. Die Jungen der JSG NSM-Nettelstedt müssen nach der 22:26-Heimniederlage gegen den ASV Hamm-Westfalen darauf hoffen, dass sich die hemmende Anspannung bis zum Rückspiel am nächsten Wochenende löst und auch Leistungsträger Felix Ntodonke einsatzbereit sein wird. Denn der Rückraumspieler knallte in der Endphase des hitzigen Duells nach einem Wurfversuch ungebremst auf dem Boden auf und verletzte sich nochmals an der ohnehin schon geprellten Hüfte. Zu diesem Zeitpunkt war die 22:26-Niederlage schon besiegelt. Es ging lediglich noch darum, sich noch eine reelle Chance auf das Weiterkommen zu erhalten. Warum es nicht zum Sieg reichte, verdeutlichte Trainer Jona Finke: „Es hat einfach zu viel nicht geklappt. Zum Beispiel haben wir viele freie Würfe nicht getroffen.“ Gleichzeitig versprühte der JSG-Trainer auch Optimismus: „Wir wissen, dass wir es viel besser können. Der Druck liegt nun bei Hamm.“ Neben Ntodonke ging auch Jan Malte Diekmann (Nerv eingeklemmt) angeschlagen in die Partie und fand mehrmals im ASV-Keeper seinen Meister. Zudem kamen die Gäste-Spieler mit der aufgeladenen Atmosphäre besser zurecht und spielten ihre körperliche Überlegenheit gnadenlos aus. Vor allem nach der 34. Minute, als sich der Vorrundensieger der Parallelstaffel vom 14:14 Stück für Stück absetze und sich für das Rückspiel eine gute Ausgangsposition erspielte. Der Einzug ins Westfalenfinale, in dem nach ihrem 32:22-Sieg beim TV Westig sehr wahrscheinlich die HSG Lemgo wartet, zieht im Übrigen noch weitere Spiele nach sich. Denn die beiden Finalisten aus Westfalen und des Verbandes Nordrhein ermitteln in einem Final-Four-Turnier den Westdeutschen Meister. Das findet für Jungen und Mädchen am Wochenende des 25. und 26. April in Hamm statt. Die Wahrscheinlichkeit, dass die HSV-Mädchen die Reise nach Hamm antreten werden, ist aufgrund des Drei-Tore-Polsters nach dem 29:26-Sieg gegen Teutonia Riemke deutlich höher als bei der JSG. Trotzdem mahnt HSV-Trainer Niklas Fiestelmann vor dem Rückspiel: „Wir müssen an den 13:6-Lauf aus der zweiten Halbzeit anknüpfen und insgesamt eine Schippe drauflegen.“ Gegen die starken Bochumerinnen schüttelten die Gastgeberinnen sowohl den 5:9-Rückstand (13.) als auch die 12:15-Hypothek (29.) schnell ab und erkämpften sich aufgrund einer starken Mannschaftsleistung die gute Ausgangsposition für das Rückspiel. Das zweite Halbfinal-Hinspiel endete mit 23:22-Sieg der HSG Blomberg-Lippe bei der PSV Recklinghausen. GWD-Spieler nominiert Die vorzeitige Qualifikation für das Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft verpassten die A-Jungen von GWD Minden wegen des 27:36 beim VfL Gummersbach. Dafür gab es zuvor gute Nachrichten: Fynn Hermeling und Florian Kranzmann sind für den Lehrgang der U19/18-Nationalmannschaft des Deutschen Handballbundes (DHB) in Heidelberg nominiert. Die Nationalmannschaft könnte auch für ein weiteres Quartett aus dem Mühlenkreis zum Thema werden. Von den B-Jungen der JSG NSM-Nettelstedt waren Ben Grüger und Mikkel Wandtke sowie von GWD Minden Ben Wentrup und Lasse Franz zum Sichtungslehrgang der Jahrgangs 2004 nominiert. (cb)