Minden

Jugend: Häseker macht im Derby die wichtigen Tore - GWD-B-Jungen fast schon durch

Christian Bendig

Tom Bennet Lichtenberg entwischt in dieser Szene GWD Mindens Lennard Buschkamp. Der flinke JSG-Spieler heimste außerdem für seine Abwehrleistung ein Sonderlob von seinem Trainer Ben Grüger ein. - © Foto: Christian Bendig
Tom Bennet Lichtenberg entwischt in dieser Szene GWD Mindens Lennard Buschkamp. Der flinke JSG-Spieler heimste außerdem für seine Abwehrleistung ein Sonderlob von seinem Trainer Ben Grüger ein. (© Foto: Christian Bendig)

Minden. Ben Grüger hatte eine klare Meinung zum Derby der B-Jungen-Oberliga zwischen seinen Nachwuchshandballern der JSG NSM-Nettelstedt und jenen von GWD Minden. „Es ist ein verlorener Punkt“, sagte er nach dem 19:19-Remis im Topspiel. Für die JSG ist somit der Zug in Richtung Deutsche Meisterschaft endgültig abgefahren, für den auf Platz zwei stehenden Lokalrivalen hingegen ist bei noch drei zu absolvierenden Spielen der Weg nicht mehr weit. Ganz dicht vor dem Einzug ins Halbfinale um die Westfalenmeisterschaft stehen die JSG-C-Jungen um Trainer Jona Finke.

Noch kürzer wäre der Dankerser Weg mit einem Sieg in Nordhemmern gewesen. Dass es noch zu einem Remis gereicht hat, ist dem Ausgleichstreffer von Justin Häseker 14 Sekunden vor Schluss zu verdanken. Dass die Mindener noch die Chance zum Ausgleich besaßen, müssen sich die Gastgeber hingegen selber zuzuschreiben. Denn bei eigener 18:15-Führung sah zunächst Liam Lindenthal eine Zeitstrafe. In Überzahl kämpfte sich Minden auf 17:18 heran. Tom Bennet Lichtenberg erhöhte in der hektischen Schlussphase wieder auf 19:17 für die Gastgeber, Häseker schaffte den 18:19-Anschluss. Eine Minute später musste JSG-Kreisläufer Amel Rapic wegen Meckerns zwei Minuten auf die Bank, wieder war Linkshänder Häseker zur Stelle und traf zum Ausgleich. „Trotz der vergebenen Möglichkeiten und Amels Zeitstrafe war es die vielleicht beste Saisonleistung meiner Mannschaft“, betonte Grüger.

Durch den Punktgewinn weist GWD zwei Wochen vor dem nächsten Topspiel gegen Spitzenreiter HSG Lemgo fünf Punkte auf das Grüger-Team und vier Punkte Vorsprung auf das HLZ Ahlen auf. Das Handball-Leistungszentrum hat zwar noch ein Nachholspiel, aber auch den Direktvergleich gegen die Dankerser klar verloren. „Um auf GWD noch einmal Druck auszuüben, hätten wir gegen Müssen-Billinghausen nicht verlieren dürfen und hätten jetzt gegen Minden gewinnen müssen“, rechnete Grüger nach, kann mit dem Saisonverlauf aber sehr gut leben. „Unsere Mannschaft besteht zur Hälfte aus Spielern des jüngeren Jahrgangs. Außerdem hatten wir auch Verletzungspech“, gibt der JSG-Trainer zu bedenken.

Und auch, wenn die Möglichkeit auf die DM-Teilnahme nicht mehr gegeben ist, hat man im JSG-Lager noch Ziele. „Jetzt wollen wir Platz drei oder mindestens vier noch behaupten. Dann sparen wir uns sie Qualifikationsrunde für die kommende Oberliga-Saison“, blickt Grüger voraus.

In der Verbandsliga spitzt sich der Zweikampf an der Spitze zwischen dem Spitzenreiter HSV Minden-Nord und GWD Minden II weiter zu. Die Dankerser siegten im OWL-Klassiker gegen HB Lemgo auch aufgrund der zwölf Treffer von Max Langelahn mit 33:29 und halten den Druck auf den mit 20:19 gegen die JSG Löhne-Mennighüffen-Obernbeck siegreichen HSV aufrecht.

Eine Altersklasse tiefer bei den C-Jungen hat die JSG die Nase in der Oberliga vor den Dankersern. Nach dem wichtigen Derbysieg gegen GWD (30:17) behielten die Schützlinge von Trainer Jona Finke nun auch bei der JSG Werther/Borgholzhausen die Nerven. Finkes Trainerkollege Daniel Gerling hatte diese Partie als das nächste Schlüsselspiel auserkoren. Und den 27:20-Sieg spielten die Rot-Schwarzen, angeführt vom elffachen Torschützen Felix Ntodonke souverän heraus. „Wir hatten nur einen Auswechselspieler und Jonte Happel hat sich beim Aufwärmen noch verletzt“, lobte Finke seine Mannschaft für ihren Einsatz gegen einen spielerisch starken Gegner. Nun trifft die JSG auf den Letzten TV Ennigerloh und zweimal auf den Vorletzten TV Emsdetten. Gegen den warf sich GWD den Derbyfrust von der Seele und siegte in eigener Halle 33:21. Insgesamt zehn Feldspieler trafen beim Kantersieg.

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MindenJugend: Häseker macht im Derby die wichtigen Tore - GWD-B-Jungen fast schon durchChristian BendigMinden. Ben Grüger hatte eine klare Meinung zum Derby der B-Jungen-Oberliga zwischen seinen Nachwuchshandballern der JSG NSM-Nettelstedt und jenen von GWD Minden. „Es ist ein verlorener Punkt“, sagte er nach dem 19:19-Remis im Topspiel. Für die JSG ist somit der Zug in Richtung Deutsche Meisterschaft endgültig abgefahren, für den auf Platz zwei stehenden Lokalrivalen hingegen ist bei noch drei zu absolvierenden Spielen der Weg nicht mehr weit. Ganz dicht vor dem Einzug ins Halbfinale um die Westfalenmeisterschaft stehen die JSG-C-Jungen um Trainer Jona Finke. Noch kürzer wäre der Dankerser Weg mit einem Sieg in Nordhemmern gewesen. Dass es noch zu einem Remis gereicht hat, ist dem Ausgleichstreffer von Justin Häseker 14 Sekunden vor Schluss zu verdanken. Dass die Mindener noch die Chance zum Ausgleich besaßen, müssen sich die Gastgeber hingegen selber zuzuschreiben. Denn bei eigener 18:15-Führung sah zunächst Liam Lindenthal eine Zeitstrafe. In Überzahl kämpfte sich Minden auf 17:18 heran. Tom Bennet Lichtenberg erhöhte in der hektischen Schlussphase wieder auf 19:17 für die Gastgeber, Häseker schaffte den 18:19-Anschluss. Eine Minute später musste JSG-Kreisläufer Amel Rapic wegen Meckerns zwei Minuten auf die Bank, wieder war Linkshänder Häseker zur Stelle und traf zum Ausgleich. „Trotz der vergebenen Möglichkeiten und Amels Zeitstrafe war es die vielleicht beste Saisonleistung meiner Mannschaft“, betonte Grüger. Durch den Punktgewinn weist GWD zwei Wochen vor dem nächsten Topspiel gegen Spitzenreiter HSG Lemgo fünf Punkte auf das Grüger-Team und vier Punkte Vorsprung auf das HLZ Ahlen auf. Das Handball-Leistungszentrum hat zwar noch ein Nachholspiel, aber auch den Direktvergleich gegen die Dankerser klar verloren. „Um auf GWD noch einmal Druck auszuüben, hätten wir gegen Müssen-Billinghausen nicht verlieren dürfen und hätten jetzt gegen Minden gewinnen müssen“, rechnete Grüger nach, kann mit dem Saisonverlauf aber sehr gut leben. „Unsere Mannschaft besteht zur Hälfte aus Spielern des jüngeren Jahrgangs. Außerdem hatten wir auch Verletzungspech“, gibt der JSG-Trainer zu bedenken. Und auch, wenn die Möglichkeit auf die DM-Teilnahme nicht mehr gegeben ist, hat man im JSG-Lager noch Ziele. „Jetzt wollen wir Platz drei oder mindestens vier noch behaupten. Dann sparen wir uns sie Qualifikationsrunde für die kommende Oberliga-Saison“, blickt Grüger voraus. In der Verbandsliga spitzt sich der Zweikampf an der Spitze zwischen dem Spitzenreiter HSV Minden-Nord und GWD Minden II weiter zu. Die Dankerser siegten im OWL-Klassiker gegen HB Lemgo auch aufgrund der zwölf Treffer von Max Langelahn mit 33:29 und halten den Druck auf den mit 20:19 gegen die JSG Löhne-Mennighüffen-Obernbeck siegreichen HSV aufrecht. Eine Altersklasse tiefer bei den C-Jungen hat die JSG die Nase in der Oberliga vor den Dankersern. Nach dem wichtigen Derbysieg gegen GWD (30:17) behielten die Schützlinge von Trainer Jona Finke nun auch bei der JSG Werther/Borgholzhausen die Nerven. Finkes Trainerkollege Daniel Gerling hatte diese Partie als das nächste Schlüsselspiel auserkoren. Und den 27:20-Sieg spielten die Rot-Schwarzen, angeführt vom elffachen Torschützen Felix Ntodonke souverän heraus. „Wir hatten nur einen Auswechselspieler und Jonte Happel hat sich beim Aufwärmen noch verletzt“, lobte Finke seine Mannschaft für ihren Einsatz gegen einen spielerisch starken Gegner. Nun trifft die JSG auf den Letzten TV Ennigerloh und zweimal auf den Vorletzten TV Emsdetten. Gegen den warf sich GWD den Derbyfrust von der Seele und siegte in eigener Halle 33:21. Insgesamt zehn Feldspieler trafen beim Kantersieg.