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„Diese Niederlage tut richtig weh“ - Rückschlag für TSV Hahlen im Kampf um den Klassenerhalt in der Frauen-Oberliga

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Eine typische Szene in Unterlübbe: Lisa Danneberg und Ann-Kathrin Bredemeier (rechts) hängen in der Abwehr des TV Verl fest. Trotzdem reichte es für die HSG EURo zum glücklichen Heimsieg. - © Foto: Bendig
Eine typische Szene in Unterlübbe: Lisa Danneberg und Ann-Kathrin Bredemeier (rechts) hängen in der Abwehr des TV Verl fest. Trotzdem reichte es für die HSG EURo zum glücklichen Heimsieg. (© Foto: Bendig)

Minden (rich/cb). Ein glücklicher Sieg gelang der HSG EURo gegen Kellerklub TV Verl. Es war das einzige Erfolgserlebnis für das heimische Quartett der Frauenhandball-Oberliga. Besonders schmerzhaft war die Niederlage des TSV Hahlen im Abstiegsduell in Witten, die TSV-Trainer Sebastian Winkler zu denken gab.

HSG EURo - TV Verl 25:24 (15:13). „Normalerweise gewinnt man mit so vielen Fehlern nicht“, zählte HSG-Trainer Matthias Bredemeier 27 Fehlwürfe und 16 technische Fehler seiner Mannschaft. Trotzdem genügte die schwache Darbietung zum siebten Saisonsieg, weil der Gegner laut Bredemeier „noch ein bisschen schwächer“ war. Nach der 13:9-Führung marschierte EURo weiter bis zum 23:18 (47.). Beim 24:24 (55.) zitterte die HSG wieder um den Sieg. Lara Kleine traf fast vier Minuten vor Schluss zum 25:24. In der verbleibenden Zeit setzte sich das Fehlerfestival auf beiden Seiten fort. In den Schlusssekunden bekam Verl noch einen Strafwurf zugesprochen. Die Chance zum Ausgleich vergab Chiara Zanghi. Die Schiedsrichter erkannten den Treffer wegen Übertritt der Strafwurflinie nicht an.

HSG EURo: Pagels - Rahel Rodehau 7, Kleine 7/2, Danneberg 4, Zydel 3, Heuser 1, Staskute 1, Bredemeier 1, Joana Rodehau 1, Langer, Arendt, Haack, Tirschler.

PSV Recklinghausen - Lit Tribe Germania 27:23 (15:11). Nach fünf Siegen in Folge endete die Erfolgsserie der Lit-Frauen beim Tabellenführer. Anders als noch beim mit 19:36 verlorenen Hinspiel agierte das Team aus Holzhausen aber auf Augenhöhe. „Wenn alle ein paar Prozent mehr bringen, wenn wir die Fehlerquote etwas kleiner halten, dann wär hier was möglich gewesen. Kämpferisch war das gut“, meinte Lit-Trainerin Andrea Leiding nach dem Abpfiff. Doch die ohne die verletzte Torhüterin Vanessa Fischer spielenden Gäste erlaubten sich zu viele Fehler, brachten die Angriffe nicht auf den Punkt und kassierten daher schmerzhafte Gegenstöße. Zudem kamen Leonie Wöbking und Ann-Cathrin Kamann in Manndeckung nicht wie gewohnt zum Zug. Von 10:10 ging es auf 11:14, von 18:19 auf 19:23.

Lit Tribe Germania: Niemann - Meyer 2, von der Ahe, Benecke 4, Knicker 4, Hartrumpf 1, Dera, Wöbking 2/1, Bolduan 2, Schwentker 1, Kamann 7/3.

SG Ruhrtal Witten - TSV Hahlen 23:16 (14:8). Die Niederlage im Vier-Punkte-Spiel versetzt dem TSV einen schweren Schlag im Kampf um den Klassenerhalt. Statt mit Witten gleichzuziehen liegt man nun vier punkte zurück. „Witten hat gespielt was sie können, aber wir haben nicht das gezeigt, was man im Abstiegskampf zeigen muss. Diese Niederlage tut richtig weh“, schwang in der Analyse von TSV-Trainer Sebastian Winkler eine Mischung aus Frustration und Resignation mit. Allein Torhüterin Janina Kaiser und die beiden Aushilfen Celine Tiemann und Larissa Schumacher nahm er aus der Kritik aus, die für den Rest der Mannschaft deutlich ausfiel: „Die Leistung war nicht ausreichend. Vor allem im Angriff war das Nichts.“ Schmerzhaft endete das Spiel für Filiz Meyer, die kurz nach der Halbzeitpause nach einem Foul auf den Kopf stürzte und nicht weiterspielen konnte.

TSV Hahlen: Kaiser - Funk 1, Tiemann, Messerschmid 5/4, Busse 1, Rose 1, Domke, Borgmann 1, Pedersen 3/2, Kleine, Schumacher 1, Meyer, Wiese 2.

HB Bad Salzuflen - HSV Minden-Nord 24:22 (12:7). Nach dem 21:29 in Dortmund am Freitag endete auch der zweite Auswärtstrip des Doppelspieltages mit einer Enttäuschung für den HSV. In Bad Salzuflen zeigte das Team einen durchwachsenen und mit Fehlern durchsetzten Auftritt. „Das nutzt Bad Salzuflen aus, dafür sind sie zu gut“, berichtete Olaf Grintz. Dem HSV-Trainer gefiel immerhin die Schlussviertelstunde: „Da hat die Mannschaft den Hebel endlich mal wieder umgelegt und gezeigt, dass sie hier nicht untergehen will.“ Positiv: Beatrice Hartmann und Josi Kelle sammelten nach ihren Verletzungen Spielpraxis, Judith Schröder sammelte mit einigen Rückraumtoren Selbstbewusstsein.

HSV Minden-Nord: Dahle, Hunger - K. Schröder 2/2, Friesen 2, Pross 3, Martin, McCarthy 1, Kelle 4/1, J. Schröder 6, Hartmann 3/1, Viering 1.

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Minden„Diese Niederlage tut richtig weh“ - Rückschlag für TSV Hahlen im Kampf um den Klassenerhalt in der Frauen-OberligaMinden (rich/cb). Ein glücklicher Sieg gelang der HSG EURo gegen Kellerklub TV Verl. Es war das einzige Erfolgserlebnis für das heimische Quartett der Frauenhandball-Oberliga. Besonders schmerzhaft war die Niederlage des TSV Hahlen im Abstiegsduell in Witten, die TSV-Trainer Sebastian Winkler zu denken gab. HSG EURo - TV Verl 25:24 (15:13). „Normalerweise gewinnt man mit so vielen Fehlern nicht“, zählte HSG-Trainer Matthias Bredemeier 27 Fehlwürfe und 16 technische Fehler seiner Mannschaft. Trotzdem genügte die schwache Darbietung zum siebten Saisonsieg, weil der Gegner laut Bredemeier „noch ein bisschen schwächer“ war. Nach der 13:9-Führung marschierte EURo weiter bis zum 23:18 (47.). Beim 24:24 (55.) zitterte die HSG wieder um den Sieg. Lara Kleine traf fast vier Minuten vor Schluss zum 25:24. In der verbleibenden Zeit setzte sich das Fehlerfestival auf beiden Seiten fort. In den Schlusssekunden bekam Verl noch einen Strafwurf zugesprochen. Die Chance zum Ausgleich vergab Chiara Zanghi. Die Schiedsrichter erkannten den Treffer wegen Übertritt der Strafwurflinie nicht an. HSG EURo: Pagels - Rahel Rodehau 7, Kleine 7/2, Danneberg 4, Zydel 3, Heuser 1, Staskute 1, Bredemeier 1, Joana Rodehau 1, Langer, Arendt, Haack, Tirschler. PSV Recklinghausen - Lit Tribe Germania 27:23 (15:11). Nach fünf Siegen in Folge endete die Erfolgsserie der Lit-Frauen beim Tabellenführer. Anders als noch beim mit 19:36 verlorenen Hinspiel agierte das Team aus Holzhausen aber auf Augenhöhe. „Wenn alle ein paar Prozent mehr bringen, wenn wir die Fehlerquote etwas kleiner halten, dann wär hier was möglich gewesen. Kämpferisch war das gut“, meinte Lit-Trainerin Andrea Leiding nach dem Abpfiff. Doch die ohne die verletzte Torhüterin Vanessa Fischer spielenden Gäste erlaubten sich zu viele Fehler, brachten die Angriffe nicht auf den Punkt und kassierten daher schmerzhafte Gegenstöße. Zudem kamen Leonie Wöbking und Ann-Cathrin Kamann in Manndeckung nicht wie gewohnt zum Zug. Von 10:10 ging es auf 11:14, von 18:19 auf 19:23. Lit Tribe Germania: Niemann - Meyer 2, von der Ahe, Benecke 4, Knicker 4, Hartrumpf 1, Dera, Wöbking 2/1, Bolduan 2, Schwentker 1, Kamann 7/3. SG Ruhrtal Witten - TSV Hahlen 23:16 (14:8). Die Niederlage im Vier-Punkte-Spiel versetzt dem TSV einen schweren Schlag im Kampf um den Klassenerhalt. Statt mit Witten gleichzuziehen liegt man nun vier punkte zurück. „Witten hat gespielt was sie können, aber wir haben nicht das gezeigt, was man im Abstiegskampf zeigen muss. Diese Niederlage tut richtig weh“, schwang in der Analyse von TSV-Trainer Sebastian Winkler eine Mischung aus Frustration und Resignation mit. Allein Torhüterin Janina Kaiser und die beiden Aushilfen Celine Tiemann und Larissa Schumacher nahm er aus der Kritik aus, die für den Rest der Mannschaft deutlich ausfiel: „Die Leistung war nicht ausreichend. Vor allem im Angriff war das Nichts.“ Schmerzhaft endete das Spiel für Filiz Meyer, die kurz nach der Halbzeitpause nach einem Foul auf den Kopf stürzte und nicht weiterspielen konnte. TSV Hahlen: Kaiser - Funk 1, Tiemann, Messerschmid 5/4, Busse 1, Rose 1, Domke, Borgmann 1, Pedersen 3/2, Kleine, Schumacher 1, Meyer, Wiese 2. HB Bad Salzuflen - HSV Minden-Nord 24:22 (12:7). Nach dem 21:29 in Dortmund am Freitag endete auch der zweite Auswärtstrip des Doppelspieltages mit einer Enttäuschung für den HSV. In Bad Salzuflen zeigte das Team einen durchwachsenen und mit Fehlern durchsetzten Auftritt. „Das nutzt Bad Salzuflen aus, dafür sind sie zu gut“, berichtete Olaf Grintz. Dem HSV-Trainer gefiel immerhin die Schlussviertelstunde: „Da hat die Mannschaft den Hebel endlich mal wieder umgelegt und gezeigt, dass sie hier nicht untergehen will.“ Positiv: Beatrice Hartmann und Josi Kelle sammelten nach ihren Verletzungen Spielpraxis, Judith Schröder sammelte mit einigen Rückraumtoren Selbstbewusstsein. HSV Minden-Nord: Dahle, Hunger - K. Schröder 2/2, Friesen 2, Pross 3, Martin, McCarthy 1, Kelle 4/1, J. Schröder 6, Hartmann 3/1, Viering 1.