Minden

Round-Up: Handballmärchen - Bilbija-Kracher sichert GWD II fast die Klasse, HSG Porta demütigt Lit-Reserve

Christian Bendig

Dieses Mal zwar "nur in der 3. Liga" und nicht im Mühlenkreisderby. Aber Nenad Bilbija, hier in einem Bundesligaspiel gegen Lemgo, ist immer noch der Mann für die wichtigen Tore. - © Foto: MT-Archiv
Dieses Mal zwar "nur in der 3. Liga" und nicht im Mühlenkreisderby. Aber Nenad Bilbija, hier in einem Bundesligaspiel gegen Lemgo, ist immer noch der Mann für die wichtigen Tore. (© Foto: MT-Archiv)

Minden. Einen denkwürdigen Handball-Samstag erlebten die heimischen Fans in den Hallen zwischen Möllbergen und Nordhemmern. Und auch in den oberen Spielklassen ging die Post ab: Der TuS N-Lübbecke darf sich in der 2. Bundesliga nach dem 37:24-Auswärtssieg beim Schlusslicht HSG Krefeld wieder leise Hoffnungen auf ein ernsthaftes Eingreifen in den Aufstiegskampf machen. Männer-Drittligist GWD Minden II erlebte beim heimstarken TuS Volmetal ein Handballmärchen, siegte mit 24:23 und hat den Klassenerhalt so gut wie in der Tasche. Ein Verbandsliga-Derby mit Seltenheits-Wert erlebten die Zuschauer in Nordhemmern. Die HSG Porta gewann bei Lit Tribe Germania II mit 32:22.

Nach dem berauschenden Handball-Fest gegen Spitzenreiter HSC Coburg legte der TuS N-Lübbecke in der 2. Bundesliga bei der HSG Krefeld einen lockeren 37:24-Erfolg nach. Das Kontrastprogramm verlief zunächst gar nicht nach dem Geschmack von Trainer Emir Kurtagic, der beim Stand von 8:7 (16.) zur Auszeit bat. Seine Ansprache fruchtete: Binnen fünf Minuten warfen die Ostwestfalen die sichere 18:12-Führung heraus. Der zweite energische Zwischenspurt vom 27:19 (44.) zum 31:20 (48.) brachte den Kantersieg ein. Nach dem elften Saisonsieg in der laufenden beträgt der Rückstand zum ASV Hamm-Westfalen auf dem zweiten Tabellenplatz nach dessen 24:24 gegen den HSV Hamburg nur noch drei Zähler. Außerdem gab der TuS bekannt, dass der polnische Kreisläufer Patryk Walczak den Klub verlassen wird.

Der sanfte Riese mit dem Raketenarm schlägt zu

Gut, aber eben nicht gut genug waren Bastian Fischedick und Co für die Sportfreunde Loxten. - © Foto: Bendig
Gut, aber eben nicht gut genug waren Bastian Fischedick und Co für die Sportfreunde Loxten. (© Foto: Bendig)

Ebenfalls eine Punkteteilung gab es in der 3. Liga der Männer zwischen den beiden Letztplatzierten, der Ahlener SG und der SG Menden am Freitagabend (30:30). Es war die perfekte Vorlage für GWD Minden II, um mit einem Auswärtssieg beim TuS Volmetal sechs Spieltage vor Rundenende den Deckel auf den Klassenerhalt drauf zu machen. Das gelang den Dankersern: Und wie! Am Mittwoch machten GWD die Verpflichtung von Shooter Nenad Bilbija bis zum Saisonende perfekt. Im Hexenkessel von Volmetal schmorte der 2,08-große Rückraumkanonier über die meiste Zeit noch auf der Bank, ehe er in den Schlusssekunden seinen großen Auftritt hatte.

"Und schon wieder einen gehalten", scheint sich HSG Portas Keeper Peter Frochte in dieser Szene zu denken. - © Foto: Bendig
"Und schon wieder einen gehalten", scheint sich HSG Portas Keeper Peter Frochte in dieser Szene zu denken. (© Foto: Bendig)

Zuvor musste „Bibi“ noch mit ansehen, wie seine neuen Mitspieler die 23:20-Führung verspielten und TuS-Linksaußen Ole Kähler den 23:23-Ausgleich 19 Sekunden vor Schluss erzielte. Im allerletzten Angriffszug holte Tim Huckauf einen Freiwurf auf halblinks heraus. Bilbija kam und nagelte das Leder ins rechte untere Eck. Dem Ansturm seiner Mitspieler hielt der sanfte Riese mit dem Raketenarm genauso lässig stand, wie er GWD II den achten Saisonsieg rettete. Nach diesem beträgt der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz acht Punkte. Bei sechs noch zu absolvierenden Spieltagen sind noch 12 Punkte zu vergeben.

Sara Zydel und die HSG EURo feierten einen Zittersieg gegen Verl. - © Foto: Bendig
Sara Zydel und die HSG EURo feierten einen Zittersieg gegen Verl. (© Foto: Bendig)

Männer-Oberligist TuS 09 Möllbergen schnupperte immerhin bis zur 51. Minute an der Sensation. Aber den Spielern von Trainer André Torge versagten nach dem 26:26 (51.) in den verbleibenden neun Minuten die Nerven im Torabschluss. Die Sportfreunde Loxten, immerhin Tabellenzweiter der Liga, konnten sich nach dem 30:26-Auswärtserfolg insbesondere bei Keeper Marco Possehl bedanken, der in der Schlussphase die Möllberger Werfer mit seinen Glanzparaden schier zur Verzweiflung trieb. Für eine kämpferisch überragenden Vorstellung belohnte sich der Tabellenfünfte nicht mit Punkten.

Peter Frochte und HSG Porta wie im Rausch

Der TuS 09 Möllbergen und Maren Büsching brachten wieder einen Großen der Liga zum Straucheln. - © Foto: Bendig
Der TuS 09 Möllbergen und Maren Büsching brachten wieder einen Großen der Liga zum Straucheln. (© Foto: Bendig)

Ein lange Zeit nicht gekanntes Glücksgefühl erlebte Männer-Verbandsligist TSV Hahlen. Das Team von Trainer Henrik Thielking gewann nach vielen Wochen endlich einmal wieder in eigener Halle. Und das gleich gegen die als Rangzweiter angereiste HSG Altenbeken/Buke. Den 28:25 (13:12) war das Produkt einer geschlossenen Mannschaftsleistung und war nach dem Zwischenspurt vom Pausenstand zum 20:14 (42.) ungefährdet. Hahlen klettert mit nun 17 Punkten auf Rang acht.

Auf Platz vier warf sich die HSG Porta mit dem 32:22-Derbysieg bei Lit Tribe Germania II. Somit beschließt die Mannschaft die interne Derbytabelle mit einer makellosen Bilanz von 8:0 Punkten als Erster ab. In Nordhemmern sah es zur Pause jedoch danach aus, als würden die Veltheimer gegen die Lit-Reserve einen bösen Schiffbruch erleiden. Aber nach dem 9:15-Rückstand vernagelte in Durchgang zwei Peter Frochte seinen Kasten. Seine Vorderleute setzten zu einem 18:2-Lauf an. Der brachte beim 27:17 die erste Zehn-Tore-Führung ein.

Verdruss in Hille und Meißen

Im 100. Jahr nach Vereinsgründung sieht es immer mehr danach aus, als müsste Männer-Landesligist TV Sachsenross Hille nur ein Jahr nach dem Wiederaufstieg auch den Wiederabstieg hinnehmen. Beim TuS Nettelstedt II, einem direkten Konkurrenten um den Ligaerhalt, unterlagen das Sachsenross 21:24 und hat weiter fünf Punkte Rückstand auf die HSG Petershagen/Lahde auf dem ersten Nichtabstiegsplatz. Die Spielgemeinschaft verlor beim TuS Gehlenbeck sang- und klanglos mit 19:34. Einen Patzer erlaubte sich der HSV Minden-Nord in eigener Halle gegen die TSG Altenhagen-Heepen II. Die Bielefelder aus der unteren Tabellenhälfte entführten beim 27:27 einen Zähler aus Stemmer. Eintracht Oberlübbe tritt morgen beim HCE Bad Oeynhausen an.

In der Männer-Bezirksliga wurde das mit Spannung erwartete Derby zwischen dem Tabellenführer HSG EURo und dem TV Hille II kurzfristig abgesagt. Die Gäste bekamen keine spielfähige Mannschaft zusammen. Unterdessen bleibt Lit III EURo durch den 27:22-Heimsieg über die HSG Porta II auf den Fersen. Tuspo Meißen erlebte beim HSV Minden-Nord II (19:25) seine zehnte Pleite in den vergangenen elf Spielen und steht nur noch zwei Punkte vor den Abstiegsplätzen. Die HSV-Reserve verschaffte sich hingegen ein bisschen Luft im Tabellenkeller.

In der Meisterrunde der A-Jungen-Bundesliga erlitt GWD Minden beim Tabellenletzten TV Gelnhausen einen unerwarteten Punktverlust (29:29). Fabio Fenske bewahrte die Dankerser mit seinem Treffer 24 Sekunden vor Schluss vor einer Niederlage. GWD belegt Platz drei.

Ein Sieg für die Moral

Eine vor allem für die Moral ganz wichtigen Sieg feierte die HSG EURo in der Frauen-Oberliga. Gegen den TV Verl hieß es nach einem spannenden und umkämpften Spiel 25:24 für die HSG. Die führte wenige Minuten vor Schluss sogar schon 24:20, musste den Ausgleich hinnehmen und schlug durch den Treffer von Lara Kleine zurück. Mit dem Schlusssignal vergab Verls Chiara Zanghi per Strafwurf die Chance zum Ausgleich. Die drei weiteren Oberligisten – Lit Tribe Germania, TSV Hahlen und HSV Minden-Nord – sind am Sonntag im Einsatz.

In der Frauen-Verbandsliga bleibt die HSG Petershagen/Lahde weiterhin das Maß aller Dinge. Beim abgeschlagenen Schlusslicht Spvg Verl feierte die HSG ein 36:11-Schützenfest. Annika Ziercke steuerte 13 Treffer bei. Aufgrund von bereits zwei mehr ausgetragenen Spielen steht aber der TuS Brockhagen an der Ligaspitze. Der gastierte beim ohne Steffi Themann antretenden TuS 09 Möllbergen. Nach dem 19:19 gegen Bielefeld/Jöllenbeck trotzdem die Frauen um Coach Patrick Richter nun dem nächsten Spitzenteam einen Zähler ab (21:21). Beinahe hätte es zu mehr Gericht: Aber den letzten Angriff spielte Möllbergen ungeschickt aus.

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MindenRound-Up: Handballmärchen - Bilbija-Kracher sichert GWD II fast die Klasse, HSG Porta demütigt Lit-ReserveChristian BendigMinden. Einen denkwürdigen Handball-Samstag erlebten die heimischen Fans in den Hallen zwischen Möllbergen und Nordhemmern. Und auch in den oberen Spielklassen ging die Post ab: Der TuS N-Lübbecke darf sich in der 2. Bundesliga nach dem 37:24-Auswärtssieg beim Schlusslicht HSG Krefeld wieder leise Hoffnungen auf ein ernsthaftes Eingreifen in den Aufstiegskampf machen. Männer-Drittligist GWD Minden II erlebte beim heimstarken TuS Volmetal ein Handballmärchen, siegte mit 24:23 und hat den Klassenerhalt so gut wie in der Tasche. Ein Verbandsliga-Derby mit Seltenheits-Wert erlebten die Zuschauer in Nordhemmern. Die HSG Porta gewann bei Lit Tribe Germania II mit 32:22. Nach dem berauschenden Handball-Fest gegen Spitzenreiter HSC Coburg legte der TuS N-Lübbecke in der 2. Bundesliga bei der HSG Krefeld einen lockeren 37:24-Erfolg nach. Das Kontrastprogramm verlief zunächst gar nicht nach dem Geschmack von Trainer Emir Kurtagic, der beim Stand von 8:7 (16.) zur Auszeit bat. Seine Ansprache fruchtete: Binnen fünf Minuten warfen die Ostwestfalen die sichere 18:12-Führung heraus. Der zweite energische Zwischenspurt vom 27:19 (44.) zum 31:20 (48.) brachte den Kantersieg ein. Nach dem elften Saisonsieg in der laufenden beträgt der Rückstand zum ASV Hamm-Westfalen auf dem zweiten Tabellenplatz nach dessen 24:24 gegen den HSV Hamburg nur noch drei Zähler. Außerdem gab der TuS bekannt, dass der polnische Kreisläufer Patryk Walczak den Klub verlassen wird. Der sanfte Riese mit dem Raketenarm schlägt zu Ebenfalls eine Punkteteilung gab es in der 3. Liga der Männer zwischen den beiden Letztplatzierten, der Ahlener SG und der SG Menden am Freitagabend (30:30). Es war die perfekte Vorlage für GWD Minden II, um mit einem Auswärtssieg beim TuS Volmetal sechs Spieltage vor Rundenende den Deckel auf den Klassenerhalt drauf zu machen. Das gelang den Dankersern: Und wie! Am Mittwoch machten GWD die Verpflichtung von Shooter Nenad Bilbija bis zum Saisonende perfekt. Im Hexenkessel von Volmetal schmorte der 2,08-große Rückraumkanonier über die meiste Zeit noch auf der Bank, ehe er in den Schlusssekunden seinen großen Auftritt hatte. Zuvor musste „Bibi“ noch mit ansehen, wie seine neuen Mitspieler die 23:20-Führung verspielten und TuS-Linksaußen Ole Kähler den 23:23-Ausgleich 19 Sekunden vor Schluss erzielte. Im allerletzten Angriffszug holte Tim Huckauf einen Freiwurf auf halblinks heraus. Bilbija kam und nagelte das Leder ins rechte untere Eck. Dem Ansturm seiner Mitspieler hielt der sanfte Riese mit dem Raketenarm genauso lässig stand, wie er GWD II den achten Saisonsieg rettete. Nach diesem beträgt der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz acht Punkte. Bei sechs noch zu absolvierenden Spieltagen sind noch 12 Punkte zu vergeben. Männer-Oberligist TuS 09 Möllbergen schnupperte immerhin bis zur 51. Minute an der Sensation. Aber den Spielern von Trainer André Torge versagten nach dem 26:26 (51.) in den verbleibenden neun Minuten die Nerven im Torabschluss. Die Sportfreunde Loxten, immerhin Tabellenzweiter der Liga, konnten sich nach dem 30:26-Auswärtserfolg insbesondere bei Keeper Marco Possehl bedanken, der in der Schlussphase die Möllberger Werfer mit seinen Glanzparaden schier zur Verzweiflung trieb. Für eine kämpferisch überragenden Vorstellung belohnte sich der Tabellenfünfte nicht mit Punkten. Peter Frochte und HSG Porta wie im Rausch Ein lange Zeit nicht gekanntes Glücksgefühl erlebte Männer-Verbandsligist TSV Hahlen. Das Team von Trainer Henrik Thielking gewann nach vielen Wochen endlich einmal wieder in eigener Halle. Und das gleich gegen die als Rangzweiter angereiste HSG Altenbeken/Buke. Den 28:25 (13:12) war das Produkt einer geschlossenen Mannschaftsleistung und war nach dem Zwischenspurt vom Pausenstand zum 20:14 (42.) ungefährdet. Hahlen klettert mit nun 17 Punkten auf Rang acht. Auf Platz vier warf sich die HSG Porta mit dem 32:22-Derbysieg bei Lit Tribe Germania II. Somit beschließt die Mannschaft die interne Derbytabelle mit einer makellosen Bilanz von 8:0 Punkten als Erster ab. In Nordhemmern sah es zur Pause jedoch danach aus, als würden die Veltheimer gegen die Lit-Reserve einen bösen Schiffbruch erleiden. Aber nach dem 9:15-Rückstand vernagelte in Durchgang zwei Peter Frochte seinen Kasten. Seine Vorderleute setzten zu einem 18:2-Lauf an. Der brachte beim 27:17 die erste Zehn-Tore-Führung ein. Verdruss in Hille und Meißen Im 100. Jahr nach Vereinsgründung sieht es immer mehr danach aus, als müsste Männer-Landesligist TV Sachsenross Hille nur ein Jahr nach dem Wiederaufstieg auch den Wiederabstieg hinnehmen. Beim TuS Nettelstedt II, einem direkten Konkurrenten um den Ligaerhalt, unterlagen das Sachsenross 21:24 und hat weiter fünf Punkte Rückstand auf die HSG Petershagen/Lahde auf dem ersten Nichtabstiegsplatz. Die Spielgemeinschaft verlor beim TuS Gehlenbeck sang- und klanglos mit 19:34. Einen Patzer erlaubte sich der HSV Minden-Nord in eigener Halle gegen die TSG Altenhagen-Heepen II. Die Bielefelder aus der unteren Tabellenhälfte entführten beim 27:27 einen Zähler aus Stemmer. Eintracht Oberlübbe tritt morgen beim HCE Bad Oeynhausen an. In der Männer-Bezirksliga wurde das mit Spannung erwartete Derby zwischen dem Tabellenführer HSG EURo und dem TV Hille II kurzfristig abgesagt. Die Gäste bekamen keine spielfähige Mannschaft zusammen. Unterdessen bleibt Lit III EURo durch den 27:22-Heimsieg über die HSG Porta II auf den Fersen. Tuspo Meißen erlebte beim HSV Minden-Nord II (19:25) seine zehnte Pleite in den vergangenen elf Spielen und steht nur noch zwei Punkte vor den Abstiegsplätzen. Die HSV-Reserve verschaffte sich hingegen ein bisschen Luft im Tabellenkeller. In der Meisterrunde der A-Jungen-Bundesliga erlitt GWD Minden beim Tabellenletzten TV Gelnhausen einen unerwarteten Punktverlust (29:29). Fabio Fenske bewahrte die Dankerser mit seinem Treffer 24 Sekunden vor Schluss vor einer Niederlage. GWD belegt Platz drei. Ein Sieg für die Moral Eine vor allem für die Moral ganz wichtigen Sieg feierte die HSG EURo in der Frauen-Oberliga. Gegen den TV Verl hieß es nach einem spannenden und umkämpften Spiel 25:24 für die HSG. Die führte wenige Minuten vor Schluss sogar schon 24:20, musste den Ausgleich hinnehmen und schlug durch den Treffer von Lara Kleine zurück. Mit dem Schlusssignal vergab Verls Chiara Zanghi per Strafwurf die Chance zum Ausgleich. Die drei weiteren Oberligisten – Lit Tribe Germania, TSV Hahlen und HSV Minden-Nord – sind am Sonntag im Einsatz. In der Frauen-Verbandsliga bleibt die HSG Petershagen/Lahde weiterhin das Maß aller Dinge. Beim abgeschlagenen Schlusslicht Spvg Verl feierte die HSG ein 36:11-Schützenfest. Annika Ziercke steuerte 13 Treffer bei. Aufgrund von bereits zwei mehr ausgetragenen Spielen steht aber der TuS Brockhagen an der Ligaspitze. Der gastierte beim ohne Steffi Themann antretenden TuS 09 Möllbergen. Nach dem 19:19 gegen Bielefeld/Jöllenbeck trotzdem die Frauen um Coach Patrick Richter nun dem nächsten Spitzenteam einen Zähler ab (21:21). Beinahe hätte es zu mehr Gericht: Aber den letzten Angriff spielte Möllbergen ungeschickt aus.