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Nenad Bilbija gibt GWD-Comeback in Volmetal, Daniel Franke rechnet mit Möhle-Einsatz im Verbandsliga-Derby

Christian Bendig

Kraftvoll wie zu seinen besten Zeiten möchten die GWD-Fans Nenad Bilbija auch in der 3. Liga sehen. Archivfoto: MT
Kraftvoll wie zu seinen besten Zeiten möchten die GWD-Fans Nenad Bilbija auch in der 3. Liga sehen. Archivfoto: MT

Minden. Überraschendes Comeback von Nenad Bilbija. Aber nicht wie vielerorten gemunkelt beim Landesligisten HCE Bad Oeynhausen – sondern beim Drittliga-Team von GWD Minden. „Wir haben das ostwestfälisch nüchtern erledigt“, vermeldet GWD-II-Trainer Moritz Schäpsmeier die geräuschlos über die Bühne gebrachte Personalie. Der frühere GWD-Profi wird bereits am heutigen Samstag im Auswärtsspiel beim TuS Volmetal auflaufen.

Die noch zu absolvierenden Spiele werden immer weniger. Für GWD II, das 15 Pluspunkte aufweist, sind es noch sieben. „Ich denke, mit 20 Punkten bleibt man sicher in der Liga“, sagt GWD-II-Trainer Moritz Schäpsmeier. Die Wahrscheinlichkeit, diese schnellstmöglich zu erreichen, steigt durch den Coup mit Bilbija erheblich an. Ähnlich geräuschlos wie die Verpflichtung durch die Dankerser verlief die Vertragsauflösung zwischen dem Slowenen und seinem letzten Klub, Handball Hannover Burgwedel. Schäpsmeier und Ex-Manager Horst Bredemeier reagierten prompt und gewannen den 2,08 Meter großen Rückraumspieler für die GWD-Reserve. In der ist der Slowene aber nicht nur für die einfachen Tore aus der Distanz eingeplant. „Er macht die jungen Spieler besser. Darauf hat er richtig Bock und wird das durch seine offene Art hinkriegen“, freut sich Schäpsmeier über den Coup mit seinem früheren Mitspieler.

Sebastian Berg und der TuS 09 Möllbergen befinden sich gegenwärtig auf einem Höhenflug durch die Oberliga. Archivfoto: Bendig
Sebastian Berg und der TuS 09 Möllbergen befinden sich gegenwärtig auf einem Höhenflug durch die Oberliga. Archivfoto: Bendig

Ein Duell der Gegensätze steigt zwischen den Bergischen Panthern und Lit Tribe Germania. Beide Teams waren am vergangenen Wochenende wegen des Sturmtiefs Sabine spielfrei. Davor sammelten die Panther drei Siege in Folge, Lit verbuchte eine 2:4-Punkteserie. Personell sah es in den vergangenen Wochen ohnehin nicht gut bei der in Burscheid als Außenseiter antretenden Mannschaft von Trainer Daniel Gerling aus. „Die Lage hat sich nicht gebessert“, vermeldet Gerling und fordert eine Grundtugend ein: „Aber auch die verbleibenden Spieler können eine gute Abwehr stellen.“ Bei 18 Pluspunkten ist beim Aufsteiger die sportliche Lage im Hinblick auf den Klassenerhalt zudem recht entspannt.

Möllbergen so gut wie seit 20 Jahren nicht

Robert Indeche und Lit Tribe Germania II hatten im Hinspiel bei der HSG Porta knapp das Nachsehen. Archivfoto: Bendig
Robert Indeche und Lit Tribe Germania II hatten im Hinspiel bei der HSG Porta knapp das Nachsehen. Archivfoto: Bendig

In diesem Jahrtausend stand der TuS 09 Möllbergen in der Oberliga so gut da wie in der Gegenwart. Die Zwischenbilanz weist Platz sechs und inzwischen einen riesigen Abstand auf die Abstiegszone aus. Verständlich, dass die Mannschaft von Trainer André Torge als Sechstplatzierter vor Selbstvertrauen strotzt. „Wir können uns mit einem Topteam messen“, motiviert TuS-09-Trainer André Torge seine Spieler vor dem Heimspiel gegen den Tabellenzweiten SF Loxten. Der Einsatz von Rückraumspieler Arne Kämper (Bänderverletzung) ist fraglich, Holger Kruse und Simon Witte fallen aus. „Wir wollen Loxten aber einen Kampf auf Augenhöhe liefern“, unterstreicht Torge, merkt aber die Stärke des Gegners an: „Die sind mit Pascal Welge im Tor, Jan Schröder auf Halblinks und den Brüdern Jan und Nils Patzelt richtig gut besetzt.“ Anwurf in Möllbergen ist um 19.00 Uhr.

Vor zwei Wochen gewann die HSG das Verbandsliga-Derby beim TSV Hahlen. Auch dieses Mal soll die von Trainer Daniel Franke verordnete geduldige Spielweise bei Lit Tribe Germania II zum Erfolg führen. Vor dem Lokalkampf in Nordhemmern am heutigen Samstag um 17.30 Uhr warnt Franke vor dem Kontrahenten. „Aufgrund der bekannten Verletzten-Situation bei der Lit-Ersten weiß man nicht, mit welchen Spielern sie auflaufen werden“, kalkuliert Franke durchaus das Mitwirken des Lit-Routiniers Stefan Möhle oder auch von Lit-II-Trainer Feiko Kuscer mit ein.

Für den TSV Hahlen geht es am heutigen Samstag darum, ab 19.15 Uhr gegen den Zweitplatzierten HSG Altenbeken/Buke aus der Außenseiterrolle heraus, das Heimspiel-Phlegma abzulegen. Und fast schon typisch für die Hahler Saison ist der starke Auftritt beim 30:24-Hinspielerfolg in Altenbeken.

Drei Kreisduelle

In der Landesliga läuft der TV Hille seit Wochen seiner Form hinterher und gastiert zum Auftakt der Serie mit den entscheidenden Partien um den Klassenerhalt beim TuS Nettelstedt II. Eine Niederlage im Nachbarschaftsduell würde den Rückstand auf den direkten Konkurrenten auf sieben Zähler vergrößern, der Ligaverbleib des Aufsteigers bei dann noch neun Spielen somit dann mehr als fraglich. Vor allem, wenn auch die latent gefährdete HSG Petershagen/Lahde überraschend beim heimstarken TuS Gehlenbeck punkten würde und sich der HSV Minden-Nord zu Hause gegen die TSG Altenhagen/Heepen (Samstag, 17.30 Uhr) einen Ausrutscher erlauben würde. Diese Sorgen teilt Eintracht Oberlübbe nicht. Die Männer von Trainer Björn Petereit gastieren beim HCE Bad Oeynhausen und schwimmen derzeit auf einer Erfolgswelle. Der mögliche achte Sieg in Folge würde Rang zwei festigen. „Den zu verteidigen, ist unser großes Ziel. Schaffen wir das, wären wir am Ende der Saison total zufrieden“, sagt Petereit.

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MindenNenad Bilbija gibt GWD-Comeback in Volmetal, Daniel Franke rechnet mit Möhle-Einsatz im Verbandsliga-DerbyChristian BendigMinden. Überraschendes Comeback von Nenad Bilbija. Aber nicht wie vielerorten gemunkelt beim Landesligisten HCE Bad Oeynhausen – sondern beim Drittliga-Team von GWD Minden. „Wir haben das ostwestfälisch nüchtern erledigt“, vermeldet GWD-II-Trainer Moritz Schäpsmeier die geräuschlos über die Bühne gebrachte Personalie. Der frühere GWD-Profi wird bereits am heutigen Samstag im Auswärtsspiel beim TuS Volmetal auflaufen. Die noch zu absolvierenden Spiele werden immer weniger. Für GWD II, das 15 Pluspunkte aufweist, sind es noch sieben. „Ich denke, mit 20 Punkten bleibt man sicher in der Liga“, sagt GWD-II-Trainer Moritz Schäpsmeier. Die Wahrscheinlichkeit, diese schnellstmöglich zu erreichen, steigt durch den Coup mit Bilbija erheblich an. Ähnlich geräuschlos wie die Verpflichtung durch die Dankerser verlief die Vertragsauflösung zwischen dem Slowenen und seinem letzten Klub, Handball Hannover Burgwedel. Schäpsmeier und Ex-Manager Horst Bredemeier reagierten prompt und gewannen den 2,08 Meter großen Rückraumspieler für die GWD-Reserve. In der ist der Slowene aber nicht nur für die einfachen Tore aus der Distanz eingeplant. „Er macht die jungen Spieler besser. Darauf hat er richtig Bock und wird das durch seine offene Art hinkriegen“, freut sich Schäpsmeier über den Coup mit seinem früheren Mitspieler. Ein Duell der Gegensätze steigt zwischen den Bergischen Panthern und Lit Tribe Germania. Beide Teams waren am vergangenen Wochenende wegen des Sturmtiefs Sabine spielfrei. Davor sammelten die Panther drei Siege in Folge, Lit verbuchte eine 2:4-Punkteserie. Personell sah es in den vergangenen Wochen ohnehin nicht gut bei der in Burscheid als Außenseiter antretenden Mannschaft von Trainer Daniel Gerling aus. „Die Lage hat sich nicht gebessert“, vermeldet Gerling und fordert eine Grundtugend ein: „Aber auch die verbleibenden Spieler können eine gute Abwehr stellen.“ Bei 18 Pluspunkten ist beim Aufsteiger die sportliche Lage im Hinblick auf den Klassenerhalt zudem recht entspannt. Möllbergen so gut wie seit 20 Jahren nicht In diesem Jahrtausend stand der TuS 09 Möllbergen in der Oberliga so gut da wie in der Gegenwart. Die Zwischenbilanz weist Platz sechs und inzwischen einen riesigen Abstand auf die Abstiegszone aus. Verständlich, dass die Mannschaft von Trainer André Torge als Sechstplatzierter vor Selbstvertrauen strotzt. „Wir können uns mit einem Topteam messen“, motiviert TuS-09-Trainer André Torge seine Spieler vor dem Heimspiel gegen den Tabellenzweiten SF Loxten. Der Einsatz von Rückraumspieler Arne Kämper (Bänderverletzung) ist fraglich, Holger Kruse und Simon Witte fallen aus. „Wir wollen Loxten aber einen Kampf auf Augenhöhe liefern“, unterstreicht Torge, merkt aber die Stärke des Gegners an: „Die sind mit Pascal Welge im Tor, Jan Schröder auf Halblinks und den Brüdern Jan und Nils Patzelt richtig gut besetzt.“ Anwurf in Möllbergen ist um 19.00 Uhr. Vor zwei Wochen gewann die HSG das Verbandsliga-Derby beim TSV Hahlen. Auch dieses Mal soll die von Trainer Daniel Franke verordnete geduldige Spielweise bei Lit Tribe Germania II zum Erfolg führen. Vor dem Lokalkampf in Nordhemmern am heutigen Samstag um 17.30 Uhr warnt Franke vor dem Kontrahenten. „Aufgrund der bekannten Verletzten-Situation bei der Lit-Ersten weiß man nicht, mit welchen Spielern sie auflaufen werden“, kalkuliert Franke durchaus das Mitwirken des Lit-Routiniers Stefan Möhle oder auch von Lit-II-Trainer Feiko Kuscer mit ein. Für den TSV Hahlen geht es am heutigen Samstag darum, ab 19.15 Uhr gegen den Zweitplatzierten HSG Altenbeken/Buke aus der Außenseiterrolle heraus, das Heimspiel-Phlegma abzulegen. Und fast schon typisch für die Hahler Saison ist der starke Auftritt beim 30:24-Hinspielerfolg in Altenbeken. Drei Kreisduelle In der Landesliga läuft der TV Hille seit Wochen seiner Form hinterher und gastiert zum Auftakt der Serie mit den entscheidenden Partien um den Klassenerhalt beim TuS Nettelstedt II. Eine Niederlage im Nachbarschaftsduell würde den Rückstand auf den direkten Konkurrenten auf sieben Zähler vergrößern, der Ligaverbleib des Aufsteigers bei dann noch neun Spielen somit dann mehr als fraglich. Vor allem, wenn auch die latent gefährdete HSG Petershagen/Lahde überraschend beim heimstarken TuS Gehlenbeck punkten würde und sich der HSV Minden-Nord zu Hause gegen die TSG Altenhagen/Heepen (Samstag, 17.30 Uhr) einen Ausrutscher erlauben würde. Diese Sorgen teilt Eintracht Oberlübbe nicht. Die Männer von Trainer Björn Petereit gastieren beim HCE Bad Oeynhausen und schwimmen derzeit auf einer Erfolgswelle. Der mögliche achte Sieg in Folge würde Rang zwei festigen. „Den zu verteidigen, ist unser großes Ziel. Schaffen wir das, wären wir am Ende der Saison total zufrieden“, sagt Petereit.