Hille

Schmerzhafter Aderlass, ungewisse Zukunft: Jörn Haseloh nimmt zu den Gerüchten rund um die HSG EURo Stellung

Christian Bendig

Welche Spielerinnen tragen auch in der kommenden Spielzeit das Trikot der HSG EURo und bejubeln mit dem Publikum die Heimsiege in der Sporthalle Unterlübbe? Vieles steht beim Oberliga-Neunten in den Sternen. - © Foto: Christian Bendig
Welche Spielerinnen tragen auch in der kommenden Spielzeit das Trikot der HSG EURo und bejubeln mit dem Publikum die Heimsiege in der Sporthalle Unterlübbe? Vieles steht beim Oberliga-Neunten in den Sternen. (© Foto: Christian Bendig)

Hille. Es brodelt in der Gerüchteküche: Zieht die HSG EURo ihre Mannschaft aus der Frauenhandball-Oberliga zurück? Und wenn ja: Wann? Den Tatsachen entspricht derzeit keines der beiden Szenarien. Das stellt Jörn Haseloh, der Vorsitzende des TSV Rothenuffeln und Leiter der HSG EURo, klar.

„Ich möchte mich klar von den Gerüchten distanzieren“, bezieht Haseloh in einem Schreiben gegenüber dem MT deutlich Stellung. Nahrung hatten diese Gerüchte durch die Abgänge der beiden Leistungsträgerinnen Rahel und Rhea Rodehau in Richtung Lit Tribe Germania erhalten. Auch weitere Spielerinnen werden sich anderen Vereinen anschließen. „Es ist richtig, dass unsere 1. Frauenmannschaft einen erheblichen Verlust an Spielerinnen zur neuen Saison zu verzeichnen hat“, schreibt Haseloh weiter. Und spricht in diesem Zusammenhang auch von „massiver Abwerbung, die einige Vereine betreiben“. Diese sei „in einem gewissen Maße normal“ und man müsse das akzeptieren. Im Ergebnis bedeutet das: Die Mannschaft wird ein anderes Gesicht bekommen.

In welcher Klasse der aktuelle Oberliga-Neunte, der am Samstag um 17.30 Uhr den TV Verl empfängt, in der kommenden Spielzeit antreten werde, sei noch offen. „Wir als HSG EURo führen zur Zeit intensive Gespräche, die aber alle noch ergebnisoffen sind“, schreibt Haseloh. Welcher Trainer ab Sommer das Sagen haben wird, ist ebenfalls offen. Haseloh bekräftigt: „Bei Matthias Bredemeier können wir uns eine weitere Zusammenarbeit vorstellen.“ Eine weitere Zusammenarbeit stellt auch für Bredemeier eine ernsthafte Option dar. Doch unter gewissen Parametern. „Es muss klar sein, welche Leistungsträgerinnen dem Verein treu bleiben. Die Perspektive muss also stimmen“, sagt Bredemeier und hofft, auf eine für alle Seiten zufriedenstellende Lösung. „Denn ich habe in dem Verein viele nette und engagierte Menschen kennengelernt. Einige sind Freunde geworden“, sagt er.

Sollte die HSG in der kommenden Saison nicht in der vierten Liga an den Start gehen, wäre es das Ende einer langjährigen Aufbauarbeit. Nach dem Verbandsliga-Abstieg übernahm Matthais Husemeier das Team 2014, führte es ohne Verlustpunkt wieder in die Verbandsliga zurück und etablierte die HSG auf Anhieb in der Spitzengruppe der Liga. Unter der Leitung von Stefan Kleine und Tobias Lintelmann gelang 2018 sogar der Aufstieg in die Oberliga. Dort etablierte Bredemeier das Team im Mittelfeld.

Eine Spielerin, die den Oberliga-Aufstieg miterlebte und für einen Neuanfang bereits steht, ist Nicole Mindt. Für sie sei ein Vereinswechsel keine Alternative gewesen, sagt die Torhüterin. Sie unterstreicht: „In der Mannschaft hatten und haben wir eine super Stimmung. Für die Gründe, warum Einige wechseln, habe ich Verständnis.“ Doch es hätten auch schon einige Spielerinnen ihre Zusage für die kommende Saison gegeben.

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HilleSchmerzhafter Aderlass, ungewisse Zukunft: Jörn Haseloh nimmt zu den Gerüchten rund um die HSG EURo StellungChristian BendigHille. Es brodelt in der Gerüchteküche: Zieht die HSG EURo ihre Mannschaft aus der Frauenhandball-Oberliga zurück? Und wenn ja: Wann? Den Tatsachen entspricht derzeit keines der beiden Szenarien. Das stellt Jörn Haseloh, der Vorsitzende des TSV Rothenuffeln und Leiter der HSG EURo, klar. „Ich möchte mich klar von den Gerüchten distanzieren“, bezieht Haseloh in einem Schreiben gegenüber dem MT deutlich Stellung. Nahrung hatten diese Gerüchte durch die Abgänge der beiden Leistungsträgerinnen Rahel und Rhea Rodehau in Richtung Lit Tribe Germania erhalten. Auch weitere Spielerinnen werden sich anderen Vereinen anschließen. „Es ist richtig, dass unsere 1. Frauenmannschaft einen erheblichen Verlust an Spielerinnen zur neuen Saison zu verzeichnen hat“, schreibt Haseloh weiter. Und spricht in diesem Zusammenhang auch von „massiver Abwerbung, die einige Vereine betreiben“. Diese sei „in einem gewissen Maße normal“ und man müsse das akzeptieren. Im Ergebnis bedeutet das: Die Mannschaft wird ein anderes Gesicht bekommen. In welcher Klasse der aktuelle Oberliga-Neunte, der am Samstag um 17.30 Uhr den TV Verl empfängt, in der kommenden Spielzeit antreten werde, sei noch offen. „Wir als HSG EURo führen zur Zeit intensive Gespräche, die aber alle noch ergebnisoffen sind“, schreibt Haseloh. Welcher Trainer ab Sommer das Sagen haben wird, ist ebenfalls offen. Haseloh bekräftigt: „Bei Matthias Bredemeier können wir uns eine weitere Zusammenarbeit vorstellen.“ Eine weitere Zusammenarbeit stellt auch für Bredemeier eine ernsthafte Option dar. Doch unter gewissen Parametern. „Es muss klar sein, welche Leistungsträgerinnen dem Verein treu bleiben. Die Perspektive muss also stimmen“, sagt Bredemeier und hofft, auf eine für alle Seiten zufriedenstellende Lösung. „Denn ich habe in dem Verein viele nette und engagierte Menschen kennengelernt. Einige sind Freunde geworden“, sagt er. Sollte die HSG in der kommenden Saison nicht in der vierten Liga an den Start gehen, wäre es das Ende einer langjährigen Aufbauarbeit. Nach dem Verbandsliga-Abstieg übernahm Matthais Husemeier das Team 2014, führte es ohne Verlustpunkt wieder in die Verbandsliga zurück und etablierte die HSG auf Anhieb in der Spitzengruppe der Liga. Unter der Leitung von Stefan Kleine und Tobias Lintelmann gelang 2018 sogar der Aufstieg in die Oberliga. Dort etablierte Bredemeier das Team im Mittelfeld. Eine Spielerin, die den Oberliga-Aufstieg miterlebte und für einen Neuanfang bereits steht, ist Nicole Mindt. Für sie sei ein Vereinswechsel keine Alternative gewesen, sagt die Torhüterin. Sie unterstreicht: „In der Mannschaft hatten und haben wir eine super Stimmung. Für die Gründe, warum Einige wechseln, habe ich Verständnis.“ Doch es hätten auch schon einige Spielerinnen ihre Zusage für die kommende Saison gegeben.