Hille/Lübbecke

Aus Lit Tribe Germania plus TuS Nettelstedt wird Lit 1912 - aber nicht bei den Frauen

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Hille/Lübbecke (mt/rich). Im heimischen Handball entsteht ein neuer Player, ein „Big Player“ um genau zu sein. Die bereits von drei Vereinen getragene Spielgemeinschaft Lit Tribe Germania wächst um einen weiteren Klub: Im Sommer tritt der TuS Nettelstedt bei. Dann ändert sich auch der Name: Lit 1912 wird die Handballgemeinschaft künftig heißen. Das gab Christian Niemann, Geschäftsführer von Lit Tribe Germania, heute auf MT-Anfrage bekannt.

Das neue Logo der Männer-Spielgemeinschaft Lit 1912 mit dem Fahnenschwenker aus dem Nettelstedter Logo und dem TuS-Gründungsdatum. Repro: pr
Das neue Logo der Männer-Spielgemeinschaft Lit 1912 mit dem Fahnenschwenker aus dem Nettelstedter Logo und dem TuS-Gründungsdatum. Repro: pr

Die bereits in der Szene erwartete Neugründung, die nach langen Verhandlungen die drei bisherigen Trägervereine TV Germania Nordhemmern, RSV Westfalia Mindenerwald und VfB Holzhausen II nun gemeinsam mit dem TuS Nettelstedt beschlossen haben, beschränkt sich zunächst auf den männlichen Seniorenbereich. Bei der Zusammenführung der Frauenabteilungen konnte keine Einigkeit erzielt werden. Der TuS Nettelstedt bleibt hier eigenständig, die Frauenteams von Lit Tribe Germania mit den Oberliga-Handballerinnen als Flaggschiff, werden in ihrer Heimat in Holzhausen als Lit Tribe 1912 spielen.

Christian "Kiki" Niemann stellte als Chef von Lit Tribe Germania die neue Spielgemeinschaft Lit 1912 vor. Archivfoto: Wilfried Arendmeyer
Christian "Kiki" Niemann stellte als Chef von Lit Tribe Germania die neue Spielgemeinschaft Lit 1912 vor. Archivfoto: Wilfried Arendmeyer

Neu stellt sich auch der Unterbau auf. Die genannten vier Vereine werden gemeinsam mit dem TuS Südhemmern im Jugendbereich als JSG Lit 1912 antreten und damit Zusammenarbeit der JSG NSM-Nettelstedt fortsetzen. Beide Spielgemeinschaften werden ihren Spielbetrieb zur Saison 2020/2021 aufnehmen. Der Name Lit 1912 durchzieht damit künftig als Marke Senioren- und Jugendspielbetrieb. Andere Namensvarianten, wie beispielsweise die Spielart „Red Devils“ hatten in den Gremien keine Mehrheit finden können. Die Zahl 1912 rekurriert auf das Gründungsdatum des TuS Nettelstedt. Zwar sind der VfB Holzhausen von 182 oder der TVG Nordhemmern (1910) noch älter, doch der TuS Nettelstedt stellt mit dem aus ihm entstandenen Zweitligisten TuS N-Lübbecke die sportliche Spitze der Spielgemeinschaft. Die Profi-Abteilung wird weiterhin als TuS N-Lübbecke antreten und von der gleichnamigen GmbH geführt.

Christian Niemann, der mit der bisherigen Spielgemeinschaft unter anderem ein Drittliga-Team und eine Verbandsliga-Mannschaft einbringt, sagt zur Neugründung: „Es ist an der Zeit, die Kräfte weiter zu bündeln. Die gute Zusammenarbeit in unserer JSG wollen wir jetzt auch im Seniorenbereich fortsetzen und intensivieren.“ Auch Christian Hucke, Leiter der Abteilung Handball des TuS Nettelstedt, äußert sich in einer Pressemitteilung ausschließlich positiv: „Dieser Schritt ist die logische Konsequenz aus der schon seit 2011 guten Zusammenarbeit in der JSG. Man muss auch offen sagen, dass es insbesondere im leistungsorientierten Bereich der Männer regelmäßig gewisses Gezerre in der Vereinsfamilie gegeben hat. Dieses hat nunmehr ein Ende. Wir machen jetzt auch im Männerbereich komplett gemeinsame Sache.“ Klar ist: Die bisherige Splittung der Jugendspieler beim Übergang in die Senioren oder bei Doppelspielrecht auf den TuS Nettelstedt mit den Landesliga-Männern oder die Top-Teams von Lit Tribe Germania wird entkompliziert.

Frank Begemann, Vorsitzender der JSG NSM-Nettelstedt, sieht den Zusammenschluss ebenfalls positiv. Er freut sich insbesondere über die Partnerschaft mit dem VfB Holzhausen in der neuen JSG. „Holzhausen ist ja in der Seniorenspielgemeinschaft von Lit schon länger dabei. Die bisherigen Gespräche mit den Holzhausern waren richtig gut. Ich erhoffe mir mehr Manpower und weiteren Drive für die Jugendarbeit, die weiterhin eine tägliche Herausforderung darstellt. Dass der Name „JSG NSM-Nettelstedt“ nicht mehr bestehen bleibt, betrachte ich allerdings schon mit Wehmut. Ich kann aber verstehen, dass sich die Vereine insoweit eine Vereinheitlichung wünschen. Der gemeinsame Name lässt natürlich besser erkennen, dass wir zusammengehören. In der Vergangenheit bestand häufig Erklärungsbedarf bei Eltern, Spielern und Sponsoren“.

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Hille/LübbeckeAus Lit Tribe Germania plus TuS Nettelstedt wird Lit 1912 - aber nicht bei den FrauenHille/Lübbecke (mt/rich). Im heimischen Handball entsteht ein neuer Player, ein „Big Player“ um genau zu sein. Die bereits von drei Vereinen getragene Spielgemeinschaft Lit Tribe Germania wächst um einen weiteren Klub: Im Sommer tritt der TuS Nettelstedt bei. Dann ändert sich auch der Name: Lit 1912 wird die Handballgemeinschaft künftig heißen. Das gab Christian Niemann, Geschäftsführer von Lit Tribe Germania, heute auf MT-Anfrage bekannt. Die bereits in der Szene erwartete Neugründung, die nach langen Verhandlungen die drei bisherigen Trägervereine TV Germania Nordhemmern, RSV Westfalia Mindenerwald und VfB Holzhausen II nun gemeinsam mit dem TuS Nettelstedt beschlossen haben, beschränkt sich zunächst auf den männlichen Seniorenbereich. Bei der Zusammenführung der Frauenabteilungen konnte keine Einigkeit erzielt werden. Der TuS Nettelstedt bleibt hier eigenständig, die Frauenteams von Lit Tribe Germania mit den Oberliga-Handballerinnen als Flaggschiff, werden in ihrer Heimat in Holzhausen als Lit Tribe 1912 spielen. Neu stellt sich auch der Unterbau auf. Die genannten vier Vereine werden gemeinsam mit dem TuS Südhemmern im Jugendbereich als JSG Lit 1912 antreten und damit Zusammenarbeit der JSG NSM-Nettelstedt fortsetzen. Beide Spielgemeinschaften werden ihren Spielbetrieb zur Saison 2020/2021 aufnehmen. Der Name Lit 1912 durchzieht damit künftig als Marke Senioren- und Jugendspielbetrieb. Andere Namensvarianten, wie beispielsweise die Spielart „Red Devils“ hatten in den Gremien keine Mehrheit finden können. Die Zahl 1912 rekurriert auf das Gründungsdatum des TuS Nettelstedt. Zwar sind der VfB Holzhausen von 182 oder der TVG Nordhemmern (1910) noch älter, doch der TuS Nettelstedt stellt mit dem aus ihm entstandenen Zweitligisten TuS N-Lübbecke die sportliche Spitze der Spielgemeinschaft. Die Profi-Abteilung wird weiterhin als TuS N-Lübbecke antreten und von der gleichnamigen GmbH geführt. Christian Niemann, der mit der bisherigen Spielgemeinschaft unter anderem ein Drittliga-Team und eine Verbandsliga-Mannschaft einbringt, sagt zur Neugründung: „Es ist an der Zeit, die Kräfte weiter zu bündeln. Die gute Zusammenarbeit in unserer JSG wollen wir jetzt auch im Seniorenbereich fortsetzen und intensivieren.“ Auch Christian Hucke, Leiter der Abteilung Handball des TuS Nettelstedt, äußert sich in einer Pressemitteilung ausschließlich positiv: „Dieser Schritt ist die logische Konsequenz aus der schon seit 2011 guten Zusammenarbeit in der JSG. Man muss auch offen sagen, dass es insbesondere im leistungsorientierten Bereich der Männer regelmäßig gewisses Gezerre in der Vereinsfamilie gegeben hat. Dieses hat nunmehr ein Ende. Wir machen jetzt auch im Männerbereich komplett gemeinsame Sache.“ Klar ist: Die bisherige Splittung der Jugendspieler beim Übergang in die Senioren oder bei Doppelspielrecht auf den TuS Nettelstedt mit den Landesliga-Männern oder die Top-Teams von Lit Tribe Germania wird entkompliziert. Frank Begemann, Vorsitzender der JSG NSM-Nettelstedt, sieht den Zusammenschluss ebenfalls positiv. Er freut sich insbesondere über die Partnerschaft mit dem VfB Holzhausen in der neuen JSG. „Holzhausen ist ja in der Seniorenspielgemeinschaft von Lit schon länger dabei. Die bisherigen Gespräche mit den Holzhausern waren richtig gut. Ich erhoffe mir mehr Manpower und weiteren Drive für die Jugendarbeit, die weiterhin eine tägliche Herausforderung darstellt. Dass der Name „JSG NSM-Nettelstedt“ nicht mehr bestehen bleibt, betrachte ich allerdings schon mit Wehmut. Ich kann aber verstehen, dass sich die Vereine insoweit eine Vereinheitlichung wünschen. Der gemeinsame Name lässt natürlich besser erkennen, dass wir zusammengehören. In der Vergangenheit bestand häufig Erklärungsbedarf bei Eltern, Spielern und Sponsoren“.