Lübbecke

2.Liga: Volle Kraft voraus - TuS N-Lübbecke will sich im ersten Spiel des Jahres gegen den Vorletzten keine Blöße geben

Hans Peter Tipp

Lübbeckes Spielmacher Roman Becvar ist gesund von der Europameisterschaft, bei der er mit Tschechien bis in die Hauptrunde einzog, zurückgekehrt und wird gegen Emsdetten spielen. Fotos: Noah Wedel Foto: Noah Wedel - © Noah Wedel
Lübbeckes Spielmacher Roman Becvar ist gesund von der Europameisterschaft, bei der er mit Tschechien bis in die Hauptrunde einzog, zurückgekehrt und wird gegen Emsdetten spielen. Fotos: Noah Wedel Foto: Noah Wedel (© Noah Wedel)

Lübbecke. Die Zeit war knapp, die Vorbereitung kurz und knackig. Jetzt ist die Arbeit getan – 23 Tage nach der ersten Übungseinheit im neuen Jahr wird es für den TuS N-Lübbecke heute wieder ernst. Um 19.30 Uhr erwartet der Siebte der 2. Handball-Bundesliga den Tabellenvorletzten TV Emsdetten zum ersten Pflichtspiel in diesem Jahr in der Merkur-Arena.

Der Auftrag, den TuS-Trainer Emir Kurtagic seiner Mannschaft mitgeben wird, dürfte unmissverständlich sein. Er lautet: Sieg. „Wir sind willig, ein gutes Heimspiel hinzulegen, das am besten mit einem Sieg für uns endet. Das ist unser Anspruch“, sagte Kurtagic. Und so ist auch die Überzeugung des Trainers. Kurtagic: „Wenn wir gegen Emsdetten unsere Stärken abrufen, sind wir die stärkere Mannschaft.“ Im Hinspiel ist das dem TuS bereits gelungen. Anfang September setzten sich die Lübbecker relativ problemlos mit 26:19 in Emsdetten durch.

Pflicht ist ein Sieg für die Gastgeber dieses Mal aber auch, wenn sich der TuS, der im alten Jahr zuletzt zweimal nicht gewonnen hatte, in der Rest-Rückrunde noch einmal ernsthaft nach oben orientieren möchte.

Aktuell beträgt der Rückstand auf einen Aufstiegsplatz sechs Punkte. 16 Begegnungen bleiben den Lübbeckern bis zum Saisonende am 23. Mai, um sich nach einer Hinrunde mit Höhen und Tiefen in ein angemessenes Licht zu rücken. So weit nach vorn will der TuS-Trainer nicht schauen: „Wir haben gelernt, dass sich das Blatt in dieser ausgeglichenen Liga sehr schnell wenden kann – zum Positiven, aber auch zum Negativen“, sagte Kurtagic: „Unsere Verpflichtung ist es deshalb, nicht über irgendwelche Ziele zu sprechen. Es geht darum, einen guten Start hinzulegen und sich die Belohnung für die Arbeit in der Winterpause zu holen.“ Auch deshalb ist keine der noch folgenden Partien für Kurtagic und seine Profis momentan so wichtig wie das Gastspiel der nach den Worten des TuS-Trainers „ums Überleben kämpfenden“ Emsdettener. Die Mannen aus dem Münsterland, die seit 2014 vom früheren TuS-Profi Daniel Kubes betreut werden, sind bislang hinter ihren Erwartungen zurückgeblieben. Um ihre Chancen im Klassenkampf zu erhöhen, haben sie in der Winterpause ihren Kader auf der Königsposition verändert. Der niederländische Halblinke Jorn Smits, im Hinspiel gegen Lübbecke dreifacher Torschütze, hat den Klub verlassen. Dafür hat der TVE den erfahrenen lettischen Nationalspieler Aivis Jurdz geholt. Der 36-jährige Rechtshänder, der bis zum Sommer für Leipzig und zuvor für Eisenach und Hannover-Burgdorf in der 1. Liga gespielt hatte, gibt in Lübbecke sein Pflichtspieldebüt für Emsdetten.

Seinen ersten TVE-Einsatz hat Jurdz bereits hinter sich. Im Testspiel gegen den niederländischen Meister Volendam, das Emsdetten mit 35:26 gewann, gelangen dem Letten vier Tore. „Er wird uns in der Liga enorm weiterhelfen“, bilanzierte Kubes anschließend.

Personell geht der TuS ohne größere Sorgen in die Partie. Spielmacher Roman Becvar ist gesund und voller Tatendrang von der Europameisterschaft zurückgekehrt. Torwart Johannes Jepsen steht trotz seines Grundwehrdienstes bei der Bundeswehr zur Verfügung. Fraglich bleibt allein der Einsatz des Kapitäns Marian Orlowski, der wegen eines Muskelfaserrisses zuletzt im Training gefehlt hatte. „Das wird sich kurzfristig entscheiden. Ich glaube aber eher, dass es die Jungs, die die komplette Vorbereitung durchgezogen, zusammen mit Roman richten müssen“, sagte Kurtagic.

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Lübbecke2.Liga: Volle Kraft voraus - TuS N-Lübbecke will sich im ersten Spiel des Jahres gegen den Vorletzten keine Blöße gebenHans Peter TippLübbecke. Die Zeit war knapp, die Vorbereitung kurz und knackig. Jetzt ist die Arbeit getan – 23 Tage nach der ersten Übungseinheit im neuen Jahr wird es für den TuS N-Lübbecke heute wieder ernst. Um 19.30 Uhr erwartet der Siebte der 2. Handball-Bundesliga den Tabellenvorletzten TV Emsdetten zum ersten Pflichtspiel in diesem Jahr in der Merkur-Arena. Der Auftrag, den TuS-Trainer Emir Kurtagic seiner Mannschaft mitgeben wird, dürfte unmissverständlich sein. Er lautet: Sieg. „Wir sind willig, ein gutes Heimspiel hinzulegen, das am besten mit einem Sieg für uns endet. Das ist unser Anspruch“, sagte Kurtagic. Und so ist auch die Überzeugung des Trainers. Kurtagic: „Wenn wir gegen Emsdetten unsere Stärken abrufen, sind wir die stärkere Mannschaft.“ Im Hinspiel ist das dem TuS bereits gelungen. Anfang September setzten sich die Lübbecker relativ problemlos mit 26:19 in Emsdetten durch. Pflicht ist ein Sieg für die Gastgeber dieses Mal aber auch, wenn sich der TuS, der im alten Jahr zuletzt zweimal nicht gewonnen hatte, in der Rest-Rückrunde noch einmal ernsthaft nach oben orientieren möchte. Aktuell beträgt der Rückstand auf einen Aufstiegsplatz sechs Punkte. 16 Begegnungen bleiben den Lübbeckern bis zum Saisonende am 23. Mai, um sich nach einer Hinrunde mit Höhen und Tiefen in ein angemessenes Licht zu rücken. So weit nach vorn will der TuS-Trainer nicht schauen: „Wir haben gelernt, dass sich das Blatt in dieser ausgeglichenen Liga sehr schnell wenden kann – zum Positiven, aber auch zum Negativen“, sagte Kurtagic: „Unsere Verpflichtung ist es deshalb, nicht über irgendwelche Ziele zu sprechen. Es geht darum, einen guten Start hinzulegen und sich die Belohnung für die Arbeit in der Winterpause zu holen.“ Auch deshalb ist keine der noch folgenden Partien für Kurtagic und seine Profis momentan so wichtig wie das Gastspiel der nach den Worten des TuS-Trainers „ums Überleben kämpfenden“ Emsdettener. Die Mannen aus dem Münsterland, die seit 2014 vom früheren TuS-Profi Daniel Kubes betreut werden, sind bislang hinter ihren Erwartungen zurückgeblieben. Um ihre Chancen im Klassenkampf zu erhöhen, haben sie in der Winterpause ihren Kader auf der Königsposition verändert. Der niederländische Halblinke Jorn Smits, im Hinspiel gegen Lübbecke dreifacher Torschütze, hat den Klub verlassen. Dafür hat der TVE den erfahrenen lettischen Nationalspieler Aivis Jurdz geholt. Der 36-jährige Rechtshänder, der bis zum Sommer für Leipzig und zuvor für Eisenach und Hannover-Burgdorf in der 1. Liga gespielt hatte, gibt in Lübbecke sein Pflichtspieldebüt für Emsdetten. Seinen ersten TVE-Einsatz hat Jurdz bereits hinter sich. Im Testspiel gegen den niederländischen Meister Volendam, das Emsdetten mit 35:26 gewann, gelangen dem Letten vier Tore. „Er wird uns in der Liga enorm weiterhelfen“, bilanzierte Kubes anschließend. Personell geht der TuS ohne größere Sorgen in die Partie. Spielmacher Roman Becvar ist gesund und voller Tatendrang von der Europameisterschaft zurückgekehrt. Torwart Johannes Jepsen steht trotz seines Grundwehrdienstes bei der Bundeswehr zur Verfügung. Fraglich bleibt allein der Einsatz des Kapitäns Marian Orlowski, der wegen eines Muskelfaserrisses zuletzt im Training gefehlt hatte. „Das wird sich kurzfristig entscheiden. Ich glaube aber eher, dass es die Jungs, die die komplette Vorbereitung durchgezogen, zusammen mit Roman richten müssen“, sagte Kurtagic.