Round-Up: GWD Minden II verpasst Punktgewinn gegen die Überflieger, Lit erzwingt in Menden den Sieg

Christian Bendig

Malte Nolting traf zum 31:30 für GWD II. Die Führung konnten die Grün-Weißen jedoch nicht über die Zeit bringen. - © Foto: Bendig
Malte Nolting traf zum 31:30 für GWD II. Die Führung konnten die Grün-Weißen jedoch nicht über die Zeit bringen. (© Foto: Bendig)

Minden. Die personellen Leihgaben standen bei den heimischen Drittligisten im Vordergrund. Während sich GWD Minden II am 19. Spieltag für den Hit gegen den überlegenen Spitzenreiter Wilhemshavener HV weidlich im Profikader bedienen konnte, griff Lit Tribe Germanias Trainer Daniel Gerling auf Kräfte aus der Verbandsliga-Mannschaft zurück. Während die Mindener nach großem Kampf dem WHV 31:32 unterlegen waren, erkämpfte sich Lit beim Vorletzten SG Menden einen 29:28-Auswärtsieg und belegt Platz acht. GWD II steht auf Platz elf.

Der Meistertitel ist dem Wilhemshavener HV wahrscheinlich nicht zu nehmen. Auch deswegen nutzte Trainer Christian Köhrmann das Auswärtsspiel bei der mit Juri Knorr, Mats Korte, Max Staar und Savvas Savvas verstärkten GWD-Reserve ausgiebig zum Testen. „Fürstenfeldbruck wird auch eine 3:2:1-Abwehr spielen", sagte der Gäste-Trainer im Hinblick auf die nach der regulären Saison anstehende Aufstiegsrelegation gegen den Süddeutschen Meister.

Savvas Savvas markierte lediglich einen Treffer für GWD II. Der Shooter aus der Profi-Mannschaft steckt in der Formkrise. - - © Foto: Bendig
Savvas Savvas markierte lediglich einen Treffer für GWD II. Der Shooter aus der Profi-Mannschaft steckt in der Formkrise. - (© Foto: Bendig)

Zudem ließ Köhrmann seine Mannschaft über die gesamte Spielzeit mit dem siebten Feldspieler agieren. Eine Variante, mit der die Dankerser in der Anfangsphase nicht zurechtkamen, dieses Manko aber in der Offensive aufgrund der individuellen Klasse der Leihspieler zunächst bis zum 9:10 (18. Minute) kompensieren konnten. Bis zur Pause setzte sich der Spitzenreiter aber auf 18:14 ab.

Erleichtert klatscht Stanko Sabljic nach dem knappen Sieg mit den nach Dankersen mitgereisten Fans ab. - © Foto: Bendig
Erleichtert klatscht Stanko Sabljic nach dem knappen Sieg mit den nach Dankersen mitgereisten Fans ab. (© Foto: Bendig)

Nach der Pause behauptete die Gästemannschaft den Vorsprung bis zur 41. Minute (24:20), obwohl die Hausherren bereits beim 20:22 einmal in Schlagdistanz waren. Den Mindenern hatten die kurzen Phasen, in denen es so schien, als könne man das Köhrmann-Team ins Wanken bringen, sichtlich Selbstvertrauen gegeben. Der in Durchgang zwei stark haltende Lucas Grabitz traf aus seinem eigenen Wurfkreis heraus ins verwaiste WHV-Gehäuse zum 25:25-Ausgleich (48.). Von da an entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. In diesem verpasste Malte Nolting mit seinem Treffer zum 31:30 (56.) – wieder ins leere Tor – dem Zweitliga-Absteiger scheinbar einen Wirkungstreffer. Doch der Schwergewichts-Boxer aus dem hohen Norden fiel nicht und schlug zum 32:31 zurück. Im letzten Angriff tankte sich Simon Strakeljahn energisch durch. Doch sein Wurf klatschte an den Pfosten.

Hannes Krassort stellt sich der Verantwortung

Hannes Krassort war einer der Matchwinner beim 29:28-Auswärsieg bei der SG Menden. Archivfoto: Bendig
Hannes Krassort war einer der Matchwinner beim 29:28-Auswärsieg bei der SG Menden. Archivfoto: Bendig

Besser lief es für Lit Tribe Germania. Deren Trainer Daniel Gerling hatte vor der Aufgabe beim Abstiegskandidaten SG Menden gehörigen Respekt. Denn bis zum späten Samstagabend zählte der Coach seine Mannschaft ebenfalls noch zu den gefährdeten Teams. Doch nach dem 28:29 (15:15)-Sieg müssen sich die Lit-Handballer laut Gerling „in den nächsten Wochen erstmal keine großartigen Gedanken machen". Durch den achten Saisonsieg wächst die Punktebilanz auf 18:20 an, der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz beträgt bei noch elf auszutragenden Partien zehn Punkte.

Trainer Olaf Grintz (links) und Physiotherapeut Marc Raulwing waren so ziemlich alleine auf der Auswechselbank. Bis zum Eintreffen von Laura Lükens und Katharina Adler aus der zweiten Mannschaft, war Katharina Martin die einzige personelle Alternative. - © Foto: Bendig
Trainer Olaf Grintz (links) und Physiotherapeut Marc Raulwing waren so ziemlich alleine auf der Auswechselbank. Bis zum Eintreffen von Laura Lükens und Katharina Adler aus der zweiten Mannschaft, war Katharina Martin die einzige personelle Alternative. (© Foto: Bendig)

Bis zum 20:20 (41.) konnte sich keiner der beiden Kontrahenten einen Vorteil verschaffen. Dann sorgten Jannik Gartmann, Hannes Krassort, René Glöckner und der zehnfache Torschütze Marvin Mundus für den entscheidenden Zwischenspurt zum 24:20 (47.). Beim 24:25 (51.) und 25:26 (55.) waren die kampstarken Mendener wieder dran, wieder legte der A-Jugendliche Krassort einen wichtigen Treffer nach. Kim-Patrick Kliver sattelte noch das 28:25 drauf, Gartmann entscheid mit dem 29. Lit-Tor zum Drei-Tore-Vorsprung (59.) das von Kampf geprägte Spiel.

Vanessa Messerschmid und der TSV Hahlen stürmten zum befreienden Kantersieg gegen den TV Arnsberg. Archivfoto: Bendig
Vanessa Messerschmid und der TSV Hahlen stürmten zum befreienden Kantersieg gegen den TV Arnsberg. Archivfoto: Bendig

Die Einsätze von Tim Grote, Krassort und Glöckner im Drittliga-Team machte die Aufgabe für die Lit-Reserve bei der HSG Spradow noch schwerer. Doch die Mannschaft von Trainer Feiko Kuscer behielt trotz allem mit 26:20 die Oberhand und feierte nach dem Derbysieg in Hahlern vor einer Woche den zweiten Sieg in Serie in der Männer-Verbandsliga. Kapitän Jona Finke führte die „Litties" mit neun Toren zum Auswärtssieg. Den entscheidenden Vorstoß landete die Lit-Reserve nach der Pause, als man sich vom 12:11 auf 16:11 (37.) löste und sich mit nun 14:14 Punkten im Mittelfeld festsetzt.

Miriam Bolduan zeigte nach einigen schwächeren Spielen mit acht Toren eine exzellente Vorstellung. Archivfoto: Bendig
Miriam Bolduan zeigte nach einigen schwächeren Spielen mit acht Toren eine exzellente Vorstellung. Archivfoto: Bendig

Der TSV Hahlen bleibt die launische Diva der Liga. Auf den überraschenden Auswärtssieg beim Tabellenzweiten HSG Altenbeken/Buke folgte beim TV Isselhorst eine 21:25-Niederlage. Nach dem 4:10-Rückstand nach gut 20 Minuten kostete die Aufholjagd bis zum 18:19 (48.) scheinbar zu viele Kräfte. Isselhorst konnte sich wieder entscheidend auf 23:19 absetzen. Haheln ist mit 13:15 Zählern Neunter. Am Sonntag um 17.30 Uhr empfängt die HSG Porta Spitzenreiter TSG Harsewinkel.

Frustabbau durch Vieregge-Gala

In der Landesliga feierte Eintracht Oberlübbe mit dem deutlichen 32:22 über den TV Hille den fünften Sieg in Serie und behauptete Platz zwei. Im Derby nahm die Eintracht dem Abstiegskandidaten mit der schnellen 8:4-Führung bereits erstmalig den Wind aus den Segeln. Bis zur Pause legte das Team von Trainer Björn Petereit tüchtig bis zum 17:8 nach. Profiteur der Hiller Derbyniederlage ist die HSG Petershagen/Lahde. Die setzte sich gegen den Kreisrivalen HCE Bad Oeynhausen in eigener Halle knapp mit 25:23 (11:9) durch und vergrößert den Vorsprung auf den TV Hille und dem ersten Abstiegsplatz auf fünf Punkte. Beim HSV Minden-Nord herrschte nach der Niederlage vor einer Woche beim TuS Gehlenbeck mächtig Frust. Den spielten sich die Grün-Schwarzen beim 33:22-Kantersieg beim TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck II so richtig von der Seele. Marvin Vieregge steuerte alleine 18 Treffer zum Erfolg bei.

TSV Hahlen feiert befreienden Kantersieg im Abstiegsgipfel

In der Frauen-Oberliga machte der TSV Hahlen einen ganz wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt. Gegen den TV Arnsberg feierten die Hahlerinnen in eigener Halle einen in der Höhe nicht zu erwartenden 32:20-Sieg. Nach dem 6:2-Start (7.) blieben die Gastgeberinnen am Drücker und schraubten das Ergebnis über die weiteren Stationen 13:6 (20.) und 20:10 (32.) – trotz eines kleinen Einbruchs (26:18) bis zum Ende in die Höhe. Hahlen weist mit dem dritten Saisonsieg eine Bilanz von 6:22 Punkte auf und liegt nur zwei Zähler hinter dem rettenden Ufer. Arnsberg (3:25) ist Letzter. Ziemlich sicher kann sich trotz der dritten Niederlage in Serie noch die HSG EURo fühlen. Gegen Tura Bergkamen erlitten die EURo-Handballerinnen eine ärgerliche 22:24-Heimniederlage. Bis zum 21:22 (57.) war die HSG – auch aufgrund der zehn Tore von Rahel Rodehau am Drücker. Es sollte nicht reichen.

Im Kampf um den inoffiziellen Titel bester heimsicher Oberligist besitzt nach dem 14. Spieltag nun Lit Tribe Germania die besten Karten. Während der knapp besetzte und aufgrund vieler verletzter, kranker oder beruflich verhinderter Leistungsträgerinnen gegen die DJK Everswinkel bei der 23:30 (12:17)-Heimniederlage chancenlos war und auf Platz sieben abrutscht, setzte Lit ein Ausrufezeichen. Gegen den Tabellendritten Ibbenbürener Spvg kam die Mannschaft von Trainerin Andrea Leiding zu einem 26:25-Heimsieg und hat als Tabellenfünfter plötzlich Platz drei im Visier. Gestützt auf das Rückraumtrio Miriam Bolduan, Leonie Wöbking (beide acht Tore) und Ann-Cathrin Kamann drehte Lit den 11:14-Halbzeit-Rückstand. Sportlich war es der vierte Sieg in Serie und der sechste aus den vergangenen sieben Partien.

In der Frauen-Verbandsliga setzte sich die HSG Petershagen/Lahde mit dem 32:30-Derbysieg über den HSV Minden-Nord II wieder an die Tabellenspitze. Nach der klaren Pausenführung (19:14) ließen die Gastgeberinnen nicht nach und führten zehn Minuten vor Schluss 30:23. Dann gelang der HSV-Reserve noch Ergebniskosmetik. Überraschend verlor der TuS 09 Möllbergen bei der HT SF Senne 23:26 (8:13).

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Round-Up: GWD Minden II verpasst Punktgewinn gegen die Überflieger, Lit erzwingt in Menden den SiegChristian BendigMinden. Die personellen Leihgaben standen bei den heimischen Drittligisten im Vordergrund. Während sich GWD Minden II am 19. Spieltag für den Hit gegen den überlegenen Spitzenreiter Wilhemshavener HV weidlich im Profikader bedienen konnte, griff Lit Tribe Germanias Trainer Daniel Gerling auf Kräfte aus der Verbandsliga-Mannschaft zurück. Während die Mindener nach großem Kampf dem WHV 31:32 unterlegen waren, erkämpfte sich Lit beim Vorletzten SG Menden einen 29:28-Auswärtsieg und belegt Platz acht. GWD II steht auf Platz elf. Der Meistertitel ist dem Wilhemshavener HV wahrscheinlich nicht zu nehmen. Auch deswegen nutzte Trainer Christian Köhrmann das Auswärtsspiel bei der mit Juri Knorr, Mats Korte, Max Staar und Savvas Savvas verstärkten GWD-Reserve ausgiebig zum Testen. „Fürstenfeldbruck wird auch eine 3:2:1-Abwehr spielen", sagte der Gäste-Trainer im Hinblick auf die nach der regulären Saison anstehende Aufstiegsrelegation gegen den Süddeutschen Meister. Zudem ließ Köhrmann seine Mannschaft über die gesamte Spielzeit mit dem siebten Feldspieler agieren. Eine Variante, mit der die Dankerser in der Anfangsphase nicht zurechtkamen, dieses Manko aber in der Offensive aufgrund der individuellen Klasse der Leihspieler zunächst bis zum 9:10 (18. Minute) kompensieren konnten. Bis zur Pause setzte sich der Spitzenreiter aber auf 18:14 ab. Nach der Pause behauptete die Gästemannschaft den Vorsprung bis zur 41. Minute (24:20), obwohl die Hausherren bereits beim 20:22 einmal in Schlagdistanz waren. Den Mindenern hatten die kurzen Phasen, in denen es so schien, als könne man das Köhrmann-Team ins Wanken bringen, sichtlich Selbstvertrauen gegeben. Der in Durchgang zwei stark haltende Lucas Grabitz traf aus seinem eigenen Wurfkreis heraus ins verwaiste WHV-Gehäuse zum 25:25-Ausgleich (48.). Von da an entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. In diesem verpasste Malte Nolting mit seinem Treffer zum 31:30 (56.) – wieder ins leere Tor – dem Zweitliga-Absteiger scheinbar einen Wirkungstreffer. Doch der Schwergewichts-Boxer aus dem hohen Norden fiel nicht und schlug zum 32:31 zurück. Im letzten Angriff tankte sich Simon Strakeljahn energisch durch. Doch sein Wurf klatschte an den Pfosten. Hannes Krassort stellt sich der Verantwortung Besser lief es für Lit Tribe Germania. Deren Trainer Daniel Gerling hatte vor der Aufgabe beim Abstiegskandidaten SG Menden gehörigen Respekt. Denn bis zum späten Samstagabend zählte der Coach seine Mannschaft ebenfalls noch zu den gefährdeten Teams. Doch nach dem 28:29 (15:15)-Sieg müssen sich die Lit-Handballer laut Gerling „in den nächsten Wochen erstmal keine großartigen Gedanken machen". Durch den achten Saisonsieg wächst die Punktebilanz auf 18:20 an, der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz beträgt bei noch elf auszutragenden Partien zehn Punkte. Bis zum 20:20 (41.) konnte sich keiner der beiden Kontrahenten einen Vorteil verschaffen. Dann sorgten Jannik Gartmann, Hannes Krassort, René Glöckner und der zehnfache Torschütze Marvin Mundus für den entscheidenden Zwischenspurt zum 24:20 (47.). Beim 24:25 (51.) und 25:26 (55.) waren die kampstarken Mendener wieder dran, wieder legte der A-Jugendliche Krassort einen wichtigen Treffer nach. Kim-Patrick Kliver sattelte noch das 28:25 drauf, Gartmann entscheid mit dem 29. Lit-Tor zum Drei-Tore-Vorsprung (59.) das von Kampf geprägte Spiel. Die Einsätze von Tim Grote, Krassort und Glöckner im Drittliga-Team machte die Aufgabe für die Lit-Reserve bei der HSG Spradow noch schwerer. Doch die Mannschaft von Trainer Feiko Kuscer behielt trotz allem mit 26:20 die Oberhand und feierte nach dem Derbysieg in Hahlern vor einer Woche den zweiten Sieg in Serie in der Männer-Verbandsliga. Kapitän Jona Finke führte die „Litties" mit neun Toren zum Auswärtssieg. Den entscheidenden Vorstoß landete die Lit-Reserve nach der Pause, als man sich vom 12:11 auf 16:11 (37.) löste und sich mit nun 14:14 Punkten im Mittelfeld festsetzt. Der TSV Hahlen bleibt die launische Diva der Liga. Auf den überraschenden Auswärtssieg beim Tabellenzweiten HSG Altenbeken/Buke folgte beim TV Isselhorst eine 21:25-Niederlage. Nach dem 4:10-Rückstand nach gut 20 Minuten kostete die Aufholjagd bis zum 18:19 (48.) scheinbar zu viele Kräfte. Isselhorst konnte sich wieder entscheidend auf 23:19 absetzen. Haheln ist mit 13:15 Zählern Neunter. Am Sonntag um 17.30 Uhr empfängt die HSG Porta Spitzenreiter TSG Harsewinkel. Frustabbau durch Vieregge-Gala In der Landesliga feierte Eintracht Oberlübbe mit dem deutlichen 32:22 über den TV Hille den fünften Sieg in Serie und behauptete Platz zwei. Im Derby nahm die Eintracht dem Abstiegskandidaten mit der schnellen 8:4-Führung bereits erstmalig den Wind aus den Segeln. Bis zur Pause legte das Team von Trainer Björn Petereit tüchtig bis zum 17:8 nach. Profiteur der Hiller Derbyniederlage ist die HSG Petershagen/Lahde. Die setzte sich gegen den Kreisrivalen HCE Bad Oeynhausen in eigener Halle knapp mit 25:23 (11:9) durch und vergrößert den Vorsprung auf den TV Hille und dem ersten Abstiegsplatz auf fünf Punkte. Beim HSV Minden-Nord herrschte nach der Niederlage vor einer Woche beim TuS Gehlenbeck mächtig Frust. Den spielten sich die Grün-Schwarzen beim 33:22-Kantersieg beim TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck II so richtig von der Seele. Marvin Vieregge steuerte alleine 18 Treffer zum Erfolg bei. TSV Hahlen feiert befreienden Kantersieg im Abstiegsgipfel In der Frauen-Oberliga machte der TSV Hahlen einen ganz wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt. Gegen den TV Arnsberg feierten die Hahlerinnen in eigener Halle einen in der Höhe nicht zu erwartenden 32:20-Sieg. Nach dem 6:2-Start (7.) blieben die Gastgeberinnen am Drücker und schraubten das Ergebnis über die weiteren Stationen 13:6 (20.) und 20:10 (32.) – trotz eines kleinen Einbruchs (26:18) bis zum Ende in die Höhe. Hahlen weist mit dem dritten Saisonsieg eine Bilanz von 6:22 Punkte auf und liegt nur zwei Zähler hinter dem rettenden Ufer. Arnsberg (3:25) ist Letzter. Ziemlich sicher kann sich trotz der dritten Niederlage in Serie noch die HSG EURo fühlen. Gegen Tura Bergkamen erlitten die EURo-Handballerinnen eine ärgerliche 22:24-Heimniederlage. Bis zum 21:22 (57.) war die HSG – auch aufgrund der zehn Tore von Rahel Rodehau am Drücker. Es sollte nicht reichen. Im Kampf um den inoffiziellen Titel bester heimsicher Oberligist besitzt nach dem 14. Spieltag nun Lit Tribe Germania die besten Karten. Während der knapp besetzte und aufgrund vieler verletzter, kranker oder beruflich verhinderter Leistungsträgerinnen gegen die DJK Everswinkel bei der 23:30 (12:17)-Heimniederlage chancenlos war und auf Platz sieben abrutscht, setzte Lit ein Ausrufezeichen. Gegen den Tabellendritten Ibbenbürener Spvg kam die Mannschaft von Trainerin Andrea Leiding zu einem 26:25-Heimsieg und hat als Tabellenfünfter plötzlich Platz drei im Visier. Gestützt auf das Rückraumtrio Miriam Bolduan, Leonie Wöbking (beide acht Tore) und Ann-Cathrin Kamann drehte Lit den 11:14-Halbzeit-Rückstand. Sportlich war es der vierte Sieg in Serie und der sechste aus den vergangenen sieben Partien. In der Frauen-Verbandsliga setzte sich die HSG Petershagen/Lahde mit dem 32:30-Derbysieg über den HSV Minden-Nord II wieder an die Tabellenspitze. Nach der klaren Pausenführung (19:14) ließen die Gastgeberinnen nicht nach und führten zehn Minuten vor Schluss 30:23. Dann gelang der HSV-Reserve noch Ergebniskosmetik. Überraschend verlor der TuS 09 Möllbergen bei der HT SF Senne 23:26 (8:13).