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B-Mädchen: Disziplinloses HSV-Team ärgert Fiestelmann

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Niklas Fiestelmanns Anweisungen wurden vom Team nicht befolgt. Archivfoto: cb
Niklas Fiestelmanns Anweisungen wurden vom Team nicht befolgt. Archivfoto: cb

Minden (cb). Noch am Montag war Niklas Fiestelmann, Trainer der B-Mädchen-Handballerinnen des HSV Minden-Nord stocksauer auf seine Mannschaft. Ganz anders sah die Gefühlswelt bei Lokalrivalen JSG NSM-Nettelstedt aus. Trainerin Caro Heitmann war nach der Niederlage im Oberliga-Spiel gegen den TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck immer noch beeindruckt von der Leistung ihrer Mannschaft.

„Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen“, befand Heitmann nach dem 25:28 in eigener Halle gegen die starken Bielefelderinnen. Die haben mit Emma Pfennig eine Ausnahmespielerin in ihren Reihen. Der gelangen auch zwölf Treffer, unter anderem sieben der ersten zehn. Die Gastgeberinnen setzten Pfennig in Jule Kohrs und Michelle Hucke ein Duo entgegen. „Jule hat ihr bisher bestes Spiel für uns gemacht“, lobte Heitmann die siebenfache Torschützin, die zudem sehr Strafwürfe herausholte. Die wurden dann von Hucke (9/6) zumeist sicher verwandelt. „Es gab schon Siege, nach denen war nicht so stolz auf die gesamte Mannschaft“, zollte Heitmann ein Kollektivlob.

Auch Niklas Fiestelmann bewertete seine Mannschaft im Kollektiv. Doch nach der unerwarteten und unnötigen 24:25-Heimniederlage gegen Vorwärts Wettringen grantelte Fiestelmann: „Alle haben die Disziplin vermissen lassen.“

Zudem verspielte seine Mannschaft eine 20:17-Führung (38. Minute). „Das darf einfach nicht passieren“, meinte der HSV-Coach nach dem Rückschlag im Kampf um das Ticket zur Westfalenmeisterschaft. Um dieses zu lösen muss Minden-Nord nun die verbleibenden fünf Spiele gewinnen und Bielefeld/Jöllenbeck muss zweimal gegen Blomberg-Lippe gewinnen.

Morgen gastiert der HSV um 19.30 Uhr beim Verfolger JSG Werther/Borgholzhausen. „Einige Spielerinnen sind verletzt, einige haben Grippe“, stehen die Vorzeichen in dem eminent wichtigen Duell schlecht für die Grün-Schwarzen.

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MindenB-Mädchen: Disziplinloses HSV-Team ärgert FiestelmannMinden (cb). Noch am Montag war Niklas Fiestelmann, Trainer der B-Mädchen-Handballerinnen des HSV Minden-Nord stocksauer auf seine Mannschaft. Ganz anders sah die Gefühlswelt bei Lokalrivalen JSG NSM-Nettelstedt aus. Trainerin Caro Heitmann war nach der Niederlage im Oberliga-Spiel gegen den TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck immer noch beeindruckt von der Leistung ihrer Mannschaft. „Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen“, befand Heitmann nach dem 25:28 in eigener Halle gegen die starken Bielefelderinnen. Die haben mit Emma Pfennig eine Ausnahmespielerin in ihren Reihen. Der gelangen auch zwölf Treffer, unter anderem sieben der ersten zehn. Die Gastgeberinnen setzten Pfennig in Jule Kohrs und Michelle Hucke ein Duo entgegen. „Jule hat ihr bisher bestes Spiel für uns gemacht“, lobte Heitmann die siebenfache Torschützin, die zudem sehr Strafwürfe herausholte. Die wurden dann von Hucke (9/6) zumeist sicher verwandelt. „Es gab schon Siege, nach denen war nicht so stolz auf die gesamte Mannschaft“, zollte Heitmann ein Kollektivlob. Auch Niklas Fiestelmann bewertete seine Mannschaft im Kollektiv. Doch nach der unerwarteten und unnötigen 24:25-Heimniederlage gegen Vorwärts Wettringen grantelte Fiestelmann: „Alle haben die Disziplin vermissen lassen.“ Zudem verspielte seine Mannschaft eine 20:17-Führung (38. Minute). „Das darf einfach nicht passieren“, meinte der HSV-Coach nach dem Rückschlag im Kampf um das Ticket zur Westfalenmeisterschaft. Um dieses zu lösen muss Minden-Nord nun die verbleibenden fünf Spiele gewinnen und Bielefeld/Jöllenbeck muss zweimal gegen Blomberg-Lippe gewinnen. Morgen gastiert der HSV um 19.30 Uhr beim Verfolger JSG Werther/Borgholzhausen. „Einige Spielerinnen sind verletzt, einige haben Grippe“, stehen die Vorzeichen in dem eminent wichtigen Duell schlecht für die Grün-Schwarzen.