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Round-Up: Energischer Zwischenspurt beschert den Lit-Frauen den Derbysieg

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Benica Pross und der HSV Minden-Nord waren im Derby gegen Lit Tribe Germania chancenlos. - © Foto: Bendig
Benica Pross und der HSV Minden-Nord waren im Derby gegen Lit Tribe Germania chancenlos. (© Foto: Bendig)

Von Christian Bendig

Minden (cb). Nicht die Tatsache, dass die Handballerinnen Lit Tribe Germanias das Oberliga-Derby beim HSV Minden-Nord für sich entscheiden, sondern vielmehr die Höhe des 33:21-Sieges in Stemmer, überraschte am Samstagabend. Überraschend kam auch der Punktgewinn für die Verbandsliga-Frauen der HSG Petershagen/Lahde im Topspiel gegen den TuS Brockhagen zustande. Der Tabellenführer lag kurz vor dem Ende deutlich zurück, wurde beim 23:23-Remis aber für sein Risiko belohnt. Für das Highlight bei den Männern sorgte der TSV Hahlen, der am letzten regulären Spieltag vor der Winterpause den Dritten TuS Brake besiegte.

Starkes Spiel: Während es für Tjorven Wiese und den TSV Hahlen aufwärts geht, hinkt die HSG Porta - hier mit Jan-Christoph Hohlfeld (rechts) und Florian Göpfert (Nummer 17) den eigenen Ansprüchen hinterher. MT-Archivfoto: Wehling
Starkes Spiel: Während es für Tjorven Wiese und den TSV Hahlen aufwärts geht, hinkt die HSG Porta - hier mit Jan-Christoph Hohlfeld (rechts) und Florian Göpfert (Nummer 17) den eigenen Ansprüchen hinterher. MT-Archivfoto: Wehling

In der 3. Liga der Männer, setzte es für die Männer von Lit Tribe Germania und GWD Minden am 16. Spieltag Niederlagen. Lit verlor das wichtige Spiel beim TuS Volmetal mit 27:32 (12:16) und verpasste es, sich am vorletzten Spieltag des Kalenderjahres weiter von den Abstiegsrängen zu lösen. Stattdessen müssen die Männer um Trainer Daniel Gerling weiterhin die gefährdeten Plätze im Blick behalten. In Halbzeit eins lief die Hiller Spielgemeinschaft stetig einem Rückstand hinterher. Mit 12:16 aus Sicht der Gerling-Sieben wurden die Seiten gewechselt. Die Hausherren vergrößerten bis zur 48. Minute den Vorsprung auf 27:20. Danach kam Lit nicht mehr heran liegt in der Tabelle auf Rang zehn.

Geschlossen stemmte sich die HSG Petershagen/Lahde gegen die drohende Niederlage. Anne Schubert (Mitte) hatte die beiden entscheidenden Aktionen. - © Foto: Bendig
Geschlossen stemmte sich die HSG Petershagen/Lahde gegen die drohende Niederlage. Anne Schubert (Mitte) hatte die beiden entscheidenden Aktionen. (© Foto: Bendig)

Ähnlich erging es GWD Minden II beim Tabellendritten SG Schalksmühle/Halver. Die Mindener verloren 19:27 (10:12). Die Sauerländer dominierten die Anfangsphase und führten nach zehn Minuten 5:2. Dann kamen die Gäste besser ins Spiel und hielten due Rückstand bis zum 10:13 (32.) konstant, ehe sich die Hausherren mit drei Treffern in Serie scheinbar vorentscheidend zum 16:10 absetzten. Die Dankerser spielten sich beim 14:16 nochmals in Schlagdistanz (Justus Richtzenhain, 41.), aber zehn Minuten später hatte die SGSH mit der 22:16 (51.) die Siegfrage geklärt. GWD II bleibt Vorletzter.

TSV Hahlen bester heimischer Verbandsligist

In der Männer-Verbandsliga durfte lediglich der TSV Hahlen jubeln. Die personell arg gebeutelte Mannschaft von Trainer Henrik Thielking erkämpfte sich mit 32:29 über den Rangdritten TuS Brake den zweiten Heimsieg der Saison und klettert in der Tabelle sogar auf Platz sechs. Tjorven Wiese und Luca Höltkemeier schafften gemeinsam 16 der 32 Hahler Tore. Mit dem fünften Erfolg im zehnten Spiel ist der TSV nun der beste heimische Verbandsligist.

Auch, weil die HSG Porta in eigener Halle scheinbar nicht mehr gewinnen kann. Gegen den Drittletzten TuS Spenge setzte es in Veltheim eine bittere 29:31-Niederlage. Zur Pause hatten die Blau-Gelben die Drittliga-Reserve noch im Griff und lagen mit 18:14 in Front. Nach dem Wiederanpfiff riss der Faden. Spenge II schaffte in der 44. Minute bei 22:21 seine erste Führung des Spiels und legte in den verbleibenden 16 Spielminuten eigentlich immer einen Treffer vor.

Einen bitteren Abend erlebte auch Lit Tribe Germania II. Gegen den Spitzenreiter TSG Harsewinkel hielt der Außenseiter über die gesamt Spieldauer glänzend mit und ließ sich auch vom 11:16-Rückstand kurz nach dem Seitenwechsel nicht entmutigen. In der 51. Minute schaffte Lit II wieder den Ausgleich (21:21), hatte letztlich mit kleinem Kader aber nichts mehr zuzusetzen.

Eintracht Oberlübbe legt nach

In der Männer-Landesliga war das Abstiegsderby zwischen der HSG Petershagen/Lahde und dem TV Hille eine unerwartet deutliche Angelegenheit. Die HSG (7:15 Punkte) überholt nach dem 34:25-Heimsieg die Sachsenross-Handballer (6:18) in der Tabelle und befindet sich auf den drittletzten Rang. Hille ist Vorletzter. Nach dem Seitenwechsel verkürzte Hille vom 12:16-Pausenstand noch einmal auf 16:18 (33.), musste dann aber vor allem die spielerische Überlegenheit der Hausherren anerkennen. HSG-Rechtsaußen Sven Esler gelangen zwölf Treffer (drei Siebenmeter).

Eintracht Oberlübbe bestand die schwere Prüfung bei der TSG Altenhagen-Heepen II mit 27:26. Nach dem Sensationssieg vor einer Woche gegen HB Bad Salzuflen legte die Eintracht beim Team aus dem Mittelfeld nach, verspielte aber beinahe noch den sicheren 24:19-Vorsprung (50.). Oberlübbe überwintert durch den siebten Saisonsieg auf Rang drei.

Neun Wirkungstreffer in elf Minuten

Wie erwartet zog das Derby in der Frauen-Oberliga zwischen dem HSV Minden-Nord und Lit Tribe Germania die Massen an. Die sahen in den 20. Minuten ein temporeiches und rassiges Handballspiel auf Augenhöhe. Bis zum 9:9 legte Lit immer vor. Der Ausgleich in der 19. Minute durch Maren Schacht in der 19. Minute sollte der letzte für den HSV Gewesen sein. Fortan bestimmten die Rothemden das Spiel und gestatteten dem Handballspielverbund bis rund 30 Sekunden vor der Pausensirene keinen einzigen Treffer mehr. Auf der anderen Seite trafen die Lit-Spielerinnen traumwandlerisch sicher und verdienten sich die 18:10-Pausenführung redlich.

Nach dem Seitenwechsel verflachte die Partie zusehends, weil Lit mit dem komfortablen Vorsprung im Rücken die Zügelschleifen schleifen und die taktische Disziplin vermissen ließ. Das junge HSV-Team schlug daraus kein Kapital. Zum einen, weil der Negativlauf vor der Pause Wirkung hinterlassen hatte und außerdem Florence Niemann im Lit-Tor auch prächtig hielt. Während Lit sich bereits in die Winterpause verabschiedete, steht für den HSV am kommenden Freitag noch das Spiel beim HC Bergkamen auf dem Plan.

Einen ganz großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machte die HSG EURo. Die Mannschaft von Trainer Matthias Bredemeier siegte in eigener Halle sicher gegen den Abstiegskandidaten ETSV Ruhrtal Witten mit 29:24 (15:10) und hat nun sieben Zähler Vorsprung auf den Tabellenvorletzten TSV Hahlen. Der tritt am Sonntag beim Spitzenreiter ASC Dortmund an.

Die HSG Petershagen/Lahde überwintert an der Spitze der Frauen-Verbandsliga. Beim 23:23 im Spitzenspiel gegen den Tabellendritten TuS Brockhagen erreichte die HSG zu keinem Zeitpunkt ihre Leistungsgrenze und agierte vor allem im zweiten Abschnitt fahrig und fehlerhaft. Die Gäste um die frühere HSV-Spielmacherin Sarah Kehde nutzen das geschickt aus und schlossen ihre langatmig ausgespielten Angriffe zumeist erfolgreich ab. Die 21:16-Führung der Gäste eine Viertelstunde vor Schluss schien bereits die Entscheidung gewesen zu sein. Die Gastgeberinnen glaubten aber weiter an ihre Chance, gewannen nach einer Abwehrumstellung viele Bälle in der Defensive und hatten in Anne Schubert eine große Stütze im Team. Der Kreisläuferin gelang nicht nur der 23:23-Ausgleich wenige Sekunden vor Schluss, sondern auch der Punkt-rettende Block beim finalen Direktfreiwurf der Gäste.

Am Sonntag treffen in Stemmer um 16.30 Uhr im Derby der HSV Minden-Nord II und Eintracht Oberlübbe aufeinander. Der TuS 09 Möllbergen tritt in Wettringen an.

Ausführliche Berichterstattung in der Montagsausgabe.

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MindenRound-Up: Energischer Zwischenspurt beschert den Lit-Frauen den DerbysiegVon Christian Bendig Minden (cb). Nicht die Tatsache, dass die Handballerinnen Lit Tribe Germanias das Oberliga-Derby beim HSV Minden-Nord für sich entscheiden, sondern vielmehr die Höhe des 33:21-Sieges in Stemmer, überraschte am Samstagabend. Überraschend kam auch der Punktgewinn für die Verbandsliga-Frauen der HSG Petershagen/Lahde im Topspiel gegen den TuS Brockhagen zustande. Der Tabellenführer lag kurz vor dem Ende deutlich zurück, wurde beim 23:23-Remis aber für sein Risiko belohnt. Für das Highlight bei den Männern sorgte der TSV Hahlen, der am letzten regulären Spieltag vor der Winterpause den Dritten TuS Brake besiegte. In der 3. Liga der Männer, setzte es für die Männer von Lit Tribe Germania und GWD Minden am 16. Spieltag Niederlagen. Lit verlor das wichtige Spiel beim TuS Volmetal mit 27:32 (12:16) und verpasste es, sich am vorletzten Spieltag des Kalenderjahres weiter von den Abstiegsrängen zu lösen. Stattdessen müssen die Männer um Trainer Daniel Gerling weiterhin die gefährdeten Plätze im Blick behalten. In Halbzeit eins lief die Hiller Spielgemeinschaft stetig einem Rückstand hinterher. Mit 12:16 aus Sicht der Gerling-Sieben wurden die Seiten gewechselt. Die Hausherren vergrößerten bis zur 48. Minute den Vorsprung auf 27:20. Danach kam Lit nicht mehr heran liegt in der Tabelle auf Rang zehn. Ähnlich erging es GWD Minden II beim Tabellendritten SG Schalksmühle/Halver. Die Mindener verloren 19:27 (10:12). Die Sauerländer dominierten die Anfangsphase und führten nach zehn Minuten 5:2. Dann kamen die Gäste besser ins Spiel und hielten due Rückstand bis zum 10:13 (32.) konstant, ehe sich die Hausherren mit drei Treffern in Serie scheinbar vorentscheidend zum 16:10 absetzten. Die Dankerser spielten sich beim 14:16 nochmals in Schlagdistanz (Justus Richtzenhain, 41.), aber zehn Minuten später hatte die SGSH mit der 22:16 (51.) die Siegfrage geklärt. GWD II bleibt Vorletzter. TSV Hahlen bester heimischer Verbandsligist In der Männer-Verbandsliga durfte lediglich der TSV Hahlen jubeln. Die personell arg gebeutelte Mannschaft von Trainer Henrik Thielking erkämpfte sich mit 32:29 über den Rangdritten TuS Brake den zweiten Heimsieg der Saison und klettert in der Tabelle sogar auf Platz sechs. Tjorven Wiese und Luca Höltkemeier schafften gemeinsam 16 der 32 Hahler Tore. Mit dem fünften Erfolg im zehnten Spiel ist der TSV nun der beste heimische Verbandsligist. Auch, weil die HSG Porta in eigener Halle scheinbar nicht mehr gewinnen kann. Gegen den Drittletzten TuS Spenge setzte es in Veltheim eine bittere 29:31-Niederlage. Zur Pause hatten die Blau-Gelben die Drittliga-Reserve noch im Griff und lagen mit 18:14 in Front. Nach dem Wiederanpfiff riss der Faden. Spenge II schaffte in der 44. Minute bei 22:21 seine erste Führung des Spiels und legte in den verbleibenden 16 Spielminuten eigentlich immer einen Treffer vor. Einen bitteren Abend erlebte auch Lit Tribe Germania II. Gegen den Spitzenreiter TSG Harsewinkel hielt der Außenseiter über die gesamt Spieldauer glänzend mit und ließ sich auch vom 11:16-Rückstand kurz nach dem Seitenwechsel nicht entmutigen. In der 51. Minute schaffte Lit II wieder den Ausgleich (21:21), hatte letztlich mit kleinem Kader aber nichts mehr zuzusetzen. Eintracht Oberlübbe legt nach In der Männer-Landesliga war das Abstiegsderby zwischen der HSG Petershagen/Lahde und dem TV Hille eine unerwartet deutliche Angelegenheit. Die HSG (7:15 Punkte) überholt nach dem 34:25-Heimsieg die Sachsenross-Handballer (6:18) in der Tabelle und befindet sich auf den drittletzten Rang. Hille ist Vorletzter. Nach dem Seitenwechsel verkürzte Hille vom 12:16-Pausenstand noch einmal auf 16:18 (33.), musste dann aber vor allem die spielerische Überlegenheit der Hausherren anerkennen. HSG-Rechtsaußen Sven Esler gelangen zwölf Treffer (drei Siebenmeter). Eintracht Oberlübbe bestand die schwere Prüfung bei der TSG Altenhagen-Heepen II mit 27:26. Nach dem Sensationssieg vor einer Woche gegen HB Bad Salzuflen legte die Eintracht beim Team aus dem Mittelfeld nach, verspielte aber beinahe noch den sicheren 24:19-Vorsprung (50.). Oberlübbe überwintert durch den siebten Saisonsieg auf Rang drei. Neun Wirkungstreffer in elf Minuten Wie erwartet zog das Derby in der Frauen-Oberliga zwischen dem HSV Minden-Nord und Lit Tribe Germania die Massen an. Die sahen in den 20. Minuten ein temporeiches und rassiges Handballspiel auf Augenhöhe. Bis zum 9:9 legte Lit immer vor. Der Ausgleich in der 19. Minute durch Maren Schacht in der 19. Minute sollte der letzte für den HSV Gewesen sein. Fortan bestimmten die Rothemden das Spiel und gestatteten dem Handballspielverbund bis rund 30 Sekunden vor der Pausensirene keinen einzigen Treffer mehr. Auf der anderen Seite trafen die Lit-Spielerinnen traumwandlerisch sicher und verdienten sich die 18:10-Pausenführung redlich. Nach dem Seitenwechsel verflachte die Partie zusehends, weil Lit mit dem komfortablen Vorsprung im Rücken die Zügelschleifen schleifen und die taktische Disziplin vermissen ließ. Das junge HSV-Team schlug daraus kein Kapital. Zum einen, weil der Negativlauf vor der Pause Wirkung hinterlassen hatte und außerdem Florence Niemann im Lit-Tor auch prächtig hielt. Während Lit sich bereits in die Winterpause verabschiedete, steht für den HSV am kommenden Freitag noch das Spiel beim HC Bergkamen auf dem Plan. Einen ganz großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machte die HSG EURo. Die Mannschaft von Trainer Matthias Bredemeier siegte in eigener Halle sicher gegen den Abstiegskandidaten ETSV Ruhrtal Witten mit 29:24 (15:10) und hat nun sieben Zähler Vorsprung auf den Tabellenvorletzten TSV Hahlen. Der tritt am Sonntag beim Spitzenreiter ASC Dortmund an. Die HSG Petershagen/Lahde überwintert an der Spitze der Frauen-Verbandsliga. Beim 23:23 im Spitzenspiel gegen den Tabellendritten TuS Brockhagen erreichte die HSG zu keinem Zeitpunkt ihre Leistungsgrenze und agierte vor allem im zweiten Abschnitt fahrig und fehlerhaft. Die Gäste um die frühere HSV-Spielmacherin Sarah Kehde nutzen das geschickt aus und schlossen ihre langatmig ausgespielten Angriffe zumeist erfolgreich ab. Die 21:16-Führung der Gäste eine Viertelstunde vor Schluss schien bereits die Entscheidung gewesen zu sein. Die Gastgeberinnen glaubten aber weiter an ihre Chance, gewannen nach einer Abwehrumstellung viele Bälle in der Defensive und hatten in Anne Schubert eine große Stütze im Team. Der Kreisläuferin gelang nicht nur der 23:23-Ausgleich wenige Sekunden vor Schluss, sondern auch der Punkt-rettende Block beim finalen Direktfreiwurf der Gäste. Am Sonntag treffen in Stemmer um 16.30 Uhr im Derby der HSV Minden-Nord II und Eintracht Oberlübbe aufeinander. Der TuS 09 Möllbergen tritt in Wettringen an. Ausführliche Berichterstattung in der Montagsausgabe. Mehr zum Thema Männer-Vorschau: Bastelstunde im Hahler Feld Frauen-Vorschau: Duell der Gleichgesinnten