Minden

Jugendhandball: Sorgenkinder sind die Ältesten - Nur 13 A-Jungen-Teams in Minden-Lübbecke

Christian Bendig

Ben Wentrup (links) und Jans Kruit können HSV-Spieler Dustin Rapp nicht am erfolgeichen Torwurf hindern. Der Spitzenreiter aus dem Mindener Norden baute seine Führung gegenüber den Dankersern in der Tabelle aus. - © Foto: Christian Bendig
Ben Wentrup (links) und Jans Kruit können HSV-Spieler Dustin Rapp nicht am erfolgeichen Torwurf hindern. Der Spitzenreiter aus dem Mindener Norden baute seine Führung gegenüber den Dankersern in der Tabelle aus. (© Foto: Christian Bendig)

Minden (cb). Der Jungenhandball hat es aus verschiedenen Gründen schwer. Insbesondere kurz vor dem Übergang vom Nachwuchs- in den Männerbereich nehmen lediglich 13 A-Jugend-Teams am Spielbetrieb teil. Für eine Handballhochburg mit immerhin rund 311.000 Einwohnern – abgesehen von der absoluten Leistungsspitze – eine maue Bilanz.

Aus sportlicher Sicht stellt GWD Minden mit seiner A1-Mannschaft in der Bundesliga-Meisterrunde das derzeitige Aushängeschild. Auch die JSG NSM-Nettelstedt ist in der DHB-Pokalrunde bundesweit im Einsatz. Die A2-Teams der beiden Schwergewichte reißen jedoch alles andere als Bäume aus. Die Dankerser Zweitvertretung dümpelt im Tabellenkeller der Oberliga herum, die JSG-Reserve spielt in der zwei Klassen tieferen Bezirksliga. Dazwischen schlägt sich die zu großen Teilen gerade aus der B-Jugend aufgerückte Mannschaft des TSV Hahlen wacker, verlor unter anderem vor zwei Wochen gegen Spitzenreiter TV Emsdetten lediglich 23:24.

Bei den B-Jungen sieht es auf dem Papier ähnlich aus. Die beiden Teams der Platzhirsche GWD und JSG kämpfen bei optimalem Saisonverlauf in der Oberliga um den Einzug in die Spiele um die Deutsche Meisterschaft.

In der Verbandsliga geben auch die heimischen Vertreter den Ton an. Seit diesem Wochenende allen voran der HSV Minden-Nord. Der spielte in der zweiten Halbzeit des Gipfeltreffens bei GWD Minden II mit den Gastgebern Katz und Maus, feierte einen auch in der Höhe verdienten 34:34-Erfolg und baute den Vorsprung auf die Dankerser auf drei Zähler aus. „Unsere Mannschaft ist in der Oberliga-Qualifikation nur um ein Tor gescheitert“, erklärte HSV-Trainer Finn Steffen. Dass es nun derart gut laufen würde, erstaunt aber auch den Coach: „Denn die Liga ist sehr ausgeglichen. Man darf keinen Gegner unterschätzen.“

Dieser Einschätzung entgegen steht das Torverhältnis des HSV. Der Spitzenreiter gewann seine neun bisherigen Spiele im Schnitt mit knapp neun Treffern. Steffen hat dafür eine andere Erklärung: „Die Jungs sind einfach total ehrgeizig.“ Am kommenden Spieltag serviert der Spielplan den HSV-Jungs gleich das nächste Topspiel gegen den Dritten JSG NSM-Nettelstedt II am Sonntag um 16.30 Uhr in Stemmer.

Ein lange nicht auf der Oberliga-Landkarte aufgetauchter Verein ist JSG Meißen-Röcke. Der Außenseiter schaffte inzwischen sogar die Qualifikation für die im Januar beginnende Oberliga-Endrunde und ist dort neben den Dauerbrennern der dritte heimische Vertreter.

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MindenJugendhandball: Sorgenkinder sind die Ältesten - Nur 13 A-Jungen-Teams in Minden-LübbeckeChristian BendigMinden (cb). Der Jungenhandball hat es aus verschiedenen Gründen schwer. Insbesondere kurz vor dem Übergang vom Nachwuchs- in den Männerbereich nehmen lediglich 13 A-Jugend-Teams am Spielbetrieb teil. Für eine Handballhochburg mit immerhin rund 311.000 Einwohnern – abgesehen von der absoluten Leistungsspitze – eine maue Bilanz. Aus sportlicher Sicht stellt GWD Minden mit seiner A1-Mannschaft in der Bundesliga-Meisterrunde das derzeitige Aushängeschild. Auch die JSG NSM-Nettelstedt ist in der DHB-Pokalrunde bundesweit im Einsatz. Die A2-Teams der beiden Schwergewichte reißen jedoch alles andere als Bäume aus. Die Dankerser Zweitvertretung dümpelt im Tabellenkeller der Oberliga herum, die JSG-Reserve spielt in der zwei Klassen tieferen Bezirksliga. Dazwischen schlägt sich die zu großen Teilen gerade aus der B-Jugend aufgerückte Mannschaft des TSV Hahlen wacker, verlor unter anderem vor zwei Wochen gegen Spitzenreiter TV Emsdetten lediglich 23:24. Bei den B-Jungen sieht es auf dem Papier ähnlich aus. Die beiden Teams der Platzhirsche GWD und JSG kämpfen bei optimalem Saisonverlauf in der Oberliga um den Einzug in die Spiele um die Deutsche Meisterschaft. In der Verbandsliga geben auch die heimischen Vertreter den Ton an. Seit diesem Wochenende allen voran der HSV Minden-Nord. Der spielte in der zweiten Halbzeit des Gipfeltreffens bei GWD Minden II mit den Gastgebern Katz und Maus, feierte einen auch in der Höhe verdienten 34:34-Erfolg und baute den Vorsprung auf die Dankerser auf drei Zähler aus. „Unsere Mannschaft ist in der Oberliga-Qualifikation nur um ein Tor gescheitert“, erklärte HSV-Trainer Finn Steffen. Dass es nun derart gut laufen würde, erstaunt aber auch den Coach: „Denn die Liga ist sehr ausgeglichen. Man darf keinen Gegner unterschätzen.“ Dieser Einschätzung entgegen steht das Torverhältnis des HSV. Der Spitzenreiter gewann seine neun bisherigen Spiele im Schnitt mit knapp neun Treffern. Steffen hat dafür eine andere Erklärung: „Die Jungs sind einfach total ehrgeizig.“ Am kommenden Spieltag serviert der Spielplan den HSV-Jungs gleich das nächste Topspiel gegen den Dritten JSG NSM-Nettelstedt II am Sonntag um 16.30 Uhr in Stemmer. Ein lange nicht auf der Oberliga-Landkarte aufgetauchter Verein ist JSG Meißen-Röcke. Der Außenseiter schaffte inzwischen sogar die Qualifikation für die im Januar beginnende Oberliga-Endrunde und ist dort neben den Dauerbrennern der dritte heimische Vertreter.