Minden

Frauen-Oberliga: Spitzenspiel fällt ins Wasser - Doppelte Freude bei Lit Tribe Germania

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Ann-Cathrin Kamann feierte nach Handbruch ihr Comeback. Archivfoto: cb
Ann-Cathrin Kamann feierte nach Handbruch ihr Comeback. Archivfoto: cb

Minden (rich/jöw/cb). Das Gipfeltreffen der Frauenhandball-Oberliga ist ausgefallen: Wegen eines Wasserschadens in der frisch renovierten Sporthalle in Applerbeck musste die Partie des Spitzenreiters ASC Dortmund gegen den HSV Minden-Nord abgesagt werden. „Ich habe heute morgen um kurz nach Acht den Anruf erhalten, dass das Spiel abgesagt werden muss“, berichtete HSV-Trainer Olaf Grintz und bedauerte: „Wir hätten alle gern gespielt.“ Ein einziges Team aus dem heimischen Quartett hatte am Wochenende Grund zu Freude: Aufsteiger Lit Tribe Germania feierte den 32:23 Sieg beim TV Verl und das Comeback der lang verletzten Ann-Cathrin Kamann.

SG Halden-Herbeck - TSV Hahlen 31:27 (14:10). „Unsere Angriffsleistung war in Ordnung, aber in der Abwehr waren wir nicht entschlossen genug“, sagte Hahlens Trainer Sebastian Winkler nach der Niederlage in Hagen. Maßgeblichen Anteil am Erfolg der Gegnerinnen hatte die ehemalige Nationalspielerin Sabrina Richter, die zuletzt in der Bundesliga für Borussia Dortmund auflief. „Das war allerdings nicht der Hauptgrund. Wir sind schlecht in die Partie gestartet, haben uns bis Mitte der zweiten Halbzeit zwar gesteigert. Doch als wir dran sind, vergeben wir zwei Mal den Ausgleich“, fasste Winkler zusammen. Nach 13 Minuten führten die Gastgeberinnen mit 8:3, bis kurz vor der Pause sogar sogar 14:9. Doch die junge Hahler Mannschaft gab sich nicht geschlagen und verkürzte bis zur 42. Minute auf 17:18 . In Hahler Überzahl zogen die Haldenerinnen auf 24:20 davon. Schmerzlich war die TSV-Fehlerquote an der Siebenmeter-Linie. Vier Marken blieben ungenutzt.

TSV Hahlen: Kaiser 1.-20. und 45.-60., Krömker 20.- 45. – Wiese 7, Meyer 7/4, Funk 4, Rose 2, Pedersen 2, Domke 1, Busse 1, Wüllner 1, Borgmann 1, Kleine 1.

HSG EURo - Ibbenbürener SpVg 27:31 (15:17). „Wir haben gut mitgespielt und dem Gegner Paroli geboten“, sagte HSG-Trainer Matthias Bredemeier, der trotz der Niederlage stolz auf sein Team war: „Ich mache der Mannschaft keinen Vorwurf. Wir nehmen das positive Gefühl mit, dass wir auch gegen die Top-Teams gute Ergebnisse erzielen können.“ In Joana Rodehau, die noch an den Folgen ihrer im Derby gegen den TSV Hahlen erlittenen Gehirnerschütterung leidet, fehlte der HSG die zentrale Abwehrspielerin. „Aber das hat die Mannschaft gut kompensiert“, lobte Bredemeier. Immer mal wieder arbeitete sich das EURo-Team bis auf zwei Tore an Ibbenbüren heran, letztmalig beim 23:25 durch Rahel Rodehau in der 50. Minute. Doch für eine Überraschung reichte es nicht. „Um die ein bisschen mehr zu kitzeln, fehlte uns in der zweiten Halbzeit ein bisschen Wurfglück“, meinte Bredemeier.

HSG EURo: Pagels, Hampel - Heuser, Langer, Bredemeier 1, Zydel 1, Kleine 7/2, Huwe, Tirschler, Staskute 2, Rhea Rodehau 4, Rahel Rodehau 5.

TV Verl - Lit Tribe Germania 23:32 (10:17). Aus dem Lit-Lager gab es nach dem fünften Saisonsieg mehrere gute Nachrichten zu vermelden. Madeleine Benecke trumpfte mit satten elf Treffern auf und Ann-Cathrin Kamann traf bei ihrem Comeback gleich sechs Mal.

Lit Tribe Germania: Fischer, Niemann - Benecke 11/1, Wöbking 6/1, Kamann 6/3, Knicker 3, Meyer 3, Hartrumpf 2, Bolduan 1, Schwentker, Dera.

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MindenFrauen-Oberliga: Spitzenspiel fällt ins Wasser - Doppelte Freude bei Lit Tribe GermaniaMinden (rich/jöw/cb). Das Gipfeltreffen der Frauenhandball-Oberliga ist ausgefallen: Wegen eines Wasserschadens in der frisch renovierten Sporthalle in Applerbeck musste die Partie des Spitzenreiters ASC Dortmund gegen den HSV Minden-Nord abgesagt werden. „Ich habe heute morgen um kurz nach Acht den Anruf erhalten, dass das Spiel abgesagt werden muss“, berichtete HSV-Trainer Olaf Grintz und bedauerte: „Wir hätten alle gern gespielt.“ Ein einziges Team aus dem heimischen Quartett hatte am Wochenende Grund zu Freude: Aufsteiger Lit Tribe Germania feierte den 32:23 Sieg beim TV Verl und das Comeback der lang verletzten Ann-Cathrin Kamann. SG Halden-Herbeck - TSV Hahlen 31:27 (14:10). „Unsere Angriffsleistung war in Ordnung, aber in der Abwehr waren wir nicht entschlossen genug“, sagte Hahlens Trainer Sebastian Winkler nach der Niederlage in Hagen. Maßgeblichen Anteil am Erfolg der Gegnerinnen hatte die ehemalige Nationalspielerin Sabrina Richter, die zuletzt in der Bundesliga für Borussia Dortmund auflief. „Das war allerdings nicht der Hauptgrund. Wir sind schlecht in die Partie gestartet, haben uns bis Mitte der zweiten Halbzeit zwar gesteigert. Doch als wir dran sind, vergeben wir zwei Mal den Ausgleich“, fasste Winkler zusammen. Nach 13 Minuten führten die Gastgeberinnen mit 8:3, bis kurz vor der Pause sogar sogar 14:9. Doch die junge Hahler Mannschaft gab sich nicht geschlagen und verkürzte bis zur 42. Minute auf 17:18 . In Hahler Überzahl zogen die Haldenerinnen auf 24:20 davon. Schmerzlich war die TSV-Fehlerquote an der Siebenmeter-Linie. Vier Marken blieben ungenutzt. TSV Hahlen: Kaiser 1.-20. und 45.-60., Krömker 20.- 45. – Wiese 7, Meyer 7/4, Funk 4, Rose 2, Pedersen 2, Domke 1, Busse 1, Wüllner 1, Borgmann 1, Kleine 1. HSG EURo - Ibbenbürener SpVg 27:31 (15:17). „Wir haben gut mitgespielt und dem Gegner Paroli geboten“, sagte HSG-Trainer Matthias Bredemeier, der trotz der Niederlage stolz auf sein Team war: „Ich mache der Mannschaft keinen Vorwurf. Wir nehmen das positive Gefühl mit, dass wir auch gegen die Top-Teams gute Ergebnisse erzielen können.“ In Joana Rodehau, die noch an den Folgen ihrer im Derby gegen den TSV Hahlen erlittenen Gehirnerschütterung leidet, fehlte der HSG die zentrale Abwehrspielerin. „Aber das hat die Mannschaft gut kompensiert“, lobte Bredemeier. Immer mal wieder arbeitete sich das EURo-Team bis auf zwei Tore an Ibbenbüren heran, letztmalig beim 23:25 durch Rahel Rodehau in der 50. Minute. Doch für eine Überraschung reichte es nicht. „Um die ein bisschen mehr zu kitzeln, fehlte uns in der zweiten Halbzeit ein bisschen Wurfglück“, meinte Bredemeier. HSG EURo: Pagels, Hampel - Heuser, Langer, Bredemeier 1, Zydel 1, Kleine 7/2, Huwe, Tirschler, Staskute 2, Rhea Rodehau 4, Rahel Rodehau 5. TV Verl - Lit Tribe Germania 23:32 (10:17). Aus dem Lit-Lager gab es nach dem fünften Saisonsieg mehrere gute Nachrichten zu vermelden. Madeleine Benecke trumpfte mit satten elf Treffern auf und Ann-Cathrin Kamann traf bei ihrem Comeback gleich sechs Mal. Lit Tribe Germania: Fischer, Niemann - Benecke 11/1, Wöbking 6/1, Kamann 6/3, Knicker 3, Meyer 3, Hartrumpf 2, Bolduan 1, Schwentker, Dera.