Petershagen

Frauen-Verbandsliga: Plötzliches Temperatur-Hoch in Lahde - Spitzenreiter verliert das Derby

Christian Bendig

Johanna Merks wird in dieser Szene von den Möllbergerinnen Stefanie Themann und Denise Schwier arg bedrängt. Merks erzielte sechs Treffer, fand aber nach der 19:15-Führung keine Lücke mehr in der TuS-Abwehr. - © Foto: Bendig
Johanna Merks wird in dieser Szene von den Möllbergerinnen Stefanie Themann und Denise Schwier arg bedrängt. Merks erzielte sechs Treffer, fand aber nach der 19:15-Führung keine Lücke mehr in der TuS-Abwehr. (© Foto: Bendig)

Petershagen (cb). „Der Tag, an dem wir unser erstes Spiel der Saison verlieren, musste ja irgendwann einmal kommen“, meinte Heiko Breuer nach der 24:28 (15:11)-Derby-Niederlage seiner HSG Petershagen/Lahde gegen den TuS 09 Möllbergen. Aufgrund der Niederlage von Verfolger TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck bei Vorwärts Wettringen führt das Breuer-Team die Tabelle der Frauenhandball-Verbandsliga nach dem achten Spieltag weiter an.

HSG Petershagen/Lahde - TuS 09 Möllbergen 24:28 (15:11). Der Spitzenreiter wurde seiner Favoritenstellung bis zur 19:15-Führung in der 39. Minute vollauf gerecht. Auch, weil die Möllbergerinnen zunächst lange Zeit nicht ins Spiel fanden. „Irgendwie war da bei allen Beteiligten kein Zug drin. Es plätscherte vor sich hin. Auch auf der Tribüne“, erkannte TuS-Trainer Patrick Richter. Dessen Mannschaft agierte vor allem in der Defensive nicht in Normalform und ließ die Gastgeberinnen, die schon ab der dritten Minute auf Spielmacherin Annika Scholten wegen einer ausgekugelten Schulter verzichten mussten, zu leichten Torerfolgen kommen. „Zunächst konnten wir Annikas Ausfall gut kompensieren“, berichtete Breuer und bescheinigte seiner Mannschaft über weite Strecken eine „ordentliche Vorstellung“.

Dann wurde es auch heiterem Himmel hektisch. „Ich weiß gar nicht, warum“, rätselte Breuer und musste mit ansehen, wie seine Mannschaft den Überblick verlor. Beim 19:15 versuchte der HSG-Trainer vergeblich, gegenzusteuern und seine Spielerinnen in einer Auszeit wieder auf die richtige Bahn zu setzen. Möllbergen kam mit der Hektik deutlich besser klar, setzte zu einem 12:2-Lauf bis zum 27:21 (57.) an und erzwang die Entscheidung. „Wenn du alles gewinnst, kannst du vielleicht nicht mehr so gut mit Rückständen umgehen“, spekulierte Richter über die Gründe des HSG-Einbruchs.

Warum seine Mannschaft das Derby drehte, wusste Richter hingegen genau: „Plötzlich war der Wille einfach wieder da.“ Inzwischen hatte auch Breuer den Grund für die Niederlage ausgemacht: „Vorne haben wir die Bälle einfach weggeschmissen.“ Tore für HSG Petershagen/Lahde: Ziercke 8/2, Merks 6, Brase 3, Ahnefeld 2, Schubert 2, Zwingmann 2, Balic-Ernst 1. Tore für TuS 09 Möllbergen: Schwier 7/3, Themann 7, Pfannenschmidt 4, Büsching 3, Epp 3, Hart 3, Wäke 1.

Eintracht Oberlübbe - HT SF Senne 22:27 (11:16). Die Negativserie hat bei den Spielerinnen der Oberlübber Eintracht tiefe Spuren hinterlassen. „Wir gehen hochmotiviert ins Spiel. Aber beim ersten Rückstand stecken wir einfach den Kopf in den Sand“, sieht Interimstrainer Jonas Lukowski vor allem ein mentales Problem und weniger ein handballerisches. Gegen den Drittletzten lag das Schlusslicht bereits nach dem 0:1 zurück. Nach dem 2:2 gelang kein einziges Mal der Ausgleich, stattdessen bauten die Gäste ihren Vorsprung kontinuierlich aus. „Es kommt eins zum anderen“, haderte Lukowski, der zudem auch eine schwache Chancenverwertung ausmachte. „Irgendwie müssen wir wieder Optimismus in die Mannschaft bekommen“, verdeutliche Lukowski. Am besten schon bis zum kommenden Spiel gegen die Spvg Steinhagen. Tore für Eintracht Oberlübbe: Hornkohl 6/5, Bröenhorst 5, Hundertmark 2, Steffen 2, Kelle 2, Zapatka 2, Huckauf 2, Krietemeyer 1.

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PetershagenFrauen-Verbandsliga: Plötzliches Temperatur-Hoch in Lahde - Spitzenreiter verliert das DerbyChristian BendigPetershagen (cb). „Der Tag, an dem wir unser erstes Spiel der Saison verlieren, musste ja irgendwann einmal kommen“, meinte Heiko Breuer nach der 24:28 (15:11)-Derby-Niederlage seiner HSG Petershagen/Lahde gegen den TuS 09 Möllbergen. Aufgrund der Niederlage von Verfolger TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck bei Vorwärts Wettringen führt das Breuer-Team die Tabelle der Frauenhandball-Verbandsliga nach dem achten Spieltag weiter an. HSG Petershagen/Lahde - TuS 09 Möllbergen 24:28 (15:11). Der Spitzenreiter wurde seiner Favoritenstellung bis zur 19:15-Führung in der 39. Minute vollauf gerecht. Auch, weil die Möllbergerinnen zunächst lange Zeit nicht ins Spiel fanden. „Irgendwie war da bei allen Beteiligten kein Zug drin. Es plätscherte vor sich hin. Auch auf der Tribüne“, erkannte TuS-Trainer Patrick Richter. Dessen Mannschaft agierte vor allem in der Defensive nicht in Normalform und ließ die Gastgeberinnen, die schon ab der dritten Minute auf Spielmacherin Annika Scholten wegen einer ausgekugelten Schulter verzichten mussten, zu leichten Torerfolgen kommen. „Zunächst konnten wir Annikas Ausfall gut kompensieren“, berichtete Breuer und bescheinigte seiner Mannschaft über weite Strecken eine „ordentliche Vorstellung“. Dann wurde es auch heiterem Himmel hektisch. „Ich weiß gar nicht, warum“, rätselte Breuer und musste mit ansehen, wie seine Mannschaft den Überblick verlor. Beim 19:15 versuchte der HSG-Trainer vergeblich, gegenzusteuern und seine Spielerinnen in einer Auszeit wieder auf die richtige Bahn zu setzen. Möllbergen kam mit der Hektik deutlich besser klar, setzte zu einem 12:2-Lauf bis zum 27:21 (57.) an und erzwang die Entscheidung. „Wenn du alles gewinnst, kannst du vielleicht nicht mehr so gut mit Rückständen umgehen“, spekulierte Richter über die Gründe des HSG-Einbruchs. Warum seine Mannschaft das Derby drehte, wusste Richter hingegen genau: „Plötzlich war der Wille einfach wieder da.“ Inzwischen hatte auch Breuer den Grund für die Niederlage ausgemacht: „Vorne haben wir die Bälle einfach weggeschmissen.“ Tore für HSG Petershagen/Lahde: Ziercke 8/2, Merks 6, Brase 3, Ahnefeld 2, Schubert 2, Zwingmann 2, Balic-Ernst 1. Tore für TuS 09 Möllbergen: Schwier 7/3, Themann 7, Pfannenschmidt 4, Büsching 3, Epp 3, Hart 3, Wäke 1. Eintracht Oberlübbe - HT SF Senne 22:27 (11:16). Die Negativserie hat bei den Spielerinnen der Oberlübber Eintracht tiefe Spuren hinterlassen. „Wir gehen hochmotiviert ins Spiel. Aber beim ersten Rückstand stecken wir einfach den Kopf in den Sand“, sieht Interimstrainer Jonas Lukowski vor allem ein mentales Problem und weniger ein handballerisches. Gegen den Drittletzten lag das Schlusslicht bereits nach dem 0:1 zurück. Nach dem 2:2 gelang kein einziges Mal der Ausgleich, stattdessen bauten die Gäste ihren Vorsprung kontinuierlich aus. „Es kommt eins zum anderen“, haderte Lukowski, der zudem auch eine schwache Chancenverwertung ausmachte. „Irgendwie müssen wir wieder Optimismus in die Mannschaft bekommen“, verdeutliche Lukowski. Am besten schon bis zum kommenden Spiel gegen die Spvg Steinhagen. Tore für Eintracht Oberlübbe: Hornkohl 6/5, Bröenhorst 5, Hundertmark 2, Steffen 2, Kelle 2, Zapatka 2, Huckauf 2, Krietemeyer 1.