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Verbandsliga: „Klassiker“ nervt Trainer Thielking

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In der vorletzten Szene vor der Pause erkämpft Hahlens Eike Böker (am Ball) einen Strafwurf und eine Zeitstrafe gegen Spenge. - © Foto: Christian Bendig
In der vorletzten Szene vor der Pause erkämpft Hahlens Eike Böker (am Ball) einen Strafwurf und eine Zeitstrafe gegen Spenge. (© Foto: Christian Bendig)

Minden (cb/rich). Der achte Spieltag der Männerhandball-Verbandsliga war aus heimischer Sicht ein gebrauchter. Lediglich der TSV Hahlen verbuchte einen Zähler. Aber auch das Remis gegen TuS Spenge II fühlte sich an wie eine Niederlage.

TSV Hahlen - TuS Spenge II 27:27 (15:13). Es ist wie verhext: Der TSV Hahlen schaffte es wieder nicht, eine Führung ins Ziel zu bringen. „Das ist inzwischen ein Klassiker“, flüchtete sich TSV-Trainer Henrik Thielking in Galgenhumor. In spielerischer Hinsicht hatte der Trainer nichts auszusetzen. Im Gegenteil. Die Hausherren rackerten in der Abwehr, kamen infolgedessen zu vielen Tempogegenstößen und kombinierten im Positionsangriff gefällig. „Wir verpassen es einfach, den Deckel drauf zu machen“, überraschte es Thielking nicht, dass bei seinen Spielern in der Schlussphase „das Handgelenk fest wurde“. Auch die 16:13-Führung kurz nach der Pause sowie der 27:25-Vorsprung (55.) verlieh dem Tabellenelften nicht die nötige Selbstsicherheit.

TSV Hahlen: Wilken-Johannes, Schumacher - Bruns 8/2, , Wiese 5/2, Becker 4, Höltkemeyer 3, Kolbe 2, Schilling 2, Böker 2, Eickenjäger 1, Möws.

HSG Porta - HSG Spradow 29:34 (13:16). „Diese Niederlage nervt. Viele Spieler haben ihre Leistung einfach nicht abgerufen“, ließ HSG-Trainer Daniel Franke seinem Ärger freien Lauf. Wie so häufig in der laufenden Spielzeit ging die Startphase in die Hose. Zügig hatten sich die Hausherren einen 0:4-Rückstand eingehandelt. Allmählich fand die Franke-Sieben ins Spiel, egalisierte bis zur 21. Minute den Rückstand (11:11), um sich bis zur Pause wieder in eine schlechte Ausgangsposition für den zweiten Durchgang zu manövrieren. „Wir stellen uns so oft selbst ein Bein“, bemerkte der HSG-Coach, der auch in Abschnitt zwei ein stetes Auf und Ab erlebte. Wieder machte der Tabellensechste den 14:19-Rückstand beim 20:20 (41.) wett, wieder verloren die Veltheimer aufgrund eigener Unzulänglichkeiten den Anschluss und das zweite Heimspiel der Saison. Auch, weil der bis dahin achtmal erfolgreiche Rückraumspieler Luca Halstenberg in der 42. Minute die Rote Karte sah.

HSG Porta: Frerichs, Frochte - Halstenberg 8/3, Held 5, Fuchs 5/1, Hohlfeld 3, Tretzack 3, Müller 2, Göpfert 2, Marsden 1, Naumann, Watermann.

Lit Tribe Germania II - TuS Brake 24:29 (11:13). Mit der vierten Niederlage in Folge rutschten die Germanen erstmals in ein negatives Punktekonto und in der Tabelle auf Platz 9. Gegen Brake legte der Drittliga-Unterbau ein 2:0 vor, doch diese Führung war die einzige der Partie. Über 2:5 und 5:8 liefen die Gastgeber hinterher. Dem 8:8-Ausgleich folgte das 8:12. Nach dem 15:20 (42.) kämpften sich die Gastgeber dank der Treffer von René Glöckner (3 Tore) und Marvin Meinking (2) beim 20:20 (48.) ein weiteres Mal zum Unentschieden heran. In den folgenden zehn Minuten rang das Team von Trainer Feiko Kuscer über 22:23 und 23:24 verbissen um die Führung, doch Brake blieb vorn und stockte nach dem 24:26 in den drei hitzigen Schlussminuten, in denen Lit-Torhüter Noah Steinhauer nach einem Foul noch die Rote Karte sah, auf 24:29 auf. Coach Kuscer war nicht zufrieden mit dem Spiel: „Mit 17 technischen Fehlern kann man nicht gewinnen“, benannte er eine Baustelle und stellte fest: „Wir haben uns vom langatmigen Braker Angriffsspiel aus der Ruhe bringen lassen.“

Lit Tribe Germania II: Steinhauer, M. Finke - Glöckner 8, Grote 5/4, Knickmeier 4, Meinking 4, Indeche 1, J. Finke 1, Thielking 1, Kruse, Ames, Droste.

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MindenVerbandsliga: „Klassiker“ nervt Trainer ThielkingMinden (cb/rich). Der achte Spieltag der Männerhandball-Verbandsliga war aus heimischer Sicht ein gebrauchter. Lediglich der TSV Hahlen verbuchte einen Zähler. Aber auch das Remis gegen TuS Spenge II fühlte sich an wie eine Niederlage. TSV Hahlen - TuS Spenge II 27:27 (15:13). Es ist wie verhext: Der TSV Hahlen schaffte es wieder nicht, eine Führung ins Ziel zu bringen. „Das ist inzwischen ein Klassiker“, flüchtete sich TSV-Trainer Henrik Thielking in Galgenhumor. In spielerischer Hinsicht hatte der Trainer nichts auszusetzen. Im Gegenteil. Die Hausherren rackerten in der Abwehr, kamen infolgedessen zu vielen Tempogegenstößen und kombinierten im Positionsangriff gefällig. „Wir verpassen es einfach, den Deckel drauf zu machen“, überraschte es Thielking nicht, dass bei seinen Spielern in der Schlussphase „das Handgelenk fest wurde“. Auch die 16:13-Führung kurz nach der Pause sowie der 27:25-Vorsprung (55.) verlieh dem Tabellenelften nicht die nötige Selbstsicherheit. TSV Hahlen: Wilken-Johannes, Schumacher - Bruns 8/2, , Wiese 5/2, Becker 4, Höltkemeyer 3, Kolbe 2, Schilling 2, Böker 2, Eickenjäger 1, Möws. HSG Porta - HSG Spradow 29:34 (13:16). „Diese Niederlage nervt. Viele Spieler haben ihre Leistung einfach nicht abgerufen“, ließ HSG-Trainer Daniel Franke seinem Ärger freien Lauf. Wie so häufig in der laufenden Spielzeit ging die Startphase in die Hose. Zügig hatten sich die Hausherren einen 0:4-Rückstand eingehandelt. Allmählich fand die Franke-Sieben ins Spiel, egalisierte bis zur 21. Minute den Rückstand (11:11), um sich bis zur Pause wieder in eine schlechte Ausgangsposition für den zweiten Durchgang zu manövrieren. „Wir stellen uns so oft selbst ein Bein“, bemerkte der HSG-Coach, der auch in Abschnitt zwei ein stetes Auf und Ab erlebte. Wieder machte der Tabellensechste den 14:19-Rückstand beim 20:20 (41.) wett, wieder verloren die Veltheimer aufgrund eigener Unzulänglichkeiten den Anschluss und das zweite Heimspiel der Saison. Auch, weil der bis dahin achtmal erfolgreiche Rückraumspieler Luca Halstenberg in der 42. Minute die Rote Karte sah. HSG Porta: Frerichs, Frochte - Halstenberg 8/3, Held 5, Fuchs 5/1, Hohlfeld 3, Tretzack 3, Müller 2, Göpfert 2, Marsden 1, Naumann, Watermann. Lit Tribe Germania II - TuS Brake 24:29 (11:13). Mit der vierten Niederlage in Folge rutschten die Germanen erstmals in ein negatives Punktekonto und in der Tabelle auf Platz 9. Gegen Brake legte der Drittliga-Unterbau ein 2:0 vor, doch diese Führung war die einzige der Partie. Über 2:5 und 5:8 liefen die Gastgeber hinterher. Dem 8:8-Ausgleich folgte das 8:12. Nach dem 15:20 (42.) kämpften sich die Gastgeber dank der Treffer von René Glöckner (3 Tore) und Marvin Meinking (2) beim 20:20 (48.) ein weiteres Mal zum Unentschieden heran. In den folgenden zehn Minuten rang das Team von Trainer Feiko Kuscer über 22:23 und 23:24 verbissen um die Führung, doch Brake blieb vorn und stockte nach dem 24:26 in den drei hitzigen Schlussminuten, in denen Lit-Torhüter Noah Steinhauer nach einem Foul noch die Rote Karte sah, auf 24:29 auf. Coach Kuscer war nicht zufrieden mit dem Spiel: „Mit 17 technischen Fehlern kann man nicht gewinnen“, benannte er eine Baustelle und stellte fest: „Wir haben uns vom langatmigen Braker Angriffsspiel aus der Ruhe bringen lassen.“ Lit Tribe Germania II: Steinhauer, M. Finke - Glöckner 8, Grote 5/4, Knickmeier 4, Meinking 4, Indeche 1, J. Finke 1, Thielking 1, Kruse, Ames, Droste.