Hille

Großer Kampf bleibt ohne Ertrag: Drittliga-Germanen verlieren gegen VfL Hagen

Christian Bendig

Nach seinem starken Auftritt und zehn Feldtoren vor einer Woche legte Bjarne Schulz bei der 26:32-Heimniederlage gegen Eintracht Hagen noch einmal eine starke Vorstellung und sieben Feldtore nach. - © Foto: Christian Bendig
Nach seinem starken Auftritt und zehn Feldtoren vor einer Woche legte Bjarne Schulz bei der 26:32-Heimniederlage gegen Eintracht Hagen noch einmal eine starke Vorstellung und sieben Feldtore nach. (© Foto: Christian Bendig)

Hille (cb). „An einem guten Tag können wir jedem Team der Liga Probleme bereiten“, lautete vor einigen Wochen die Einschätzung von Daniel Gerling. Gegen den Zweitliga-Absteiger Eintracht Hagen ließen die Handballer Lit Tribe Germanias Taten folgen und ärgerte den Titelaspiranten zumindest eine Halbzeit lang. Nach 60 packenden Drittliga-Minuten sicherten sich aber die Gäste mit dem 32:26 (15:14)-Sieg die Punkte.

Dabei bestand tatsächlich eine Minimalchance, dass die Zähler mit etwas Abschlussglück doch in Nordhemmern geblieben wären. Doch in der 52. Minute klatschte ein Wurf von Kim-Patrick Kliver an den rechten Außenpfosten. In der 53. Minute fehlten wenige Zentimeter zum 24:26-Anschlusstreffer, der die Drangphase der Hausherren wahrscheinlich am Leben gehalten hätte. Stattdessen erhöhte auf der Gegenseite Tim Brand wenige Augenblicke später zum 27:23 für die Eintracht. Die stand nach der jüngsten Heimniederlage gegen den Titelrivalen Wilhelmshavener HV entsprechend unter Druck. Und das merkte man der Mannschaft von Trainer Ulli Kriebel vor allem in Halbzeit eins auch deutlich an.

Ohne die beiden verletzten Linkshänder Jannik Gartmann (Handbruch) und Jannik Oevermann (Rippenprellung) – dafür aber mit Marvin Mundus vom TuS N-Lübbecke – gaben die „Litties“ vor 200 Zuschauern den Takt vor. 6:4 (12. ), 9:7 (18.) und 12:10 (24.) lauteten drei Wegmarken des ersten Abschnitts, in dem die Lit-Abwehr vor dem sicheren Rückhalt Jannis Finke aufopferungsvoll verteidigte und die beiden frühen Zeitstrafen gegen Moritz Rodekirchen in der elften und 14. Minute geschickt kompensierte. „Wir haben viele einfache technische Fehler gemacht und eine passende Körpersprache fehlte“, sagte Kriebel. Gerling hingegen sah „eine gute bis sehr gute erste Halbzeit“ seiner Mannschaft, die den Favoriten auch bis zur 40. Minute weiter alles abverlangte. Mundus läutete mit seinem 19:20-Anschlusstreffer eine vierminütige Schwächephase seiner Mannschaft ein. Hagen nutze diese bis zur 44. Minute zur 24:19-Führung. Nach dem 26:21 (50.) durch Jaap Beemsterboer brach eine Zeitstrafenflut über die Eintracht herein.

Mehr als Klivers 23:26-Anschluss sprang für die Germanen aber nicht mehr heraus. „Ich hatte den Eindruck, dass in dieser Phase Hagen einen Gang zurückgeschaltet hat“, schilderte Gerling, der seiner Mannschaft wegen der Niederlage „keinen Vorwurf machen“ wollte und vielmehr den Kampfgeist herausstrich. Auch deshalb empfand der Lit-Trainer: „Die Niederlage ist um einige Tore zu hoch ausgefallen.“

Lit Tribe Germania: Finke 1, Happel ab 48. - Mundus 8/3, Schulz 7, Riechmann 4, Grabarczyk 3, Kliver 1, Rüter 1, Rodenkirchen 1, Borcherding, Artmeier, Grote, Kruse, Klesniks, Meinking.

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HilleGroßer Kampf bleibt ohne Ertrag: Drittliga-Germanen verlieren gegen VfL HagenChristian BendigHille (cb). „An einem guten Tag können wir jedem Team der Liga Probleme bereiten“, lautete vor einigen Wochen die Einschätzung von Daniel Gerling. Gegen den Zweitliga-Absteiger Eintracht Hagen ließen die Handballer Lit Tribe Germanias Taten folgen und ärgerte den Titelaspiranten zumindest eine Halbzeit lang. Nach 60 packenden Drittliga-Minuten sicherten sich aber die Gäste mit dem 32:26 (15:14)-Sieg die Punkte. Dabei bestand tatsächlich eine Minimalchance, dass die Zähler mit etwas Abschlussglück doch in Nordhemmern geblieben wären. Doch in der 52. Minute klatschte ein Wurf von Kim-Patrick Kliver an den rechten Außenpfosten. In der 53. Minute fehlten wenige Zentimeter zum 24:26-Anschlusstreffer, der die Drangphase der Hausherren wahrscheinlich am Leben gehalten hätte. Stattdessen erhöhte auf der Gegenseite Tim Brand wenige Augenblicke später zum 27:23 für die Eintracht. Die stand nach der jüngsten Heimniederlage gegen den Titelrivalen Wilhelmshavener HV entsprechend unter Druck. Und das merkte man der Mannschaft von Trainer Ulli Kriebel vor allem in Halbzeit eins auch deutlich an. Ohne die beiden verletzten Linkshänder Jannik Gartmann (Handbruch) und Jannik Oevermann (Rippenprellung) – dafür aber mit Marvin Mundus vom TuS N-Lübbecke – gaben die „Litties“ vor 200 Zuschauern den Takt vor. 6:4 (12. ), 9:7 (18.) und 12:10 (24.) lauteten drei Wegmarken des ersten Abschnitts, in dem die Lit-Abwehr vor dem sicheren Rückhalt Jannis Finke aufopferungsvoll verteidigte und die beiden frühen Zeitstrafen gegen Moritz Rodekirchen in der elften und 14. Minute geschickt kompensierte. „Wir haben viele einfache technische Fehler gemacht und eine passende Körpersprache fehlte“, sagte Kriebel. Gerling hingegen sah „eine gute bis sehr gute erste Halbzeit“ seiner Mannschaft, die den Favoriten auch bis zur 40. Minute weiter alles abverlangte. Mundus läutete mit seinem 19:20-Anschlusstreffer eine vierminütige Schwächephase seiner Mannschaft ein. Hagen nutze diese bis zur 44. Minute zur 24:19-Führung. Nach dem 26:21 (50.) durch Jaap Beemsterboer brach eine Zeitstrafenflut über die Eintracht herein. Mehr als Klivers 23:26-Anschluss sprang für die Germanen aber nicht mehr heraus. „Ich hatte den Eindruck, dass in dieser Phase Hagen einen Gang zurückgeschaltet hat“, schilderte Gerling, der seiner Mannschaft wegen der Niederlage „keinen Vorwurf machen“ wollte und vielmehr den Kampfgeist herausstrich. Auch deshalb empfand der Lit-Trainer: „Die Niederlage ist um einige Tore zu hoch ausgefallen.“ Lit Tribe Germania: Finke 1, Happel ab 48. - Mundus 8/3, Schulz 7, Riechmann 4, Grabarczyk 3, Kliver 1, Rüter 1, Rodenkirchen 1, Borcherding, Artmeier, Grote, Kruse, Klesniks, Meinking.