Minden

Frauen: Zwei Top-Spiele elektrisieren die Szene

Christian Bendig

Volle Halle, volle Kraft voraus: Zweiteres traf auf Ann-Kathrin Bredemeier und die HSG EURo im Derby am vergangenen Freitag beim HSV Minden-Nord ab der 40. Minute nicht mehr zu. Gegen Lit soll das anders sein. - © Foto: Bendig
Volle Halle, volle Kraft voraus: Zweiteres traf auf Ann-Kathrin Bredemeier und die HSG EURo im Derby am vergangenen Freitag beim HSV Minden-Nord ab der 40. Minute nicht mehr zu. Gegen Lit soll das anders sein. (© Foto: Bendig)

Minden (cb). Die Frauenhandball-Szene kommt sportlich nicht zur Ruhe. Nach dem toll besuchten Oberliga-Derby zwischen dem HSV Minden-Nord und der HSG EURo verspricht das Lokalduell zwischen der HSG EURo und Lit Tribe Germania Spannung – wie auch das Verbandsliga-Topspiel zwischen der HSG Petershagen/Lahde und dem TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck.

Zweimal wurde der Spieltermin verlegt und schlussendlich wird der Hiller Lokalkampf zwischen der HSG EURo und Lit Tribe Germania am Sonntag um 15.30 Uhr in Unterlübbe angepfiffen. Einen Favoriten auszumachen, fällt schwer, Lit-Trainerin Andrea Leiding schreibt der HSG zumindest den größeren Druck zu: „Sie spielen zu Hause und haben vor einer Woche das Derby beim HSV Minden-Nord verloren.“

EURo-Trainer Matthias Bredemeier, der während der Woche krankheitsbedingt das Training nicht leitete, treibt weniger die Frage nach dem Favoriten oder dem Druck um, sondern vielmehr zwei zu lösende Aufgabenstellungen. „Mir ist immer noch schleierhaft, warum wir vor einer Woche nach 40 Minuten unsere bis dahin hervorragend umgesetzte Marschroute verlassen haben“, rätselt Bredemeier und erwartet eine gewisse Reaktion: „Wir haben nur eine Chance, wenn wir 60 Minuten lang als Team die besprochenen Dinge umsetzen.“ Die zweite, anspruchsvolle, Fragestellung lautet: Wie ist Leonie Wöbking zu stoppen? „Natürlich haben wir uns etwas überlegt und haben auch mehrere Optionen“, unterstreicht Bredemeier.

Leiding benennt neben dem Derbycharakter einen weiteren Grund für ein spannendes Spiel: „Beide Mannschaften verfolgen eine andere Spielweise. Mal schauen, welches System sich durchsetzt.“ Beim Schachspiel steht beiden Trainern nicht der volle Kader zur Verfügung. Bei der HSG kommt Lara Kleine nach Knöchelverletzung – wenn überhaupt – nur für einen Kurzeinsatz in Frage, bei Lit fehlen die Langzeitverletzten Ann-Cathrin Kamann und Mona Kruse. Der Einsatz von Florence Niemann ist fraglich.

„Wir nehmen die Favoritenrolle an“, lautet die klare Ansage von Olaf Grintz. Der von ihm trainierte HSV Minden-Nord gastiert beim Aufsteiger SG Tura Halden-Herbeck. „Die sind ein guter Aufsteiger und in ihrer Halle herrscht Harzverbot. Aber für eine gute Abwehr benötigt man kein Harz“, setzt Grintz darauf, die eigenen Stärken durchzubringen. Nach dem Überraschungssieg gegen HB Bad Salzuflen führt der Spielplan den TSV Hahlen zum Auswärtsspiel beim HC Tura Bergkamen. Bei dem noch nicht in Fahrt gekommenen Gegner rechnete sich TSV-Trainer Sebastian Winkler bereits im Anschluss an den Sieg gegen die Lipperinnen etwas aus.

Pure Vorfreude herrscht im Lager des Spitzenreiters HSG Petershagen/Lahde. „Wir haben keinen Druck“, macht HSG-Trainer Heiko Breuer vor dem Topspiel gegen den TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck deutlich und versucht, das seiner Mannschaft „so auch zu vermitteln“. Mit einem Seitenblick auf den Tabellenzweiten sagt der Trainer des aktuellen Klassenprimus: „Mal schauen, was sich Trainer Kai Bierbaum gegen uns so ausdenkt.“ Ohnehin spiele das in den eigenen Planungen eine untergeordnete Rolle. „Bei uns funktionieren derzeit viele Dinge richtig gut. Insbesondere das Tempospiel“, vertraut Breuer, auch ohne Johanna Merks, auf die eigenen Stärken.

Aufsteiger TuS 09 Möllbergen möchte nach dem Derbysieg über die an diesem Wochenende spielfreie Oberlübber Eintracht bei der Spvg Steinhagen nachlegen. Der HSV Minden-Nord II kann mit einem Heimsieg am Sonntag um 14.45 Uhr in Stemmer seine gute Tabellenposition stärken.

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MindenFrauen: Zwei Top-Spiele elektrisieren die SzeneChristian BendigMinden (cb). Die Frauenhandball-Szene kommt sportlich nicht zur Ruhe. Nach dem toll besuchten Oberliga-Derby zwischen dem HSV Minden-Nord und der HSG EURo verspricht das Lokalduell zwischen der HSG EURo und Lit Tribe Germania Spannung – wie auch das Verbandsliga-Topspiel zwischen der HSG Petershagen/Lahde und dem TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck. Zweimal wurde der Spieltermin verlegt und schlussendlich wird der Hiller Lokalkampf zwischen der HSG EURo und Lit Tribe Germania am Sonntag um 15.30 Uhr in Unterlübbe angepfiffen. Einen Favoriten auszumachen, fällt schwer, Lit-Trainerin Andrea Leiding schreibt der HSG zumindest den größeren Druck zu: „Sie spielen zu Hause und haben vor einer Woche das Derby beim HSV Minden-Nord verloren.“ EURo-Trainer Matthias Bredemeier, der während der Woche krankheitsbedingt das Training nicht leitete, treibt weniger die Frage nach dem Favoriten oder dem Druck um, sondern vielmehr zwei zu lösende Aufgabenstellungen. „Mir ist immer noch schleierhaft, warum wir vor einer Woche nach 40 Minuten unsere bis dahin hervorragend umgesetzte Marschroute verlassen haben“, rätselt Bredemeier und erwartet eine gewisse Reaktion: „Wir haben nur eine Chance, wenn wir 60 Minuten lang als Team die besprochenen Dinge umsetzen.“ Die zweite, anspruchsvolle, Fragestellung lautet: Wie ist Leonie Wöbking zu stoppen? „Natürlich haben wir uns etwas überlegt und haben auch mehrere Optionen“, unterstreicht Bredemeier. Leiding benennt neben dem Derbycharakter einen weiteren Grund für ein spannendes Spiel: „Beide Mannschaften verfolgen eine andere Spielweise. Mal schauen, welches System sich durchsetzt.“ Beim Schachspiel steht beiden Trainern nicht der volle Kader zur Verfügung. Bei der HSG kommt Lara Kleine nach Knöchelverletzung – wenn überhaupt – nur für einen Kurzeinsatz in Frage, bei Lit fehlen die Langzeitverletzten Ann-Cathrin Kamann und Mona Kruse. Der Einsatz von Florence Niemann ist fraglich. „Wir nehmen die Favoritenrolle an“, lautet die klare Ansage von Olaf Grintz. Der von ihm trainierte HSV Minden-Nord gastiert beim Aufsteiger SG Tura Halden-Herbeck. „Die sind ein guter Aufsteiger und in ihrer Halle herrscht Harzverbot. Aber für eine gute Abwehr benötigt man kein Harz“, setzt Grintz darauf, die eigenen Stärken durchzubringen. Nach dem Überraschungssieg gegen HB Bad Salzuflen führt der Spielplan den TSV Hahlen zum Auswärtsspiel beim HC Tura Bergkamen. Bei dem noch nicht in Fahrt gekommenen Gegner rechnete sich TSV-Trainer Sebastian Winkler bereits im Anschluss an den Sieg gegen die Lipperinnen etwas aus. Pure Vorfreude herrscht im Lager des Spitzenreiters HSG Petershagen/Lahde. „Wir haben keinen Druck“, macht HSG-Trainer Heiko Breuer vor dem Topspiel gegen den TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck deutlich und versucht, das seiner Mannschaft „so auch zu vermitteln“. Mit einem Seitenblick auf den Tabellenzweiten sagt der Trainer des aktuellen Klassenprimus: „Mal schauen, was sich Trainer Kai Bierbaum gegen uns so ausdenkt.“ Ohnehin spiele das in den eigenen Planungen eine untergeordnete Rolle. „Bei uns funktionieren derzeit viele Dinge richtig gut. Insbesondere das Tempospiel“, vertraut Breuer, auch ohne Johanna Merks, auf die eigenen Stärken. Aufsteiger TuS 09 Möllbergen möchte nach dem Derbysieg über die an diesem Wochenende spielfreie Oberlübber Eintracht bei der Spvg Steinhagen nachlegen. Der HSV Minden-Nord II kann mit einem Heimsieg am Sonntag um 14.45 Uhr in Stemmer seine gute Tabellenposition stärken.