Hille

3. Liga: Lit Tribe Germania kassiert K.o. in letzter Sekunde

Christian Bendig

Nach dem Siegtor der Gäste versuchte Jannik Borcherding, die Schiedsrichter zu beeinflussen, der stark spielende Kim-Patrick Kliver (rechts) hofft noch.
Nach dem Siegtor der Gäste versuchte Jannik Borcherding, die Schiedsrichter zu beeinflussen, der stark spielende Kim-Patrick Kliver (rechts) hofft noch.

Hille (cb). Bitter und vor allem unnötig. Das waren gestern Abend die am häufigsten verwendeten Vokabeln nach der bitteren 30:31 (14:13)-Heimniederlage von Lit Tribe Germania gegen die Bergischen Panther. Während die Gäste ihre Serie auf vier Siege in Folge ausbauten, kassierten die Hausherren nach drei ungeschlagenen Partien wieder eine Niederlage und stehen nach acht Spieltagen mit 8:8 Zählern auf Rang acht der 3. Liga.

Nach einem ohnehin schon sehr turbulenten und temporeichen Spiel raubten insbesondere die letzten zwei Spielminuten den Zuschauern den Atem. Die Gäste führten schon 30:28, eroberten nach einem Fangfehler von Marvin Mundus den Ball und waren scheinbar auf dem sicheren Weg zum 29. Treffer. Der hätte den kampfstarken, aber bisweilen in der zweiten Halbzeit kopflos agierenden Germanen, den K.o. versetzt.

Den schlampig gespielten Tempogegenstoß-Pass von Sebastian Arnaud auf Linksaußen Sven Jesussek fischte der herauseilende Lit-Keeper Jannis Finke artistisch aus der Luft und passte gedankenschnell auf Jannik Borcherding. Der überwand mit einem Schlagwurf den in der zweiten Halbzeit stark haltenden Gäste-Keeper Max Conzen zum 29:30-Anschluss. Im folgenden Angriff wehrte Finke, der nach dem Seitenwechsel seine Farben mit etlichen Glanzparaden im Spiel hielt, einen Wurf von Panther-Spielmacher Jens Reinarz ab. Wieder fand das Leder nach einer Passstafette Borcherding, der drei Sekunden vor Schluss zum 30:30 und damit zum vermeintlichen Punktgewinn traf.

Die letzte und entscheidende Szene des Spiels: Moritz Rodenkirchen lässt Panther-Rückraumspieler Simon unbedrängt zum Wurf kommen. Wenige Augenblicke schlägt es hinter Keeper Jannis Finke ein. Fotos: Christian Bendig
Die letzte und entscheidende Szene des Spiels: Moritz Rodenkirchen lässt Panther-Rückraumspieler Simon unbedrängt zum Wurf kommen. Wenige Augenblicke schlägt es hinter Keeper Jannis Finke ein. Fotos: Christian Bendig

Im tosenden Jubel ging unter, dass das Schiedsrichtergespann Felix Henker und Stefan Schirmacher die Zeit anhielt und den Panthern noch drei Sekunden für den finalen Wurfversuch blieben. Nach dem Anwurf gelangte das Leder zu Simon Wolter, der fast ohne Gegenwehr aus zwölf Metern Entfernung noch zum Wurf kam. Moritz Rodenkirchen agierte in dieser Situation zu passiv und ausgerechnet Finke konnte an seinem Geburtstag den zentral auf ihn zufliegenden Ball nicht abwehren. Nach einigen Diskussionen erkannten die Schiedsrichter den Treffer an – Jubel auf der einen, Enttäuschung auf der anderen Seite. Insbesondere, weil die Hausherren einen 18:15-Vorsprung (36.) verspielt hatten. „Leider spielen wir von da an im Positionsangriff undiszipliniert und kassieren die Tempogegenstöße“, haderte Lit-Trainer Daniel Gerling.

Lit Tribe Germania: J. Finke, Happel - Kliver 8, Mundus 6/1, Borcherding 5, Oevermann 4, D. Finke 3, Schulz 3, Rüter, Rodenkirchen, Grabarczyk, Klesniks.

Copyright © Mindener Tageblatt 2019
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem Abo oder Tagespass möglich.

Hille3. Liga: Lit Tribe Germania kassiert K.o. in letzter SekundeChristian BendigHille (cb). Bitter und vor allem unnötig. Das waren gestern Abend die am häufigsten verwendeten Vokabeln nach der bitteren 30:31 (14:13)-Heimniederlage von Lit Tribe Germania gegen die Bergischen Panther. Während die Gäste ihre Serie auf vier Siege in Folge ausbauten, kassierten die Hausherren nach drei ungeschlagenen Partien wieder eine Niederlage und stehen nach acht Spieltagen mit 8:8 Zählern auf Rang acht der 3. Liga. Nach einem ohnehin schon sehr turbulenten und temporeichen Spiel raubten insbesondere die letzten zwei Spielminuten den Zuschauern den Atem. Die Gäste führten schon 30:28, eroberten nach einem Fangfehler von Marvin Mundus den Ball und waren scheinbar auf dem sicheren Weg zum 29. Treffer. Der hätte den kampfstarken, aber bisweilen in der zweiten Halbzeit kopflos agierenden Germanen, den K.o. versetzt. Den schlampig gespielten Tempogegenstoß-Pass von Sebastian Arnaud auf Linksaußen Sven Jesussek fischte der herauseilende Lit-Keeper Jannis Finke artistisch aus der Luft und passte gedankenschnell auf Jannik Borcherding. Der überwand mit einem Schlagwurf den in der zweiten Halbzeit stark haltenden Gäste-Keeper Max Conzen zum 29:30-Anschluss. Im folgenden Angriff wehrte Finke, der nach dem Seitenwechsel seine Farben mit etlichen Glanzparaden im Spiel hielt, einen Wurf von Panther-Spielmacher Jens Reinarz ab. Wieder fand das Leder nach einer Passstafette Borcherding, der drei Sekunden vor Schluss zum 30:30 und damit zum vermeintlichen Punktgewinn traf. Im tosenden Jubel ging unter, dass das Schiedsrichtergespann Felix Henker und Stefan Schirmacher die Zeit anhielt und den Panthern noch drei Sekunden für den finalen Wurfversuch blieben. Nach dem Anwurf gelangte das Leder zu Simon Wolter, der fast ohne Gegenwehr aus zwölf Metern Entfernung noch zum Wurf kam. Moritz Rodenkirchen agierte in dieser Situation zu passiv und ausgerechnet Finke konnte an seinem Geburtstag den zentral auf ihn zufliegenden Ball nicht abwehren. Nach einigen Diskussionen erkannten die Schiedsrichter den Treffer an – Jubel auf der einen, Enttäuschung auf der anderen Seite. Insbesondere, weil die Hausherren einen 18:15-Vorsprung (36.) verspielt hatten. „Leider spielen wir von da an im Positionsangriff undiszipliniert und kassieren die Tempogegenstöße“, haderte Lit-Trainer Daniel Gerling. Lit Tribe Germania: J. Finke, Happel - Kliver 8, Mundus 6/1, Borcherding 5, Oevermann 4, D. Finke 3, Schulz 3, Rüter, Rodenkirchen, Grabarczyk, Klesniks.