Lübbecke

2. Liga: Jepsen gibt entscheidenden Impuls und sichert TuS N-Lübbecke den ersehnten Sieg

Marc Schmedtlevin

Lübbeckes Peter Strosack fliegt heran und trifft gegen Hüttenbergs Torwart Nikolai Weber. Foto: Noah Wedel - © Noah Wedel
Lübbeckes Peter Strosack fliegt heran und trifft gegen Hüttenbergs Torwart Nikolai Weber. Foto: Noah Wedel (© Noah Wedel)

Lübbecke (wb). In Vergessenheit geratene Glücksgefühle: Handball-Zweitligist TuS N-Lübeckke hat die Negativserie mit einem 25:20 (12:10)-Erfolg gegen den TV Hüttenberg gestoppt. Entscheidenden Anteil daran hatten in einer unterhaltsamen Schlussphase vor allem ein Torhüter und ein Feldspieler.

Als sich die Zuschauer mit Beginn der 60. Spielminute von ihren Sitzen erhoben und lautstark Beifall klatschten, stand fest: Lübbecke kann noch feiern. Mit Handball-Leckerbissen waren die Fans in den vergangenen Wochen nicht verwöhnt worden. An diesem Abend wusste das TuS-Team auf dem Spielfeld aber endlich wieder zu überzeugen. Nicht unbedingt mit spielerischer Kunst, jedoch mit großer Leidenschaft und dem unbedingten Siegeswillen.

„Einige“, lautete die Antwort von Valentin Spohn auf die Frage, wie viele Steine ihm aufgrund des Heimsieges vom Herzen gefallen seien. Der Rückraumspieler war einer der Lübbecker Matchwinner. In der Schlussphase hatte Spohn nämlich zum wiederholten Male Verantwortung übernommen. Drei Treffer steuerte er ab der 51. Minute bei und verhalf dem TuS auf diese Weise zu einem doch noch beruhigenden Vorsprung.

„Wir haben zum Glück die Ruhe bewahrt. Als wir zwischendurch die Führung wieder verspielt hatten, dachte ich: Das kann doch nicht wahr sein“, sagte Spohn. Mit dieser Aussage meinte er Minute 50, in der die Gäste aus Hüttenberg plötzlich auf 19:19 stellten. Dabei hatten die Lübbecker zuvor alles im Griff, waren einer Vorentscheidung schon ganz nah. Jens Bechtloffs Treffer zum 17:12 (39.) wurde wegen Stehens im Kreis allerdings aberkannt. Daraufhin begann zumindest vorübergehend das große Zittern.

Doch in einer Phase, in der die Lübbecker an den vergangenen Spieltagen wohl eingebrochen wären, drehten sie dieses Mal noch einmal auf. Trainer Emir Kurtagic wusste offensichtlich, was zu tun war. Er wechselte beim Unentschieden Johannes Jepsen ein. Der Youngster vernagelte sein Tor von da, kam in zehn Minuten auf fünf teilweise spektakuläre Paraden – zwei davon bei Siebenmetern. Deswegen wusste die Teamkollegen auch genau, bei wem sie sich nach dem Abpfiff zum Jubeln zu versammeln hatten.

Spätestens jetzt schien der Sommer-Zugang aus Flensburg richtig in Lübbecke angekommen zu sein. „Es freut mich natürlich riesig, dass ich dem Team helfen konnte – vor allem vor eigenem Publikum. Der Sieg tut uns richtig gut“, sagte Jepsen, der sich auch auf die Mithilfe seiner Mitspieler verlassen konnte. Bei seinem zweiten gehaltenen Siebenmeter gab es zum Beispiel den entscheidenden von Dominik Ebner, der lange mit Hüttenbergs Schütze Robin Hübscher zusammen gespielt hatte. „Dominik hat mir die Ecke angezeigt, das habe ich noch im Augenwinkel gesehen“, berichtete Jepsen.

Auch bei Kurtagic stellte sich wieder bessere Laune ein, der TuS-Trainer lobte vor allem seine Mannschaft: „Die Jungs hatten immer einen Plan und hatten eigentlich alles unter Kontrolle. Ich freue mich über die Entwicklung in einer schwierigen Situation.“ Nur einen Kritikpunkt mussten sich die Lübbecke erneut gefallen lassen: Die Chancenverwertung ließ wieder zu wünschen übrig. Unter anderem wurden vier Siebenmeter verworfen. Auch deshalb war es noch einmal spannend geworden.

TuS N-Lübbecke - TV Hüttenberg 25:20 (12:10).

TuS N-Lübbecke: Tatai (8 Paraden), Jepsen (6/2 Paraden; 22. bis 26., ab 50.) - Brune (n. e.) Becvar (2), Genz (6), Bechtloff (3/1), Ebner (1), Gierak, Bagaric, Strosack (3), Mundus (n. e.), Spohn (5), Schade (3), Orlowski (2), Speckmann (n. e.).

TV Hüttenberg: Weber (12/4 Paraden), Plaue (n.e.) - Fuß (4), Sklenak (1), Lambrecht (1), Rompf, Zörb (1), Fernandes (2), Mubenzem (1), Hübscher (2), Zintel (3/1), Klein (1), Schreiber (4).

Schiedsrichter: Friedel/Herrmann.

Zuschauer: 1.402.

Torfolge: 1:0, 1:1, 5:1, 5:2, 6:2, 6:4, 7:4, 7:5, 8:5, 8:6, 9:6, 9:8, 11:8, 11:9, 12:9, 12:10 (Hz.) - 13:10, 13:11, 15:11, 15:12, 16:12, 16:15, 17:15, 17:16, 18:16, 18:17, 19:17, 19:19, 25:19, 25:20.

Siebenmeter: 5/1 : 3/1 (Weber hält gegen Bechtloff, Strosack, Ebner und Genz - Jepsen hält gegen Zintel und Hübscher).

Strafminuten: 10:6 (2 x Bagaric 12./16., Gierak 21., Spohn 24., Ebner 55. – Zörb 21., Lambrecht 41., Fuß 55.).

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Lübbecke2. Liga: Jepsen gibt entscheidenden Impuls und sichert TuS N-Lübbecke den ersehnten SiegMarc SchmedtlevinLübbecke (wb). In Vergessenheit geratene Glücksgefühle: Handball-Zweitligist TuS N-Lübeckke hat die Negativserie mit einem 25:20 (12:10)-Erfolg gegen den TV Hüttenberg gestoppt. Entscheidenden Anteil daran hatten in einer unterhaltsamen Schlussphase vor allem ein Torhüter und ein Feldspieler. Als sich die Zuschauer mit Beginn der 60. Spielminute von ihren Sitzen erhoben und lautstark Beifall klatschten, stand fest: Lübbecke kann noch feiern. Mit Handball-Leckerbissen waren die Fans in den vergangenen Wochen nicht verwöhnt worden. An diesem Abend wusste das TuS-Team auf dem Spielfeld aber endlich wieder zu überzeugen. Nicht unbedingt mit spielerischer Kunst, jedoch mit großer Leidenschaft und dem unbedingten Siegeswillen. „Einige“, lautete die Antwort von Valentin Spohn auf die Frage, wie viele Steine ihm aufgrund des Heimsieges vom Herzen gefallen seien. Der Rückraumspieler war einer der Lübbecker Matchwinner. In der Schlussphase hatte Spohn nämlich zum wiederholten Male Verantwortung übernommen. Drei Treffer steuerte er ab der 51. Minute bei und verhalf dem TuS auf diese Weise zu einem doch noch beruhigenden Vorsprung. „Wir haben zum Glück die Ruhe bewahrt. Als wir zwischendurch die Führung wieder verspielt hatten, dachte ich: Das kann doch nicht wahr sein“, sagte Spohn. Mit dieser Aussage meinte er Minute 50, in der die Gäste aus Hüttenberg plötzlich auf 19:19 stellten. Dabei hatten die Lübbecker zuvor alles im Griff, waren einer Vorentscheidung schon ganz nah. Jens Bechtloffs Treffer zum 17:12 (39.) wurde wegen Stehens im Kreis allerdings aberkannt. Daraufhin begann zumindest vorübergehend das große Zittern. Doch in einer Phase, in der die Lübbecker an den vergangenen Spieltagen wohl eingebrochen wären, drehten sie dieses Mal noch einmal auf. Trainer Emir Kurtagic wusste offensichtlich, was zu tun war. Er wechselte beim Unentschieden Johannes Jepsen ein. Der Youngster vernagelte sein Tor von da, kam in zehn Minuten auf fünf teilweise spektakuläre Paraden – zwei davon bei Siebenmetern. Deswegen wusste die Teamkollegen auch genau, bei wem sie sich nach dem Abpfiff zum Jubeln zu versammeln hatten. Spätestens jetzt schien der Sommer-Zugang aus Flensburg richtig in Lübbecke angekommen zu sein. „Es freut mich natürlich riesig, dass ich dem Team helfen konnte – vor allem vor eigenem Publikum. Der Sieg tut uns richtig gut“, sagte Jepsen, der sich auch auf die Mithilfe seiner Mitspieler verlassen konnte. Bei seinem zweiten gehaltenen Siebenmeter gab es zum Beispiel den entscheidenden von Dominik Ebner, der lange mit Hüttenbergs Schütze Robin Hübscher zusammen gespielt hatte. „Dominik hat mir die Ecke angezeigt, das habe ich noch im Augenwinkel gesehen“, berichtete Jepsen. Auch bei Kurtagic stellte sich wieder bessere Laune ein, der TuS-Trainer lobte vor allem seine Mannschaft: „Die Jungs hatten immer einen Plan und hatten eigentlich alles unter Kontrolle. Ich freue mich über die Entwicklung in einer schwierigen Situation.“ Nur einen Kritikpunkt mussten sich die Lübbecke erneut gefallen lassen: Die Chancenverwertung ließ wieder zu wünschen übrig. Unter anderem wurden vier Siebenmeter verworfen. Auch deshalb war es noch einmal spannend geworden. TuS N-Lübbecke - TV Hüttenberg 25:20 (12:10). TuS N-Lübbecke: Tatai (8 Paraden), Jepsen (6/2 Paraden; 22. bis 26., ab 50.) - Brune (n. e.) Becvar (2), Genz (6), Bechtloff (3/1), Ebner (1), Gierak, Bagaric, Strosack (3), Mundus (n. e.), Spohn (5), Schade (3), Orlowski (2), Speckmann (n. e.). TV Hüttenberg: Weber (12/4 Paraden), Plaue (n.e.) - Fuß (4), Sklenak (1), Lambrecht (1), Rompf, Zörb (1), Fernandes (2), Mubenzem (1), Hübscher (2), Zintel (3/1), Klein (1), Schreiber (4). Schiedsrichter: Friedel/Herrmann. Zuschauer: 1.402. Torfolge: 1:0, 1:1, 5:1, 5:2, 6:2, 6:4, 7:4, 7:5, 8:5, 8:6, 9:6, 9:8, 11:8, 11:9, 12:9, 12:10 (Hz.) - 13:10, 13:11, 15:11, 15:12, 16:12, 16:15, 17:15, 17:16, 18:16, 18:17, 19:17, 19:19, 25:19, 25:20. Siebenmeter: 5/1 : 3/1 (Weber hält gegen Bechtloff, Strosack, Ebner und Genz - Jepsen hält gegen Zintel und Hübscher). Strafminuten: 10:6 (2 x Bagaric 12./16., Gierak 21., Spohn 24., Ebner 55. – Zörb 21., Lambrecht 41., Fuß 55.).