Lübbecke

2. Liga: Selbst ist das Team - TuS N-Lübbecke will sich aus der Krise befreien

Volker Krusche

Lübbecke (wb). Vor einer Woche erst an einer ehemaligen Wirkungsstätte im Einsatz, trifft Emir Kurtagic mit seinem TuS N-Lübbecke sieben Tage später erneut auf ein Team, dessen Trainer er schon war. Nach dem VfL Gummersbach stehen seine Zweitliga-Handballer am Samstag in der Merkur-Arena ab 19 Uhr nun dem TV Hüttenberg gegenüber.

Freundschaften haben aber zumindest während der 60 Spielminuten keinen Platz für den TuS-Coach: „Für beide Mannschaften ist es in der aktuellen Verfassung ein sehr wichtiges Spiel. Wir wollen und wir müssen dieses Duell gewinnen!“ Ob er das gegnerische Team nun besser oder schlechter kenne, spiele für ihn in der jetzigen Situation keine Rolle. „Wir dürfen nur auf uns schauen, müssen zurzeit aber nicht über Taktik reden. Der Grund für unsere Misere liegt einzig und allein im Auslassen klarster Möglichkeiten. Unsere Chancenverwertung ist einfach katastrophal. Die hat uns schon einige Punkte in dieser Saison gekostet“, betont Kurtagic.

Er sehnt mit seinem Team eine Trendwende herbei: „Wir haben jetzt drei Negativerlebnisse hintereinander gehabt. Diese Serie gilt es zu beenden und mit einem Sieg Selbstvertrauen für den weiteren Saisonverlauf zu tanken.“ Personell kann der Coach aus den Vollen schöpfen. Bis auf Patryk Walczak, der aus disziplinarischen Gründen für ein Spiel auf die Tribüne verbannt wurde. „Es geht bei der Maßnahme darum, dass der Spieler erkennt, was er sich nicht leisten darf“, sagt Kurtagic.

An diesem nagt derweil nach wie vor die überflüssige Pleite in Dormagen, bei der sein Team es an den Grundvoraussetzungen fehlte. „Es hat noch nie jemand ein Spiel im Voraus gewonnen. Mit einer solchen Einstellung bekommt man in dieser Liga umgehend die Quittung.“ Die Ferndorf-Heimschlappe sei nur die Folge des Auftritts in Dormagen und der daraus entstandenen Unruhe und Verunsicherung gewesen. „Es wird einfach brenzlig, wenn man den Weg der Kontraproduktivität wählt. Das Bittere ist, dass wir die Ursache selbst herbeigeführt haben.“ Auch deshalb appelliert Kurtagic: „Nur wir selbst können uns da rausziehen!“

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Lübbecke2. Liga: Selbst ist das Team - TuS N-Lübbecke will sich aus der Krise befreienVolker KruscheLübbecke (wb). Vor einer Woche erst an einer ehemaligen Wirkungsstätte im Einsatz, trifft Emir Kurtagic mit seinem TuS N-Lübbecke sieben Tage später erneut auf ein Team, dessen Trainer er schon war. Nach dem VfL Gummersbach stehen seine Zweitliga-Handballer am Samstag in der Merkur-Arena ab 19 Uhr nun dem TV Hüttenberg gegenüber. Freundschaften haben aber zumindest während der 60 Spielminuten keinen Platz für den TuS-Coach: „Für beide Mannschaften ist es in der aktuellen Verfassung ein sehr wichtiges Spiel. Wir wollen und wir müssen dieses Duell gewinnen!“ Ob er das gegnerische Team nun besser oder schlechter kenne, spiele für ihn in der jetzigen Situation keine Rolle. „Wir dürfen nur auf uns schauen, müssen zurzeit aber nicht über Taktik reden. Der Grund für unsere Misere liegt einzig und allein im Auslassen klarster Möglichkeiten. Unsere Chancenverwertung ist einfach katastrophal. Die hat uns schon einige Punkte in dieser Saison gekostet“, betont Kurtagic. Er sehnt mit seinem Team eine Trendwende herbei: „Wir haben jetzt drei Negativerlebnisse hintereinander gehabt. Diese Serie gilt es zu beenden und mit einem Sieg Selbstvertrauen für den weiteren Saisonverlauf zu tanken.“ Personell kann der Coach aus den Vollen schöpfen. Bis auf Patryk Walczak, der aus disziplinarischen Gründen für ein Spiel auf die Tribüne verbannt wurde. „Es geht bei der Maßnahme darum, dass der Spieler erkennt, was er sich nicht leisten darf“, sagt Kurtagic. An diesem nagt derweil nach wie vor die überflüssige Pleite in Dormagen, bei der sein Team es an den Grundvoraussetzungen fehlte. „Es hat noch nie jemand ein Spiel im Voraus gewonnen. Mit einer solchen Einstellung bekommt man in dieser Liga umgehend die Quittung.“ Die Ferndorf-Heimschlappe sei nur die Folge des Auftritts in Dormagen und der daraus entstandenen Unruhe und Verunsicherung gewesen. „Es wird einfach brenzlig, wenn man den Weg der Kontraproduktivität wählt. Das Bittere ist, dass wir die Ursache selbst herbeigeführt haben.“ Auch deshalb appelliert Kurtagic: „Nur wir selbst können uns da rausziehen!“