Minden

Frauen, Oberliga: Zurückgekämpft

Christian Bendig

Sinnbildlich: Kreisläuferin Maret Schwentker kämpft sich in dieser Szene durch die Everswinkeler Abwehrreihe. Ihr Team steckte zu keinem Zeitpunkt auf. MT- - © Foto: Kühlmann
Sinnbildlich: Kreisläuferin Maret Schwentker kämpft sich in dieser Szene durch die Everswinkeler Abwehrreihe. Ihr Team steckte zu keinem Zeitpunkt auf. MT- (© Foto: Kühlmann)

Minden (cb). Nach dem zweiten Spieltag in der Frauenhandball-Oberliga lässt sich festhalten: Die Liga hat Fahrt aufgenommen und die heimischen Vertreter, von denen der TSV Hahlen seine Partie bei der Ibbenbürener Spvg verlegt hat, sind mittendrin im Geschehen.

Lit Tribe Germania - DJK Everswinkel 24:22 (10:15). Beide Mannschaften standen nach ihren Auftaktniederlagen unter Druck. Von dem ließen sich die Lit-Frauen bis zum, 9:9 durch Rechtsaußen Henrike Meyer nichts anmerken. „Bis dahin war ich total zufrieden“, sagte Lit-Trainerin Andrea Leiding, zählte aber in den folgenden zehn Minuten „einen vergebenen Siebenmeter, drei Abspielfehler und einen Fangfehler.“ In der Summe bewirkten die fünf Ballverluste, dass sich die Gäste bis zur Pause auf 15:10 lösen konnten.

Vom Auftritt in Halbzeit zwei hingegen war Leiding regelrecht begeistert. „Unsere 6:0-Abwehr stand im Verbund mit Torhüterin Vanessa Fischer überragend“, fand die Lit-Trainerin eine ganz einfache Erklärung dafür, dass ihre Mannschaft nur noch sieben Treffer zuließ. Dazu kam ein unbändiger Wille gegen die hart zupackende Gäste-Abwehr. „Meine Spielerinnen haben sich vorne in die Zweikämpfe geschmissen“, strich Leiding den Kampfgeist heraus. In den verbleibenden 13 Minuten nach dem 18:18-Ausgleich bewies Lit den längeren Atem.

Lit Tribe Germania: Fischer, Niemann - Wöbking 13/4, Benecke 4/1, Meyer 3, Schwentker 3, Knicker 1, Bolduan, Hartrumpf, Stegkemper, Dera.

HSV Minden-Nord - Ruhrtal Witten 30:17 (16:6). Der HSV legte im ersten Saisonheimspiel los wie die Feuerwehr. „Ich glaube, wir haben erst in der zehnten Minute den ersten richtigen Torwurf zugelassen“, zeigte sich HSV-Trainer Olaf Grintz von der Abwehrarbeit seiner Mannschaft angetan. Nach 17 Minuten lag Minden-Nord 10:0 vorne. „Danach sind wir konsequent geblieben“, lobte Grintz seine junge Mannschaft, die im Gefühl des sicheren Sieges die zweite Halbzeit – wenn auch nur mit drei Treffern – für sich entschied. „Da haben wir viel ausprobiert“, erklärte Grintz.

HSV Minden-Nord: Hunger, Dahle - Viering 8, Friesen 5, Judith Schröder 3, Schacht 3/2, Hartmann 3/2, Thielmann 2, Martin 2, Karoline Schröder 1, Kelle 1, Pross 1, McCarthy 1.

HSG EURo - TV Arnsberg 33:18 (15:9). Die HSG EURo feierte nach dem Debakel bei Tura Bergkamen (18:33) ein Schützenfest. Bis zum 6:7 (16.) hielt Arnsberg mit. Dann platze bei den Gastgeberinnen der Knoten. Gestützt auf die Treffsicherheit von Rahel Rodehau und Lara Kleine machte EURo mächtig Dampf. „Auch wenn Lara und Rahel herausstachen, muss man die ganze Mannschaft loben“, sagte HSG-Trainer Matthias Bredemeier.

HSG EURo: Mindt, Hampel - Kleine 11/5, Rahel Rodehau 10/3, Zydel 5, Heuser 3, Rhea Rodehau 2, Danneberg 1, Joana Rodehau 1, Huwe, Tirschler, Bredemeier, Tegtmeyer, Staskute.

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MindenFrauen, Oberliga: ZurückgekämpftChristian BendigMinden (cb). Nach dem zweiten Spieltag in der Frauenhandball-Oberliga lässt sich festhalten: Die Liga hat Fahrt aufgenommen und die heimischen Vertreter, von denen der TSV Hahlen seine Partie bei der Ibbenbürener Spvg verlegt hat, sind mittendrin im Geschehen. Lit Tribe Germania - DJK Everswinkel 24:22 (10:15). Beide Mannschaften standen nach ihren Auftaktniederlagen unter Druck. Von dem ließen sich die Lit-Frauen bis zum, 9:9 durch Rechtsaußen Henrike Meyer nichts anmerken. „Bis dahin war ich total zufrieden“, sagte Lit-Trainerin Andrea Leiding, zählte aber in den folgenden zehn Minuten „einen vergebenen Siebenmeter, drei Abspielfehler und einen Fangfehler.“ In der Summe bewirkten die fünf Ballverluste, dass sich die Gäste bis zur Pause auf 15:10 lösen konnten. Vom Auftritt in Halbzeit zwei hingegen war Leiding regelrecht begeistert. „Unsere 6:0-Abwehr stand im Verbund mit Torhüterin Vanessa Fischer überragend“, fand die Lit-Trainerin eine ganz einfache Erklärung dafür, dass ihre Mannschaft nur noch sieben Treffer zuließ. Dazu kam ein unbändiger Wille gegen die hart zupackende Gäste-Abwehr. „Meine Spielerinnen haben sich vorne in die Zweikämpfe geschmissen“, strich Leiding den Kampfgeist heraus. In den verbleibenden 13 Minuten nach dem 18:18-Ausgleich bewies Lit den längeren Atem. Lit Tribe Germania: Fischer, Niemann - Wöbking 13/4, Benecke 4/1, Meyer 3, Schwentker 3, Knicker 1, Bolduan, Hartrumpf, Stegkemper, Dera. HSV Minden-Nord - Ruhrtal Witten 30:17 (16:6). Der HSV legte im ersten Saisonheimspiel los wie die Feuerwehr. „Ich glaube, wir haben erst in der zehnten Minute den ersten richtigen Torwurf zugelassen“, zeigte sich HSV-Trainer Olaf Grintz von der Abwehrarbeit seiner Mannschaft angetan. Nach 17 Minuten lag Minden-Nord 10:0 vorne. „Danach sind wir konsequent geblieben“, lobte Grintz seine junge Mannschaft, die im Gefühl des sicheren Sieges die zweite Halbzeit – wenn auch nur mit drei Treffern – für sich entschied. „Da haben wir viel ausprobiert“, erklärte Grintz. HSV Minden-Nord: Hunger, Dahle - Viering 8, Friesen 5, Judith Schröder 3, Schacht 3/2, Hartmann 3/2, Thielmann 2, Martin 2, Karoline Schröder 1, Kelle 1, Pross 1, McCarthy 1. HSG EURo - TV Arnsberg 33:18 (15:9). Die HSG EURo feierte nach dem Debakel bei Tura Bergkamen (18:33) ein Schützenfest. Bis zum 6:7 (16.) hielt Arnsberg mit. Dann platze bei den Gastgeberinnen der Knoten. Gestützt auf die Treffsicherheit von Rahel Rodehau und Lara Kleine machte EURo mächtig Dampf. „Auch wenn Lara und Rahel herausstachen, muss man die ganze Mannschaft loben“, sagte HSG-Trainer Matthias Bredemeier. HSG EURo: Mindt, Hampel - Kleine 11/5, Rahel Rodehau 10/3, Zydel 5, Heuser 3, Rhea Rodehau 2, Danneberg 1, Joana Rodehau 1, Huwe, Tirschler, Bredemeier, Tegtmeyer, Staskute.