Hille

3. Liga: Jannik Gartmann sieht die Lücke und trifft für Lit zum 28:27

Jörg Wehling

Während Siegtorschütze Jannik Gartmannn (Mitte) nach dem letzten Freiwurf der Gäste ausgelassen jubelt, nehmen Evars Klesniks (links) und Jannik Borcherding den Heimsieg eher gelassen zur Kenntnis. MT- - © Foto: Wehling
Während Siegtorschütze Jannik Gartmannn (Mitte) nach dem letzten Freiwurf der Gäste ausgelassen jubelt, nehmen Evars Klesniks (links) und Jannik Borcherding den Heimsieg eher gelassen zur Kenntnis. MT- (© Foto: Wehling)

Hille (mt). Handball-Drittligist Lit Tribe Germania mag es offenbar dramatisch. Die Mannschaft von Trainer Daniel Gerling feierte gestern Nachmittag gegen die SG Menden Sauerland Wölfe einen knappen und etwas glücklichen 28:27 (15:14)-Heimerfolg. Der Matchwinner für die Gastgeber war Mannschaftskapitän Jannik Gartmann, der vier Sekunden vor Schluss arg bedrängt zum 28:27 traf und anschließend von seinen Mitspielern besonders gefeiert wurde.

15 Sekunden zuvor hatte Lit-Trainer Daniel Gerling eine Auszeit genommen, um den letzten Spielzug anzusagen und vielleicht doch noch zu zwei Punkten zu kommen. „Die Idee war, dass ich entweder auf Bjarne Schulz abspiele oder es selber versuche, wenn sich eine Lücke ergibt“, berichtet Gartmann. Und der Lit-Kapitän sah eine Lücke, schloss erfolgreich ab und brachte die Halle so zum Beben. „Es hätte auch schief gehen können. Aber ein wenig Glück beim Wurf gehört natürlich auch dazu. Ich bin unheimlich froh, dass es geklappt hat“, sagte Gartmann, der bis dahin einen eher einen durchwachsenen Nachmittag erlebt hatte.

Der zweite Sieggarant in einem von der ersten Minute an umkämpften Spiel war Torwart Jannis Finke, der in der zweiten Halbzeit den keinesfalls schlecht haltenden Linus Happel ablöste. Mit seinen drei Paraden in den letzten fünf Minuten hielt Finke zunächst das Unentschieden fest und ermöglichte schließlich den letzten Angriff, den Gartmann dann erfolgreich abschloss.

„Man muss ehrlicherweise sagen, dass wir heute aufgrund des Spielverlaufs mit sehr viel Glück gewonnen haben. Menden hat ein starkes Spiel gemacht. Wir hatten aber das bessere Ende für uns“, sagte Trainer Daniel Gerling. Dass sein Team damit nach zuletzt 1:5 Punkten wieder Selbstvertrauen getankt haben dürfte, versteht sich von selbst. „Mit dem Ergebnis bin ich natürlich sehr zufrieden. Mit der Abwehrleistung und dem Spiel insgesamt bin ich es aber nicht“, fand der Lit-Trainer auch kritische Worte. Insbesondere in der zweiten Halbzeit gelangen den Gästen einfache Treffer durch die Abwehrmitte. „Da hat es an Abstimmung gefehlt. Das darf uns eigentlich nicht passierte“, ärgerte sich auch Abwehrchef Evars Klesniks mächtig.

Die Gastgeber starteten in der ersten Halbzeit gut und führten schnell mit 2:0. Doch die Partie entwickelte sich ebenso schnell zu einem Schlagabtausch, wo die Gäste nach einer Viertelstunde mit 9:8 führten, dann aber wieder das Lit-Team vorbeiziehen lassen mussten. Nach dem 15:14 durch Maik Riechmann (29.) glichen die Gäste aber postwendend aus (30.).

Im zweiten Durchgang startete das Gerling-Team wieder besser. Nach dem 16:15 scheiterten die Gastgeber aber einige Male am guten Mendener Schlussmann Kevin Peichert. Nach dem 20:20-Ausgleich durch Julien Knickmeier erspielten sich die Gäste eine 24:20-Führung (45.). Es war der größte Vorsprung in dieser Partie, er reichte den Gästen aber nicht, um das Spiel vorzuentscheiden. Tor um Tor arbeiten sich die Gastgeber wieder heran und mit dem Treffer von Jannik Borcherding zum 25:25 war das Signal zur spannenden Schlussphase gegeben (55.). Die Gäste legten einen Treffer vor, die Gastgeber antworteten postwendend. Mit dem Ausgleich durch den wiedergenesenen Bjarne Schulz zum 27:27 und der starken Parade von Jannis Finke in der letzten Minute war alles für den Showdown bereitet. Und diesen Moment nutzte dann schließlich Gartmann zum umjubelten 28:27-Treffer.

Lit Tribe Germania: Happel 1.-30; Finke 31.-60. - Knickmeier 6, Oevermann 6/3, Borcherding 3, Kliver 3, Mundus 3, Gartmann 2, Riechmann 2, Rodenkirchen 1, Schulz 1, Rüter 1.

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Hille3. Liga: Jannik Gartmann sieht die Lücke und trifft für Lit zum 28:27Jörg WehlingHille (mt). Handball-Drittligist Lit Tribe Germania mag es offenbar dramatisch. Die Mannschaft von Trainer Daniel Gerling feierte gestern Nachmittag gegen die SG Menden Sauerland Wölfe einen knappen und etwas glücklichen 28:27 (15:14)-Heimerfolg. Der Matchwinner für die Gastgeber war Mannschaftskapitän Jannik Gartmann, der vier Sekunden vor Schluss arg bedrängt zum 28:27 traf und anschließend von seinen Mitspielern besonders gefeiert wurde. 15 Sekunden zuvor hatte Lit-Trainer Daniel Gerling eine Auszeit genommen, um den letzten Spielzug anzusagen und vielleicht doch noch zu zwei Punkten zu kommen. „Die Idee war, dass ich entweder auf Bjarne Schulz abspiele oder es selber versuche, wenn sich eine Lücke ergibt“, berichtet Gartmann. Und der Lit-Kapitän sah eine Lücke, schloss erfolgreich ab und brachte die Halle so zum Beben. „Es hätte auch schief gehen können. Aber ein wenig Glück beim Wurf gehört natürlich auch dazu. Ich bin unheimlich froh, dass es geklappt hat“, sagte Gartmann, der bis dahin einen eher einen durchwachsenen Nachmittag erlebt hatte. Der zweite Sieggarant in einem von der ersten Minute an umkämpften Spiel war Torwart Jannis Finke, der in der zweiten Halbzeit den keinesfalls schlecht haltenden Linus Happel ablöste. Mit seinen drei Paraden in den letzten fünf Minuten hielt Finke zunächst das Unentschieden fest und ermöglichte schließlich den letzten Angriff, den Gartmann dann erfolgreich abschloss. „Man muss ehrlicherweise sagen, dass wir heute aufgrund des Spielverlaufs mit sehr viel Glück gewonnen haben. Menden hat ein starkes Spiel gemacht. Wir hatten aber das bessere Ende für uns“, sagte Trainer Daniel Gerling. Dass sein Team damit nach zuletzt 1:5 Punkten wieder Selbstvertrauen getankt haben dürfte, versteht sich von selbst. „Mit dem Ergebnis bin ich natürlich sehr zufrieden. Mit der Abwehrleistung und dem Spiel insgesamt bin ich es aber nicht“, fand der Lit-Trainer auch kritische Worte. Insbesondere in der zweiten Halbzeit gelangen den Gästen einfache Treffer durch die Abwehrmitte. „Da hat es an Abstimmung gefehlt. Das darf uns eigentlich nicht passierte“, ärgerte sich auch Abwehrchef Evars Klesniks mächtig. Die Gastgeber starteten in der ersten Halbzeit gut und führten schnell mit 2:0. Doch die Partie entwickelte sich ebenso schnell zu einem Schlagabtausch, wo die Gäste nach einer Viertelstunde mit 9:8 führten, dann aber wieder das Lit-Team vorbeiziehen lassen mussten. Nach dem 15:14 durch Maik Riechmann (29.) glichen die Gäste aber postwendend aus (30.). Im zweiten Durchgang startete das Gerling-Team wieder besser. Nach dem 16:15 scheiterten die Gastgeber aber einige Male am guten Mendener Schlussmann Kevin Peichert. Nach dem 20:20-Ausgleich durch Julien Knickmeier erspielten sich die Gäste eine 24:20-Führung (45.). Es war der größte Vorsprung in dieser Partie, er reichte den Gästen aber nicht, um das Spiel vorzuentscheiden. Tor um Tor arbeiten sich die Gastgeber wieder heran und mit dem Treffer von Jannik Borcherding zum 25:25 war das Signal zur spannenden Schlussphase gegeben (55.). Die Gäste legten einen Treffer vor, die Gastgeber antworteten postwendend. Mit dem Ausgleich durch den wiedergenesenen Bjarne Schulz zum 27:27 und der starken Parade von Jannis Finke in der letzten Minute war alles für den Showdown bereitet. Und diesen Moment nutzte dann schließlich Gartmann zum umjubelten 28:27-Treffer. Lit Tribe Germania: Happel 1.-30; Finke 31.-60. - Knickmeier 6, Oevermann 6/3, Borcherding 3, Kliver 3, Mundus 3, Gartmann 2, Riechmann 2, Rodenkirchen 1, Schulz 1, Rüter 1.