Lübbecke/Dormagen

2. Liga: Der TuS N-Lübbecke blamiert sich in Dormagen

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Entgeistert verfolgt TuS-N-Trainer Emir Kurtagic das Spiel seiner Schützlinge. - © Foto: Christian Bendig
Entgeistert verfolgt TuS-N-Trainer Emir Kurtagic das Spiel seiner Schützlinge. (© Foto: Christian Bendig)

Lübbecke/Dormagen (kru). Kopflos, planlos, hilflos – vor allen Dingen aber leidenschaftslos. Handball-Zweitligist TuS N-Lübbecke ist beim TSV Bayer Dormagen wieder in jene Muster verfallen, die bei Verantwortlichen, Fans und Sponsoren als überwunden galten . Daran änderte auch der jüngste Appell von Rolf Hermann nichts, als er um Ruhe und Zeit für die Entwicklung des Teams bat. Am Rhein ging das mit 24:31 (12:16) unter.

Keine Frage: Die Hausherren, denen man einen schweren Stand in der 2. Handball-Bundesliga prognostiziert hatte, sicherten sich ihre drittes Punktepaar in eigener Halle absolut verdient. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase waren sie es, die mit der besseren Einstellung aufwarteten, die bessere Abwehr stellten und vorn die besseren Lösungen parat hatten. Bis auf eine kurze Phase nach dem 16:24, als Lübbecke über 19:24 auf 21:25 verkürzen konnte, war nichts Positives von den favorisierten Gästen zu sehen. Zwölf Minuten vor Schluss auf besagte vier Tore herangekommen, scheiterten Jens Bechtloff, Peter Strosack und Valentin Spohn hintereinander binnen 70 Sekunden dreimal frei an TSV-Keeper Bartmann und vergaben damit die Chance, zumindest auf drei Tore zu verkürzen. „Wir sind hier nicht am Gegner gescheitert, sondern an uns selbst. Nach dieser Vorstellung muss man auch nicht über taktische Dinge sprechen, sondern einzig um den Charakter eines jeden Spielers. Wir können uns aber nicht dermaßen unserem Schicksal ergeben. Die muss jeder Leistungssportler selbst mitbringen“, sagte Emir Kurtagic.

Wie Kurtagic sieht auch Rolf Hermann die Möglichkeiten, zu reagieren, sehr begrenzt. „Wir können nur mit den Spielern arbeiten, ihnen helfen. Aber der Charakter ist keine Frage des Trainings.“

Beim TuS brennt mal wieder der Baum. Und die Einzigen, die ihn löschen können, sind die Spieler. Die Fehler die im Bayer-Sportcenter gemacht wurden, waren in erster Linie auf fehlenden Willen zurückzuführen. So hatte es Dormagen, das alles andere als unbezwingbar war, leichtes Spiel, sich immer wieder gegen eine diesmal extrem schwache Lübbecker Defensive vielversprechend in Szene zu bringen – allen voran der 25-jährige TSV-Zugang Ante Grbavac, dem zehn Treffer gelangen – und mit der eigenen 6:0-Abwehr das mangelnde TuS-Angriffsverhalten sicher im Griff zu haben.

Vom 6:6 setzte sich der Underdog auf 9:6 und 11:7 ab und erhöhte direkt nach der Pause auf 18:12, was Emir Kurtagic bereits nach drei Minuten dazu veranlasste, in einer Auszeit seinen Unmut kundzutun. Am indiskutablen Auftritt der Gäste änderte das aber nichts.

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Lübbecke/Dormagen2. Liga: Der TuS N-Lübbecke blamiert sich in DormagenLübbecke/Dormagen (kru). Kopflos, planlos, hilflos – vor allen Dingen aber leidenschaftslos. Handball-Zweitligist TuS N-Lübbecke ist beim TSV Bayer Dormagen wieder in jene Muster verfallen, die bei Verantwortlichen, Fans und Sponsoren als überwunden galten . Daran änderte auch der jüngste Appell von Rolf Hermann nichts, als er um Ruhe und Zeit für die Entwicklung des Teams bat. Am Rhein ging das mit 24:31 (12:16) unter. Keine Frage: Die Hausherren, denen man einen schweren Stand in der 2. Handball-Bundesliga prognostiziert hatte, sicherten sich ihre drittes Punktepaar in eigener Halle absolut verdient. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase waren sie es, die mit der besseren Einstellung aufwarteten, die bessere Abwehr stellten und vorn die besseren Lösungen parat hatten. Bis auf eine kurze Phase nach dem 16:24, als Lübbecke über 19:24 auf 21:25 verkürzen konnte, war nichts Positives von den favorisierten Gästen zu sehen. Zwölf Minuten vor Schluss auf besagte vier Tore herangekommen, scheiterten Jens Bechtloff, Peter Strosack und Valentin Spohn hintereinander binnen 70 Sekunden dreimal frei an TSV-Keeper Bartmann und vergaben damit die Chance, zumindest auf drei Tore zu verkürzen. „Wir sind hier nicht am Gegner gescheitert, sondern an uns selbst. Nach dieser Vorstellung muss man auch nicht über taktische Dinge sprechen, sondern einzig um den Charakter eines jeden Spielers. Wir können uns aber nicht dermaßen unserem Schicksal ergeben. Die muss jeder Leistungssportler selbst mitbringen“, sagte Emir Kurtagic. Wie Kurtagic sieht auch Rolf Hermann die Möglichkeiten, zu reagieren, sehr begrenzt. „Wir können nur mit den Spielern arbeiten, ihnen helfen. Aber der Charakter ist keine Frage des Trainings.“ Beim TuS brennt mal wieder der Baum. Und die Einzigen, die ihn löschen können, sind die Spieler. Die Fehler die im Bayer-Sportcenter gemacht wurden, waren in erster Linie auf fehlenden Willen zurückzuführen. So hatte es Dormagen, das alles andere als unbezwingbar war, leichtes Spiel, sich immer wieder gegen eine diesmal extrem schwache Lübbecker Defensive vielversprechend in Szene zu bringen – allen voran der 25-jährige TSV-Zugang Ante Grbavac, dem zehn Treffer gelangen – und mit der eigenen 6:0-Abwehr das mangelnde TuS-Angriffsverhalten sicher im Griff zu haben. Vom 6:6 setzte sich der Underdog auf 9:6 und 11:7 ab und erhöhte direkt nach der Pause auf 18:12, was Emir Kurtagic bereits nach drei Minuten dazu veranlasste, in einer Auszeit seinen Unmut kundzutun. Am indiskutablen Auftritt der Gäste änderte das aber nichts.