Minden

Round-Up: Lange Gesichter in Lahde, Jubel in Dankersen

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Nach dem letzten Treffer hatten Jona Jungmann und seine Teamkameraden der GWD-A-Jungen die Gewissheit: Man hatte den Favoriten Flensburg-Handwitt in die Knie gezwungen. - © Foto: Bendig
Nach dem letzten Treffer hatten Jona Jungmann und seine Teamkameraden der GWD-A-Jungen die Gewissheit: Man hatte den Favoriten Flensburg-Handwitt in die Knie gezwungen. (© Foto: Bendig)

Minden (cb). Es war ein ereignisreicher Handball-Samstag in den Amateur-Spielklassen. GWD Minden II schrammt hauchdünn an einem sensationellen Punktgewinn beim Drittliga-Spitzenteam Wilhelmshavener HV vorbei, dafür jubeln die A-Jungen des Vereins nach dem begeisternden 29:27-Sieg gegen den amtierenden Deutschen Meister SG Flensburg-Handewitt. In der Männer-Landesliga beherrscht der HSV Minden-Nord das Derby bei der HSG Petershagen/Lahde und in der Frauen-Oberliga gibt es bei allen drei heimischen Vertretern nur lachende Gesichter.

In der 3. Liga bleibt es dabei, dass die Handballer von GWD Minden II nach dem fünften Spieltag noch ohne Sieg dastehen. Doch die Leistung beim Wilhelmshavener HV bei der 29:30-Niederlage gibt Anlass zur Hoffnung. Denn in der Nordfrost-Arena setzten sich die Hausherren zügig auf 9:4 (16.) ab und dominierten auch bis zur 29:23 und sogar 30:24 (54.) das Geschehen. Die Mindener, die im bisherigen Saisonverlauf bereits mehrfach nach deutlichen Rückständen auseinandergefallen waren, bewiesen Moral und kamen durch Simon Strakeljahn zum 29:30-Anschluss. In den verbleibenden 18 Sekunden reichte es aber nicht mehr zum Punktgewinn. GWD-II-Klassenpartner Lit Tribe Germania spielt am Sonntag in eigener Halle gegen die SG Menden Sauerland Wölfe. Anwurf in Nordhemmern ist um 17 Uhr.

Die HSG Petershagen/Lahde, hier Tim Kruse im Tiefflug, versuchte zu oft, mit dem Kopf durch die Wand zu kommen. - © Foto: Bendig
Die HSG Petershagen/Lahde, hier Tim Kruse im Tiefflug, versuchte zu oft, mit dem Kopf durch die Wand zu kommen. (© Foto: Bendig)

In der Oberliga konnte der TuS 09 Möllbergen die starke Leistung von vor einer Woche gegen das Spitzenteam TSG A-H Bielefeld (23:23) nicht bestätigen. Beim HTV Hemer erkämpfte sich das Team von Trainer André Torge immerhin nach dem 7:12-Pausenrückstand noch ein 20:20-Remis. Freddi Altvater gelang 16 Sekunden vor Schluss vom Siebenmeter-Strich der Ausgleich.

Mona Kruse (links) bejubelt mit Torhüterin Vanessa Fischer deren überragende Leistung. MT- - © Foto: Kühlmann
Mona Kruse (links) bejubelt mit Torhüterin Vanessa Fischer deren überragende Leistung. MT- (© Foto: Kühlmann)

In der Verbandsliga überrollte Lit Tribe Germania den TV Isselhorst mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung in dessen Halle mit 36:23 und setzt sich mit zwei Siegen vorübergehend an die Tabellenspitze. In der Landesliga erlebte die HSG Petershagen/Lahde gegen den HSV Minden-Nord eine bittere Enttäuschung. Nach 60 Minuten hieß es 18:25 für die Gäste, die aus einer sicheren Abwehr heras zu zahlreichen Tempogegenstößen kamen. „Ich glaube, die Hälfte unserer Tore haben wir aus der ersten und zweiten Phase erzielt“, sagte HSV-Trainer Sven Hachmeier. Für die HSG war es bereits die zweite Niederlage am zweiten Spieltag. Nach der knappen und vermeidbaren Niederlage in Bad Oeynhausen präsentierte sich die HSG spätestens nach dem 14:18-Rückstand (Mats Schmidt, 40. Minute) erstaunlich blutleer. In dieser Phase führte der HSV die Entscheidung herbei. Vom 14:13 setzte man sich auf 20:14 ab. Aufsteiger Sachsenross Hille kam derweil gegen den stark eingeschätzten TuS Wehe mit 26:25 zu ersten Sieg. Linksaußen Marc Katenz überragte mit neun Treffern. Das Kreisduell zwischen Eintracht Oberlübbe und TuS Nettelstedt II war ein wahres Torfestival. Die Eintracht entschied das Derby an der Bergkante mit 38:33 (21:14) für sich. Pascal Bekemeier und Marvin Eikmeyer gingen mit jeweils zehn Toren voran. Mit zwei Siegen nistet sich Oberlübbe nach dem zweiten Spieltag in der Spitzenfeld ein.

Heimisches Oberliga-Trio siegreich

Gestützt auf eine bärenstarke Vorstellung fuhr Aufsteiger Lit Tribe Germania seinen ersten Sieg in der Oberliga ein. Gegen den SC DJK Everswinkel gewann das Team von Trainerin Andrea Leiding 24:22 und bog dabei den 10:15-Pausenrückstand um. Neben Fischer trug Leonie Wöbking mit 13 Treffern maßgeblich zum Erfolg bei. Nach der bitteren Abfuhr am ersten Spieltag bei Tura Bergkamen drehte die HSG EURo im ersten Saison-Heimspiel gegen den TV Arnsberg den Spieß um und fertigte den Gast mit 33:18 ab. Insgesamt 22 Tore, jeweils elf gingen auf das Konto von Lara Kleine und Rahel Rodehau. Der HSV Minden-Nord kam gegen den ETSV Ruhrtal ebenfalls zu einem Kantersieg. Mit dem 30:17-Erfolg in eigener Halle klettert die Mannschaft von Trainer Olaf Grintz mit nunmehr zwei Siegen vorübergehend auf Rang zwei. Das Spiel des vierten Oberligisten, TSV Hahlen, gegen die Spvg Ibbenbüren wurde verlegt.

In der Verbandsliga gelang Eintracht Oberlübbe keine Wiedergutmachung für den schwachen Auftritt vor einer Woche in Versmold. Gegen das Spitzenteam Wettringen war vieles besser, aber zu einem Erfolg reichte es bei der 17:22-Niederlage trotzdem nicht. Derweil kam Aufsteiger TuS 09 Möllbergen nach einer souveränen Vorstellung im ersten Saisonheimspiel gegen den HT SF Senne zu den ersten Punkten. Bereits früh legte die Mannschaft von Trainer Patrick Richter den Grundstein zum Sieg, führte nach 15 Minuten mit 9:5 und in der 40. Minute mit 21:14. Am Ende hieß es 30:26. Der HSV Minden-Nord II und die HSG Petershagen/Lahde stehen sich am Sonntag um 16.30 Uhr in Stemmer gegenüber.

Starkes Kollektiv

In der A-Jugendbundesliga zwang GWD Minden den Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt mit 29:27 in die Knie und setzt sich selber an die Spitze. Dem intensiven Spitzenspiel drückte 50 Minuten lang der überragende GWD-Keeper Lucas Grabitz seinen Stempel auf. „Nach Levin Schmäing, der letzte Woche in Lemgo überragend gehalten hat, ist es das zweite Spiel mit einer super Torhüterleistung“, lobte GWD-Coach Sebastian Bagats sein Duo für die Leistungen in den zurückliegenden Wochen. GWD zeigte vor dem amtierenden Meister dieser Altersklasse keinen Respekt und warf sich mit 7:4 in Führung. Eine kurze Schwächephase der Dankerser nutzen die Gäste zum 9:7 und 11:9 für sich. In den Minuten vor dem Seitenwechsel drehten die Hausherren wieder die Partie auf 12:11. Nach dem Seitenwechsel waren die Bagats-Schützlinge das klar überlegene Team. Beim Stand von 21:16 scheiterte Florian Kranzmann am Gäste-Torwart und verpasste die Vorentscheidung. Gegen die nun stark aufkommenden Gäste behaupteten sich aber die kampfstarken Mindener. „Einfach nur stark“ lobte Bagats sein Kollektiv.

Lösbare Aufgabe für LitTribe Germania - Die Spieltagsvorschau im Männerhandball

Leiding freut sich auf Premiere und Wiedersehen - Die Spieltagsvorschau im Frauenhandball

Torfabrik gegen Torfabrik - Spieltagsvorschau Jugendbundesliga

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MindenRound-Up: Lange Gesichter in Lahde, Jubel in DankersenMinden (cb). Es war ein ereignisreicher Handball-Samstag in den Amateur-Spielklassen. GWD Minden II schrammt hauchdünn an einem sensationellen Punktgewinn beim Drittliga-Spitzenteam Wilhelmshavener HV vorbei, dafür jubeln die A-Jungen des Vereins nach dem begeisternden 29:27-Sieg gegen den amtierenden Deutschen Meister SG Flensburg-Handewitt. In der Männer-Landesliga beherrscht der HSV Minden-Nord das Derby bei der HSG Petershagen/Lahde und in der Frauen-Oberliga gibt es bei allen drei heimischen Vertretern nur lachende Gesichter. In der 3. Liga bleibt es dabei, dass die Handballer von GWD Minden II nach dem fünften Spieltag noch ohne Sieg dastehen. Doch die Leistung beim Wilhelmshavener HV bei der 29:30-Niederlage gibt Anlass zur Hoffnung. Denn in der Nordfrost-Arena setzten sich die Hausherren zügig auf 9:4 (16.) ab und dominierten auch bis zur 29:23 und sogar 30:24 (54.) das Geschehen. Die Mindener, die im bisherigen Saisonverlauf bereits mehrfach nach deutlichen Rückständen auseinandergefallen waren, bewiesen Moral und kamen durch Simon Strakeljahn zum 29:30-Anschluss. In den verbleibenden 18 Sekunden reichte es aber nicht mehr zum Punktgewinn. GWD-II-Klassenpartner Lit Tribe Germania spielt am Sonntag in eigener Halle gegen die SG Menden Sauerland Wölfe. Anwurf in Nordhemmern ist um 17 Uhr. In der Oberliga konnte der TuS 09 Möllbergen die starke Leistung von vor einer Woche gegen das Spitzenteam TSG A-H Bielefeld (23:23) nicht bestätigen. Beim HTV Hemer erkämpfte sich das Team von Trainer André Torge immerhin nach dem 7:12-Pausenrückstand noch ein 20:20-Remis. Freddi Altvater gelang 16 Sekunden vor Schluss vom Siebenmeter-Strich der Ausgleich. In der Verbandsliga überrollte Lit Tribe Germania den TV Isselhorst mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung in dessen Halle mit 36:23 und setzt sich mit zwei Siegen vorübergehend an die Tabellenspitze. In der Landesliga erlebte die HSG Petershagen/Lahde gegen den HSV Minden-Nord eine bittere Enttäuschung. Nach 60 Minuten hieß es 18:25 für die Gäste, die aus einer sicheren Abwehr heras zu zahlreichen Tempogegenstößen kamen. „Ich glaube, die Hälfte unserer Tore haben wir aus der ersten und zweiten Phase erzielt“, sagte HSV-Trainer Sven Hachmeier. Für die HSG war es bereits die zweite Niederlage am zweiten Spieltag. Nach der knappen und vermeidbaren Niederlage in Bad Oeynhausen präsentierte sich die HSG spätestens nach dem 14:18-Rückstand (Mats Schmidt, 40. Minute) erstaunlich blutleer. In dieser Phase führte der HSV die Entscheidung herbei. Vom 14:13 setzte man sich auf 20:14 ab. Aufsteiger Sachsenross Hille kam derweil gegen den stark eingeschätzten TuS Wehe mit 26:25 zu ersten Sieg. Linksaußen Marc Katenz überragte mit neun Treffern. Das Kreisduell zwischen Eintracht Oberlübbe und TuS Nettelstedt II war ein wahres Torfestival. Die Eintracht entschied das Derby an der Bergkante mit 38:33 (21:14) für sich. Pascal Bekemeier und Marvin Eikmeyer gingen mit jeweils zehn Toren voran. Mit zwei Siegen nistet sich Oberlübbe nach dem zweiten Spieltag in der Spitzenfeld ein. Heimisches Oberliga-Trio siegreich Gestützt auf eine bärenstarke Vorstellung fuhr Aufsteiger Lit Tribe Germania seinen ersten Sieg in der Oberliga ein. Gegen den SC DJK Everswinkel gewann das Team von Trainerin Andrea Leiding 24:22 und bog dabei den 10:15-Pausenrückstand um. Neben Fischer trug Leonie Wöbking mit 13 Treffern maßgeblich zum Erfolg bei. Nach der bitteren Abfuhr am ersten Spieltag bei Tura Bergkamen drehte die HSG EURo im ersten Saison-Heimspiel gegen den TV Arnsberg den Spieß um und fertigte den Gast mit 33:18 ab. Insgesamt 22 Tore, jeweils elf gingen auf das Konto von Lara Kleine und Rahel Rodehau. Der HSV Minden-Nord kam gegen den ETSV Ruhrtal ebenfalls zu einem Kantersieg. Mit dem 30:17-Erfolg in eigener Halle klettert die Mannschaft von Trainer Olaf Grintz mit nunmehr zwei Siegen vorübergehend auf Rang zwei. Das Spiel des vierten Oberligisten, TSV Hahlen, gegen die Spvg Ibbenbüren wurde verlegt. In der Verbandsliga gelang Eintracht Oberlübbe keine Wiedergutmachung für den schwachen Auftritt vor einer Woche in Versmold. Gegen das Spitzenteam Wettringen war vieles besser, aber zu einem Erfolg reichte es bei der 17:22-Niederlage trotzdem nicht. Derweil kam Aufsteiger TuS 09 Möllbergen nach einer souveränen Vorstellung im ersten Saisonheimspiel gegen den HT SF Senne zu den ersten Punkten. Bereits früh legte die Mannschaft von Trainer Patrick Richter den Grundstein zum Sieg, führte nach 15 Minuten mit 9:5 und in der 40. Minute mit 21:14. Am Ende hieß es 30:26. Der HSV Minden-Nord II und die HSG Petershagen/Lahde stehen sich am Sonntag um 16.30 Uhr in Stemmer gegenüber. Starkes Kollektiv In der A-Jugendbundesliga zwang GWD Minden den Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt mit 29:27 in die Knie und setzt sich selber an die Spitze. Dem intensiven Spitzenspiel drückte 50 Minuten lang der überragende GWD-Keeper Lucas Grabitz seinen Stempel auf. „Nach Levin Schmäing, der letzte Woche in Lemgo überragend gehalten hat, ist es das zweite Spiel mit einer super Torhüterleistung“, lobte GWD-Coach Sebastian Bagats sein Duo für die Leistungen in den zurückliegenden Wochen. GWD zeigte vor dem amtierenden Meister dieser Altersklasse keinen Respekt und warf sich mit 7:4 in Führung. Eine kurze Schwächephase der Dankerser nutzen die Gäste zum 9:7 und 11:9 für sich. In den Minuten vor dem Seitenwechsel drehten die Hausherren wieder die Partie auf 12:11. Nach dem Seitenwechsel waren die Bagats-Schützlinge das klar überlegene Team. Beim Stand von 21:16 scheiterte Florian Kranzmann am Gäste-Torwart und verpasste die Vorentscheidung. Gegen die nun stark aufkommenden Gäste behaupteten sich aber die kampfstarken Mindener. „Einfach nur stark“ lobte Bagats sein Kollektiv. Lösbare Aufgabe für LitTribe Germania - Die Spieltagsvorschau im Männerhandball Leiding freut sich auf Premiere und Wiedersehen - Die Spieltagsvorschau im Frauenhandball Torfabrik gegen Torfabrik - Spieltagsvorschau Jugendbundesliga