Lübbecke

2.Liga: Marian Orlowski sieht sich mit dem TuS-N Lübbecke auf einen guten Weg

Volker Krusche

Impulsiv und mit Führungsqualitäten ausgestattet: TuS N-Lübbeckes Marian Orlowski. Foto: Noah Wedel - © Noah Wedel
Impulsiv und mit Führungsqualitäten ausgestattet: TuS N-Lübbeckes Marian Orlowski. Foto: Noah Wedel (© Noah Wedel)

Lübbecke (wb). Von Formkrise könne keine Rede sein, er befinde sich definitiv nicht in einem Leistungsloch. „So würde ich das jedenfalls nicht bezeichnen“, betont Marian Orlowski. „Ich hatte schon häufiger Phasen, in denen der Ball nicht ins Tor wollte. Er geht an den Pfosten oder wird vom gegnerischen Torhüter abgewehrt. Natürlich fängt man dann auch mal das Denken an. Und das ist nicht gut. Ich versuche mir in solchen Fällen die Sicherheit über die Abwehr zu holen.“ Wie augenblicklich auch.

Der Kapitän von Handball-Zweitligist TuS N-Lübbecke macht sich dennoch keinen großen Kopf über seine bisherigen Auftritte. „Man merkt nur, dass man schon mal die falsche Entscheidung getroffen hat. Das zu erkennen, sollte einem aber nachträglich auch helfen. Doch wie gesagt, dann steht das Defensivverhalten für mich noch mehr im Vordergrund. Und in der Abwehr fühle ich mich aktuell extrem gut. Alles andere wird irgendwann automatisch kommen“, betont der Lübbecker Rückraumspieler.

Der sieht sein Team unter Emir Kurtagic auf dem richtigen Weg. „Im vergangenen Jahr waren wir bei unseren individuellen Aktionen im Angriff extrem abhängig davon, das mindestens zwei, drei Spieler gut funktionieren. Jetzt lassen wir als Mannschaft den Ball viel besser laufen und spielen unsere Tore raus. Das macht mir auf jeden Fall mehr Spaß.“ Dadurch könne man zudem die Klasse der eigenen Außen besser nutzen. „Schließlich sind wir auf dieser Position extrem stark besetzt.“

Ein wichtiger Baustein für das veränderte Angriffsverhalten, was natürlich noch Zeit benötige und derzeit daher noch nicht optimal funktioniere, sei Neuzugang Roman Becvar, der nach seiner Daumenverletzung das Gastspiel am Samstag in Dormagen auf jeden Fall verpassen wird. „Er hat uns mit seiner Spielweise als Mittelmann bereits nach vorn gebracht und wird unsere Entwicklung auch weiter vorantreiben“, hebt Marian Orlowski hervor.

Der sieht aber selbstverständlich noch Verbesserungspotenzial des gesamten Teams. Insbesondere, wenn er auf das jüngste Heimspiel gegen Aufsteiger HSG Krefeld, das der TuS mit 24:19 glanzlos für sich entschieden hat, blickt. „Wir wussten, dass der Gegner mit einer 5:1-Abwehr agiert und hatten uns im Training auch die entsprechenden Lösungen zurecht gelegt. Als die Spitze in der zweiten Halbzeit dann aber immer offensiver wurde, haben wir Halben die Räume nicht genutzt und nicht ausreichend Druck auf die Abwehr ausgeübt. Stattdessen haben wir weiterhin den Mittelmann mit einbezogen. Das war ein Fehler.“

Durch die Rolle als TuS-Kapitäns habe sich für Marian Orlowski nichts verändert. „Schließlich bin ich ja hier, um Verantwortung zu übernehmen. Ich werde allerdings nie ein Lautsprecher sein, der einen autoritären Ton anschlägt. Denn ich bin ich!“

Ob er sich vorstellen könne, seinen auslaufenden Vertrag am Wiehen zu verlängern, wurde der 26-Jährige gefragt. „Aktuell bin ich froh, hier zu sein. Ich fühle mich sehr wohl. Aber bevor wir über die Zukunft reden, wollen wir erst mal ein paar Spiele gewinnen.“

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Lübbecke2.Liga: Marian Orlowski sieht sich mit dem TuS-N Lübbecke auf einen guten WegVolker KruscheLübbecke (wb). Von Formkrise könne keine Rede sein, er befinde sich definitiv nicht in einem Leistungsloch. „So würde ich das jedenfalls nicht bezeichnen“, betont Marian Orlowski. „Ich hatte schon häufiger Phasen, in denen der Ball nicht ins Tor wollte. Er geht an den Pfosten oder wird vom gegnerischen Torhüter abgewehrt. Natürlich fängt man dann auch mal das Denken an. Und das ist nicht gut. Ich versuche mir in solchen Fällen die Sicherheit über die Abwehr zu holen.“ Wie augenblicklich auch. Der Kapitän von Handball-Zweitligist TuS N-Lübbecke macht sich dennoch keinen großen Kopf über seine bisherigen Auftritte. „Man merkt nur, dass man schon mal die falsche Entscheidung getroffen hat. Das zu erkennen, sollte einem aber nachträglich auch helfen. Doch wie gesagt, dann steht das Defensivverhalten für mich noch mehr im Vordergrund. Und in der Abwehr fühle ich mich aktuell extrem gut. Alles andere wird irgendwann automatisch kommen“, betont der Lübbecker Rückraumspieler. Der sieht sein Team unter Emir Kurtagic auf dem richtigen Weg. „Im vergangenen Jahr waren wir bei unseren individuellen Aktionen im Angriff extrem abhängig davon, das mindestens zwei, drei Spieler gut funktionieren. Jetzt lassen wir als Mannschaft den Ball viel besser laufen und spielen unsere Tore raus. Das macht mir auf jeden Fall mehr Spaß.“ Dadurch könne man zudem die Klasse der eigenen Außen besser nutzen. „Schließlich sind wir auf dieser Position extrem stark besetzt.“ Ein wichtiger Baustein für das veränderte Angriffsverhalten, was natürlich noch Zeit benötige und derzeit daher noch nicht optimal funktioniere, sei Neuzugang Roman Becvar, der nach seiner Daumenverletzung das Gastspiel am Samstag in Dormagen auf jeden Fall verpassen wird. „Er hat uns mit seiner Spielweise als Mittelmann bereits nach vorn gebracht und wird unsere Entwicklung auch weiter vorantreiben“, hebt Marian Orlowski hervor. Der sieht aber selbstverständlich noch Verbesserungspotenzial des gesamten Teams. Insbesondere, wenn er auf das jüngste Heimspiel gegen Aufsteiger HSG Krefeld, das der TuS mit 24:19 glanzlos für sich entschieden hat, blickt. „Wir wussten, dass der Gegner mit einer 5:1-Abwehr agiert und hatten uns im Training auch die entsprechenden Lösungen zurecht gelegt. Als die Spitze in der zweiten Halbzeit dann aber immer offensiver wurde, haben wir Halben die Räume nicht genutzt und nicht ausreichend Druck auf die Abwehr ausgeübt. Stattdessen haben wir weiterhin den Mittelmann mit einbezogen. Das war ein Fehler.“ Durch die Rolle als TuS-Kapitäns habe sich für Marian Orlowski nichts verändert. „Schließlich bin ich ja hier, um Verantwortung zu übernehmen. Ich werde allerdings nie ein Lautsprecher sein, der einen autoritären Ton anschlägt. Denn ich bin ich!“ Ob er sich vorstellen könne, seinen auslaufenden Vertrag am Wiehen zu verlängern, wurde der 26-Jährige gefragt. „Aktuell bin ich froh, hier zu sein. Ich fühle mich sehr wohl. Aber bevor wir über die Zukunft reden, wollen wir erst mal ein paar Spiele gewinnen.“