Hille

Oberlübbe obenauf: Eintracht gewinnt Landesliga-Derby gegen Aufsteiger Hille

Christian Bendig

Mats-Lennart Rinne sorgte im Oberlübber Rückraum für ordentlich Betrieb und scheute keinen Zweikampf. In dieser Szene ist Rinne von Nico Spechtmeyer (links) und Kevin Lenz (Nr.4) kaum zu stoppen. - © Foto: Christian Bendig
Mats-Lennart Rinne sorgte im Oberlübber Rückraum für ordentlich Betrieb und scheute keinen Zweikampf. In dieser Szene ist Rinne von Nico Spechtmeyer (links) und Kevin Lenz (Nr.4) kaum zu stoppen. (© Foto: Christian Bendig)

Hille (cb). Einen souveränen Derbysieger und drei enttäuschte Landesliga-Teams brachte der erste Spieltag hervor. Insbesondere die Handballer des HSV Minden-Nord und der HSG Petershagen/Lahde hatten sich zum Auftakt deutlich mehr erhofft.

TV Sachsenross Hille - Eintracht Oberlübbe 18:23 (9:11). Beide Teams eint der Weg: Abstieg in die Bezirksliga und sofortige Rückkehr. Doch Oberlübbe hat ein Jahr Vorsprung und diese Zeit gut genutzt: Die Eintracht ist bereits da angekommen, wo man in Hille noch hinwill. Am Samstagabend in Hille wurde der Leistungsunterschied deutlich. Dabei hatten die Gäste vor dem Anpfiff einen Rückschlag zu verdauen: am Freitag hatte sich Pascal Bekemeier eine Knöchelverletzung zugezogen. Die Eintracht steckte Ausfall locker weg und Trainer Björn Petereit gewann dem sogar etwas Positives ab. „Der Gegner stellt sich enorm auf ihn ein. Fehlt er, müssen die anderen mehr machen und wir sind schwerer auszurechnen."

Schnell wurden die Kräfteverhältnisse erkennbar: In der Spielanlage präsentierte sich das Petereit-Team strukturierter als in der Vorsaison. Zudem wurden die Angriffe konsequent abgeschlossen. Und: Oberlübbe besaß die tiefere Bank. „Im vergangenen Jahr hätten wir so ein Spiel verloren", meinte auch Petereit nach Spielschluss, stapelte aber trotz der Fortschritte seines Teams tief: „In diesem Jahr schnuppern wir nicht an den Aufstiegsrängen." Besser als Platz fünf ist das Saisonziel. Aber die Blickrichtung gehe irgendwann schon in Richtung Verbandsliga. „Vielleicht im nächsten Jahr."

Aufstiegsambitionen sind Zukunftsmusik, in der Gegenwart steht ein gelungener Saisonstart. Den schnellen 0:2-Rückstand drehte Oberlübbe vor vollen Rängen in einen 6:3-Vorsprung und transportierte den locker bis zum 14:11 (36.). dann scheiterte Hilles Marc Katenz mit einem Tempogegenstoß an Lucas Labjuhn, auf der Gegenseite erhöhte Marvin Eikmeyer zweimal per Siebenmeter auf 16:11 (40.). Als wiederum Eikmeyer von Linksaußen das 19:12 markierte, war das Derby entschieden. „In der Phase wollten wir es erzwingen und haben den Kopfverloren. Wir haben Lehrgeld bezahlt", lautet das Fazit von Hilles Trainer Henning Di Meo. Tore für Hille: Spechtmeyer 4/1, Lenz 4/1, Stobbe 4, Katenz 2, Breuer 2, Ossenfort 1, Bredemeyer 1. Tore für Hille: Eikmeyer 9/5, Rinne 4, Meyer 3, Wall 2, Blomenkamp 1, Busche 1, Kurlbaum 1, Petereit 1, Thamm 1.

HSV Minden-Nord - TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck II 18:27 (11:17). Niedergeschlagenheit herrschte nach den ersten 60 Minuten der Saison bei der jungen HSV-Mannschaft. Die hatte sich nach einer sehr guten Vorbereitung sehr viel vorgenommen, enttäuschte aber auf ganzer Linie. Nach dem 2:2 spielte nur noch der Gast, den Trainer Alex Röthemeier als einen Gegner einstufte, „den wir eigentlich schlagen müssten". Die Oberliga-Reserve der Jürmker spielte aber im Gegensatz zu den Hausherren geduldig und annähernd fehlerlos in der Offensive. „Außerdem hatten wir nicht die Unterstützung durch unsere Keeper", schilderte der HSV-Trainer. Er zählte bei seinen Spielern Seite 20 vergebene Wurfmöglichkeiten und zehn technische Fehler. Tore für HSV Minden-Nord: Vieregge 5/2, Diehl 3, Balke 3, Zydel 3, Harting 2, Schnittker 1.

HCE Bad Oeynhausen - HSG Petershagen/Lahde 24:21 (10:12). „Eigentlich wollten wir das Spiel mit Tempo für uns entscheiden", berichtete HSG-Trainer Frank Habbe. Gegen den knapp besetzten Gegner, bei dem inzwischen auch Spielmacher Christaki Kolios nicht mehr aufläuft, schlugen die Gäste aber zu wenig Kapital aus der guten Defensivarbeit. „Wir spielten viel zu zaghaft nach vorne. Zwei Gegenstoßtore sind einfach zu wenig", meinte Habbe. Sein Team dominierte lange Zeit ohne zu glänzen, baute nach dem Seitenwechsel den Gegner mit Fehlern aber auf. Beim 21:21 kurz vor Schluss war noch alles möglich für das Habbe-Team, der HCE erzwang aber die Entscheidung. „Wirklich ärgerlich. Das wir verloren haben, lag nur an uns", bilanzierte Habbe. Tore für HSG Petershagen/Lahde: Essler 7/4, Schäkel, Breuer 3, Niemann 2, Kruse 2, Prange 2, Linnemann 1.

Copyright © Mindener Tageblatt 2020
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

1 Kommentar

Das Kommentieren ist nur mit einem Abo oder Tagespass möglich.

HilleOberlübbe obenauf: Eintracht gewinnt Landesliga-Derby gegen Aufsteiger HilleChristian BendigHille (cb). Einen souveränen Derbysieger und drei enttäuschte Landesliga-Teams brachte der erste Spieltag hervor. Insbesondere die Handballer des HSV Minden-Nord und der HSG Petershagen/Lahde hatten sich zum Auftakt deutlich mehr erhofft. TV Sachsenross Hille - Eintracht Oberlübbe 18:23 (9:11). Beide Teams eint der Weg: Abstieg in die Bezirksliga und sofortige Rückkehr. Doch Oberlübbe hat ein Jahr Vorsprung und diese Zeit gut genutzt: Die Eintracht ist bereits da angekommen, wo man in Hille noch hinwill. Am Samstagabend in Hille wurde der Leistungsunterschied deutlich. Dabei hatten die Gäste vor dem Anpfiff einen Rückschlag zu verdauen: am Freitag hatte sich Pascal Bekemeier eine Knöchelverletzung zugezogen. Die Eintracht steckte Ausfall locker weg und Trainer Björn Petereit gewann dem sogar etwas Positives ab. „Der Gegner stellt sich enorm auf ihn ein. Fehlt er, müssen die anderen mehr machen und wir sind schwerer auszurechnen." Schnell wurden die Kräfteverhältnisse erkennbar: In der Spielanlage präsentierte sich das Petereit-Team strukturierter als in der Vorsaison. Zudem wurden die Angriffe konsequent abgeschlossen. Und: Oberlübbe besaß die tiefere Bank. „Im vergangenen Jahr hätten wir so ein Spiel verloren", meinte auch Petereit nach Spielschluss, stapelte aber trotz der Fortschritte seines Teams tief: „In diesem Jahr schnuppern wir nicht an den Aufstiegsrängen." Besser als Platz fünf ist das Saisonziel. Aber die Blickrichtung gehe irgendwann schon in Richtung Verbandsliga. „Vielleicht im nächsten Jahr." Aufstiegsambitionen sind Zukunftsmusik, in der Gegenwart steht ein gelungener Saisonstart. Den schnellen 0:2-Rückstand drehte Oberlübbe vor vollen Rängen in einen 6:3-Vorsprung und transportierte den locker bis zum 14:11 (36.). dann scheiterte Hilles Marc Katenz mit einem Tempogegenstoß an Lucas Labjuhn, auf der Gegenseite erhöhte Marvin Eikmeyer zweimal per Siebenmeter auf 16:11 (40.). Als wiederum Eikmeyer von Linksaußen das 19:12 markierte, war das Derby entschieden. „In der Phase wollten wir es erzwingen und haben den Kopfverloren. Wir haben Lehrgeld bezahlt", lautet das Fazit von Hilles Trainer Henning Di Meo. Tore für Hille: Spechtmeyer 4/1, Lenz 4/1, Stobbe 4, Katenz 2, Breuer 2, Ossenfort 1, Bredemeyer 1. Tore für Hille: Eikmeyer 9/5, Rinne 4, Meyer 3, Wall 2, Blomenkamp 1, Busche 1, Kurlbaum 1, Petereit 1, Thamm 1. HSV Minden-Nord - TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck II 18:27 (11:17). Niedergeschlagenheit herrschte nach den ersten 60 Minuten der Saison bei der jungen HSV-Mannschaft. Die hatte sich nach einer sehr guten Vorbereitung sehr viel vorgenommen, enttäuschte aber auf ganzer Linie. Nach dem 2:2 spielte nur noch der Gast, den Trainer Alex Röthemeier als einen Gegner einstufte, „den wir eigentlich schlagen müssten". Die Oberliga-Reserve der Jürmker spielte aber im Gegensatz zu den Hausherren geduldig und annähernd fehlerlos in der Offensive. „Außerdem hatten wir nicht die Unterstützung durch unsere Keeper", schilderte der HSV-Trainer. Er zählte bei seinen Spielern Seite 20 vergebene Wurfmöglichkeiten und zehn technische Fehler. Tore für HSV Minden-Nord: Vieregge 5/2, Diehl 3, Balke 3, Zydel 3, Harting 2, Schnittker 1. HCE Bad Oeynhausen - HSG Petershagen/Lahde 24:21 (10:12). „Eigentlich wollten wir das Spiel mit Tempo für uns entscheiden", berichtete HSG-Trainer Frank Habbe. Gegen den knapp besetzten Gegner, bei dem inzwischen auch Spielmacher Christaki Kolios nicht mehr aufläuft, schlugen die Gäste aber zu wenig Kapital aus der guten Defensivarbeit. „Wir spielten viel zu zaghaft nach vorne. Zwei Gegenstoßtore sind einfach zu wenig", meinte Habbe. Sein Team dominierte lange Zeit ohne zu glänzen, baute nach dem Seitenwechsel den Gegner mit Fehlern aber auf. Beim 21:21 kurz vor Schluss war noch alles möglich für das Habbe-Team, der HCE erzwang aber die Entscheidung. „Wirklich ärgerlich. Das wir verloren haben, lag nur an uns", bilanzierte Habbe. Tore für HSG Petershagen/Lahde: Essler 7/4, Schäkel, Breuer 3, Niemann 2, Kruse 2, Prange 2, Linnemann 1.