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A-Jungen-Bundesliga: "Brutale“ 10:37-Pleite für JSG - GWD bereits für das Spitzenspiel

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Alexej Demerza, hier beim letzten Heimspiel, spielte sich mit GWD in Lemgo für das Spitzenspiel gegen Flensburg warm. - © Foto: Bendig
Alexej Demerza, hier beim letzten Heimspiel, spielte sich mit GWD in Lemgo für das Spitzenspiel gegen Flensburg warm. (© Foto: Bendig)

Minden (rich). Nur eine Woche nach dem feinen Start mit einem 28:23-Heimsieg gegen die HSG Lemgo machten die Handball-A-Jungen der JSG NSM-Nettelstedt in der Jugend-Bundesliga eine schmerzhafte Erfahrung: Mit sage und schreibe 10:37 verloren sie beim Titelanwärter SG Flensburg-Handewitt. Deutlich bessere Laune herrschte bei GWD Minden. Mit einem 32:25-Sieg in Lemgo stimmten sich die Grün-Weißen auf das Spitzenspiel ein: Am Samstag um 16.30 Uhr empfängt GWD die SG Flensburg-Handewitt in Dankersen.

SG Flensburg-Handewitt - JSG NSM-Nettelstedt 37:10 (19:5). Wenn man aus Sicht der Gäste irgendetwas Positives entdecken will, dann vielleicht das: Sieben Sekunden vor dem Abpfiff gelang Jannik Zajak der zehnte Treffer, man blieb nicht einstellig. Doch das wäre an einem Tag, an dem nach einer 2:1-Führung in den folgenden 57 Minuten nichts gelang, wohl auch egal gewesen. „Wir sind mit einer anderen Erwartungshaltung dahingefahren“, berichtete Trainer Julian Grumbach. Morgens um sechs hatte sich das Team motiviert auf den Weg an die dänische Grenze gemacht, um 17.30 Uhr war man vollständig ernüchtert. Grumbach sagte über den Blick auf die Anzeigetafel: „Das Ergebnis ist schon brutal. So habe ich das noch nicht erlebt, und das will ich auch nicht noch mal erleben.“ Nun wartet das Auswärtsspiel in Bremen. Grumbach wünscht sich: „Diese Niederlage müssen wir annehmen, abhaken und den Reset-Knopf drücken.“

JSG NSM-Nettelstedt: Beckmann, Gerlhoff - Altenbrug, Artmeier 1, Brune, Gerfen, Grote, Krassort 3/2, Lengauer, Niemeyer 1/1, Nürnberger 1, Plaß 2, Südmeier, Zajak 2.

HSG Lemgo - GWD Minden 25:32 (15:15). Zufrieden nickte GWD-Trainer Sebastian Bagats den zweiten Saisonsieg ab. „Das war spielerisch von vorne bis hinten gut“, lobte Bagats seine Mannschaft. Eine Halbzeit lang ließ GWD noch viele Chancen liegen und lief deshalb einem Rückstand hinterher. „Mit einer engagierten Abwehrleistung haben wir uns zur Pause das Unentschieden erarbeitet“, berichtete der Coach und lobte die mentale Stärke seines Teams: „Wir haben uns nicht aus der Ruhe bringen lassen.“

Nach dem Seitenwechsel spielte GWD die Angriffe konsequenter zu Ende. Als sich die Lipper nach dem 18:19 gleich drei Zeitstrafen in Folge einhandelten, griff GWD entschlossen zu. Einen Vier-Tore-Lauf schloss Fynn Gernus zum 23:18 ab (41.), dem folgten die Tore zum 26:19 (45.). „Das haben wir gut ausgenutzt“, sagte Bagats. Der in der zweiten Halbzeit eingesetzte Torwart Levin Schmäing lief zur Höchstform auf, seine Vorderleute nutzten den Rückhalt zu Gegenstößen. Auch eine Auszeit der HSG stoppte den Mindener Lauf nicht. Als Linksaußen Florian Kranzmann in der 52. Minute zum 31:20 vollstreckte, war die Partie entschieden.

GWD Minden: Grabitz, Schmäing - Demerza 3, Fenkse, Gernus 2/2, Hermeling 4, Holzhacker 3/1, Jungmann 5/1, Kranzmann 9/2, Rosemeier 3, Steppeler 1, Stoyke 2, Studberg, Wilms.

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MindenA-Jungen-Bundesliga: "Brutale“ 10:37-Pleite für JSG - GWD bereits für das SpitzenspielMinden (rich). Nur eine Woche nach dem feinen Start mit einem 28:23-Heimsieg gegen die HSG Lemgo machten die Handball-A-Jungen der JSG NSM-Nettelstedt in der Jugend-Bundesliga eine schmerzhafte Erfahrung: Mit sage und schreibe 10:37 verloren sie beim Titelanwärter SG Flensburg-Handewitt. Deutlich bessere Laune herrschte bei GWD Minden. Mit einem 32:25-Sieg in Lemgo stimmten sich die Grün-Weißen auf das Spitzenspiel ein: Am Samstag um 16.30 Uhr empfängt GWD die SG Flensburg-Handewitt in Dankersen. SG Flensburg-Handewitt - JSG NSM-Nettelstedt 37:10 (19:5). Wenn man aus Sicht der Gäste irgendetwas Positives entdecken will, dann vielleicht das: Sieben Sekunden vor dem Abpfiff gelang Jannik Zajak der zehnte Treffer, man blieb nicht einstellig. Doch das wäre an einem Tag, an dem nach einer 2:1-Führung in den folgenden 57 Minuten nichts gelang, wohl auch egal gewesen. „Wir sind mit einer anderen Erwartungshaltung dahingefahren“, berichtete Trainer Julian Grumbach. Morgens um sechs hatte sich das Team motiviert auf den Weg an die dänische Grenze gemacht, um 17.30 Uhr war man vollständig ernüchtert. Grumbach sagte über den Blick auf die Anzeigetafel: „Das Ergebnis ist schon brutal. So habe ich das noch nicht erlebt, und das will ich auch nicht noch mal erleben.“ Nun wartet das Auswärtsspiel in Bremen. Grumbach wünscht sich: „Diese Niederlage müssen wir annehmen, abhaken und den Reset-Knopf drücken.“ JSG NSM-Nettelstedt: Beckmann, Gerlhoff - Altenbrug, Artmeier 1, Brune, Gerfen, Grote, Krassort 3/2, Lengauer, Niemeyer 1/1, Nürnberger 1, Plaß 2, Südmeier, Zajak 2. HSG Lemgo - GWD Minden 25:32 (15:15). Zufrieden nickte GWD-Trainer Sebastian Bagats den zweiten Saisonsieg ab. „Das war spielerisch von vorne bis hinten gut“, lobte Bagats seine Mannschaft. Eine Halbzeit lang ließ GWD noch viele Chancen liegen und lief deshalb einem Rückstand hinterher. „Mit einer engagierten Abwehrleistung haben wir uns zur Pause das Unentschieden erarbeitet“, berichtete der Coach und lobte die mentale Stärke seines Teams: „Wir haben uns nicht aus der Ruhe bringen lassen.“ Nach dem Seitenwechsel spielte GWD die Angriffe konsequenter zu Ende. Als sich die Lipper nach dem 18:19 gleich drei Zeitstrafen in Folge einhandelten, griff GWD entschlossen zu. Einen Vier-Tore-Lauf schloss Fynn Gernus zum 23:18 ab (41.), dem folgten die Tore zum 26:19 (45.). „Das haben wir gut ausgenutzt“, sagte Bagats. Der in der zweiten Halbzeit eingesetzte Torwart Levin Schmäing lief zur Höchstform auf, seine Vorderleute nutzten den Rückhalt zu Gegenstößen. Auch eine Auszeit der HSG stoppte den Mindener Lauf nicht. Als Linksaußen Florian Kranzmann in der 52. Minute zum 31:20 vollstreckte, war die Partie entschieden. GWD Minden: Grabitz, Schmäing - Demerza 3, Fenkse, Gernus 2/2, Hermeling 4, Holzhacker 3/1, Jungmann 5/1, Kranzmann 9/2, Rosemeier 3, Steppeler 1, Stoyke 2, Studberg, Wilms.